Leichte Wanderungen in Südtirol – familienfreundliche Touren für Genießer
Nicht jede Wanderung muss steil und lang sein – in Südtirol gibt es viele leichte Touren für Einsteiger, Familien und Genießer. Diese Wege sind kurz, führen oft zu schönen Almhütten oder Seen und bieten herrliche Ausblicke ohne große Anstrengung. Unsere Auswahl zeigt einfache Routen mit Fotos, Karten und GPS-Tracks.
Wir müssen heute wandertechnisch von Auer aus starten. Müssen? Ja, müssen. Denn die beste Ehefrau von allen muss trotz Sonntag zum Einkaufen ins Despar. Und der hat nur in Auer geöffnet.
Der Start ist somit fixiert. Nur das Ziel noch nicht. Hinauf nach Castelfeder? Zu naheliegend. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Unsere Wanderungen ab Auer beginnen normalerweise in der Erholungszone Schwarzenbach. Heute brechen wir mit dieser Gewohnheit und starten direkt beim Kreisverkehr an der Traminer Straße. Von hier schlendern wir zuerst einmal ins Dorf hinauf zum Hauptplatz.
Im Steinmauerlabyrinth der Aurer Anger
Durch schmale Gassen geht es nun hinauf ins Aurer Gassenlabyrinth. Labyrinth? Ja, so etwas gibt es hier tatsächlich – und zwar eines aus Stein.
Zahlreiche mannshohe Natursteinmauern prägen nämlich den historischen Dorfkern von Auer. Dahinter verbergen sich die sogenannten Aurer Anger: Obstgärten, Weinberge und Gemüsegärten, die zwischen den alten Hofanlagen des Aurer Oberdorfs liegen.
Zusammen mit den alten Schutzmauern gegen den wütenden Schwarzenbach entstand dadurch eine ziemlich ungewöhnliche Dorfstruktur: schmale Gasse, hohe Mauer, dahinter Garten oder Weinberg, dann wieder ein Hof oder Ansitz – und da capo.
Wir schreiten zügig durchs Steinmauerlabyrinth und finden den Ausgang schließlich an der Fleimstalstraße. Die überqueren wir und landen damit in der Naherholungszone Schwarzenbach.
Den Mühlenweg in Aldein sind wir vor neun Jahren schon einmal gegangen. Damals noch mit Kinderwagen – und deshalb nur auf dem kinderwagentauglichen Abschnitt. Heute braucht Anna längst kein Transportmittel mehr, also darf es diesmal der gesamte Mühlenweg sein.
Wir starten am Hauptplatz von Aldein. Hier oben, auf dem kleinen Hügel, auf dem der Dorfkern thront, stehen die Pfarrkirche zur hl. Helena, der schöne Dorfgasthof Krone und das Dorfmuseum mit seiner umfangreichen Sammlung sakraler Gegenstände aus der Barock- und Rokokozeit. Ein großer Teil davon geht auf die Stiftung des Benefiziums des Thalhofes mit der Kapelle Maria Schnee im Tal zurück.
Der Dorfplatz von Aldein
Dem Wegweiser „Mühlenweg“ folgend verlassen wir den Hauptplatz und wandern hinunter in Richtung Landesstraße. Keine Panik: Wir müssen ihr nicht entlangmarschieren. Stattdessen geht es hinunter zum Parkplatz neben der Feuerwehrhalle – den hätten wir natürlich auch gleich nutzen können. Hier überqueren wir die Landesstraße 72 und folgen nun endgültig dem Mühlenweg, Wanderweg Nr. 18.
An heißen Sommertagen bietet sich zum Wandern in Südtirol das Bergdörfchen Gfrill als Ausgangspunkt und die Hornalm am Trudner Horn als Ziel an. Das kommt uns gerade recht, denn Gfrill liegt nicht weit von uns entfernt und wir wollen unsere heutige Mittagsrunde in temperaturmäßig erträglichere Gefilde verlegen.
Gesagt, getan: Während unten das Unterland brät, erwartet uns Gfrill mit erstaunlich angenehmen 28 Grad. Das ist ein deutlich größerer Temperaturunterschied, als wir uns von den rund 1.000 Höhenmetern erhofft hatten. Toll!
Aufstieg von Gfrill durch den Naturpark Trudner Horn
Von Gfrill aus marschieren wir nun über den Dolomiten-Höhenweg Nr. 8 (E5) hinauf in den Naturpark Trudner Horn.
Der Weg fordert uns weder mit Steigung noch mit Aussicht. Dafür spendet der Wald genau das, weshalb wir hergekommen sind: Schatten.
Alm „Olm fan Korlfranz“
Bald erreichen wir die Alm „Olm fan Korlfranz“. Was für ein herrlich lustiger Name.
So ganz stimmt das zwar nicht, denn Anna war schon einmal auf dem Wildsee – ja, genau: drauf. Im Winter, bei richtig dickem Eis. Auch damals nur, weil wir zufällig in der Gegend waren.
Aber natürlich möchten wir Anna den bekanntesten aller Südtiroler Seen auch im Sommer zeigen. Wenn man wie wir gerne in Südtirol wandert, gehört es schließlich irgendwie dazu, den Pragser Wildsee zu kennen. Und weil die Zufahrtsbeschränkung erst ab dem 1. Juli greift, nutzen wir die Gelegenheit und fahren bis zum Parkplatz vor dem Grandhotel Pragser Wildsee hinein.
Fast zeitgleich mit unserem Einparken schieben sich dunkle Wolken vor die Sonne. Schade zwar, aber immerhin bekommen wir den Pragser Wildsee heute einmal nicht in seiner üblichen Instagram-Ausführung serviert.
Wir geben es zu: Nach Bad Kleinkirchheim sind wir heute eigentlich nur unterwegs, weil Anna dort eine Sommerrodelbahn – genauer gesagt eine Rollbobbahn – erwartet. „Kärntens modernste Rollbobbahn“, war in der Broschüre zu lesen. Das hat Anna natürlich schwer beeindruckt.
Aber wer Sommerrodeln will, muss sich das zuerst einmal verdienen. Eine Bergtour von Bad Kleinkirchheim hinauf auf den Wöllaner Nock erscheint uns für eine Bobfahrt dann doch etwas zu viel verlangt. Also lassen wir uns von der Kaiserburg-Umlaufbahn ganz bequem von 1.070 m auf 2.043 m bis knapp unter den gleichnamigen Berggipfel hinaufgleiten und schauen uns hier oben nach einer Wanderrunde um, die unsere Kondition heute nicht über Gebühr strapaziert.
Zuerst aber erkunden wir den Kaiserburg-Gipfel. Laut einer Sage soll sich unterhalb des Gipfels eine geheimnisvolle Höhle befinden. Darin gibt es zwei Tore: ein eisernes und ein goldenes. Wer das eiserne Tor durchschreitet, gelangt tief ins Innere des Berges zu unermesslichen Schätzen. Das goldene Tor hingegen führt unaufhaltsam in den Abgrund. Einst versuchte ein habgieriger Hirte sein Glück, wählte jedoch in der Dunkelheit das falsche Tor und stürzte in die Tiefe. Seit diesem Unglück sind beide Tore für immer im Fels verschwunden.
Heute ist Deutschnofen unser Ziel, denn die Tota wird besucht. Trotzdem darf unsere tägliche, kurze Mittagsrunde nicht fehlen. Also spazieren wir vom Kreisverkehr bei der Dorfeinfahrt zuerst hinauf in die Handwerkerzone und dann hinüber zum Hotel Pfösl. Unser Weg führt hinter dem Hotel vorbei, direkt an einem Unterstand für graue Vierbeiner. Anna muss natürlich die Eselchen streicheln.
Nun folgen wir der Beschilderung Richtung St. Helena, wandern bis zur Landesstraße 72, begleiten sie ein paar Meter und biegen dann links in den schönen Panoramaweg ein. Er führt uns um den St.-Helena-Hügel herum, vorbei an einzelnen Hofstellen. Der Panoramaweg verdient seinen Namen zurecht: Die Spitzen der Rosengartengruppeund des Latemarsbegeistern. Heute sind sie – im Unterschied zu vor 5 Monaten – weiß. Ein traumhafter Dolomitenblick, der seinesgleichen sucht.
Bauernhof am Panoramaweg unter dem St.-Helena-Kirchlein in Deutschnofen. Im Hintergrund der angezuckerte Rosengarten.
Im Osten der Südtiroler Hauptstadt Bozen, auf 1.100 m ü. d. M., liegt Kohlern. Der kleine, verschlafene Weiler ist mit der Kohlern-Seilbahn in nur fünf Minuten zu erreichen. Diese Auffahrt ist unbedingt zu empfehlen, denn Parkplätze sind in Kohlern keine Massenware. Da wir uns jedoch heute außerhalb der Hochsaison befinden und die meisten Italiener ohnehin erst nachmittags aktiv werden, riskieren wir es und fahren die in Herbstfarben gekleidete Kohlernstraße bis nach Bauernkohlern hinauf. Und siehe da – ein Plätzchen ist noch frei. Super.
Bauernkohlern und Herrenkohlern – zwei Gesichter eines Weilers
Bauernkohlern? Nicht einfach Kohlern? Bauernkohlern stimmt tatsächlich, denn Kohlern ist zweigeteilt. Es besteht einerseits aus dem Ortsteil Bauernkohlern („Colle di Villa“) und andererseits aus Herrenkohlern („Colle dei Signori“).
Herrenkohlern war im 18. Jahrhundert vor allem von Stadtbewohnern und Adligen – den „Herren“ – bewohnt. Es war die Sommerfrische der Bozner Patrizier.
Bauernkohlern hingegen war bäuerlich geprägt – erste Höfe gab es hier bereits im Hochmittelalter – und ist der Teil mit den älteren Bauernhöfen. Doch auch in Bauernkohlern stehen Villen, wie die Villa Bittner eindrucksvoll beweist.
Die Villa Bittner in Bauernkohlern
„So a Haus möcht i a hobn“, meint Anna.
„Liegt wahrscheinlich nicht in unserer Preisklasse“, antworte ich, während wir vom Gebäudensemble rund um die Altmann-Kapelle, den Gasthof Kohlern und den Gasthof Klaushof um die Villa Bittner herumwandern, um bald darauf die Seitnerstraße zugunsten des Wanderwegs Nr. 1 Richtung Schneiderwiesen zu verlassen.
Vom Penser Joch kommend, fahren wir die schmale Passstraße hinunter nach Asten. Hier zweigt links das Tramintal ab. Ach, wieder treffen wir auf Traminer, wie gerade eben auf dem Zinseler. Dieses Mal sind es jedoch keine Menschen, sondern ein Tal. Interessant. Abbiegen ins Tal? Nein wir bleiben auf der Penser Joch Straße und fahren weiter über Pens bis nach Weißenbach.
Hier, 100 Meter rechts der Straße, direkt am Weißenbach, befindet sich ein großer Schotterparkplatz. Wir stellen das Auto ab. Obwohl wir weit weg von Zuhause sind, treffen wir heute immer wieder auf Tramin. Nun wollen wir das auf die Spitze treiben. Dieses Mal nicht mit Traminer Wanderern, nicht mit einem Tramin Tal, dieses Mal mit einem Traminer Almbetreiber. Der Steinegger Stefan betreibt mit seiner Familie im Unterbergtal die Ebenbergalm – es wird höchste Zeit, ihn zu besuchen.
Aufstieg von Weißenbach zu den Wink Höfen
Also marschieren wir von Weißenbach hinauf zu den Wink Höfe. Eine Bäuerin läuft aufgeregt mit einem Vogel in der Hand zum Bauern. Als wir näherkommen, erkennen wir einen kleinen Greifvogel – ich vermute ein Sperber. Vielleicht verletzt. Wer weiß.
Von Weißenbach geht es zunächst hinauf zu den Wink Höfen
Fährst du ins Herz von Südtirol hinein, ins Sarntal, und wagst dich noch weiter bis ins hinterste Tal nach Weißenbach und Pens, dann wird es still in Südtirol. Touristen begegnet man hier meist nur auf der Durchreise – meist auf Motorrädern, der Passstraße wegen.
„Hallo, wir sind’s!“, ruft mir eine Motorradbeifahrerin entgegen, während sie das Visier ihres Helms hochklappt. Ich bin verdutzt. „Wir, die Gäste. Wir fahren jetzt heim.“ Erst nach ein paar Sekunden kapiere ich: Es sind unsere Gäste vom Mandlhof, die zeitgleich mit uns in Tramin den Hof verlassen haben – und nun zufällig ebenfalls auf dem Penser Joch sind. Wir zum Wandern, sie auf der Durchreise. Wir wechseln ein zwei Worte und machen uns dann auf die Suche nach einem Parkplatz. Vor dem Alpenrosenhof ist zwar alles voll, aber hundert Meter darunter finden wir reichlich Platz.
Der Alpenrosenhof und das Windrad am Penser Joch
Aufstieg auf den Zinseler
Zuerst wieder hinauf zur Passhöhe des Penser Jochs. Das markante Windrad steht heute still, ein kurzer Blick hinunter ins Sarntal, hinüber zum mächtigen Sarner Weißhorn – und schon stapfen wir los. Über den Wanderweg Nr. 14, auch Kirchsteig genannt, geht es nordwärts. Unser Ziel: der familienfreundliche Aussichtsberg Zinseler (2.422 m).
Unterwegs im südlichen Teil Südtirols, in Deutschnofen, wandern wir über den Plattenbodenweg durch schattigen Wald. Links öffnet sich eine Lichtung mit einem Weiher, der weniger nach nüchternem Brandschutzbecken als vielmehr nach einem stillen Renaturierungsteich aussieht. Eine Bank lädt mitten auf einem grünem Unterholzteppich zum Verweilen ein. Sonnenlicht durchflutet den Wald, es lässt die Gräser zum Leuchten bringen.
Ein Bächlein gequert, dann führt der Weg an einer Wiese entlang. Von hier erblicken wir den Obkircher Berg, der über dem Zentrum von Deutschnofen wacht. Wenige Schritte später tauchen erste Häuser auf: das Plattnerviertel, ein winziger Weiler aus wenigen Bauernhöfen. Hier biegen wir scharf nach rechts, folgen für ein paar Hundert Meter der Asphaltstraße, gewinnen etwas an Höhe – und bleiben wie angewurzelt stehen. Das Bergpanorama haut uns schlicht um: goldgelbe Wiesen im Vordergrund, dahinter das majestätische Band der Dolomiten. Eine Fotopause ist hier kein Vorschlag, sondern Pflicht.
Blick auf die Rosengartengruppe
Blick auf den Latemar
Auch andere Wanderer genießen das Plattnerviertel mit seinem herrlichen Dolomitenhintergrund.
Vom Schlernrücken über den markanten Rosengarten bis zum schroffen Latemarreicht der Blick. Anna und ich sind verzückt, die beste Ehefrau von allen zeigt sich dagegen immun gegen solche Anfälle von Ehrfurcht – sie legt sich lieber ein paar Minuten an den Wiesenrand. Das muss sie auch, denn Anna und ich nehmen uns Zeit.
Wenn wir an Lärchen vorbeikommen, müssen die Bäume „Federn lassen”. Anna braucht das Baumaterial. Sie möchte in solchen Fällen immer ein Lärchenkörbchen flechten.
Gemütlich führt die Reggelbergwanderung weiter, nur leicht ansteigend, auf der fast autofreien Straße vorbei am Bauernhof Stanerwies bis zur Kreuzung mit dem Panoramaweg. Rechts taucht eine Villa mit einem geradezu aristokratischen Karpfenteich auf. Dahinter, frei in den Wiesen, der Hof Zirmer. Von hier blicken wir einerseits auf Teile von Deutschnofen, andererseits auf das Mendelgebirge mit dem Penegal – und ganz hinten blitzen die fernen Gipfel der Ortlerberge auf.
Beim Weißbaumer mit Blick auf Zanggen, Latemar und Rosengarten
Wir biegen scharf links auf den Panoramaweg ab. Asphalt führt uns weiter, mal schattig, mal mit herrlichem Ausblick auf Schlern und Rosengarten, vorbei an den Appartements „Schlernblick“ bis zum Bauernhof Weißbaumer. Hier erweitert sich das Panorama um Latemar und Zanggen.
Ziel St. Helena mit Kreuzhof und Kirche
Noch ein Abzweig: dieses Mal rechts und auf Schotter. Nur sanft ansteigend folgen wir der Beschilderung nach St. Helena, passieren eine Schottergrube und erblicken bald das Ensemble aus Kreuzhof, Jausenstation und dem Kirchlein St. Helena.
Was für ein herrliches Ensemble: St. Helena mit dem Bauernhof Kreuzhof inklusive Jausenstation.
Ein Holzzaun begleitet uns um die Wiese, dann stehen wir vor der kleinen romanischen Kirche mit ihren wertvollen Fresken – innen wie außen zu bestaunen. Die benachbarte Jausenstation des Kreuzhofs verleiht dem Ensemble beinahe mondäne Züge. Warum nicht.
Rosengartenblick
Die Fresken von St. Helena von innen
Gotteshaus und Jausenstation vis-à-vis
Ich gönne mir einen Kaffee und ein Glas Wein, während die beste Ehefrau von allen sich mit einem Lärchenkörbchen abmüht – auf Anordnung von Anna. Denn jedes Mal, wenn wir an einer Lärche vorbeikommen, besteht Anna auf einem Körbchen. Auch wenn es daheim in unserer Küche bald vor sich hinschmachten und Nadeln auf dem Boden verteilen wird.
Rückweg über Hotel Pfösel nach Deutschnofen
Zurück geht es auf dem St.-Helena-Weg. Wir überqueren die Landesstraße LS 72, marschieren mitten durch den Hof und den Parkplatz des Hotels Pfösel. Kein Problem, denn der Wanderweg führt offiziell hier durch. Das imposante Hotel besteht nicht nur aus dem Hauptgebäude, sondern auch aus einigen frei stehenden kleinen Häuschen. Daneben: ein Gehege mit Eseln, zur Freude von Anna, die sie mit Löwenzahnblättern füttert.
Esel sind dankbare Abnehmer von Ziggori (Löwenzahnblätter)
Postkartenidylle unterm Rosengarten
Das Hotel Pfösl in Deutschnofen
Wir verweilen noch etwas, genießen den Blick auf die Rosengartenspitze, die hier besonders eindrucksvoll hervortritt. Obwohl links daneben der Kesselkogel der höchste Gipfel des Massivs ist, stiehlt ihm die Rosengartenspitze mühelos die Schau. Sogar die Santnerpasshütte am gleichnamigen Pass ist deutlich auszumachen – Erinnerungen an meine Tour mit Andreas werden wach.
Mittlerweile ist es halb zwei. Wir müssen uns sputen, denn um zwei Uhr sind wir in Deutschnofen verabredet. Also schreiten wir zügig zurück zu unserem Ausgangspunkt am Parkplatz beim Kreisverkehr am Dorfeingang.
Karte der deutschnofer St.-Helena-Wanderung mit GPS-Download
Dolomitenpanoramawanderung von Deutschnofen nach St. Helena
Dauer: 2:35 h
Distanz: 8,8 km
Bergauf: 196 m
Bergab: 195 m
Um welche Art von Tour handelt es sich?
Es handelt sich um eine Tour der Kategorie Leichte Wanderungen, Panoramawanderungen, Wandern
In welcher Region befindet sich die Tour?
Die Tour befindet sich in der Region Dolomiten
Um welche Bergkategorie handelt es sich? Auf welcher Höhe liegt die Tour?
Es handelt sich hierbei um einen Berg der 1.000er Kategorie. Der tiefste Punkt der Tour liegt auf 1.273 m über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt der Tour liegt auf 1.440 m über dem Meeresspiegel.
Wie lang ist die Strecke?
Die Tour ist 8,8 km lang.
Wie streng ist der Aufstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Es sind 4,5 Kilometer und 196 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 5,9 %.
Wie anspruchsvoll ist der Abstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Im Abstieg sind 4,3 Kilometer und 195 Höhenmeter zu bewältigen. Das entspricht einem durchschnittlichen Gefälle von 6,2 %.
Wie viel Zeit werde ich für die Tour brauchen?
Ein durchschnittlicher Wanderer benötigt für die reine Gehzeit ca. 2:40 Stunden, ein geübter Wanderer ca. 2:35 Stunden. Dieser Wert kann individuell stark variieren. Siehe Gehzeitrechner.
Wie viele Kalorien werden bei der Tour verbrannt?
Bei der Wanderung werden ca. 847 kcal verbrannt. Es ist zu beachten, dass die Berechnung des Kalorienverbrauchs auf Faustformeln und allerlei Annahmen beruht, z.B. Gewicht=75 kg, Kalorienverbrauchsvorgaben für Aufstieg, Abstieg, flach usw. und daher nur eine Schätzung und keine exakte Angabe liefert. Wenn du deinen Kalorienverbrauch selbst berechnen möchtest, dann schau dir diesen Kalorienrechner an.
Gibt es interessante Wegpunkte?
Ja, es gibt interessante Wegpunkte. Hier ist eine Liste:
Sankt Helena (Kirche, Anbetungsort)Höhe: 1.422 m ü. d. M.GPS: 46.408653, 11.458955Sankt Helena (Kirche, Anbetungsort) 39050, Deutschnofen - Nova Ponente, Bolzano - Bozen, ITA
Wir sind auf der Vinschger Straße unterwegs nach Nordtirol, genauer gesagt nach Landeck. Um die Autofahrt etwas abzukürzen, wollen wir am Reschensee anhalten und dort eine Mittagswanderung machen. Doch nun, gerade die Churburg passiert und von Anna ins Gespräch über Burgen, das Mittelalter, mittelalterliche Städtchen verwickelt und somit auf Glurns gekommen, will Anna unbedingt das Städtchen sehen. Ok, ein Spaziergang durch Glurns ist bestimmt nicht verkehrt.
So biegen wir am unteren Ende der Malser Haide links ab und parken vor dem Schludernser Tor. Das malerische Südtiroler Städtchen, das mit seinen rund 930 Einwohnern sogar zu den kleinsten in den Alpen zählt, ist von einer mittelalterlichen, vollständig erhaltenen, Stadtmauer umgeben. Durch die drei Stadttore – das Malsner Tor im Norden, das Tauferer Tor im Süden und das Schludernser Tor im Westen – gelangt man in das Herz dieser bezaubernden Stadt.
Das Schludernser Tor ist der westliche Eingang in die von der mittelalterlichen Stadtmauer geschützte Innenstadt von Glurns.
Eine ganz besondere Frühlingswanderung im Süden Südtirols kann man in der Gemeinde Eppan in den beiden Ortsteilen Frangart und Girlan erleben. Kunstinstallationen, Frühlingsblumen und ein Schloss mit Löwen inklusive.
Von Frangart aus führt eine Nebenstraße der Bozner Straße hinauf nach Girlan. Sie geht in eine namenlose Straße über, die gerne als Rad- und Wanderweg genutzt wird. Genau auf dieser Straße sind wir heute wandertechnisch unterwegs. Zuerst sind wir an Weinbergen vorbeimarschiert, nun spazieren wir schattig durch Mischwald hinauf auf den Mitterberg.
„Dragobert der Drache“ im Kunstgarten Hochfrangart
Plötzlich streckt uns ein Lindwurm seine Fratze entgegen. „Dragobert der Drache“, so heißt die Skulptur, die ihr Maul und vor allem ihre Zunge über unsere Köpfe streckt. Der Drache ist vom selben Künstler wie die große silberne Edelstahlkugel, die man schon von weitem sieht, wenn man von Bozen ins Überetsch fährt, und die deshalb viel bekannter ist als der Drache. Beide Kunstwerke stammen von dem bereits verstorbenen Künstler Karl Nicolussi Leck. Sie gehören zum privaten Kunstpark Hochfrangart.