Schlagwort-Archive: Tramin

Vom Naturlehrpfad zum Krampus-Buggelkorb

Wintereinbruch im Mai, keine Seltenheit in Südtirols höher gelegenen Tälern. Anders südlich des Kalterer Sees. Hier bei uns ist es schon etwas Besonderes, wenn gleichzeitig mit roten Mohnblumen, grünen Feigen auch weiße Berggipfel auf Bild gelangen.

Wir nutzen die besondere landschaftliche Schönheit für einen kurzen Spaziergang. Vorbei an den drei Häusern und dem Wimpissinger Hof spazieren wir hinauf nach Söll.

Söll

Söll / Tramin

Unter uns, umgeben von frisch getriebenen Gewürztraminer Weinreben, die kleine Fraktion mit dem malerischen Kirchlein, dahinter der Kalterer See und darüber die angezuckerten Bergkuppen – ein nicht alltäglicher Ausblick.

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Die Kirchensteige von Tramin

Dirndl – auf dem Kirchensteig zurück von der Messe

Als es in Südtirol noch zum guten Ton gehörte sonntags die Messe zu besuchen, waren die Kirchensteige eine wichtige Verbindungsader zwischen Gläubigen und Gotteshaus. Heute sind viele alte Kirchensteige verschwunden. Herr und Frau Südtiroler brauchen sie anscheinend nicht mehr. Glücklicherweise wurden einige als Spazier- und Wanderwege erhalten. In Tramin hat man derer drei.

Da sie alle drei mit „Kirchensteig“ ausgeschildert sind und keine zusätzliche Bezeichnung tragen, nenne ich sie hier den alten, den mittleren und den neuen „Kirchnsteig„. Ich leite das nicht vom tatsächlichen Alter der Steige ab, sondern vom Zeitpunkt der wandertechnischen Wiederentdeckung derselben.

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Waldspaziergang in Graun

Graun – circa 250 Einwohner, Fraktion von Kurtatsch, auf 800 m ü. d. M. gelegen. Genau die richtige Höhenlage für einen Sonntagsspaziergang am wärmsten Osterwochenende seit Jahren.

Unsere bessere Hälften zieht es zur Grauner St. Georg Kirche hinüber. Der Uwe und ich kehren derweil auf einen schnellen Kaffee beim Goldenen Adler ein. Jedem seine Kirche.

Buchenwald
Buchenwald

Ein kleiner Schwarzer, ein kurzer Plausch mit Kathrin, der Juniorchefin, nun müssen wir uns sputen um unsere Familien einzuholen. Es gelingt uns kurz vor dem neu restaurierten und 2015 von den Kurtatschern Handwerkern 2015 in Betrieb gesetzten Kalkofen „Gustlofen“.

Ich bin ein Fan von Waldspaziergängen im April. Die frischen Buchenblätter glänzen gelbgrün in der Sonne. Bei diesem Anblick wird jede Wanderung zur Entspannungskur.

Eschenäste, ideal für Maipfeifchen
Eschenäste, ideal für Maipfeifchen

Laub raschelt unter unseren Tritten, weiße Tüpfelchen – Windröschen – sprenkeln den ansonsten braunen Waldboden. Mir springen bekannte Triebe eines Laubbaumes ins Auge. Eschen – das ist der Stoff aus dem Kinderträume geschnitzt werden können. Leider haben wir heute kein Taschenmesser dabei. So müssen drei vier frische Äste durch Knicken und Drehen daran glauben. Zu Hause werden wir dann die Kinderträume erfüllen und Maipfeifchen schnitzen.
„Ja, ja i will a oans!“

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Gewürztraminer Weinweg

Eingang zum Gewürztraminer Weg – ein Spazier- und Wanderweg in Tramin

Endlich ist es soweit, der Gewürztraminer Weinweg in Tramin, der Heimat des Gewürztraminer, ist nun in seiner gesamten Länge ausgeschildert.

Entspannungssitzplatz am Wegesrand

Am Beginn, bei der engen Kurve, am oberen Ende des Viertels „Bethlehem“ haben sich die Macher etwas ganz Besonderes einfallen lassen: an der Natursteinmauer ist ein überdimensionales Gewürztraminer-Schild aus Cortenstahl angebracht, der Weg wird von einem metallernen Pergel-Gestänge überdacht und in einer Mauernische hat man einen Entspannungsplatz mit Olivenbaum, Tramin-Apfelbaum und zwei, aus Barrique Fässern gezimmerten, Sitzplätzen eingerichtet.

Das Highlight des Themenweges ist aber die Kulturlandschaft und die Natur an sich. Lieblich schmiegen sich sanfte Weinhügel und -Buckel an den Fuß des Mendelgebirges und einfach überwältigend ist der Blick auf das heute frühlingshafte Weindorf Tramin.

Es mag auf dieser Erde viele schöne Weindörfer geben, aber Tramin ist sicherlich das schönste von allen 🙂

360° über Tramin - Weinberge soweit das Auge reicht
360° über Tramin – Weinberge soweit das Auge reicht

Ich schreite den nicht neuen, aber nun perfekt ausgeschilderten, Weinweg entlang. Wandern ist nicht drin. Zu viele Fotomotive drängen sich mir auf. Ich bin froh, dass der großen Fotorucksack auf den Rücken drückt. Das gibt mir das Gefühl genug „Bildfänger“ mit dabei zu haben (Fotografenkrankheit 😉).

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Frühlingswanderung im Süden Südtirols (Tramin-Kurtatsch)

Die Apfelbaumblüte hat begonnen. Die Lebensdauer der Blüten schätze ich je nach Sorte zwischen 2 und 10 Tagen ein. Und da nicht alle Apfelsorten gleichzeitig blühen, können wir uns auf circa 2 Wochen Apfelblüte freuen.

Nordseite St. Jakob Kirchle zur Apfelblütenzeit, von der Mühlgasse aus gesehen.

Der Sonntags-Blütenwanderspaziergang führt uns, ausgehend vom Mandlhof, die Mühlgasse hinunter, vorbei am Kirchensteig St. Jakob. Hier stehen – für Tramin ungewöhnlich auf dieser Höhenlage – einige Apfelbäume. Rotweiß Blüten umrahmen das malerische Kirchlein St. Jakob, das stehend auf dem gleichnamigen Hügel, von hier aus, sein architektonisch harmonisches Gesicht zeigt.

Weiter geht es vorbei an der Kellerei Tramin hinunter zum Choleraweg.

Choleraweg, Brentalweg, Katzenleiter

Die Kombination aus geschlossenen und geöffneten Blüten, kleidet die Apfelbäume in ein weißrosa farbendes Hochzeitskleid.
Die Kombination aus geschlossenen und geöffneten Blüten, kleidet die Apfelbäume in ein weißrosa farbendes Hochzeitskleid.

Der Güterweg „Choleraweg“ entspricht ziemlich genau der Grenze zwischen Apfel- und Weinbau. So können wir links des Weges die ersten weißrosafarbenen Blüten bestaunen, während rechts gerade mal eben fingerlange Blattknospen asu dem Rebholz spriesen. Das Wetter ist leider etwas schlechter, als angesagt. Zwar kein Regen, aber auch keine Sonne. Naja, April eben.

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Kalterer See Foto-Hotspots und der Römerweg zwischen Söll und Altenburg

Den Kalterer See nicht umrunden, nein, ihn aus einer neuen Perspektive erkunden, das ist heute unser Wanderziel.

Der eben erst angebrochene Frühling spielt uns dabei in die Hände. Die Blätter sind noch nicht gesprossen, so können wir sicherlich den einen und anderen Blick durch das Geäst des Mischwaldes des Altenburger Seebergs erhaschen.

Wanderstart Söll/Tramin

Von der Feuerwehrhalle in Söll marschieren wir vorbei am „Höfl unterm Stein“, lassen die Abzweigung „Römerweg“ vorerst links liegen und wandern gerade aus der Forststraße entlang.

Blick auf die Traminer Fraktion Söll

Die Gewürztraminer Weinreben des Nussbaumerhofs rechts unter uns stehen noch nicht im Trieb, trotzdem leuchtet die Weinberglandschaft rund um die Söller Mauritius Kirche zart grün. Der Frühling kommt übers Land.

Eine Sitzbank bietet uns die Gelegenheit eine kurze Rast einzulegen und die Fraktion Söll von ihrer Nordseite zu erkunden.

Frühling rund um den Kalterer See

Der Forstweg Platzereien schlängelt sich in sechs Serpentinen 100 Höhenmeter abwärts und gibt ab den letzten zwei Kehren – jetzt da das Laub der Bäume noch fehlt – den Blick auf den türkisfarbenen Kalterer See frei. Erster Kalterer See-Foto-Hotspot gefunden! Herrlich.

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Ein sonderbarer Spaziergang durch Tramins Gassen

Hier scheint noch alles in Ordnung zu sein. Das Weindorf erwacht…

Im malerischen Dorf Tramin lässt es sich normalerweise hervorragend gemütlich spazieren. Heute klappt das mit dem „Gemütlich“ nicht so richtig. Ich wollte eine ruhige Runde durchs Weindorf drehen – was in den Weinbergen oberhalb von Tramin, noch geklappt hat.

Arme Zigeuner
Arme Zigeuner

Doch jetzt, am Rathausplatz, kommt mein verdienter Dienstagvormittagsspaziergang ins Stocken. Über den Hauptplatz ist fast kein Durchkommen. Traktoren mit Anhänger versperren den Weg. Und allerlei Gesinde scheint sich heute hier rumzutreiben. Zigeuner, alte Weiber, schwarze Männer – weiß der Teufel was da los ist. Ärgerlich – ich wollte doch nur in Ruhe einen Kaffee zu mir nehmen.

Schnappviecher (Wuddelen)

Ein älterer Herr, versucht seinen Wagen zwischen einer Herde urtümlicher, fürchterlich klappernder Schnappviecher hindurch zu manövrieren. Er dreht die Scheibe runter, flucht die Ungetüme lautstark an. Die sind für solch eine Anmache aber wenig empfänglich.

Weibelen mit „Zenzi“ Wagen

Was ist das? Hmm… scheint eine fahrbare Gefängniszelle zu sein. „Zenzi“ steht drauf. Sonderlich! Das Wetter wäre formidabel, aber etwas stark riechende, schlecht gekleideten herumlungernde Weibsbilder und komische schwarze Männer, mit den zugegebenermaßen recht lustigen Luftballons, verderben etwas das Bild.

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Zogglerwiese

„Gonz, gonz steil gean mr heint. Pocksch sel?“ „Jo, jo. Wo gean mr hin?“ „Afn Zoggler aui.“ „A.“

Blick vom 6er Steig auf den Teil Tramins rechts vom Kastelaz Hügel

Der 6er Steig, der vom Traminer Kastelazweg hinauf auf den Zoggler führt, ist wirklich sehr sehr steil. Zumindest für eine Vierjährige. Trotzdem ist so ein Wandersteig aus einer „gewissen“ Perspektive gesehen einfacher mit Kind zu begehen als ein langweiliger Forstweg. Man muss den Nachwuchs zwar ständiger halten und immer wieder über hohe Stufen hinaufziehen, aber weil das für ein Kind ein „gewisses“ Abendteuer darstellt bleibt dem Erwachsenen Geraunze über Langeweile erspart. Wenn man das so sieht, dann ist der 6er Steig – zumindest für fitte Familien – ein toller Wanderweg.

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Gewürztraminer Weinwandertag

Gewürztraminer Weinwandertag

Jedes Jahr im Mai findet in der Tramin der Gewürztraminer Weinwandertag statt. Wein und wandern, ob das eine mit dem anderen zusammenpasst, darüber kann man streiten. Ich erinnere mich dabei an Kinder- und Jugendtagen. Damals hat man des Öfteren auf so manchen Berggipfel den einen und anderen Wanderer und sogar Bergsteiger „a Flaschl“ auspacken gesehen. Das eine Mal, als ich mit dem Andreas auf die Rotwand in der Rosengartengruppe rauf geklettert bin, da war es besonders krass! Da standen doch tatsächlich zwei Einheimische am Gipfel – wohlgemerkt am Gipfel, den man nur über Klettersteige erreichen kann – und haben ein „Flaschl“ runter geblitzt. Wahrscheinlich kein „Guatr“, sondern eher a „Leps“ aber trotzdem, Alkohol und Bergsteigen – naja….

Wir sind heute beim Gewürztraminer Weinwandertag nicht so gefährlich unterwegs und dürfen uns darum gerne das eine oder andere Glas gönnen. Zusammen mit Anna, spazieren wir zuerst über St. Jakob zum Altersheim hinunter.

Hinauf zum Kastelz Weinberg

Visasvis hat vor wenigen Tagen das Hotel „Vineus Tramin“ eröffnet. Ein zwei Fotos und dann geht es den wunderbaren Kastelaz Weinberg hinauf. Heute dürfen wir direkt durch den mit Mohnblumen durchsetzen Weinberg spazieren. Die Morgensonne im Gesicht, die frischgrünen Triebe der Weinreben, die roten Mohnblumen und am Gipfel des Hügels ein Glas Weißwein. Was will „Mann“ mehr…

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Über den Traminer Themenweg Gewürztraminer Weinweg zur Tulpenleitn

Den Themenweg Gewürztraminer Weinweg haben wir bereits im März erkundet. Mittlerweile weiß ich, dass wir ihn damals falsch gegangen sind, darum heute auf ein neues.

Auf dem Traminer Themenweg Gewürztraminer Weinweg im Frühling
Auf dem Traminer Themenweg Gewürztraminer Weinweg im Frühling

Von der Schneckenthaler Straße geht es gleich, dem Wegweiser „Gewürztraminer Weinweg“ folgend, wie bei unserer Märzwanderung hinauf in die Traminer Weinberge, dann hinüber zu den „Hexenbichler Leitn“, weiter hinauf zu einem Jägerstand, hinein in den Wald und dann nicht hinauf zu den Karpaten – das war letztes Mal der Fehler, der Gewürztraminer Weinweg führt nicht bei Hausnummer 58 vorbei – sondern über einen alten, steilen Lochweg hinunter bis zum betonierten Wanderweg Nr. 5. Diesen folgen wir nun bis empor zur Tulpenleiten des Günter Bologna.

Genau darum sind wir heute hier; wir wollen die Tulpen beim „Giggerblick“ besuchen 🙂

Tulpen im Weinberg

Das macht Spaß - mit Vollgas durch das Tulpenmeer!
Das macht Spaß – mit Vollgas durch das Tulpenmeer!

Heuer fällt mir sofort auf, dass die Tulpen im Vergleich zu den Weinreben vegetationstechnisch viel weiter vorne sind. Voriges Jahr waren zur Tulpenblütenzeit 20-30 cm lange Rebtriebe zu sehen. Heute prangern gerade mal pelzige Knospen an den Reben.

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