Archiv der Kategorie: bis 1.000 Höhenmeter

Von Tramin über Graun und dem Hirschbett nach Penon

„Anna, wilsch a Runde mitn Radl oder zu Fuaß mochn?“ Keine Antwort. Anna will beides nicht. Sie schaltet auf stumm. Anna kann stumm sein sehr lange durchhalten, länger als ihre Eltern Geduld aufbringen können. Darum entscheidet die beste Ehefrau von allen. Zu Fuß übers Grauner Loch nach Graun, hinunter über den Alten Grauner Weg, hinüber unter dem Klettergarten Morderplotta nach Hofstatt und über Hirschbett weiter nach Penon.

Gesagt getan? Nein so einfach ist das nicht. Zuerst müssen wir aus dem Jammertal heraus. Anna muss mit doppelter Elternpower aus dem Haus gezerrt und noch mühseliger, den steilen Aufstieg zum Kastelazweg, hinaufgezogen werden. Das ist nur mit einem Schraubstock-Klammergriff meinerseits und Ohrenklappen allerseits zu schaffen.

Grauner Lochweg

Erst oben auf dem Kastelazweg kann ich den Griff lockern, die Ohrenklappen können wir einige 100 m später öffnen. Dann ist die liebe Anna wiedergewonnen und es geht flotten Schrittes den Kastelatzweg bis zu seinem höchsten Punkt voran. Hier biegen wir rechts in den Grauner Lochweg hinauf.

Der Grauner Lochweg führt durch das Grauner Loch

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Latschander Waal-Schnalser Waal-Schloss Juval-Stabener Waalweg

Waalwege gibt es ist Südtirol viele. Einst als Instandhaltungspfade für die Waale (Bewässerungskanäle für landwirtschaftliche Kulturen), entstanden sind sie heute bei Wanderer und Spaziergänger sehr beliebt.

Apfelblüte am Waalweg

Die Apfelblüte ist im Süden Südtirols bereits ziemlich fortgeschritten, darum fahren wir in den Vinschgau nach Latsch hinauf. Bei der Talstation der Seilbahn St. Martin im Kofel parken wir.

Der Höhenmesser steht knapp über der 600er Marke. Die Apfelbäume stehen noch in Vollblüte. Herrlich!

Über den Latschander Waalweg

Wir überqueren die Etsch, dann am Kreisverkehr die Vinschger Straße und finden schnell den Einstieg zum Latschanderwaalweg. Die 10 m aufwärts bis zum Waal sind für Wanderer nicht der Rede wert, doch ich habe heute als Geburtstagskind, kurz vor dem Start noch ein „Geschenk“ mit auf dem Weg bekommen. Einen Hexenschuss! So bin ich froh, dass wir schnell den Waal und somit den flachen Verlauf des Waalweges erreichen. Richtung Osten, dem Wegweiser Nr. 3 „Kastelbell folgend, beginnt nun das Waal-Abenteuer. Wir sind in Fließrichtung des Wassers unterwegs. Das ruhige leise Wasserrinnsal zu unserer Linken und die rechts 30 m unter uns durchs Vinschgau fließende Etsch begleiten uns.

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Rad fahren und wandern – eine Osterrunde von Tramin über Kurtatsch nach Penon

Rad fahren und wandern gleichzeitig, geht das? Simultan ist es etwas schwierig, aber hintereinander, das geht!

Kastelazweg

So fahren wir über den jetzt im Frühling herrlich blühenden, mit frischen Trieben durchleuchteten, Kastelazweg von Tramin nach Kurtatsch. Vorbei an einem Trickwasser-Brunnen, an aufgestocktem Meterholz, einem Steinmann und ab und zu einen Rückwärtsblick auf das Weindorf Tramin erhaschend, sind wir schnell, fast zu schnell, in Kurtatsch.

Unterwegs auf dem Kastelazweg mit dem Fahrrad

Auf dem Parkplatz bei der Grundschule tauschen wir den Drahtesel mit Schusters Rappen, wir ketten das Fahrrad am Parkplatz an und wandern nun zu Fuß über den Hauptmann Schweiggl Platz, dann die Endergasse und Angela-Nikoletti-Straße bis zum Beginn des Kurtatscher Weinlehrpfades hinunter.

Weinlehrpfad Kurtatsch

Dieser Weinberg Themenweg, der erste seiner Art in Südtirol, führt uns mitten durch die hügelige Reblandschaft der Kurtatscher. Obwohl Anna nicht zum ersten Mal hier ist, schafft sie es dennoch an keiner einzigen Amphore vorbei zu gehen, ohne den Stöpsel ziehen zu müssen und am ausströmenden Weinduft schnuppern zu wollen. Das Wein-Bukett-Ratespiel macht ihr immer noch richtig Spaß, auch wenn sie mittlerweile einen kleineren Teil der Aromen schon vor dem Schnuppern auswendig weiß. Oder hofft sie insgeheim, dass aus einer der zahlreichen Amphoren eine Osterüberraschung springen wird? Es ist Ostersonntag, wer weiß… Ich selbst bin zwar öfters als Anna hier am Themenweg gewesen, aber auswendig weiß ich immer noch bei keiner einzigen Station, welche Duftnote sie eingeschlossen hält. Darum ist auch für mich, das Riechen an den Stöpseln der Amphoren, immer noch reizend.

Die tonernen Amphoren am Weinlehrpfad Kurtatsch

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Von Tramin über den Zoggler zum Gummererhof

Wir beginnen die Rundwanderung am Rathausplatz in Tramin. Zwischen dem Cafe „sˋPlatzl“ und dem Eingang zu Weinbar des Weinguts J. Hofstätter zeigt ein hölzerner Wegweiser den Kirchensteig an. Dieser bring uns zwischen zwei Mauern, am B&B Gartenheim vorbei bis vor den Ansitz Überbacherhof. Hier biegen wir scharf nach rechts ab und dürfen nun über den Kirchensteig mitten durch Weinberge zum St. Jakob Hügel aufsteigen. Der Steig gewinnt schnell an Höhe, sodass das Weindorf Tramin bald in der Totalen erfasst werden kann.

Der steile Kirchensteig führt, vorbei an einem Herrgott, hinauf auf die Schneckenthalerstraße
Der steile Kirchensteig führt, vorbei an einem Herrgott, hinauf auf die Schneckenthalerstraße

Bei einer Bank mündet der Kirchensteig in der Schneckenthaler Straße. Wir folgen ihr nach rechts. Hinter dem Zedernhof bei der Frühstückspension Panorama gabelt sich die Straße. Wir halten uns rechts, denn wir wollen zum St. Jakob Kirchlein hinüber. Das ist mit einem Abstecher von nur 100 m schnell erreicht. Im Inneren des Kirchleins begeistern einmalige Fresken den Kultur interessierte, von außen hat der Landschaftsbegeisterte einen traumhaften Weitblick über Tramin, der vom Kalterer See im Norden bis zur Rungg im Süden reicht.

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Tramin-Rastenbach Runde

Die Rastenbachklamm, die den Rastenbach von Altenburg hinunter zum Kalterer See geleitet, liegt in unserem zu Fuß Aktionsradius. Einen schöneren Tue-ich-für-meine-Gesundheit-Spaziergang könnte es nicht geben. Super!

So marschieren wir flotten Schrittes durch die Weinberge hinauf nach Söll. Dieses Wegstück führt durch Privatgelände, darum führe ich in der Karte unten den GPS-Track über den oberen Teil des öffentlichen ausgeschilderten Naturerlebnisweg hinauf nach Söll. Damit wird die Tramin-Rastenbachrunde nur wenige 100 m länger.

Bildstöckl entlang des betonierten Weges zwischen Söll und Altenburg

Von Söll könnten wir über Römerweg nach Altenburg hinauf, doch heute entscheiden wir uns für Asphalt bzw. Beton. Vorbei an einem mit Eiszapfen behangenen tropfenden Felsen geht es hinauf auf die Altenburger Straße und dann gemütlich, Sonnen beschienen, hinüber zum St. Vigil Kirchlein und hinaus auf die Kalterer See Aussicht.

Mit viel Schwung über die Altenburger Hängebrücke
Mit viel Schwung über die Altenburger Hängebrücke

Nun dürfen wir über die imposante, schwingende Hängebrücke, über die jedes Kind zweimal laufen will und dann über steile Treppen in die Welt der Rastenbachklamm hinuntersteigen. Nachts war es eisig kalt. Die Rastenbachklamm strotzt von Naturgewalten, Eis überzieht Äste und Steine am Wasserlauf. Am schattigen Wasserfall ist das besonders beeindruckend. Ich möchte mich fotografisch länger aufhalten, doch meine beiden Frauen wollen weiter. So bleibt mir nichts anderes übrig als ihnen zu folgen und mir vorzunehmen in ein zwei Tagen – es soll noch zwei Tage kalt bleiben – allein mit viel Zeit im Gepäck nochmals vorbei zu schauen.

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Panoramawanderung Aschbach-Naturnser Alm-Vigiljoch

Von Aschbach hinauf auf die Naturnser Alm, über die Naturnser Böden, hinunter zum Vigiljoch und zurück nach Aschbach, zu dieser aussichtsreichen Rundwanderung nehmen wir dich heute mit.

Eine Seilbahn führt Wanderer von Rabland, Gemeinde Partschins, von 522 m ü. d. M. auf 1.349 m ü. d. M. hinauf nach Aschbach, das zur Gemeinde Gemeinde Algund gehört.

Wir benutzen die gewundene Bergstraße und fahren zur Geländeterrasse am Nördersberg die zahlreichen Kurven hinauf.

Start in Aschbach

Auf den Südhang des Sonnenberg fallen bereits die ersten Sonnenstrahlen. Das aus wenigen Häusern bestehende Dörfchen Aschbach hat noch den Schattenmantel übergezogen. Wir starten oberhalb des Dorfkerns den Wanderwegweisern Naturnser Alm (Nr. 28) folgend.

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Weinlehrpfade Tramin und Kurtatsch

Zwei Weindörfer, zwei Weinlehrpfade eine Wanderung. Geht das? Natürlich und sogar als Rundwanderung, wo man in die Themenwege einsteigt ist somit egal.

Wir starten in Tramin, am Dorfplatz und marschieren, durch das malerische Ortsviertel Betlehem, die Schneckenthaler Straße hinauf. In einer engen Rechtskurve ist das Schild Gewürztraminerweg nicht zu übersehen. Mächtig, groß, fast brachial hängt es an einer Steinmauer unter Pergeln nachempfundenen Eisentraversen.

Blick auf Tramin
Blick auf Tramin

Der Traminer Gewürztraminerweg

Ein mit Natursteinen gepflasterter Feldweg führt uns links von der Schneckenthaler Straße abzweigend hinauf in die Weinberge hinauf. Der Themenweg ist nicht nur gut beschildert, er lieferten mit einem Akrostichon entlang des Weges visuelle Hingucker, die über den aromatischen Weißwein informieren.

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Törggelewanderung auf dem Keschtnweg von Klausen nach Feldthurns

Die aufgehende Sonne wirft ein Glitzern über das Wasser des Eisacks. Hoch über uns schaut vom „Heiligen Berg“ unser erstes Wanderziel, der Wallfahrtsort Kloster Säben zu uns herunter. Doch zuerst wollen wir ins Zentrum des Künstlerstädtchens Klausen hinein. Obwohl wir auf dem großen Parkplatz (Tagessatz 4 €) am Nordende des Städtchens geparkt haben und schnurstracks am rechten Ufer des Flusses in die Stadtmitte marschieren könnten, wechseln wir über die St. Kassian Brücke zum linken Ufer, schreiten über die Bahnhofstraße bis zur St. Andreas Brücke hinunter um dann wiederum auf die rechte Seite des Flusses zu wechseln. So erhaschen wir einen perspektivisch idealeren Blick auf die Hauptattraktion des Städtchens, das auf dem Felshügel über der Stadt thronende Kloster Säben, aber auch auf seine Pfarrkirche und die Burg Branzoll.

Kloster Säben

Das Städtchen Klausen

Jetzt stehen wir auf dem Hauptplatz, biegen links ab und schreiten durch die Unterstadt Gasse hinunter zum Tinneplatz, wo Bauern ihre Produkte anbieten. Obst, Gemüse, Fruchtaufstriche, Honig, Käse, Speck werden mit freundlichem Ansprechen an die Frau oder den Mann gebracht. Keine kommerziellen aufdringliche Marktschreier, nur einfache bodenständige Bauern. Das ist der Charme von Südtirol!

Wir steuern auf das Stadtcafè zu. Ein Tischchen in der Sonne, mit Blick auf den Bauernmarkt, ein Espresso, ein Cappuccino und zwei Croissants. Zu einer echten Genusstour gehört für uns Südtiroler ein italienisches Frühstück einfach dazu.

Ein Croissant und ein Espresso – ein kleines Frühstück

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A beautiful day around the lake – der etwas anderer Kalterer See Rundweg

Dem Kalterer See Rundweg wirft man vor, er sei kein Seerundwanderweg, man könne nicht direkt am Wasserufer entlangwandern und man müsse allzuoft entlang von Straßen laufen. Das stimmt. Doch der Kalterer See ist ein ganz besonderer See, denn er offenbart seine idyllisch-ruhige Seele erst, wenn wir einen Schritt zurücktreten. Lass dich von uns mitnehmen zur Rundreise „mit dem Schritt zurück“, rund um den wärmsten Badesee der Alpen.

Wir haben vor die Standard-Seerunde zu einer etwas längeren Naturrundwanderung auszudehnen und dabei den See immer wieder ins Zentrum unseres Blickes zu rücken.

Auf dem Kalterer Seerundweg

Das Biotop am Südufer ist unser Ausgangspunkt. Wir parken am schnurgeraden, für den Verkehr gesperrten, Kuchlweg. Ein beliebter Weg bei Familien die mit Kinderwägen und Laufräder unterwegs sind.

Der Steg des Kalterer Seerundweges

Aus dem Laufradalter ist Anna schon draußen. Darum biegen wir kurz nach der Brücke des „Großen Kalterer Grabes“ links in einen Steg ein. Der führt uns mitten in das sumpfige, Natur belassene Biotop. Dieser erste Steg ist eine bogenförmige Verlängerung des Rundweges, führt aber bald wieder auf den Kuchlweg hinaus, sodass der Seerundwanderer die Vogelwarte, von der er einen erhöhten Ausblick auf das Naturherz des Sees erhält, nicht verpasst. 400 m entlang des Kuchlweges, dann überlassen wir erneut den stark bevölkerten Weg den Spaziergänger, Radfahrer und Familien mit ihren Kinderwägen und biegen zum zweiten Mal in einen Steg ein.

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Drei Seen Wanderung Lago Moregna, Lago Brutto, Lago delle Trute (Lagorai)

Predazzo liegt hinter, die Berge der Lagorai vor uns. Wir fahren eine enge Bergstraße bis zur Alm Malga Valmaggiore (1.620 m) hinauf. Nur mit Glück erhaschen wir ein Plätzchen für unser Auto. Die Alm ist zwar weitläufig, aber die Wiesen sind mit Weidezaun umspannt und das Parkplatzareal ist rappelvoll.

Vielleicht sollten wir nächstes Mal etwas früher starten. Jetzt da wir ein Schulmädchen haben, dass seine Bettdecke bereits um 6.30 Uhr abstreift, würde das machbar sein. Aber die beste Ehefrau von allen tut sich schwer Angewohnheiten zu ändern. Sie will – trotz Sonntag, trotz Frühaufstehernachwuchs – bis 9.30 Uhr arbeiten. Darum sind wir wie immer in diesem Jahr spät, für Wanderer sehr spät, am Startpunkt.

Der Startpunkt die Alm Malga Valmaggiore

Die Sonne strahlt, Kühe glotzen uns neugierig an, die Almhütte Valmaggiore lädt zur Einkehr, ein malerisches Plätzchen – wären da nicht die zahlreichen toten Fichtenstämme, die kreuz und quer umherliegend an den Jahrhundertsturm von 2018 erinnern würden.

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