Die gemütliche Wanderung vom vorigen Sonntag von Perdonig nach Obersirmian hat uns sehr gefallen. Etwas Gemütliches zum Entspannen wäre auch heute ideal. Leider ist die Wetterprognose etwas verwirrend. Vormittags soll es super schön sein aber am Nachmittag sind – wahrscheinlich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit – Gewitter angesagt.
Lago di Serraia mit dem Dörfchen Sternigo
Darum entschließen wir uns ins beliebte SommerurlaubsgebietVal di Pinè zu fahren und dort zu entscheiden ob wir nur um die beiden Seen Lago di Serraia und Lago delle Piazze spazieren wollen oder es riskieren können auf den Dosso di Costalta, einem schönen Aussichtsberg, zu steigen.
Normalerweise beginnen dieWanderer die Wandersaison mit einem Spaziergang durchs Frühlingstal. Da die beste Ehefrau von allen aber zeitlich verhindert ist, fahre ich mit dem Andreas an den Gardasee. Limone sul Garda soll der Startpunkt, Cima di Mughera ein Zwischenziel und die Schutzhütte Baita Segnala das Ziel unserer heutigen Wanderung sein.
Das Städtchen Limone am Gardasee (knapp über 1000 Einwohner, 69 m ü. d. M.) liegt noch im Winterschlaf: Parkuhren und Wegweiser in Nylon verpackt, die Schranken des großen Parkhauses abmontiert.
Über die Via Caldogno wandern wir entlang der orographisch linken Seite des Wildbaches San Giovanni vorbei an Oliven und Orangenbäumen bis zur Bar Milanese hinauf. Hier endet die Straße Caldogno und ein Saumpfad beginnt.
Erst jetzt sehen wir den romantischen Spazierweg, der vom Strand des Gardasees am Bachufer des Baches T. S. Giovanni entlang, hier herauf geführt hätte. Schade.
Der Saumpfad, ein Teilstück des Weitwanderweges Sentiero Antonioli, entpuppt sich als sehr steiler, mit Natursteinen ausgepflasterter breiter Weg. Der Wegnummer 101 und den Wanderschildern Baita Segala folgend, wandern wir in nordwestlicher Richtung durch das Val del Singol hinauf und lassen somit das Gardasee-Städtchen Limone stetig weiter hinter uns.
Morgen soll eine mittlere Katastrophe anstehen. Es soll schneien. Am Tag vor dem Faschingsdienstag! Warum das eine Katastrophe sein soll? Bekanntermaßen ist heuer ein ungerades Jahr d.h. Egetmann Umzug! Das allerwichtigste Ereignis für jeden Traminer. Der Egetmannumzug findet zwar bei jeder Witterung statt, aber für die schweren, oft von pensionierten Traktoren gezogenen, Faschingswagen wäre Schnee zwecks Vorwärtskommen sicherlich ein Problem.
Wir wollen mal das Beste hoffen, heute die Negativgedanken einfach über Bord werfen und den herrlichen, keine Wolke trübenden, Tag voll auskosten.
Der Kalterer See ist immer wieder einen Spaziergang oder eine Rundwanderung wert.
Ich habe mit dem Workaholic, mit dem ich verheiratet bin, ausgemacht, dass ich ihn heute von den Büchern loseisen darf, ihn rund um den Kalterer See schleifen darf und ihn dann bei der Egetmann Faschingswagenschau am Traminer Sportplatz zu Mittag einladen darf. So viele Darf auf einmal, meine Vorfreude ist riesengroß!
Zwar lacht die Sonne vom strahlend blauen Himmel, trotzdem lassen die Temperaturen etwas zu wünschen übrig. Darum und weil es schon fast 11.00 Uhr ist, ist es wohl besser den Spaziergang zu einer zügigen Wanderung um zu funktionieren.
Blick ins Südtiroler Unterland nach Tramin; im Vordergrund der große Porphyrstein.
Der Kalterer Seeweg führt von Tramin zum Kalterer See hinein. Wir wandern über die leicht modifizierte Variante zuerst zum Plattenhof hinauf. Der zügige Schritt verscheucht schnell die Kälte. Der Workaholic, mit dem ich verheiratet bin, ist heute trotz Bücherentzug ziemlich friedlich. Beim großen Porphyrstein, wo der Wanderer einen tollen Blick auf die Nordseite von Tramin mit dem St. Jakob Kirchlein erhaschen kann, machen wir ganz kurz Halt, dann geht es weiter zum Restaurant und Pizzeria Plattenhof hinauf. Im Winter ist der Plattenhof geschlossen, das erübrigt die Qual der Wahl, einzukehren. Über den Steig Nr. 11A wandern wir hinunter zum Kalterer See Rundweg um dann vorbei am St. Josef am See Kirchlein bis zum Seestrand am Westufer des Kalterer Sees zu gelangen.
Mit der Col Raiser Kabinenumlaufbahn geht es hinauf auf den Col Raiser.
Die Col Raiser Kabinenumlaufbahn in St. Christina im Grödner Tal bringt uns von 1550 Höhenmetern auf 2106 Höhenmeter zum Almhotel Col Raiser hinauf.Schon während der Bergfahrt bietet sich ein fantastischer Ausblick auf den Langkofel.
Ich freue mich schon auf die gemütliche Wanderung über die Cisles Alm – oder sollte ich besser sagen, den gemütlichen Spaziergang auf den Pic? Viel vor haben wir heute nicht, da wir nachmittags zur Geburtstagsfeier von Lisa eingeladen sind. So wandern wir gemütlich im Bogen unterhalb der Seceda bis zur Fermada Hütte und bestaunen die wie aus dem Ei gepellten Almhütten; oder sollte ich besser Tourismusoasen sagen.
„Half past noon“, 12.30 Uhr, die Schule ist aus. Was das mit Diewanderer zu tun hat? Die beste Ehefrau von allen und ich drücken die Schulbank. Basis-Englisch steht auf dem Programm. Ort: die Hauptstadt Schottlands, Edinburgh.
Dudelsack Spieler in Edinburgh
Für heute aber ist genug gelernt. Wir schlendern die Royal Mile vom Edinburgh Castle in Richtung Schottisches Parlament hinunter. Eine Miniwanderung mit einem umso klangvolleren Ziel steht auf dem Programm. Arthur’s Seat heißt unser Ziel, also König Artus Sitz – genau der von der Tafelrunde, dem heiligen Gral, dem Zauberer Merlin…
Vorbei an der ehemaligen Highland Tolbooth Church (heute ein beliebtes Kaffeehaus), der St. Giles Cathedral (geweiht dem Stadtheiligen Ägidius von St. Gilles), dem People‘s Story Museum, dem Museum of Edinburgh und dem John Knox-Haus geht es bis zum Palace of Holyroodhouse und zum Schottischen Parlament hinunter.
Eine große Grünzone, der Holyrood Park, inmitten der Stadt Edinburgh lädt den Stadturlauber zum Wandern, nein „nur“ zum Spazieren ein. Das Zentrum des Holyrood-Parks bildet ein 251 m hoher Hügel (für jemand, der die Alpen gewohnt ist, sind die Höhen der schottischen Berge gewaltig *g*), der den klangvollen Namen Artus Sitz trägt. Da wollen wir nun rauf.
Erster Tag in Schottland, Edinburgh. Gestern Abend sind wir um 22.30 Uhr Ortszeit angekommen. Taghell war es zu dieser späten Stunde noch. Das war schon mal die erste große schottische Überraschung. Die zweite Überraschung war dann die Nacht. Die gibt es praktisch zu dieser Jahreszeit nicht. Zwischen 22.30 und 4.00 Uhr sollte es finster sein, ist es aber nicht. Grau, mehr Dunkelheit kann Edinburgh jetzt im Juni nicht bieten.
Heute haben wir uns nicht viel vorgenommen, denn die dritte Überraschung hat unsere Planung durchkreuzt. Schönwetter, gibt es ja nicht, hätten wir uns vom Wetter in Großbritannien auch nicht erwartet.
So spazieren wir von unserem Bed & Breakfast aus zum Inverleith Park im Norden der Stadt hinunter, um Edinburgh ein wenig kennenzulernen.
Das Frühlingserwachen im Frühlingstal beginnt mit unzähligen Großen Schneeglöckchen (Märzenbecher)
Ungewöhnlich milde 20° Celsius, strahlend blauer Himmel und viel Sonne. Der Schnee hat hier im Frühlingstal zwischen dem Kalterer See und den Montiggler Seen im Süden Südtirols längst kalte Füße bekommen. Doch überall sind im Montiggler Wald weiße Flecken zu sehen. Die Frühlings-Knotenblumen – so der botanisch korrekte Name – die rund um die beiden Montiggler Seen den Waldboden bedecken, werden von uns Einheimischen nur Schneeglöckchen genannt. Doch egal ob Großes Schneeglöckchen, Märzenbecher oder Märzglöckchen – mit der Blüte dieses duftenden weißen Gesellen beginnt im Süden Südtirols die Frühlingswandersaison.
Mitten im naturbelassenen Frühlingstal
Das halten auch wir normalerweise so. Aber heuer muss ich allein von Tramin ins Südtiroler Frühlingstal aufbrechen. Die beste Ehefrau von allen ist nicht zu überreden, den Sonntag mit dem Samstag zu tauschen, aber genau das muss heute sein, denn laut Südtiroler Wetterbericht soll es morgen regnen.
Zur Gemeinde Kastelruth gehören neben der bekannten Seiser Alm zehn weitere Fraktionen. Darunter auch die beiden kleinen Weiler Tagusens und Tisens. Alle drei Orte, also Kastelruth, Tagusens und Tisens, werden heute Stationen unseres Sonntagsspaziergangs werden.
Wir sind zu heute zu fünft unterwegs. Vier Erwachsene und ein Kleinkind, die Lisa, im Tragerucksack. Ich mache mir etwas Sorgen bzgl. der Temperaturen. Das Zentrum von Kastelruth liegt nämlich auf 1.060 m ü. d. M.!
Ein klein wenig habe ich ein schlechtes Gewissen. Den letzten Dreitausender, die Tofana di Mezzo, habe ich nämlich nur zur Hälfte erwandert. Für die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel hinauf, nahm ich damals die Hilfe der Seilbahn in Anspruch. Darum geht es heute zum Wandern in den Stilfser Joch Nationalpark. Dort gibt es auch für unsereins (Nicht-Kletterer, Nicht-Gletschergeher) so manchen 3.000er, der auf Normalwegen bezwingbar ist. Die Orgelspitze, auch Laaser Spitze genannt, ist mit ihren 3.305 m Höhe eine dieser Bergspitzen.
Über Meran fahren wir in den Vinschgau hinauf, biegen bei Goldrain links ins Martelltal ein und folgen dem Straßenverlauf bis nach Martell. Während der Fahrt durch das Martelltal fällt der besten Ehefrau von allen sofort auf, dass hier sogar noch auf 1.000 m Meereshöhe Apfelbäume gedeihen. Ab 1.000 m ist dann aber auch hier Schluss mit dem Apfel. Rund ums Dorf Martell sehen wir nur noch Erdbeer-Plantagen.
Wanderurlaub, siebter Ferientag. Der nördliche Teil des Pustertales soll auf unserer Südtirol Wanderkarte kein weißer Fleck bleiben, darum wollen wir heute zum Wandern hinein ins Antholzer Tal in den Naturpark Rieserferner-Ahrn.
Am Ufer des Antholzer Sees
Das Antholzer Tal ist für Südtiroler Verhältnisse recht breit und wird erst ab dem Antholzer See bis hinauf zum Staller Sattel wieder um einiges schmaler. Am Ostufer des Antholzer Sees zwingt mich die fantastische Spiegelung der Gletscherriesen Wildgall und Hochgall im See zu einer kurzen Fotopause. Weiter geht dann die Fahrt bis ans nördliche Ende des Antholzer Sees. Dort überrascht uns eine rote Ampel, welche uns die Weiterfahrt auf den Staller Sattel nur in einem Zeitfenster von einer Viertelstunde genehmigt. Wir haben dieses Zeitfenster jetzt genau um eine Minute verpasst. Bergtour im Antholzer Tal: über die Rote Wand zum Staller Sattel weiterlesen →
Wanderurlaub, sechster Ferientag. Heute ist eher unbeständiges Wetter angesagt. Darum bleiben wir lieber in der Nähe. Wandern im Gsiesertal ist angedacht. Darum fahren wir nach Toblach und von dort weiter nach Frondeigen, bis zum Gasthaus Kurterhof.
Frondeigen über dem Gasthof Kurterhof
Die Wanderung beginnt auf 1.650 m bei besserem Wetter als angekündigt, sodass der Blick auf die Sextner Dolomiten und ins Golfental hinein möglich ist.
Wir wandern auf dem breiten Toblacher Höhenweg dem Rosskogel entgegen. Himbeerstauden säumen den Wegesrand. Hätten wir einen Eimer, Lust und Geduld mit, dann könnten wir ohne Weiteres den Marmeladenvorrat für ein ganzes Jahr pflücken. Nach der Schuheralm treten wir in freies, mit recht hohem Gras bewachsenes Gelände hinaus und wandern etwas steiler zum Rosskogel hinauf. Wandern im Gsiesertal: Auf den Rosskogel weiterlesen →
Zweiter Urlaubstag unseres Wanderurlaubs, erster Urlaubstag in Sexten. Wie angekündigt hat uns der Schlechtwettertag erreicht. Die beste Ehefrau von allen hat sich in den Kopf gesetzt, den Regentag kurzerhand in einen Arbeitstag umzufunktionieren. Damit bin ich natürlich nicht einverstanden. Ein, zwei unüberlegte Einwände und schon habe ich das Biest, mit dem ich verheiratet bin, herauf beschworen.
Zensiert. Zeitsprung.
Mit voller Regenbekleidung und zusätzlichem Regenschirm ausgestattet, schlendern wir durch das 1950 Einwohner zählende Dorf Sexten, überqueren dann den Sextner Bach und spazieren den Panoramaweg in Richtung Ortsteil Moos hinauf.