Archiv der Kategorie: Etschtal

Spaziergang – Martinimarkt in Kurtinig

Wenn die Gänse um die Wette laufen, dann ist Martinimarkt in Kurtinig. Am Patrozinium-Tag des Heiligen Martin wird in Kurtinig Kirchtag gefeiert und dabei verwandelt sich das kleine Dorf in einen großen Markplatz. Der Martini-Markt mit dem beliebten Gänselauf wird somit zu einem begehrtes Ausflugsziel vor allem für Einheimische Unterlandler.

Spaziergang rund um Kurtinig

Musikanten auf dem Martinimarkt in Kurtinig

Wir schauen uns den Martini-Jahrmarkt kurz an – vor allem das traditionelle Ringelspiel hat es Anna angetan – wollen aber zuerst ein wenig um das Dorf herumspazieren.

Leider legt Anna ihr lautstarkes Veto ein und so müssen wir Erwachsene alle Register ziehen sie zum Gehen zu bewegen.

Mit Ach und Krach schaffen wir das. Sie beruhigt sich und so marschieren wir gemütlich um das Dörfchen herum.

Spaziergang rund um Kurtinig

Auf dem Moosweg geht es vorbei am Kurtiniger Sportplatz, im weiten Kreis bis zu einer Holzbrücke, die über einen kleinen Teich führt. Dann etwas unterhalb der Straße Margreid-Kurtinig auf einem Güterweg zurück ins Zentrum Kurtinigs zurück auf den Markt.

Spaziergang – Martinimarkt in Kurtinig weiterlesen

Herbstwanderung von Moritzing nach Glaning

Wandern im Herbst das ist in Südtirol, entlang der Südtiroler Weinstraße, besonders eindrucksvoll. Die goldenen Farben der Weinberge tragen maßgeblich dazu bei. Und die im Vergleich zum restlichen Südtirol warmen Temperaturen machen eine Herbstwanderung im Süden Südtirols sehr angenehm.

Wir nehmen uns heute Bozen, die Hauptstadt unseres Landes vor, indem wir von Moritzing – einer kleinen Fraktion unweit des Bozner Krankenhauses – nach Glaning hinauf wandern und dann über die Guntschnapromenade nach Gries hinunter marschieren werden.

Moritzing ist klein, Parkplätze sind Mangelware. Wir könnten die kostenpflichtigen Parkplätze des Krankenhauses nutzen, haben aber Glück und finden am Beginn der geplanten Wandertour, neben den Weinbergen ein Plätzchen.

Start in Moritzing

Weinberge beim Startpunkt in Moritzing

Die Moritzinger Reben leuchten golden, die Sonne scheint entgegen des durchwachsenen Wetterberichts durchgängig. Was will man mehr an einem Novembertag nach den schlimmsten Unwettern seit Jahren.

Herbstwanderung von Moritzing nach Glaning weiterlesen

Rundwanderung Glen-Gschnon-Kanzel-Mazon

Gschnon, das ist ein kleiner ruhiger Weiler, oberhalb von Montan, an der Südseite des Mühlentals. Eigentlich verwunderlich, dass wir noch nie wandertechnisch dort waren, sehen wir doch die kleinste Fraktion Montans jeden Morgen beim Frühstück Tag in unserem Küchenfenster. Vom Mandlhof aus gesehen, ist Gschnon tagsüber ein einsamer Wiesenfleck, mit vereinzelten Häusern im waldigen Nirgendwo und nachts ein Lichterklecks über dem Kirchturm der St. Jakob Kirche. Wir sind schon gespannt wie Gschnon vor Ort aussieht.

In Glen, oberhalb des Lexnhofes, gibt es einen Waldparkplatz. Von 620 m ü. d. M. geht es zuerst bis zum Trudner Bach hinein. Dieses Wanderwegstück wäre eigentlich recht flach, aber einer Wildwasserbachbaustelle versperrt den Weg, sodass wir über einen markierten Wandersteig die Stelle 10 min zuerst steil nach oben, dann wieder steil nach unten umwandern müssen.

Eine Holzbrücke bringt uns über den Trudner Bach und einige steile Stufen aus dem Bachbett empor. Anschließend wandern wir teilweise über einen alten Saumweg – sichtbar an der Natursteinpflasterung – stetig recht Schweiß treibend, durch Buchenwald empor. Nach einem Bildstock kommen wir bei drei markigen, bereits Herbst bunten Buchen vorbei. Der Wanderweg wird nun etwas gemütlicher.

Luftkurort Gschnon

Herbstwanderung auf dem alten Gschnonerweg

Sonnenstrahlen blitzen durch das Laubdach. Der Weiler Gschon ist erreicht. Verwundert blicken wir auf das kleine Plateau vor uns. Zuerst ein großer Weinberg in Herbstfarben, rechts der Blick hinunter ins Südtiroler Unterland auf den Kalterer See und auf unser Heimatdorf Tramin, vor uns ein malerisches Kirchlein mit Holzturm, das sich als ein Kapuziner Kloster entpuppt, wenige, aber sehr gepflegten Höfe und getrennt durch das tiefe Tal des Plentenbachs, der idyllisch Bauernhof Gstoager Hof.

Rundwanderung Glen-Gschnon-Kanzel-Mazon weiterlesen

Eppaner Eislöcher

Das Milchfest auf der Fanealm, die Ritterspiele unter der Churburg – wir hatten uns die ganze Woche mit der Entscheidung gequält.  Dramatisch abgekühlt hat es und weil die Entscheidung immer noch nicht gefallen ist, bleiben wir im warmen Süden Südtirols. Und weil das vielleicht doch zu warm ist, geht es nach Eppan zu den Eislöchern.

Eislöcher Eppan – schauen und fühlen

Das Naturphänomen Eppaner Eislöcher erklärt sich über das physikalische Prinzip der Windröhre. Luft strömt durch ein Spaltensystem von Porphyrfelsen vom Bergsturz der Gand von oben nach unten, kühlt sich dabei ab und bleibt als kalte schwere Luft in der Mulde des Biotops Eislöcher liegen. So entsteht bei den sogenannten Eislöchern ein circa 5 m hoher Kaltluftsee. Da im Biotop zahlreiche lose Porphyrfelsblöcke herumliegen, die Höhlen und Löcher formen, findet man so manches Loch aus dem kalte Luft strömt. Oft ist in solchen Löchern zu ungewohnter Jahreszeit sogar Eis zu sehen. Darum der Name Eislöcher!

Da wollen wir heute hin!

Eppaner Eislöcher weiterlesen

Grauner Lochweg

Waldfest in Graun oberhalb von Kurtatsch: Blasmusik, Strauben und mittendrin ein Spielplatz mit zwei Rutschen. Da müssen wir hin! Voriges Jahr haben wir den Besuch des Grauner Festes mit einer Familienwanderung über den Zoggler Forstweg verknüpft, heuer sind die Kleinen schon groß, sie werden es sicherlich auch mit einer Wanderung über den Grauner Lochweg schaffen.

Kastelazweg

Vom Mandlhof geht es hinauf zum Kastelaz Weg und dann nur mäßig ansteigend den Forstweg Richtung Kurtatsch entlang. Wir sind sehr langsam unterwegs. Andauerndes Ratschen und immer wieder bei den Mountainbike-Geschicklichkeitstrainingsstationen stehen bleiben halten auf. Die Kinder wollen über jeden Baumstamm – auch wenn er für Bikes vorgesehen ist – drüber balancieren.

Bikepark Tramin

Ein Schild weist auf den Traminer Bikepark hin. Links könnte man mit dem Mountainbike in 3 verschiedenen Schwierigkeitsstufen (blau, rot, schwarz) hinunter durch Mountainbike-Technik-Parcours radeln, springen, balancieren…

Lochweg

Endspurrt Grauer Lochweg kurz vor der Engstelle mit dem Felsturm

Ich bin froh, dass ich den Wegweiser Lochweg vor mir sehe. Jetzt nimmt jeder ein Kind an die Hand und nun geht es endlich etwas zügiger voran.

Grauner Lochweg weiterlesen

Wandern von der Roen Alm zum Gipfel des Roen

Auf den 2.116 m hohen Aussichtsberg Roen waren wir schon oft, sind aber immer entweder von der Mendel aus oder sogar von Tramin aus hochgewandert. Das ist für eine Familienwanderung mit Dreijährigen etwas zu viel verlangt. Darum fahren wir heute über Amblar direkt bis vor die Roen Alm (Malga Romeno).  Somit bleiben für den Aufsteigt auf den Roen nur circa 2 km und 350 Höhenmeter übrig.

Liegewiese Roen Alm

Die Roen Alm ist erst kürzlich umgebaut und renoviert worden. Die Alm bietet nun einen modernen Gastronomiebetrieb mit Liegen und Kinderspielplatz. Früher war das mehr so eine urige Angelegenheit. Wir halten uns nicht auf, wandern den breiten Steig zum Roen empor.

Der Wanderweg führt uns über die Baumgrenze hinaus auf den Rücken des Roens. Für uns Traminer ist das jedes Mal verwunderlich wie flach und sanft sich der Roen auf seiner Westseite präsentiert, wo er doch gegen Osten markig und steil ins Unterland bis nach Tramin abfällt. Überhaupt ist der Roen ein Berg, der sein Gesicht von jeder Perspektive aus ändert. Von unserem Heimatort Tramin aus präsentiert er sich als Berg für erprobte Bergsteiger, es gilt 2000 Höhenmeter, stetig steil aufwärts, zu erklimmen. Vom Ritten aus gesehen schaut der Mendelkamm, dessen höchste Erhebung der Roen ist, eher wie ein langgezogener Hügel, als ein richtiger Berg aus und von der Nonstaler Seite präsentiert er sich als mäßig ansteigender Wald, der in einer Almlandschaft mündet.

Wandern von der Roen Alm zum Gipfel des Roen weiterlesen

Castelronda Burg Boymont

Castelronda nennt sich die Veranstaltungen bei der man die 6 Burgen von Eppan eingepackt in ein buntes Rahmenprogramm erleben kann. Wir wollen uns heute auf eine einzige Burg konzentrieren und zwar auf die Burgruine Boymont,. Dort sollen „echte Ritter“ kampieren. Zumindest hat man uns das so gesagt und da Anna mitgelauscht hat, ist es nunmehr unmöglich nicht auf Schloss Boymont zu gehen.

Güterweg von Missian zur Burg Boymont

Von Missian wandern wir über einen Güterweg (Wanderweg Nr. 14) empor bis zum Burgenweg. Dann geht es gegen den Uhrzeiger, den Rundweg Burgenweg (Beschilderung Burg Boymont) entlang. Es ist heiß, sehr heiß. So sind wir froh den Schatten spendenden Wald zu erreichen. Steil spazieren 14 Füße die abenteuerliche Straße zur Burg Boymont hinauf.

Ritter auf der Burgruine Boymont

Burgfräuleins und Ritter

Bogen schießende Burgfräuleins, Schwert kämpfende Recken – unter der Wiese von Schloss Boymont geht es mittelalterlich zu. Der Anna und dem Hannes ist das Treiben nicht so ganz geheuer, sie wollen lieber Abstand halten.

Castelronda Burg Boymont weiterlesen

Spaziergang Kaltern-Eppan

Vom einstigen Bahnhof Kaltern, von der heutigen Kellereistraße, führt entlang der ehemaligen Überetscher Bahntrasse, ein Spazierweg nach Eppan. Der Promenadenweg „Promenade alter Bahndamm“ ist asphaltiert, aber natürlich für Autos gesperrt. Mehrere Kinderspielplätze machen den, parallel zum Lavasontal verlaufenden, Spazierweg vor allem für Familien interessant.

Promenade alter Bahndamm

Radweg und Promenade zwischen Kaltern und Eppan
Radweg und Promenade zwischen Kaltern und Eppan

Da die Promenade gleichzeitig als Radweg zwischen Kaltern und Eppan dient, sind wir genau richtig. Die Erwachsenen zu Fuß, die Kinder mit den Laufrädern. So ausgerüstet würden wir eigentlich recht flott vorankommen, wären da nicht die vielen Spielplätze. Dreijährige kommen an einer Rutsche unmöglich vorbei. So ist das nun mal. Andererseits kommen Erwachsenen an einem Kaffee, wie Christl im Loch, nicht vorbei. So gleicht sich das aus.

Kreithof

Interessante Architektur: der Kreithof

Der Spazier- und Radweg von Kaltern, wo noch eine alte Dampflock steht, bis nach Eppan zum Café Kreuzweg ist kurz. In Eppan angekommen biegen wir darum rechts ab und spazieren die Straße zum Kreithof hinauf. Für mich ist der Kreithof insofern ein besonderes Ziel, als dass er der erste Spazierweg war, den ich mit Anna im Babywagen gegangen bin. Dem Leser dieses Wanderblogs wird der Kreithof vielleicht aufgrund des Kriminalfilms „Kripo Bozen“ bekannt sein. Im Film wohnt da die Kommissarin Sonja Schwarz.

Spaziergang Kaltern-Eppan weiterlesen

Wanderung zur Ritterburg Haderburg

Sonnig, aber Gewitter anfällig. Die heutige Wetterprognose ist durchwachsen. Hm, wohin soll uns die heutige Sonntagswanderung führen? Wie wärs mit einer Ritterburg? „Zem, wo sie es Schweinl oi gworfn hobn?“ Beim Wort Burg schießt Anna sofort das Sauschloss in den Kopf. Kein Wunder, die Legende zur Namensgebung der Burg Greifenstein, musste die beste Mami von allen ihr jedes Mal erzählen, wenn sie bei einer Autofahrt eine Burg erblickte.

Nein, nicht zur Sauburg, wir werden zur Haderburg hinauf wandern; das ist ganz im Süden Südtirols bei der Salurner Klause.

Über die Weinstraße nach Kurtatsch, weiter nach Margreid und bis fast nach Eichholz, dann links über die Etsch hinüber nach Salurn. Die Anfahrt ist schnell erledigt.

Ein zwei Regentropfen erinnern uns Schirme einzupacken, doch richtig brauchen tun wir sie noch nicht.

vor dem Eingang der Haderburg

Der Einstieg zum Burgenweg befindet sich südlich von Salurn und ist mit entsprechenden Hinweisen gut markiert.  Wir wandern den Forststraßen breiten, nachts beleuchten, Burgenweg – auch Weg der Visionen genannt – im Schneckentempo empor. Mit einer Horde Kinder geht das nicht schneller. Der eine hat Durst, der andere will einen Stecken aufheben, dem nächsten drückt der Schuh – so ist das wenn zwei Familien mit Kinder wandern.

Wanderung zur Ritterburg Haderburg weiterlesen

Gewürztraminer Weinwandertag

Gewürztraminer Weinwandertag

Jedes Jahr im Mai findet in der Tramin der Gewürztraminer Weinwandertag statt. Wein und wandern, ob das eine mit dem anderen zusammenpasst, darüber kann man streiten. Ich erinnere mich dabei an Kinder- und Jugendtagen. Damals hat man des Öfteren auf so manchen Berggipfel den einen und anderen Wanderer und sogar Bergsteiger „a Flaschl“ auspacken gesehen. Das eine Mal, als ich mit dem Andreas auf die Rotwand in der Rosengartengruppe rauf geklettert bin, da war es besonders krass! Da standen doch tatsächlich zwei Einheimische am Gipfel – wohlgemerkt am Gipfel, den man nur über Klettersteige erreichen kann – und haben ein „Flaschl“ runter geblitzt. Wahrscheinlich kein „Guatr“, sondern eher a „Leps“ aber trotzdem, Alkohol und Bergsteigen – naja….

Wir sind heute beim Gewürztraminer Weinwandertag nicht so gefährlich unterwegs und dürfen uns darum gerne das eine oder andere Glas gönnen. Zusammen mit Anna, spazieren wir zuerst über St. Jakob zum Altersheim hinunter.

Hinauf zum Kastelz Weinberg

Visasvis hat vor wenigen Tagen das Hotel „Vineus Tramin“ eröffnet. Ein zwei Fotos und dann geht es den wunderbaren Kastelaz Weinberg hinauf. Heute dürfen wir direkt durch den mit Mohnblumen durchsetzen Weinberg spazieren. Die Morgensonne im Gesicht, die frischgrünen Triebe der Weinreben, die roten Mohnblumen und am Gipfel des Hügels ein Glas Weißwein. Was will „Mann“ mehr…

Gewürztraminer Weinwandertag weiterlesen