Archiv der Kategorie: Etschtal

Von Leifers hinauf auf die Gampnerknott

Dienstag, das heißt Annas Schwimmkurstag. Ich bin heute führ den Fahrdienst nach Leifers eingeteilt.

Das Kreuz auf dem Gampenknott über Leifers

Anna, ist bereits beim Tauchen. Eine Dreiviertelstunde warten oder doch lieber ein wenig die Beine vertreten? Das markante Kreuz vis-à-vis der Kapelle Peterköfele muss doch irgendwie zu Fuß zu erreichen sein? Ich riskiere es. Schlimmstenfalls – wenn es sich zeitlich nicht ausgeht – muss ich umkehren. Über die Weißensteiner Straße schreite ich zügig bis zum Wanderschild „Deutschnofen“ hinauf. Ich folge dem Schild nach links und komme so auf einen Wandersteig. Sendemasten der RAS stehen rechts des Pfades. Nicht schön anzusehen, aber wer mobil kommunizieren will, der weiß, irgendwo müssen sie stehen, diese technischen Dinger.

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Heidekraut Idylle am Altenburger Berg

Von den Parkplätzen, in der Mühlgasse, vor dem Mandlhof, nach Söll, sind wir schon oft gewandert. Leider gibt es kein offizieller Wanderweg der hinter dem Schloss Rechtenthal hinauf zu den „Drei Häuern“ und weiter am privaten Maratscher Hof nach Söll führt. Wer also zu Fuß nach Söll will, der sollte über den Naturlehrpfad Tramin hinauf zum Plattenhof, dann weiter zur St. Mauritius Kirche und weiter zur Feuerwehrhalle Söll wandern.

Zwischen zwei Felsen geht es vom Römerweg direkt hinauf auf den Panoramaweg Altenburg.Panoramaweg Altenburg

Von hier startet der sogenannte „Römerweg“, ein Wandersteig, der nach Altenburg führt. Auch diesen Wandersteig beschreiten wir nicht zum ersten Mal. Aber heute wagen wir es, trotz des lautstarken Protestes von Anna, dem etwas schwindlig aufgestellten Wegweiser Altenburg mit dem Zusatz „steil“ zu folgen. Er führt uns links vom uns bekannten Römerweg abzweigend, steil und aufgrund des trockenen Laubes, auch etwas rutschig den Berg hinauf. Der Steig ist nicht ausgetreten, wir haben Mühe ihn auszumachen.

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Nach Castelfeder zur Fruchtbarkeitsrutsche

Ein Spaziergang, nicht weit entfernt, kurz und sonnig – da kommt man als Traminer schnell auf Castelfeder.

Der mediterran anmutende Porphyrhügel zwischen Auer, Neumarkt und Montan ist schon seit sehr sehr langer Zeit ein magischer Anziehungspunkt für Menschen. Auf Castelfeder wurden nicht nur mittelalterliche und antike, sondern sogar prähistorische Siedlungsspuren gefunden.

Castelfeder, Etsch, Ringmauer

Heute ist der mit kargen Trockenwiesen und urigen Eichen überzogene Hügel ein sogenannter „Kraftort“.

Wir, dieWanderer, verstehen nicht viel von Erdstrahlung und Esoterik, können Castelfeder aber dennoch mit ruhigem Gewissen, als einen erbauenden, erholsamen, Ruhe ausstrahlenden Ort empfehlen und ihm darum gut und gerne das Prädikat „Kraftort“ zugestehen.

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Die Bozener Promenaden und der Weihnachtsmarkt

Wer von der Talstation der Jenesien Seilbahn oder vom Eingang des Sarntals zu Fuß hinein in die Altstadt von Bozen will, der kann über die Talferpromenade oder über die etwas längere Variante, die aussichtsreiche Oswaldpromenade, gehen.

Die beste Mami von allen und ich entscheiden uns für die längere Variante, verheimlichen das aber Anna. Geplant ist den Christkindlmarkt in Bozen zu besuchen, Anna hätte sicherlich für den kürzeren Weg plädiert.

Oswaldpromenade

So spazieren wir auf der Oswaldpromenade vom Stadtteil St. Anton in mehreren Kurven circa 100 Höhenmeter nach oben und wandern dann gemütlich flach in Richtung St. Magdalena.

Oswaldpromenade, spazieren

Die Oswaldpromenade wurde 1908 angelegt. Sie schlängelt sich entlang des sonnigen und kargen Hörtenberges bis nach St. Magdalena. Umgeben von Mischwald mit Flaumeichen, Hopfenbuchen, Mäusedorn und sogar Kakteen geht es vorbei an den „Wilden Mandern“. Die „Wilden Mander“ sind pyramidenähnliche Türme aus Porphyr-Konglomerat, die „weil so wild“ mit Drahtseilen gefesselt und mit Messgeräten überwacht werden müssen, damit sie nicht über die schöne Alpenstadt Bozen herfallen.

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Neumarkt-Pinzon-Mazon

Schlossruine Kaldiff zwischen Mazon und Pinzon

Ausgehend vom Dorfzentrum Neumarkt wandern wir den sonnigen Mazoner Spazierweg zur Schlossruine Kaldiff hinauf. Der Aufstieg ist recht kurz, es sind nur 140 Höhenmeter zu bewältigen. Das ehemalige Schloss ist vermutlich um 1200 von den Herren von Enn gebaut worden. Nach einem Brand 1797 sind die bis dahin wohnhaften Adeligen ausgezogen und haben das Schloss verfallen lassen. Heute sind nur noch einige Mauerreste übrig.

Nach der Ruine müssen wir einige der absolvierten Höhenmeter wieder abgeben. Es geht etwas schattig, circa 50 Höhenmeter, bis zum Villner Bach, zur Lochmühle, hinunter. Früher gab es hier eine Hühnerfarm. Heute hält ein Bauer im ehemaligen Hühnerstall Kühe und Lamas.

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Ein ganz besonderer Blick nach Kaltern – Wanderung vom Mendelpass zum Penegal

Vom Mendelpass führt nicht nur eine schmale Bergstraße, sondern auch ein, an der Bergkante entlang verlaufender, Wandersteig hinauf auf den Aussichtsberg Penegal. An so einigen Stellen entlang des Pfades kann der Wanderer eine kaiserliche Aussicht auf Kaltern und den Kalterer See genießen. Kaiserlich ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes gemeint, da bereits der Hochadel der Habsburger die Aussicht vom Penegal zu schätzen gewusst haben.

Ich tue mich heute mit dem Genießen etwas schwer. Anna hat sich wieder einmal in den Kopf gesetzt, dass sie als erste ganz vorne marschieren will. Da wir ihr das erziehungstechnisch nicht andauernd durchgehen lassen wollen, artet die Wanderung in eine Tour des Gejammers aus. Es ist schon recht verwunderlich mit welcher Ausdauer ein Kind dir wegen einer Nichtigkeit, wie die Reihenfolge des Wanderns, in den Ohren liegen kann. Da hilft kein appellieren an die Vernunft, kein Themenwechsel, keine Drohung, kein Totschweigen nix, null, nada…

Eine kaiserliche Aussicht, die "Erzherzog Johann Aussicht"
Eine kaiserliche Aussicht, die „Erzherzog Johann Aussicht“

Beim ersten Panoramapunkt mit Seeblick, der „Erzherzog Johann Aussicht“ bleiben wir stehen und schauen hinunter auf den Kalterer See. Er glänzt im Gegenlicht. Darüber umschmeicheln Nebelschwaden die Gipfel der südlichen Dolomiten und der Lagorai. Buntes Herbstlaub bildet den Rahmen für das Bild. Klick, Foto ist eingefangen.

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Römerweg, Altenburg & Rastenbachklamm

Vorbei an der Lehrerfortbildungsakademie „Schloss Rechtenthal“ marschieren wir recht zügig zu den „Drei Häusern“ hinauf, weiter bis zum Maratscherhof und dann mit Blick auf die Fraktion Söll, durch herrliche Gewürztraminer Weinlagen, bis zum Feuerwehrhaus der Söller. Der Weg von den „Drei Häusern“ nach Söll ist kein offizieller Wanderweg und somit nicht fürs Nachwandern geeignet. Als Alternative sei darum der Themenweg Traminer Naturlehrpfad genannt. Der führt auch nach Söll.

Römerweg

Der Römerweg zwischen Söll und Altenburg

Vor der Feuerwehrhalle warten Annas Kusinen mit ihren Eltern. Gemeinsam geht es nun Richtung Altenburg. Der wunderbare Römerweg führt durch einen märchenhaften Wald. Moos bedeckte Porphyr Blöcke, eigenartige Wurzeln, ein dumpf klingender Waldboden – das muss der Wald der Gnome und Waldgeister sein.

„Gel du mochsch lei an Witz?“
„Na, na do wohnen sie wirklich!“

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Über den Dürerweg zum Crozzolhof und weiter nach Buchholz

zum Bio Bauernhof Crozzolhof

Von Ungewissheit und Überraschungen hält die beste Grundschullehrerin von allen nix. Wie jedes Jahr muss der geplante Schul-Herbstausflug zuerst persönlich getestet werden. Frau Lehrerin will sich ja nicht mit Dutzenden von Grundschülern verlaufen. Der Crozzolhof, ein recht einsam gelegener Biobauernhof in Buchholz, oberhalb von Salurn, ist das Ziel.

Der Hof ist kein „simpler“ Bauernhof, er ist ein Schule-am-Bauernhof-Betrieb d.h. kleine und auch große Schüler können dort unter Führung Brot backen, Kartoffel setzen, Tiere füttern und so ganz viel vom echten Leben eines Biobauern lernen! Ein Bauernhof zum Angreifen, nicht nur für Pflichtschul-Schüler, sondern auch für die Erwachsenenbildung! Am Crozzolhof können interessierte Gruppen – egal welchen Alters – schnuppern, lernen und anpacken.

Albrecht Dürer Weg

Blick nach Buchholz

Von Laag starten wir den Albrecht Dürer Weg (Nr. 5) hinauf. Der Weg wurde nach dem berühmten Maler Albrecht Dürer benannt, der auf seiner ersten Reise nach Venedig, aufgrund der versumpften Etsch, beim „Klösterle“ in St. Florian / Neumarkt links abbiegen musste, um über den Sauchpass und das  Cembratal nach Trient zu gelangen. Wenn man sich heute das Südtiroler Unterland anschaut, dann ist schwer verständlich, warum man sich solch einen Umweg antun sollte. Aber damals im Jahre 1494 war die Etsch noch nicht reguliert. Die Etschregulierung wurde unter Maria Theresia (* 13. Mai 1717; † 29. November 1780) beschlossen und nach mehrmaligen Rückschlägen erst im Jahre 1890 fertig gestellt. So musst Meister Dürer – wie damals üblich – über Buchholz ins Cembratal um nach Trient zu gelangen.

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Die Aufnahmeprüfung

Traminer Madl – fitt und motiviert

Einmal im Leben eines jeden Traminer Madl kommt irgendwann der Tag, da sie die Aufnahmeprüfung bestehen muss. Nur dann, darf sie sich als echte Traminerin bezeichnen. Heute steht diese „zache“ Prüfung für Anna an. Tausend Höhenmeter, aufgeteilt auf 5 km, in teilweise extremer Steigung, sind zu bewältigen.

Vom „Gummerer“ starten wir. Natürlich allesamt mit den groben Bergschuhen. Wer ein echter Traminer werden will, rennt nicht mit Turnschuhen in die Berge.

Anna ist voll motiviert. Vor allem auf die „Weißen Riesen“ freut sie sich. Schaut sie doch jeden Tag von ihrem Balkon hinauf auf die weißen Steinlahnen unter dem Göller.

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Nächtliche Bergtour vom Gummererhof zur Überetscher Hütte

Blick von der Lungenfrisch auf Tramin

13 km/h, bei 12% Steigung, 45 min lang auf dem Laufband das ist bzgl. Höhenmeter das gleiche wie Gummererhof-Überetscher Hütte. Ich mag Sport eigentlich nicht, aber mittlerweile muss er sein um den Faschingskrapfentendezen meiner biologischen Hülle entgegenzuwirken. Leider. Das Laufband ist eine Möglichkeit die Zeit während der sportliche Betätigung zu recyceln, denn auf dem Band kann man gleichzeitig Lernvideos hören und schauen.

Heute schießt mir durch den Kopf ich könnte doch der Abwechslung wegen, nicht nur theoretisch, sondern richtig praktisch vom Gummererhof zur Überetscher Hütte hinauf laufen? Ist trainingsmäßig eh das gleiche. Lernvideos kann man dabei zwar keine schauen, aber eine praktisch Exkursion hat ja auch etwas lehrreiches.

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