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Herbstwanderung von Moritzing nach Glaning

Wandern im Herbst das ist in Südtirol, entlang der Südtiroler Weinstraße, besonders eindrucksvoll. Die goldenen Farben der Weinberge tragen maßgeblich dazu bei. Und die im Vergleich zum restlichen Südtirol warmen Temperaturen machen eine Herbstwanderung im Süden Südtirols sehr angenehm.

Wir nehmen uns heute Bozen, die Hauptstadt unseres Landes vor, indem wir von Moritzing – einer kleinen Fraktion unweit des Bozner Krankenhauses – nach Glaning hinauf wandern und dann über die Guntschnapromenade nach Gries hinunter marschieren werden.

Moritzing ist klein, Parkplätze sind Mangelware. Wir könnten die kostenpflichtigen Parkplätze des Krankenhauses nutzen, haben aber Glück und finden am Beginn der geplanten Wandertour, neben den Weinbergen ein Plätzchen.

Start in Moritzing

Weinberge beim Startpunkt in Moritzing

Die Moritzinger Reben leuchten golden, die Sonne scheint entgegen des durchwachsenen Wetterberichts durchgängig. Was will man mehr an einem Novembertag nach den schlimmsten Unwettern seit Jahren.

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Rundwanderung Glen-Gschnon-Kanzel-Mazon

Gschnon, das ist ein kleiner ruhiger Weiler, oberhalb von Montan, an der Südseite des Mühlentals. Eigentlich verwunderlich, dass wir noch nie wandertechnisch dort waren, sehen wir doch die kleinste Fraktion Montans jeden Morgen beim Frühstück Tag in unserem Küchenfenster. Vom Mandlhof aus gesehen, ist Gschnon tagsüber ein einsamer Wiesenfleck, mit vereinzelten Häusern im waldigen Nirgendwo und nachts ein Lichterklecks über dem Kirchturm der St. Jakob Kirche. Wir sind schon gespannt wie Gschnon vor Ort aussieht.

In Glen, oberhalb des Lexnhofes, gibt es einen Waldparkplatz. Von 620 m ü. d. M. geht es zuerst bis zum Trudner Bach hinein. Dieses Wanderwegstück wäre eigentlich recht flach, aber einer Wildwasserbachbaustelle versperrt den Weg, sodass wir über einen markierten Wandersteig die Stelle 10 min zuerst steil nach oben, dann wieder steil nach unten umwandern müssen.

Eine Holzbrücke bringt uns über den Trudner Bach und einige steile Stufen aus dem Bachbett empor. Anschließend wandern wir teilweise über einen alten Saumweg – sichtbar an der Natursteinpflasterung – stetig recht Schweiß treibend, durch Buchenwald empor. Nach einem Bildstock kommen wir bei drei markigen, bereits Herbst bunten Buchen vorbei. Der Wanderweg wird nun etwas gemütlicher.

Luftkurort Gschnon

Herbstwanderung auf dem alten Gschnonerweg

Sonnenstrahlen blitzen durch das Laubdach. Der Weiler Gschon ist erreicht. Verwundert blicken wir auf das kleine Plateau vor uns. Zuerst ein großer Weinberg in Herbstfarben, rechts der Blick hinunter ins Südtiroler Unterland auf den Kalterer See und auf unser Heimatdorf Tramin, vor uns ein malerisches Kirchlein mit Holzturm, das sich als ein Kapuziner Kloster entpuppt, wenige, aber sehr gepflegten Höfe und getrennt durch das tiefe Tal des Plentenbachs, der idyllisch Bauernhof Gstoager Hof.

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Eppaner Eislöcher

Das Milchfest auf der Fanealm, die Ritterspiele unter der Churburg – wir hatten uns die ganze Woche mit der Entscheidung gequält.  Dramatisch abgekühlt hat es und weil die Entscheidung immer noch nicht gefallen ist, bleiben wir im warmen Süden Südtirols. Und weil das vielleicht doch zu warm ist, geht es nach Eppan zu den Eislöchern.

Eislöcher Eppan – schauen und fühlen

Das Naturphänomen Eppaner Eislöcher erklärt sich über das physikalische Prinzip der Windröhre. Luft strömt durch ein Spaltensystem von Porphyrfelsen vom Bergsturz der Gand von oben nach unten, kühlt sich dabei ab und bleibt als kalte schwere Luft in der Mulde des Biotops Eislöcher liegen. So entsteht bei den sogenannten Eislöchern ein circa 5 m hoher Kaltluftsee. Da im Biotop zahlreiche lose Porphyrfelsblöcke herumliegen, die Höhlen und Löcher formen, findet man so manches Loch aus dem kalte Luft strömt. Oft ist in solchen Löchern zu ungewohnter Jahreszeit sogar Eis zu sehen. Darum der Name Eislöcher!

Da wollen wir heute hin!

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Percorsi d’Anaunia – Ruine San Pietro und Castel Thun

Von Vigo di Ton, im unteren Val di Non, soll der Weg Nr. 2 der „Percorsi d’Anaunia„, auch bekannt als „strada romana“, hinauf zur Burgruine S. Pietro gehen. Dieser Saumweg soll sich zum Weg Nr.4 der percorsi d’Anaunia verlängern lassen, sodass wir von Vigo di Ton über die Ruine San Pietro bis zum Castel Thun wandern können.

Start in Vigo di Ton

Kirche von Vigo di Ton

In Vigo di Ton (450 m ü. d. M.) schauen wir uns zuerst die Kirche an. So bekommen wir zumindest einen 10 min Eindruck vom Dorfkern von Ton (Ton=Thun auf Deutsch). Anschließend geht es den zuerst recht einfachen Wanderweg, entlang des Baches Rio Rinascico, Richtung Westen hinauf. Ein Schild „percorso d’Anaunia Nr. 2 – San Pietro“, das einen Themenweg vermuten lässt, bestärkt uns, auf den richtigen Weg zu sind.

Verwundert reiben wir uns die Augen. Ein großer aber aufgelassener Sportplatz. Komisch. Wird es hier im Nonstal an Sportbegeisterten fehlen oder schlägt schlicht und einfach die Veralterung der Bevölkerung unbarmherzig zu?

Der Rio Rinascico führt heute kein Wasser. Das ist schade, dem Wanderflair und auch der Temperatur wegen. Unter direkten Sonnenschein ist es heute zu heiß, Wasser würde gut tun. Zum Glück bietet der Wanderweg genug Schatten.

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Rund um die Montiggler Seen

Nur im Süden soll es laut Wetterprognose trocken bleiben. Schaut zwar nicht nach Schlechtwetter aus, die Sonne scheint, aber wir riskieren nichts und entscheiden uns im Süden Südtirols zu bleiben. Die Montiggler Seen bieten alles was so ein Sommer-Familienwandertag braucht: schattige Wanderwege, Zugang zum Wasser und natürlich auch Einkehrmöglichkeiten.

Heute ist ein besonderer Tag. Anna darf das erste Mal in ihrem Leben ein Eis essen! Fast nicht zum Glauben, aber das wurde heute tatsächlich von höchster Stelle genehmigt. Natürlich nur ein kleines Eis, aber immerhin!

Kirchturm, Montiggl

Wir starten im Dorf Montiggl. Die malerische spätgotische Kirche zu den Heiligen Drei Königen prägt das Dorf oder besser gesagt den Weiler, den mehr als eine Hand voll Häuser gibt es in Montiggl nicht.

Nach einem Schluck Wasser vom Brunnen hinter der Kirche spazieren wir entlang von Apfelbäumen hinüber zum Südufer des Großen Montiggler Sees.

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Vom Gummererhof zum Bad Klapf

Kurz, nicht weit zum Fahren und am besten ein breiter Forstweg zum gemütlichen Spazieren, das sind die Vorgaben von der besten Mami von allen. Ok, wie wäre es mit einem Spaziergang vom Gummererhof zum „Bad Klapf„? Ok.

Eine Bank unter einem Felsüberhang lädt zum Rasten ein.

Vom Berggasthaus Gummererhof wandern wir entlang einer Forststraße zum Höhenweg Kaltern – Tramin – Kurtatsch empor. Wir könnten zwei Mal links in den Steig, der zur Überetscher Hütte hinaufführt, einbiegen, bleiben aber auf dem Forstweg. Nach der gestrigen Bergtour zum Laugensee wollen wir heute, auf den Spuren meiner Kindertage, einen gemütlichen Familienspaziergang halten. Als Bub bin unzählige Male vom Gummererhof zum „Klopf„, so nennen wir Traminer das ehemalige „Bad Klapf“, gewandert. Damals war das ein schöner Steig, der den rechten Hang des Höllentalbaches, unterhalb der „Weißen Riesen“, gequert hat. Seit dem Ausbau der Traminer Hauptwasserquelle Bad Klapf hat man den Steig zu einer befahrbaren Forststraße ausgebaut. Das ist für den schönen Wandersteig, der aufgrund der klimatischen und geologischen Bedingungen ganz besonders war und auch meiner Kindheitserinnerungen sehr schade. Naja… Zumindest wachsen nun scheinbar entlang des Weges zahlreiche selten Blumen und Kräuterpflanzen wie z.B. diverse Orchideen. Das habe ich damals vor 4 Jahren bei dem Fußmarsche mit Tante Erika zum Bad Klapf   erfahren.

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Grauner Lochweg

Waldfest in Graun oberhalb von Kurtatsch: Blasmusik, Strauben und mittendrin ein Spielplatz mit zwei Rutschen. Da müssen wir hin! Voriges Jahr haben wir den Besuch des Grauner Festes mit einer Familienwanderung über den Zoggler Forstweg verknüpft, heuer sind die Kleinen schon groß, sie werden es sicherlich auch mit einer Wanderung über den Grauner Lochweg schaffen.

Kastelazweg

Vom Mandlhof geht es hinauf zum Kastelaz Weg und dann nur mäßig ansteigend den Forstweg Richtung Kurtatsch entlang. Wir sind sehr langsam unterwegs. Andauerndes Ratschen und immer wieder bei den Mountainbike-Geschicklichkeitstrainingsstationen stehen bleiben halten auf. Die Kinder wollen über jeden Baumstamm – auch wenn er für Bikes vorgesehen ist – drüber balancieren.

Bikepark Tramin

Ein Schild weist auf den Traminer Bikepark hin. Links könnte man mit dem Mountainbike in 3 verschiedenen Schwierigkeitsstufen (blau, rot, schwarz) hinunter durch Mountainbike-Technik-Parcours radeln, springen, balancieren…

Lochweg

Endspurrt Grauer Lochweg kurz vor der Engstelle mit dem Felsturm

Ich bin froh, dass ich den Wegweiser Lochweg vor mir sehe. Jetzt nimmt jeder ein Kind an die Hand und nun geht es endlich etwas zügiger voran.

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Castelronda Burg Boymont

Castelronda nennt sich die Veranstaltungen bei der man die 6 Burgen von Eppan eingepackt in ein buntes Rahmenprogramm erleben kann. Wir wollen uns heute auf eine einzige Burg konzentrieren und zwar auf die Burgruine Boymont,. Dort sollen „echte Ritter“ kampieren. Zumindest hat man uns das so gesagt und da Anna mitgelauscht hat, ist es nunmehr unmöglich nicht auf Schloss Boymont zu gehen.

Güterweg von Missian zur Burg Boymont

Von Missian wandern wir über einen Güterweg (Wanderweg Nr. 14) empor bis zum Burgenweg. Dann geht es gegen den Uhrzeiger, den Rundweg Burgenweg (Beschilderung Burg Boymont) entlang. Es ist heiß, sehr heiß. So sind wir froh den Schatten spendenden Wald zu erreichen. Steil spazieren 14 Füße die abenteuerliche Straße zur Burg Boymont hinauf.

Ritter auf der Burgruine Boymont

Burgfräuleins und Ritter

Bogen schießende Burgfräuleins, Schwert kämpfende Recken – unter der Wiese von Schloss Boymont geht es mittelalterlich zu. Der Anna und dem Hannes ist das Treiben nicht so ganz geheuer, sie wollen lieber Abstand halten.

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Spaziergang Kaltern-Eppan

Vom einstigen Bahnhof Kaltern, von der heutigen Kellereistraße, führt entlang der ehemaligen Überetscher Bahntrasse, ein Spazierweg nach Eppan. Der Promenadenweg „Promenade alter Bahndamm“ ist asphaltiert, aber natürlich für Autos gesperrt. Mehrere Kinderspielplätze machen den, parallel zum Lavasontal verlaufenden, Spazierweg vor allem für Familien interessant.

Promenade alter Bahndamm

Radweg und Promenade zwischen Kaltern und Eppan
Radweg und Promenade zwischen Kaltern und Eppan

Da die Promenade gleichzeitig als Radweg zwischen Kaltern und Eppan dient, sind wir genau richtig. Die Erwachsenen zu Fuß, die Kinder mit den Laufrädern. So ausgerüstet würden wir eigentlich recht flott vorankommen, wären da nicht die vielen Spielplätze. Dreijährige kommen an einer Rutsche unmöglich vorbei. So ist das nun mal. Andererseits kommen Erwachsenen an einem Kaffee, wie Christl im Loch, nicht vorbei. So gleicht sich das aus.

Kreithof

Interessante Architektur: der Kreithof

Der Spazier- und Radweg von Kaltern, wo noch eine alte Dampflock steht, bis nach Eppan zum Café Kreuzweg ist kurz. In Eppan angekommen biegen wir darum rechts ab und spazieren die Straße zum Kreithof hinauf. Für mich ist der Kreithof insofern ein besonderes Ziel, als dass er der erste Spazierweg war, den ich mit Anna im Babywagen gegangen bin. Dem Leser dieses Wanderblogs wird der Kreithof vielleicht aufgrund des Kriminalfilms „Kripo Bozen“ bekannt sein. Im Film wohnt da die Kommissarin Sonja Schwarz.

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Wanderung zur Ritterburg Haderburg

Sonnig, aber Gewitter anfällig. Die heutige Wetterprognose ist durchwachsen. Hm, wohin soll uns die heutige Sonntagswanderung führen? Wie wärs mit einer Ritterburg? „Zem, wo sie es Schweinl oi gworfn hobn?“ Beim Wort Burg schießt Anna sofort das Sauschloss in den Kopf. Kein Wunder, die Legende zur Namensgebung der Burg Greifenstein, musste die beste Mami von allen ihr jedes Mal erzählen, wenn sie bei einer Autofahrt eine Burg erblickte.

Nein, nicht zur Sauburg, wir werden zur Haderburg hinauf wandern; das ist ganz im Süden Südtirols bei der Salurner Klause.

Über die Weinstraße nach Kurtatsch, weiter nach Margreid und bis fast nach Eichholz, dann links über die Etsch hinüber nach Salurn. Die Anfahrt ist schnell erledigt.

Ein zwei Regentropfen erinnern uns Schirme einzupacken, doch richtig brauchen tun wir sie noch nicht.

vor dem Eingang der Haderburg

Der Einstieg zum Burgenweg befindet sich südlich von Salurn und ist mit entsprechenden Hinweisen gut markiert.  Wir wandern den Forststraßen breiten, nachts beleuchten, Burgenweg – auch Weg der Visionen genannt – im Schneckentempo empor. Mit einer Horde Kinder geht das nicht schneller. Der eine hat Durst, der andere will einen Stecken aufheben, dem nächsten drückt der Schuh – so ist das wenn zwei Familien mit Kinder wandern.

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