Schlagwort-Archive: Tramin

Das Akrostichon und der Traminer „Gewürztraminer Weg“

Ein Akrostichon ist ein antikes Schreibspiel, bei dem die Buchstaben eines Wortes untereinander geschrieben werden. Zu den Buchstaben werden Sätze oder Wörter geschrieben, sodass ein Gedicht oder ein Text, der Sinn macht, entsteht. Liest man den Text, dann ergeben die Anfänge – hintereinander gelesen – ein Wort oder sogar einen Satz.

Was hat das mit dem Gewürztraminer Weg zu tun hat?

Suchen, finden und lesen ist hier am Gewürztraminerweg angesagt.

Genauso ein Akrostichon findet man entlang des Traminer Wein-Themenweges. Die Anfangsbuchstaben der Stationen ergeben ein Wort. Welches ist sehr schwer zu erraten! Man muss schon beim Spazieren durch die Weinberge höllisch gut aufpassen keine einzige Station des Gewürztraminer Weinweges zu übersehen, sonst wird es schwierig das Wort am Ende zusammensetzen zu können.

Das Akrostichon und der Traminer „Gewürztraminer Weg“ weiterlesen

Auf Tramins Hausberg den Schwarzen Kopf

Schwarzer Kopf, ein Bergname kombiniert aus zwei beliebten Berg-Attributen, der Form und der Farbe. Horn, Egg, Spitz, Kofel, Kopf, weiß, schwarz, rot – zahlreiche Südtiroler Berggipfel tragen diese Wörter in ihrer Bezeichnung. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es zahlreiche Beispiele dafür: Weißhorn, Schwarzhorn, Verbrenntes Egg, Gantkofel, Lawinenspitz, Schwarzer Kopf.

Die Namensgebung vieler Bergspitzen ist oft erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts passiert. Früher hatten die Berge keine wirtschaftliche Bedeutung. Der Ziegenpeter aus dem Alpenroman Heidi antwortet ihr auf die Frage wie die Gipfel rund um sie heißen: „Berge heißen nicht“.

Heute ist das freilich anders. Längst sind die Berge vom furchteinflößenden Ort, von dem Gefahr für Mensch und Vieh ausgeht, zum sportlichen Ehrgeiz- und zum touristischen Sehnsuchtsziel avanciert. Und so trägt heute jeder noch so kleine Gipfel, vom Kofel, übers Horn bis zur Spitze seinen eigenen – wenn auch nicht immer exklusiven – Namen.

Zurück zum Schwarzen Kopf, neben dem Roen, einer unserer Hausberge. Der Name „Kopf“ passt wie die Faust aufs Auge.

Das Gipfelkreuz steht etwas tiefer als der eigentliche Schwarzer Kopf

Der Gipfel ist begrünt und dunkel, fast schwarz, von der Form her erinnert er eher an einen Kopf als an eine Spitze. Von Tramin aus gesehen schaut er auch aus, wie ein Kopf (wenn auch wie ein kahler Kopf), der aus dem Mendelkamm herausragt. Durch die besondere Froschperspektive scheint er für uns Traminer höher und mächtiger als der Roen, der als unscheinbare Zacke im Mendelkamm untergeht.

Auf Tramins Hausberg den Schwarzen Kopf weiterlesen

Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches

Der Wildbach „Höllentalbach“ fließt direkt an unserem Haus vorbei. Nach der Höllentalbach-Katastrophe im Jahre 1986 hat die Wildbachverbauung, den höllischen Bach gezähmt und in seine Schranken verwiesen. Wild und urig ist er jetzt nur noch oberhalb des Zogglerweges. Dort spaltet er sich in drei Arme, den Weissbach, den Schmidbach und den Höllentalbach. Genau da oben, wo die Traminer Welt noch ursprünglich ist, soll es einen Wasserfall geben.

Seit kurzem haben einige Traminer, vom Taurisweg ausgehend, der rechten Flanke der Bachschlucht einen begehbaren Steig abgerungen. Der Pfad ist noch nicht markiert. Wir sind trotzdem guten Mutes, dass wir den Zugang zum Wasserfall des Gebirgsbaches finden werden.

Durch das Rappental mit Blick auf den Mendelkamm. Der markante Schwarze Kopf und der unscheinbare Roen unsere beiden Hausberge, blicken uns entgegen.

So marschieren wir flotten Schrittes das Rappental hinauf bis zur Zoggler-Forststange und dann über den Taurisweg weiter Richtung Roen.

Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches weiterlesen

Regenspaziergang zu einem nicht alltäglichen Ausblickspunkt auf Tramin und zurück durch den Bikepark

„I will zur Fohn aui. Wenn gean mir aui zur Fohn?“ Von unserem Fenster sehen wir jeden Tag, oberhalb des Kastelazweges, mitten im steilen Bannwald, zwei Tiroler Fahnen wehen. Die untere steht auf einem rot-weiß bemalten, etwas vorstehenden, Felsblock. Genau da will Anna heute hinauf.

Es nieselt. Aber nur ganz leicht, so leicht, dass die Fotoapparate es aushalten. Über den Kastelaz Kreuzgang, vorbei an Glockenblumen, dann weiter entlang des Kastelazweges geht es bis hinter dem ersten Strommasten zu einer weiten Kurve. Hier hat Armin mit seinem Team erst kürzlich die MTB-Wippe, an die Anna nie ohne zwei-dreimal drüber zu laufen, vorbeikommt, erneuert. Wenige Meter nach dieser Mountainbike-Technik Attraktion biegt rechts, rückwärts nach oben, ein Forstweg ab, der nirgends hinführt, einfach irgendwann aufhört. Da müssen wir rauf.

Tiroler Fahne inmitten vom steilen Bannwald auf dem Felsblock „Roatwandlerknot“

Das Laubdach bietet Schutz vor dem Nieselregen. Eine 180 Grad Kurve und wir marschieren genau von unserem Ziel, der Fahne, weg. Ich bin mir unsicher ob ich den Weg richtig im Kopf habe. Ich erinnere mich nur noch, dass das letzte Stück hinauf zur Fahne ein Steig war.

Regenspaziergang zu einem nicht alltäglichen Ausblickspunkt auf Tramin und zurück durch den Bikepark weiterlesen

Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf

„Bad Klapf“ – das beliebte Freizeitziel, der Traminer aus Vorkriegstagen, ist heute unser Wanderziel. Mittlerweile ist der „Klopf“ – wie wir Traminer ihn nennen – zwar nur noch ein Platz, auf dem eine private  Holzhütte steht (keine Einkehrmöglichkeit!) und ist darum für Ottonormalwanderer als Wanderziel nicht sonderlich interessant, aber für mich als Abkömmling vom Gummererhof, der als Kind fast jeden Sonntag vom Bergbauernhof des Nens bis zum „Klopf“ hinein spazieren durfte/musste, ist er ein Ort, der Erinnerungen.

Blick entang des Höllentals hinunter nach Tramin

Wir marschieren zuerst entlang des Höllentalbaches den Geoweg hinauf bis zu den Höfen der Familien Pernstich und Moser. Leider ist ein kurzer Teil gesperrt. Eine Murre hat den Wanderweg verlegt. Wir behelfen uns mit etwas Klettergeschick. Wer nachwandern möchte, der muss entlang der Asphaltstraße, hinter dem Schloss Rechtenthal zu den „Drei Häusern“ und dann weiter zu besagten Höfen herauf. Das ist nur ein klein wenig weiter, dafür bedeutend sonniger und auch aussichtsreicher.

Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf weiterlesen

Täglicher Mittagssport – rund um das Traminer Höllental

Täglicher Wandersport, jeden Tag, zur Mittagszeit. Zuerst den steilen 6er Steig hinauf zur Zoggler-Wiese und dann gemütlich über den Traminer Geoweg durch das Höllental zurück zum Mandlhof. Mittlerweile kennen wir jeden Stein, jede Wurzel auswendig. Nur selten ändern wir diese erprobte, seit Corona bei uns eingebürgerte, Wanderrunde. Wenn die Lust auf Steigung fehlt, was recht nicht oft passiert, dann geht es „nur“ den flachen Kastelazweg hinaus nach Kurtatsch und zurück und wenn aufgrund des Wochenende eine zeitliche Verlängerung möglich ist, dann wandern wir von der „Zogglerstange“ nicht direkt den 10 Weg hinunter nach Tramin, sondern verlängern die Runde über den Wanderweg 4B nach Altenburg, um dann über Söll zurück zum Mandlhof zu gelangen.

Gewitterstimmung, Höllental, Mohnblumen

Fotoapparat ist da, außer dem Smartphone, keiner dabei. Nur einmal habe ich eine Kamera mitgenommen, weil ich es schade fand, genau die Wanderwege die wir am öftesten austreten, nicht zu dokumentieren.

Täglicher Mittagssport – rund um das Traminer Höllental weiterlesen

Über den Geoweg Tramin nach Söll zum Altenburger Panoramaweg

Der Traminer Geoweg beginnt beim Hotel Winzerhof. Ein Schotterweg führt zwischen dem Höllentalbach und Weinbergen bis zur großen Schutzmauer, die eine Bachkatastrophe wie im Jahre 1986 verhindern soll.

Infotafeln veranschaulichen die Naturkatastrophe von damals, geben aber auch ein informelles Panorama über die Gesteinsschichten und Fossilienfunde rund um den Bach mit dem höllischen Namen und seiner Umgebung.

Der Heilige Nepomuk grüßt von einem Bildstock, der auf einem Haus großem Felsblock aus Kalktuff steht. Den Bildstock haben Bauern aufgestellt, aus Dankbarkeit, dass der Felsen den Weinberg verschont hat.

Weiter oberen können wir uns auf einer halbrunden Sitzbank ausruhen. 5 Gittersäulen, gefüllt mit unterschiedlichen Bruch-Steinarten, veranschaulichen die in der Umgebung vorkommenden Gesteine.

Ab der Wildbachschutzmauer verlassen wir den Höllentalbach und wandern über den Wanderweg 10A bis unter den Psennerhof hinauf. Nun leitet der Geoweg den geologisch interessierten Wanderer über den Steig Nr. 4 hinauf zur Zogglerwiese um dann auf dem Forstweg 4A zurück zur Forststange (Parkplatz vorhanden) zu führen. Wir lassen dieses Stück heute aus und marschieren den Wanderweg 10A geradeaus weiter. Das beraubt den Geoweg um zwei Kilometer.

Über den Geoweg Tramin nach Söll zum Altenburger Panoramaweg weiterlesen

Heidekraut Idylle am Altenburger Berg

Von den Parkplätzen, in der Mühlgasse, vor dem Mandlhof, nach Söll, sind wir schon oft gewandert. Leider gibt es kein offizieller Wanderweg der hinter dem Schloss Rechtenthal hinauf zu den „Drei Häuern“ und weiter am privaten Maratscher Hof nach Söll führt. Wer also zu Fuß nach Söll will, der sollte über den Naturlehrpfad Tramin hinauf zum Plattenhof, dann weiter zur St. Mauritius Kirche und weiter zur Feuerwehrhalle Söll wandern.

Zwischen zwei Felsen geht es vom Römerweg direkt hinauf auf den Panoramaweg Altenburg.Panoramaweg Altenburg

Von hier startet der sogenannte „Römerweg“, ein Wandersteig, der nach Altenburg führt. Auch diesen Wandersteig beschreiten wir nicht zum ersten Mal. Aber heute wagen wir es, trotz des lautstarken Protestes von Anna, dem etwas schwindlig aufgestellten Wegweiser Altenburg mit dem Zusatz „steil“ zu folgen. Er führt uns links vom uns bekannten Römerweg abzweigend, steil und aufgrund des trockenen Laubes, auch etwas rutschig den Berg hinauf. Der Steig ist nicht ausgetreten, wir haben Mühe ihn auszumachen.

Heidekraut Idylle am Altenburger Berg weiterlesen

Die Aufnahmeprüfung

Traminer Madl – fitt und motiviert

Einmal im Leben eines jeden Traminer Madl kommt irgendwann der Tag, da sie die Aufnahmeprüfung bestehen muss. Nur dann, darf sie sich als echte Traminerin bezeichnen. Heute steht diese „zache“ Prüfung für Anna an. Tausend Höhenmeter, aufgeteilt auf 5 km, in teilweise extremer Steigung, sind zu bewältigen.

Vom „Gummerer“ starten wir. Natürlich allesamt mit den groben Bergschuhen. Wer ein echter Traminer werden will, rennt nicht mit Turnschuhen in die Berge.

Anna ist voll motiviert. Vor allem auf die „Weißen Riesen“ freut sie sich. Schaut sie doch jeden Tag von ihrem Balkon hinauf auf die weißen Steinlahnen unter dem Göller.

Die Aufnahmeprüfung weiterlesen

Nächtliche Bergtour vom Gummererhof zur Überetscher Hütte

Blick von der Lungenfrisch auf Tramin

13 km/h, bei 12% Steigung, 45 min lang auf dem Laufband das ist bzgl. Höhenmeter das gleiche wie Gummererhof-Überetscher Hütte. Ich mag Sport eigentlich nicht, aber mittlerweile muss er sein um den Faschingskrapfentendezen meiner biologischen Hülle entgegenzuwirken. Leider. Das Laufband ist eine Möglichkeit die Zeit während der sportliche Betätigung zu recyceln, denn auf dem Band kann man gleichzeitig Lernvideos hören und schauen.

Heute schießt mir durch den Kopf ich könnte doch der Abwechslung wegen, nicht nur theoretisch, sondern richtig praktisch vom Gummererhof zur Überetscher Hütte hinauf laufen? Ist trainingsmäßig eh das gleiche. Lernvideos kann man dabei zwar keine schauen, aber eine praktisch Exkursion hat ja auch etwas lehrreiches.

Nächtliche Bergtour vom Gummererhof zur Überetscher Hütte weiterlesen