Archiv der Kategorie: 0er

Von Matschatsch zu den Eppaner Eislöcher

Wieder ein Wetterbericht der nichts Gutes – ok ist Ansichtssache – verspricht. Wieder ist eine Wanderrunde gefragt, die keiner langen Anreise bedarf.

Eislöcher, Eislöcher!“, jauchzt Anna.
Ich entgegne: „Jo, obr zem worsch jo schun amol.“
Anna: „Isch gleich, i bsin mi eh nimmer!“

Ok, dann Eislöcher. Um die Wanderung zum einmaligen Naturspektakel ein wenig von der letzten Eislöcher-Wanderung abzuändern, fahren wir über die Kalterer Höhe nach Matschatsch und parken am Parkplatz vor dem gleichnamigen Schloss.

Nach der Rastenbachklamm-Wanderung sind wir auf den Geschmack gekommen ab und zu mal eine Wanderung von oben ausgehend zu beginnen.

So wandern wir von Matschatsch ausgehend den Edith-Stein-Weg entlang bis zur Jagerwies, einer Wiese, welche von mächtigen Buchen umrahmt ist. Die prächtigsten Exemplare tragen ein Schild „Naturdenkmal“.

Naturdenkmale Buchen

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Friedensweg

Weil wir vorige Woche, beim Wandern durch die Rastenbachklamm, das obere Stück ausgelassen haben, wollen wir heute nochmals hin und es nachholen, in Kombination mit einer Wanderung über den Kalterer Friedensweg.

Von Altenburg geht es zuerst hinaus auf die Panoramaaussicht auf Kalterer See, St. Peter Kirchenruine und Kaltern, über die Hängebrücke hinüber Richtung Kirchenruine (Punkt Liebe) und dann tief hinunter in die Rastenbachklamm (Punkt Mut) zum Altenburger Bach.

Der obere Teil der Rastenbachklamm ist zugleich der Abschnitt „Mut“ des Friedensweges

So können wir nun, nach links abzweigend, das obere Stück Rastenbach-Wanderung nachholen. Dieses ist gleichzeitig der Kalterer Friedensweg, den wir nun in umgekehrter Richtung erwandern. Umgekehrt in der Reihenfolge seiner sieben Besinnungspunkte: Maß, Klugheit, Gerechtigkeit, Glaube, Hoffnung, Mut und Liebe.

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Von Söll nach St. Josef am See und durch die Rastenbachklamm nach Altenburg

Von Söll über den Naturlehrpfad und Kalterer Seeweg hinunter bis zum Kirchlein St. Josef am See, dann durch den Weiler St. Josef am See, vorbei am Keller-Labyrinth des Weingut Dominikus hinauf bis zum Beginn des Steiges Rastenbachklamm (erkennbar an einer großen Infotafel „Die Rastenbachklamm“).

Die große Infotafel „Die Rastenbachklamm“ markiert den Beginn des Wandersteiges Rastenbachklamm

Obwohl der Wetterbericht durchwachsenes Wetter angesagt hat, stehen wir nun vor der Infotafel unter einem sonnendurchfluteten Blätterdach. Perfekt!

Den Rastenbach Steig kennen wir zur Genüge. Trotzdem macht es immer wieder Spaß ihn zügig hinauf zu wandern; in Erwartung der ersten Treppe. Denn dort beginnt der coole Teil, die eigentliche Klammwanderung.

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Das Akrostichon und der Traminer „Gewürztraminer Weg“

Ein Akrostichon ist ein antikes Schreibspiel, bei dem die Buchstaben eines Wortes untereinander geschrieben werden. Zu den Buchstaben werden Sätze oder Wörter geschrieben, sodass ein Gedicht oder ein Text, der Sinn macht, entsteht. Liest man den Text, dann ergeben die Anfänge – hintereinander gelesen – ein Wort oder sogar einen Satz.

Was hat das mit dem Gewürztraminer Weg zu tun hat?

Suchen, finden und lesen ist hier am Gewürztraminerweg angesagt.

Genauso ein Akrostichon findet man entlang des Traminer Wein-Themenweges. Die Anfangsbuchstaben der Stationen ergeben ein Wort. Welches ist sehr schwer zu erraten! Man muss schon beim Spazieren durch die Weinberge höllisch gut aufpassen keine einzige Station des Gewürztraminer Weinweges zu übersehen, sonst wird es schwierig das Wort am Ende zusammensetzen zu können.

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Garda by Bike zu Fuß

Garda by Bike, denn beeindruckenden Radweg zu Fuß erkunden. Geht das? Darf man das? Es geht um die Wir sprechen hier von der besonders beeindruckenden 2 km langen Teilstrecke zwischen Capo Reamol von Limone sul Garda Richtung Norden.

Der Fuß- und Radweg Garda by Bike führt teilweise über dem Gardasee entlang

Ja das geht und ja das darf man. Wir sind gerade darauf unterwegs, und zwar auf Schusters Rappen. Ein blaues rundes Verkehrsschild auf dem nicht nur ein Fahrrad, sondern auch ein Fußgänger -wohlgemerkt untereinander – abgebildet sind hat uns bestätigt, dass der als Radweg angepriesene Garda by Bike Weg ein gemeinsamer Rad- und Fußgängerweg ist. Da Fußgänger und Fahrrad untereinander und nicht nebeneinander auf dem Schild abgebildet sind, dürfen darauf Radler und Fußgänger durcheinander – also gemeinsam – unterwegs sein.

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Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches

Der Wildbach „Höllentalbach“ fließt direkt an unserem Haus vorbei. Nach der Höllentalbach-Katastrophe im Jahre 1986 hat die Wildbachverbauung, den höllischen Bach gezähmt und in seine Schranken verwiesen. Wild und urig ist er jetzt nur noch oberhalb des Zogglerweges. Dort spaltet er sich in drei Arme, den Weissbach, den Schmidbach und den Höllentalbach. Genau da oben, wo die Traminer Welt noch ursprünglich ist, soll es einen Wasserfall geben.

Seit kurzem haben einige Traminer, vom Taurisweg ausgehend, der rechten Flanke der Bachschlucht einen begehbaren Steig abgerungen. Der Pfad ist noch nicht markiert. Wir sind trotzdem guten Mutes, dass wir den Zugang zum Wasserfall des Gebirgsbaches finden werden.

Durch das Rappental mit Blick auf den Mendelkamm. Der markante Schwarze Kopf und der unscheinbare Roen unsere beiden Hausberge, blicken uns entgegen.

So marschieren wir flotten Schrittes das Rappental hinauf bis zur Zoggler-Forststange und dann über den Taurisweg weiter Richtung Roen.

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Rundwanderung mit Lago di Lamar und Lago Santo

Im Valle dei Laghi zwischen der Paganella und dem Etschtal liegen zwei Seen, die einstmals ein einziger See waren. Durch einen Erdrutsch getrennt, sind die heutigen Seen Lago di Lamar und Lago Santo entstanden. Der nördliche Lago di Lamar ist besonders abwechslungsreich. Glasklares Wasser, von Wald, teils von einem Gras grasbewachsenen Badestrand und teils von einer Felsklippe, von der Wagemutige in Wasser tauchen, umgeben. Der Lago Santo hingegen ist etwa einfacher gestrickt. Er ist von einer gleichmäßigen, mit Schilf bewachsenen, Uferzone umgeben, die ab und an den naturbelassenen Zugang zum See ermöglicht.

Das Ziel, die beiden Seen Laghi di Lamar (Lago di Lamar & Lago Santo)

Obwohl Anna ihre Badehose eingepackt hat, wollen wir nicht zum Schwimmen hin, sondern zum Wandern. Wir fahren nach Monte Terlago, parken am Nordrand des Bergdorfes, am Ende der Strada della Paganella (circa 750 m ü. d. M.).

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Regenspaziergang zu einem nicht alltäglichen Ausblickspunkt auf Tramin und zurück durch den Bikepark

„I will zur Fohn aui. Wenn gean mir aui zur Fohn?“ Von unserem Fenster sehen wir jeden Tag, oberhalb des Kastelazweges, mitten im steilen Bannwald, zwei Tiroler Fahnen wehen. Die untere steht auf einem rot-weiß bemalten, etwas vorstehenden, Felsblock. Genau da will Anna heute hinauf.

Es nieselt. Aber nur ganz leicht, so leicht, dass die Fotoapparate es aushalten. Über den Kastelaz Kreuzgang, vorbei an Glockenblumen, dann weiter entlang des Kastelazweges geht es bis hinter dem ersten Strommasten zu einer weiten Kurve. Hier hat Armin mit seinem Team erst kürzlich die MTB-Wippe, an die Anna nie ohne zwei-dreimal drüber zu laufen, vorbeikommt, erneuert. Wenige Meter nach dieser Mountainbike-Technik Attraktion biegt rechts, rückwärts nach oben, ein Forstweg ab, der nirgends hinführt, einfach irgendwann aufhört. Da müssen wir rauf.

Tiroler Fahne inmitten vom steilen Bannwald auf dem Felsblock „Roatwandlerknot“

Das Laubdach bietet Schutz vor dem Nieselregen. Eine 180 Grad Kurve und wir marschieren genau von unserem Ziel, der Fahne, weg. Ich bin mir unsicher ob ich den Weg richtig im Kopf habe. Ich erinnere mich nur noch, dass das letzte Stück hinauf zur Fahne ein Steig war.

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Wunderschöne Bilder vor der Haustür – über Söll ins Höllental

Bei schönen Südtirol Bildern denkt man sofort an die Wander-Hotspots à la Drei Zinnen, Pragser Wildsee oder Geisler Spitzen. Ich muss zugeben, dass ich selbst oft nur diese Bilder im Kopf hatte. Das war aber vor Corona. In der schwierigen Zeit habe ich eines gelernt: das Nahe, das vor der Haustür Befindliche ist – sofern man ihm genug Aufmerksam schenkt – genau so schön und fotogen! Zugegeben, markante Bergspitzen und idyllische Bergseen strahlen eine magische Anziehungskraft auf Foto-Jäger aus, doch schaut man genau hin und schaut man öfters hin, dann erschließen sich auch an alltäglichen Orten wunderschöne Bilder.

Blick über die Weinberge nach Söll. Im Hintergrund die Leuchtenburg über dem Kalterer See.

So auch in unseren Heimatdorf. Die gepflegte Weinberg-Kulturlandschaft gepaart mit dem wilden Höllental reizt. Hatte ich noch vor diesem März fast keine Bilder des Traminer Höllentals in meinem Fotoarchiv, hat sich das nun explosionsartig geändert. Der täglichen Mittagsrunde sei Dank. Wir absolvieren diese Mittagstour immer exakt gleich: 6er Steig – Zogglerwiese, Zogglerstange und zurück durch das Rappental. Die beste Ehefrau von allen – eine andere habe ich nicht – will das genau so! Jeden Tag, der gleiche Weg, ja keine Variante!

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Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf

„Bad Klapf“ – das beliebte Freizeitziel, der Traminer aus Vorkriegstagen, ist heute unser Wanderziel. Mittlerweile ist der „Klopf“ – wie wir Traminer ihn nennen – zwar nur noch ein Platz, auf dem eine private  Holzhütte steht (keine Einkehrmöglichkeit!) und ist darum für Ottonormalwanderer als Wanderziel nicht sonderlich interessant, aber für mich als Abkömmling vom Gummererhof, der als Kind fast jeden Sonntag vom Bergbauernhof des Nens bis zum „Klopf“ hinein spazieren durfte/musste, ist er ein Ort, der Erinnerungen.

Blick entang des Höllentals hinunter nach Tramin

Wir marschieren zuerst entlang des Höllentalbaches den Geoweg hinauf bis zu den Höfen der Familien Pernstich und Moser. Leider ist ein kurzer Teil gesperrt. Eine Murre hat den Wanderweg verlegt. Wir behelfen uns mit etwas Klettergeschick. Wer nachwandern möchte, der muss entlang der Asphaltstraße, hinter dem Schloss Rechtenthal zu den „Drei Häusern“ und dann weiter zu besagten Höfen herauf. Das ist nur ein klein wenig weiter, dafür bedeutend sonniger und auch aussichtsreicher.

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