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Regenspaziergang zu einem nicht alltäglichen Ausblickspunkt auf Tramin und zurück durch den Bikepark

„I will zur Fohn aui. Wenn gean mir aui zur Fohn?“ Von unserem Fenster sehen wir jeden Tag, oberhalb des Kastelazweges, mitten im steilen Bannwald, zwei Tiroler Fahnen wehen. Die untere steht auf einem rot-weiß bemalten, etwas vorstehenden, Felsblock. Genau da will Anna heute hinauf.

Es nieselt. Aber nur ganz leicht, so leicht, dass die Fotoapparate es aushalten. Über den Kastelaz Kreuzgang, vorbei an Glockenblumen, dann weiter entlang des Kastelazweges geht es bis hinter dem ersten Strommasten zu einer weiten Kurve. Hier hat Armin mit seinem Team erst kürzlich die MTB-Wippe, an die Anna nie ohne zwei-dreimal drüber zu laufen, vorbeikommt, erneuert. Wenige Meter nach dieser Mountainbike-Technik Attraktion biegt rechts, rückwärts nach oben, ein Forstweg ab, der nirgends hinführt, einfach irgendwann aufhört. Da müssen wir rauf.

Tiroler Fahne inmitten vom steilen Bannwald auf dem Felsblock „Roatwandlerknot“

Das Laubdach bietet Schutz vor dem Nieselregen. Eine 180 Grad Kurve und wir marschieren genau von unserem Ziel, der Fahne, weg. Ich bin mir unsicher ob ich den Weg richtig im Kopf habe. Ich erinnere mich nur noch, dass das letzte Stück hinauf zur Fahne ein Steig war.

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Wunderschöne Bilder vor der Haustür – über Söll ins Höllental

Bei schönen Südtirol Bildern denkt man sofort an die Wander-Hotspots à la Drei Zinnen, Pragser Wildsee oder Geisler Spitzen. Ich muss zugeben, dass ich selbst oft nur diese Bilder im Kopf hatte. Das war aber vor Corona. In der schwierigen Zeit habe ich eines gelernt: das Nahe, das vor der Haustür Befindliche ist – sofern man ihm genug Aufmerksam schenkt – genau so schön und fotogen! Zugegeben, markante Bergspitzen und idyllische Bergseen strahlen eine magische Anziehungskraft auf Foto-Jäger aus, doch schaut man genau hin und schaut man öfters hin, dann erschließen sich auch an alltäglichen Orten wunderschöne Bilder.

Blick über die Weinberge nach Söll. Im Hintergrund die Leuchtenburg über dem Kalterer See.

So auch in unseren Heimatdorf. Die gepflegte Weinberg-Kulturlandschaft gepaart mit dem wilden Höllental reizt. Hatte ich noch vor diesem März fast keine Bilder des Traminer Höllentals in meinem Fotoarchiv, hat sich das nun explosionsartig geändert. Der täglichen Mittagsrunde sei Dank. Wir absolvieren diese Mittagstour immer exakt gleich: 6er Steig – Zogglerwiese, Zogglerstange und zurück durch das Rappental. Die beste Ehefrau von allen – eine andere habe ich nicht – will das genau so! Jeden Tag, der gleiche Weg, ja keine Variante!

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Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf

„Bad Klapf“ – das beliebte Freizeitziel, der Traminer aus Vorkriegstagen, ist heute unser Wanderziel. Mittlerweile ist der „Klopf“ – wie wir Traminer ihn nennen – zwar nur noch ein Platz, auf dem eine private  Holzhütte steht (keine Einkehrmöglichkeit!) und ist darum für Ottonormalwanderer als Wanderziel nicht sonderlich interessant, aber für mich als Abkömmling vom Gummererhof, der als Kind fast jeden Sonntag vom Bergbauernhof des Nens bis zum „Klopf“ hinein spazieren durfte/musste, ist er ein Ort, der Erinnerungen.

Blick entang des Höllentals hinunter nach Tramin

Wir marschieren zuerst entlang des Höllentalbaches den Geoweg hinauf bis zu den Höfen der Familien Pernstich und Moser. Leider ist ein kurzer Teil gesperrt. Eine Murre hat den Wanderweg verlegt. Wir behelfen uns mit etwas Klettergeschick. Wer nachwandern möchte, der muss entlang der Asphaltstraße, hinter dem Schloss Rechtenthal zu den „Drei Häusern“ und dann weiter zu besagten Höfen herauf. Das ist nur ein klein wenig weiter, dafür bedeutend sonniger und auch aussichtsreicher.

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Täglicher Mittagssport – rund um das Traminer Höllental

Täglicher Wandersport, jeden Tag, zur Mittagszeit. Zuerst den steilen 6er Steig hinauf zur Zoggler-Wiese und dann gemütlich über den Traminer Geoweg durch das Höllental zurück zum Mandlhof. Mittlerweile kennen wir jeden Stein, jede Wurzel auswendig. Nur selten ändern wir diese erprobte, seit Corona bei uns eingebürgerte, Wanderrunde. Wenn die Lust auf Steigung fehlt, was recht nicht oft passiert, dann geht es „nur“ den flachen Kastelazweg hinaus nach Kurtatsch und zurück und wenn aufgrund des Wochenende eine zeitliche Verlängerung möglich ist, dann wandern wir von der „Zogglerstange“ nicht direkt den 10 Weg hinunter nach Tramin, sondern verlängern die Runde über den Wanderweg 4B nach Altenburg, um dann über Söll zurück zum Mandlhof zu gelangen.

Gewitterstimmung, Höllental, Mohnblumen

Fotoapparat ist da, außer dem Smartphone, keiner dabei. Nur einmal habe ich eine Kamera mitgenommen, weil ich es schade fand, genau die Wanderwege die wir am öftesten austreten, nicht zu dokumentieren.

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Wanderung von Tramin über die Schmiedebene nach Graun und Penon

Wandern in Corona-Zeiten, das heißt Wandern mit Maske, mit Abstand und mit Vorsicht. Eigentlich kein Wandern, sondern mehr ein Spazieren, der körperlichen, aber auch geistigen Gesundheit wegen. Zurzeit heißt das direkt von zu Hause aus starten, denn heute herrscht in Italien immer noch der alles bestimmende Lockdown. Wir Südtiroler dürfen seit einigen Tagen aufgrund einer Verordnung des Landeshauptmannes endlich raus ins Freie. Aber nur zu Fuß, nur zusammen mit denen die unter einem Dach wohnen, dafür wie weit uns die Füße tragen. Hätte der Landeshauptmann gewusst, dass unsere Füße uns sehr sehr weit tragen, hätte er vielleicht eine Distanzregel festgeschrieben 😉

Wie auch immer. Mein alljährlicher Geburtstagsausflug muss also Virus bedingt, direkt von zu Hause aus, zu Fuß, starten. Wir setzen sicherheitsbedingt noch einen oben drauf und starten zu Mittag, weil wir um diese Uhrzeit am wenigsten Leute vermuten und marschieren über Steige, die nicht von den spazierenden Massen frequentiert werden.

Mit Corona-Maske auf dem steilen 6er Steig hinauf zur Zoggler Wiese.

6er-Steig Kaltenbrunn/Schwarzer Kopf

So geht es vom Kastelazweg über den steilen 6er-Steig hinauf zur Zoggler Wiese. Ich schnaube wie ein Ross. Die Maske ist schuld. Ich trage sie andauernd egal ob wir Menschen kreuzen oder nicht. Die Bestimmung fordert das zwar nur wenn man in die Nähe von Leuten kommt, doch ich habe für mich gemerkt, die Maske hilft auch gegen Pollenallergie. Mit Maske ist es für mich trotz Pollenhochsaison möglich Nies frei zu wandern. Perfekt.

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Frühlingstal im Februar

Im Frühlingstal waren wir schon oft. Im Februar aber noch nie. Das ist heuer ein besonderes Jahr. Die Frühblütler stehen trotz 23. Februar dicht gedrängt Becher an Becher. Das Tal des Frühlings zwischen dem Kalterer See im Süden (Kaltern) und dem Montiggler See im Norden (Eppan) war bis zum 19. Februar gesperrt. Baumwurf hat es arg in Mittleidenschaft gezogen. Den Märzenbechern – auch große Schneeglöckchen genannt – hat das nichts ausgemacht. Die grünweiße Blütenpracht erfreut nicht nur uns. Zahlreiche Spaziergänger sind unterwegs.

Großes Schneeglöckchen säumen den Spazierweg durch das Frühlingstal

Wir marschieren den schmalen Wandersteig am Blütenmeer den Angelbaches hinauf. Natürlich jeder mit einem Fotocatcher bewaffnet. Jeder? Nein nicht jeder. Ein Unbeugsamer leistet erbitterten Widerstand. Die beste Mami von allen greift keinen Fotoapparat an.

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Über den Geoweg Tramin nach Söll zum Altenburger Panoramaweg

Der Traminer Geoweg beginnt beim Hotel Winzerhof. Ein Schotterweg führt zwischen dem Höllentalbach und Weinbergen bis zur großen Schutzmauer, die eine Bachkatastrophe wie im Jahre 1986 verhindern soll.

Infotafeln veranschaulichen die Naturkatastrophe von damals, geben aber auch ein informelles Panorama über die Gesteinsschichten und Fossilienfunde rund um den Bach mit dem höllischen Namen und seiner Umgebung.

Der Heilige Nepomuk grüßt von einem Bildstock, der auf einem Haus großem Felsblock aus Kalktuff steht. Den Bildstock haben Bauern aufgestellt, aus Dankbarkeit, dass der Felsen den Weinberg verschont hat.

Weiter oberen können wir uns auf einer halbrunden Sitzbank ausruhen. 5 Gittersäulen, gefüllt mit unterschiedlichen Bruch-Steinarten, veranschaulichen die in der Umgebung vorkommenden Gesteine.

Ab der Wildbachschutzmauer verlassen wir den Höllentalbach und wandern über den Wanderweg 10A bis unter den Psennerhof hinauf. Nun leitet der Geoweg den geologisch interessierten Wanderer über den Steig Nr. 4 hinauf zur Zogglerwiese um dann auf dem Forstweg 4A zurück zur Forststange (Parkplatz vorhanden) zu führen. Wir lassen dieses Stück heute aus und marschieren den Wanderweg 10A geradeaus weiter. Das beraubt den Geoweg um zwei Kilometer.

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Von Leifers hinauf auf die Gampnerknott

Dienstag, das heißt Annas Schwimmkurstag. Ich bin heute führ den Fahrdienst nach Leifers eingeteilt.

Das Kreuz auf dem Gampenknott über Leifers

Anna, ist bereits beim Tauchen. Eine Dreiviertelstunde warten oder doch lieber ein wenig die Beine vertreten? Das markante Kreuz vis-à-vis der Kapelle Peterköfele muss doch irgendwie zu Fuß zu erreichen sein? Ich riskiere es. Schlimmstenfalls – wenn es sich zeitlich nicht ausgeht – muss ich umkehren. Über die Weißensteiner Straße schreite ich zügig bis zum Wanderschild „Deutschnofen“ hinauf. Ich folge dem Schild nach links und komme so auf einen Wandersteig. Sendemasten der RAS stehen rechts des Pfades. Nicht schön anzusehen, aber wer mobil kommunizieren will, der weiß, irgendwo müssen sie stehen, diese technischen Dinger.

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Heidekraut Idylle am Altenburger Berg

Von den Parkplätzen, in der Mühlgasse, vor dem Mandlhof, nach Söll, sind wir schon oft gewandert. Leider gibt es kein offizieller Wanderweg der hinter dem Schloss Rechtenthal hinauf zu den „Drei Häuern“ und weiter am privaten Maratscher Hof nach Söll führt. Wer also zu Fuß nach Söll will, der sollte über den Naturlehrpfad Tramin hinauf zum Plattenhof, dann weiter zur St. Mauritius Kirche und weiter zur Feuerwehrhalle Söll wandern.

Zwischen zwei Felsen geht es vom Römerweg direkt hinauf auf den Panoramaweg Altenburg.Panoramaweg Altenburg

Von hier startet der sogenannte „Römerweg“, ein Wandersteig, der nach Altenburg führt. Auch diesen Wandersteig beschreiten wir nicht zum ersten Mal. Aber heute wagen wir es, trotz des lautstarken Protestes von Anna, dem etwas schwindlig aufgestellten Wegweiser Altenburg mit dem Zusatz „steil“ zu folgen. Er führt uns links vom uns bekannten Römerweg abzweigend, steil und aufgrund des trockenen Laubes, auch etwas rutschig den Berg hinauf. Der Steig ist nicht ausgetreten, wir haben Mühe ihn auszumachen.

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Nach Castelfeder zur Fruchtbarkeitsrutsche

Ein Spaziergang, nicht weit entfernt, kurz und sonnig – da kommt man als Traminer schnell auf Castelfeder.

Der mediterran anmutende Porphyrhügel zwischen Auer, Neumarkt und Montan ist schon seit sehr sehr langer Zeit ein magischer Anziehungspunkt für Menschen. Auf Castelfeder wurden nicht nur mittelalterliche und antike, sondern sogar prähistorische Siedlungsspuren gefunden.

Castelfeder, Etsch, Ringmauer

Heute ist der mit kargen Trockenwiesen und urigen Eichen überzogene Hügel ein sogenannter „Kraftort“.

Wir, dieWanderer, verstehen nicht viel von Erdstrahlung und Esoterik, können Castelfeder aber dennoch mit ruhigem Gewissen, als einen erbauenden, erholsamen, Ruhe ausstrahlenden Ort empfehlen und ihm darum gut und gerne das Prädikat „Kraftort“ zugestehen.

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