Archiv der Kategorie: Wandern

Wanderungen im Südtiroler Mittelgebierge

Wanderung zur Ritterburg Haderburg

Sonnig, aber Gewitter anfällig. Die heutige Wetterprognose ist durchwachsen. Hm, wohin soll uns die heutige Sonntagswanderung führen? Wie wärs mit einer Ritterburg? „Zem, wo sie es Schweinl oi gworfn hobn?“ Beim Wort Burg schießt Anna sofort das Sauschloss in den Kopf. Kein Wunder, die Legende zur Namensgebung der Burg Greifenstein, musste die beste Mami von allen ihr jedes Mal erzählen, wenn sie bei einer Autofahrt eine Burg erblickte.

Nein, nicht zur Sauburg, wir werden zur Haderburg hinauf wandern; das ist ganz im Süden Südtirols bei der Salurner Klause.

Über die Weinstraße nach Kurtatsch, weiter nach Margreid und bis fast nach Eichholz, dann links über die Etsch hinüber nach Salurn. Die Anfahrt ist schnell erledigt.

Ein zwei Regentropfen erinnern uns Schirme einzupacken, doch richtig brauchen tun wir sie noch nicht.

vor dem Eingang der Haderburg

Der Einstieg zum Burgenweg befindet sich südlich von Salurn und ist mit entsprechenden Hinweisen gut markiert.  Wir wandern den Forststraßen breiten, nachts beleuchten, Burgenweg – auch Weg der Visionen genannt – im Schneckentempo empor. Mit einer Horde Kinder geht das nicht schneller. Der eine hat Durst, der andere will einen Stecken aufheben, dem nächsten drückt der Schuh – so ist das wenn zwei Familien mit Kinder wandern.

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Gewürztraminer Weinwandertag

Gewürztraminer Weinwandertag

Jedes Jahr im Mai findet in der Tramin der Gewürztraminer Weinwandertag statt. Wein und wandern, ob das eine mit dem anderen zusammenpasst, darüber kann man streiten. Ich erinnere mich dabei an Kinder- und Jugendtagen. Damals hat man des Öfteren auf so manchen Berggipfel den einen und anderen Wanderer und sogar Bergsteiger „a Flaschl“ auspacken gesehen. Das eine Mal, als ich mit dem Andreas auf die Rotwand in der Rosengartengruppe rauf geklettert bin, da war es besonders krass! Da standen doch tatsächlich zwei Einheimische am Gipfel – wohlgemerkt am Gipfel, den man nur über Klettersteige erreichen kann – und haben ein „Flaschl“ runter geblitzt. Wahrscheinlich kein „Guatr“, sondern eher a „Leps“ aber trotzdem, Alkohol und Bergsteigen – naja….

Wir sind heute beim Gewürztraminer Weinwandertag nicht so gefährlich unterwegs und dürfen uns darum gerne das eine oder andere Glas gönnen. Zusammen mit Anna, spazieren wir zuerst über St. Jakob zum Altersheim hinunter.

Hinauf zum Kastelz Weinberg

Visasvis hat vor wenigen Tagen das Hotel „Vineus Tramin“ eröffnet. Ein zwei Fotos und dann geht es den wunderbaren Kastelaz Weinberg hinauf. Heute dürfen wir direkt durch den mit Mohnblumen durchsetzen Weinberg spazieren. Die Morgensonne im Gesicht, die frischgrünen Triebe der Weinreben, die roten Mohnblumen und am Gipfel des Hügels ein Glas Weißwein. Was will „Mann“ mehr…

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Mit der Rittner Bahn zu den Erdpyramiden

„Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die schön!“ und „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!“ Dies sind die zwei Gründe warum wir heute in Oberbozen vor dem historischen Triebwagen der Rittner Bahn stehen.

Rittner Bahn

In der Rittnerbahn

Wir steigen ein und setzen uns auf die rechte Sitzreihe, denn ich weiß, die Rittner Panoramabahn bietet einen herrlichen Ausblick nicht nur auf das Rittner Hochplateau, sondern auch – zu unserer Rechten – auf die Dolomiten.

Schuhe ausgezogen, auf die Sitzbank hinauf gestiegen und nun mit dem Gesicht an der Fensterscheibe klebend – Anna ist begeistert! Das „Pfiff-Pfiff“ des „Rittner Bahnls“ entlockt ihr jedes Mal al ein lauthalses Lachen. Dem Tati gefällt es, wenn sein Mädl lacht, er ist zufrieden mit sich und der Welt.

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Waalwegwanderung von Schloss Tirol zum Algunder Waalweg

St. Peter in Dorf Tirol

Die Greifvogel Flugschau ist vorrüber, nun machen wir uns auf, den Algunder Waalweg zu erkunden. Wir haben zwei Kinderwagen mit, ein Waalweg sollte dafür aber kein Hindernis darstellen.  Von Schloss Tirol geht es über den Mutbach hinunter zum Kronsbühel zur Karolinerkirche St. Peter und weiter bis zu Schloss Thurnstein.

Ochsentodweg

Mit Natursteinen gepflasteter Ochsentodweg

Wir wandern über den Ochsentodweg leicht absteigend hinunter zum Algunder Waalweg. Plötzlich stehen wir auf einem steilen mit Natur-Kopfsteinpflaster gepflasterten Wegstück. Die Kinder müssen zu Fuß weiter; die Passage ist nur für den leeren Kinderwagen machbar. Wir hotteln den Ochsentodweg hinunter, queren den Grabbach und erreichen alsdann den Algunder Waalweg.

Algunder Waalweg

Auf dem Algunder Waalweg

Flach und gerade mal Kinderwagen breit, wie ein Waalweg eben so ist, geht es nun über Algund entlang der Meraner Waalrunde Richtung Töll/Vinschgau. Der Waalweg führt heute fingertief Wasser – es macht Spaß entlang der Wasserrinne zu wandern. Mir gefällt der Algunder Waalweg, aufgrund seiner teilweise im Wald verlaufender Wegführung, besonders gut.

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Frühlingsspaziergang zum Kalterer See und zurück über den Naturlehrpfad

wandern in der Apfelblüte

Die Apfelblüte ist schon beim Abklingen, höchste Zeit nochmals durch die blühenden Apfelbaumanlagen zu wandern. Wir parken oberhalb der Tennisplätze von Tramin und spazieren zuerst durch frisch getriebene Weinberge, dann durch Apfelplantagen über Güterwege Richtung Kalterer See.

Frösche quaken in den Entwässerungsgräben. Wir können sie nicht nur hören, sondern auch sehen. Es sind zahlreiche. Für die aktuelle Jahreszeit ist es viel zu warm. Es dauert nicht lang bis wir trotz gemütlichen Spazierens so richtig ins Schwitzen kommen.

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Castelfeder – Kraftort, Kultort?

Kraftbaum Eiche auf Castelfeder
Kraftbaum Eiche auf Castelfeder

Kraftort nennen ihn die Neumenschen, Ort der Besinnung die Meditierenden, Kultort die Esoteriker. Uralte Eichen, Fruchtbarkeitsrutsche, markiges Antlitz, die schönster Weindörfer dieses Erdballs im Blickfeld, das ist kein Kraftort, kein Meditationsort, kein Kultort – das ist der Ort wo die Götter wohnen. Alte Götter, keltische Götter.

Taranis, Teutates und Esus vom Neumenschen als heidnische Götter verteufelte werden heute keine große Freude haben. Sind wir doch nicht die einzigen neuzeitlichen Spaziergänger die heute Castelfeder für ihren Sonntagsausflugsort missbrauchen.

Spielende Kinder, fotografierende Erwachsene, Drohnen steuernde Technikfreaks, Geschichten von früher erzählende Senioren, meditierende Kursbesucher – alle Menschengattungen sind hier auf dem frühhistorischen Porphyrhügel Castelfeder zwischen Auer, Neumarkt und Montan zu finden. Kein Wunder, dass sich trotz Allerseelentag vor der Tür (neumodern Halloween) kein keltischer Gott blicken lässt.

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Törggele Wanderung von Vilpian zum Buschenschank Oberschol Hof

Zum Buschenschank Oberschol Hof, von Vilpian aus, nur 3,6 Wander-Kilometer und knappe 400 Höhenmeter, das kling ganz nach dem idealen Törggele-Herbstspaziergang.

Im Dorfzentrum von Vilpian in der Brauereistraße geparkt, müssen wir einige 100 Meter entlang der Meran-Bozen Straße zurück Richtung Terlan. Zum Glück ist der Gehsteig recht breit, somit stellt die Straße keine große Hürde für uns Sieben dar. Selbstverständlich haben die beiden Kleinen Ihre Rücksäcke mit. Die Puppe „Nene“ und der Elch wollten nämlich auch mit und die faul, müssen getragen werden. Sie dürfen aus dem Rucksack hinten rausschauen.

Zu den Planatsch Höfen

Herbstwanderung von Vilpian zum Buschenschank Oberschol Hof

Ein Wegweiser Mölten / Planatsch weißt uns den Einstieg in den Wandersteig. Die Törggele-Wanderung kann beginnen. Mäßig ansteigend marschieren wir oberhalb einer neuen Wohnsiedlung zuerst durch Weinberge hindurch und dann in den Laubwald des Terlaner Vorbergs hinein. Die Luft ist trocken, nicht glasklar, die Sicht für mittlere Fotodistanz passabel. Der Herbst ist schon recht weit fortgeschritten, die Blätter goldgelb. Da entlang des Steiges massenhaft Mäusedorn wächst, mischt sich in die goldgelben Herbsttöne sattes Grün.

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Castelmusika – musikalische Wanderveranstaltung

Castelmusika so nennt sich die kulturell-musikalische Wanderveranstaltung in Eppan, welche wir heute besuchen wollen. Leider ist das Wetter recht durchwachsen und wir wissen nicht so recht ob es Sinn macht nach St. Pauls zu fahren, wo die Wanderung starten würde.

Da es auf der Höhe des Maxi Mode Zentrum leicht nieselt, beschließen wir kurzerhand bis nach Eppan Berg hoch zu fahren und nur die wenigen Schritte bis zum Schloss Freudenstein hinüber zu spazieren. Das ist auch mit leichtem Nieselregen machbar.

In Eppan Berg ist der Nieselregen schon fast vorbei, trotzdem werden den Kleinen die volle Regenausrüstung übergezogen und die Großen mit Regenschirme ausgerüstet.

Über den Kreuzsteinweg spazieren wir zuerst durch das Viertel Eppan Berg hindurch, an der Abzweigung wo es zum Ansitz Zinnenberg hinunter geht vorbei, dann über den Matschatscher Weg bis hinüber zum Schloss Freudenstein. Den Schlosspark hat der Besitzer zu einer Golf Trainingsanlage umfunktioniert. Heute werden wir rein und uns die Anlage, auch als Nichtgolfer, anschauen dürfen. Eine massive Ringmauer schützt das Schloss nicht nur vor Angreifer, sondern auch vor neugierigen Wanderblicken.

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Durch die Rastenbach Klamm zur Kirchenruine Altenburg

Einstieg das Biotop Rastenbachklamm
Einstieg das Biotop Rastenbachklamm

Die Rastenbachklamm zwischen St. Josef am See und Altenburg ist ein eindrucksvolles, erwanderbares Naturdenkmal. Die Klamm bietet aufgrund ihrer Beschaffenheit spezielle klimatische Verhältnisse, sodass sich ihre Pflanzenwelt von der der Umgebung abhebt. Auf Porphyr Grund, über dem sich eine Schicht aus weißen Dolomit Gestein abgelagert hat, wachsen in der Klamm Flaumeichen, Manna-Eschen und Hopfenbuchen. Erst im oberen Teil machen sie einem Buchenmischwald, der an einige Stellen mir Föhren durchsetzt ist, Platz. Im Unterwuchs findet man vor allem Zyklamen und Farne wie z.B. das seltene Hirschzungenfarn.

Durch die Klamm

Für Otto-Normalverbraucher wie uns, ist die Klamm nicht unbedingt ihrer Pflanzen, sondern vor allem wegen ihrer geologischen Beschaffenheit interessant. Nein nicht aufgrund der Zusammensetzung der Gesteine, sondern vielmehr wegen des interessanten Wandersteiges, der durch die Klamm führt. Neben dem Rastenbacher Wasserfall führt uns nämlich eine steile, mittlerweile neue sehr breit und sicher erbaute mehrgeschossige Eisentreppe zügig bis zur luftigen Ausblicksplattform, von wo wir einen herrlichen Blick hinunter zum Kalterer See haben, empor.

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Auf die Leuchtenburg über dem Kalterer See

Die Leuchtenburg wacht nicht nur über den Kalterer See, sie bildet in unserem Küchenfenster einen magischen Blickfangpunkt. Heute soll Anna sie hautnahe greifen dürfen.

Das Wanderziel, die Leuchtenburg

Von der Nordostseite des Kalterer Sees (Klughammer), fahren wir wenige hundert Meter Richtung Kreither Sattel – wir Einheimische nennen ihn Kojotenpass – hinauf, parken circa 100 Höhenmeter unter dem Kreithhof, auf einem Wald-Parkplatz.

Kastanienigel säumen den Waldboden, der Herbst zieht ins Land. Wir spazieren im Kindertempo den Steig hinauf zur Leuchtenburger Forststraße, dann entlang des Wandersteigs Nr. 13, nur mäßig steigend, im Halbkreis um die Anhöhe des Mitterberges, auf dem die Leuchtenburg steht, herum. Ein normaler Wanderer würde die knappen 2 km und 260 Höhenmeter leicht in 50 min schaffen. Wir sind etwas langsamer unterwegs und stehen um 10 nach 15.00 Uhr auf der riesenhaften Schildmauer der Leuchtenburg.

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