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Wanderkarte

Informationen, Tipps, Begrifferklärungen rund ums Wandern in Südtirol und alles was nicht so recht in die anderen Kategorien passt…

Höhle, Tropfsteinhöhlen

Obir-Tropfsteinhöhlen

Wir haben den Besuch der Obir-Trophsteinhöhlen – wie uns gestern angeraten wurde – natürlich online reserviert. Zunächst holen wir uns unsere Tickets und ziehen trotz der brütenden Hitze eine warme Kleidungsschicht über. In den Obir-Tropfsteinhöhlen soll es nämlich recht kühl hergehen.

Kurz darauf rollt ein großer Reisebus mit rund 40 Sitzplätzen vor. Das überrascht uns etwas. Wir hatten eher mit kleinen Shuttlebussen gerechnet, die die Besucher den Obir-Berg hinaufchauffieren. Stattdessen schluckt der große Bus unsere gesamte Gruppe – und mit 40 Höhlenbesuchern ist schließlich auch jeder Platz besetzt.

Noch einmal werden wir überrascht: Der Bus fährt nicht den Berg hoch, er fährt zunächst das Vellachtal hinaus, um erst kurz vor Rechberg links in den Zauchengraben hinauf abzubiegen. Ab hier windet sich eine schmale Bergstraße in zahlreichen Kehren steil bergauf.

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Laibach, Ljubljana

Ljubljana -Laibach

Wow, was für ein schönes Städtchen. Nicht umsonst gilt Laibach als eine der lebenswertesten und grünsten Hauptstädte Europas. 2016 wurde Ljubljana sogar zur European Green Capital gekürt.

Die Ljubljanic, der Fluss mit den sieben Namen (Trbuhovica, Obrh, Stržen, Rak, Pivka, Unica, Ljubljanica)
Die Ljubljanic, der Fluss mit den sieben Namen (Trbuhovica, Obrh, Stržen, Rak, Pivka, Unica, Ljubljanica)

Mich begeistern die malerischen Gassen der Altstadt, die Promenaden entlang der Ljubljanica, des Flusses, der sich entlang der Altstadt zieht, und die zahlreichen Cafés und Restaurants direkt am Wasser. Trotz des regen Treibens strahlt die Stadt eine erstaunliche Gelassenheit aus. Über allem wacht die auf einem Hügel thronende Burg von Ljubljana und verleiht dem Stadtbild seinen unverwechselbaren Charakter. Lediglich die zahlreichen Bootsverkäufer sorgen dafür, dass man keine allzu langen Denkpausen einlegt. Kaum bleibt man irgendwo stehen, wird man auch schon vollgequasselt, ob man nicht eine Bootsfahrt machen möchte. Zugegeben, bei der Hitze wäre das vielleicht gar keine schlechte Idee. Da der Wasserspiegel allerdings deutlich unter den Promenaden liegt, dürfte der Blickgenuss etwas leiden. Also lehnen wir lächelnd ab.

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Minimundus

Minimundus Klagenfurt – Weltreise in 80 Minuten

Anna hatte heute schon Sport. Sie war reiten. Wobei das in ihrem Fall weniger sportliche Betätigung als vielmehr eine technische Herausforderung war – wie das bei kleinen Reitanfängerinnen eben so ist.

Anna beim Reiten auf dem Rutarhof
Anna beim Reiten auf dem Rutarhof

Aufs Wandern hat sie trotzdem überhaupt keine Lust. Stattdessen möchte sie lieber auf Weltreise gehen. Weltreise? In Miniatur. Ins Minimundus.

So richtig begeistert bin ich von der Idee nicht. Bei brütender Hitze in 80 Tagen – ok, 80 Minuten – um die Welt zu reisen, ist schließlich ebenfalls eine ordentliche Herausforderung. Aber was tut man nicht alles für den Nachwuchs? Also auf ins Minimundus.

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Freizeit, Kalterer See, Kalterersee, Sport, Stand-Up-Paddling, sports

Die Kalterer Seerundtour – diesmal wirklich am Wasser

Herrliches Wetter. Da wollen wir an den See. Eine Kalterer Seerundwanderung der etwas anderen Art wartet auf uns. Wir wollen heute zwar wie so oft um den Kalterer See, aber dieses Mal ganz nahe am Wasser. Am besten so nahe, dass wir das kühle Nass greifen können. Geht das am Kalterer See? Ja, das geht!

Hmm – wird eine Stunde ausreichen? Wir wissen es nicht. Ok, dann auf jeden Fall eine Stunde und eventuell verlängern. Der sympathische Bursche an der Kassa meint: „Kein Problem.“

Kassa wie was? Muss man zahlen, wenn man auf den Kalterer Seerundweg will? Wir schon!

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Altenburg, Herz Jesu Sonntag

Herz-Jesu-Sonntag

Jedes Jahr am Herz-Jesu-Sonntag, dem zweiten Sonntag nach Fronleichnam, lodern in Tirol – also in Nord-, Ost- und Südtirol – die Berggipfel in feuriger Andacht.

Warum?

1796 gelobten die Tiroler Landesräte in Innsbruck, das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anzuvertrauen, um göttlichen Schutz im drohenden Krieg gegen Napoleon zu erbitten. Dieses Gelöbnis wurde nach dem militärischen Erfolg von Tirol bekräftigt und führte zur jährlichen Feier.

Als Zeichen dieses Gelöbnisses werden heute noch auf Bergen Kreuze, Herzen, Inschriften oder andere Symbole aus Fackeln oder Holz entzündet – teils spektakulär über viele Kilometer sichtbar.

„Dem Land Tirol die Treue – auf zum Schwur, Tiroler Land!“

Auch vor dem Brauchturm macht die technische Entwicklung nicht halt. So hat man sich in Altenburg für ein elektrisches Kreuz entschieden.
Auch vor dem Brauchturm macht die technische Entwicklung nicht halt. So hat man sich in Altenburg für ein elektrisches Kreuz entschieden.

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Lienz

Abschied vom Rutarhof über Lienz nach Hause

Jeder Urlaub geht leider einmal zu Ende – heute trifft es unseren. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns von allen Bewohnern des Rutarhofs zu verabschieden. Natürlich auch von den tierischen: Schweine, Hasen, Pferde, Katzen, Hund und die schnatternden Laufenten – Pfiat enk! Es war schön bei euch.

Fotos Abschied vom Rutarhof

Lienz – Hauptstadt Osttirols

Die Heimfahrt zieht sich etwas länger als geplant – unser angeschlagenes Auto zwingt uns dazu, Mautstraßen zu meiden. Um die Fahrt ein wenig aufzulockern, legen wir einen Zwischenstopp in Lienz ein, der Hauptstadt Osttirols. Und schon beim ersten Herumschlendern wird sofort klar: wir Südtiroler gehören zu Tirol. Der Dialekt klingt vertraut, die Berge wirken wie unsere, und die Stadt – enger, kompakter als Klagenfurt – erinnert an Bozen. Ja, Süd-, Nord- und Osttiroler gehören zusammen. Die Geschichte wollte es anders. Sie hat uns getrennt. Immerhin: Grenzen gibt es zum Glück keine mehr – zumindest innerhalb Europas. Das macht es zumindest halbwegs erträglich.

Lienz

Lienz – für uns völliges Neuland. Schon beim ersten Rundgang spüren wir aber: Die Stadt hat Charme. Eine lebendige Altstadt, die zum Bummeln, Shoppen und Genießen einlädt. Besonders begeistert mich die Architektur: die ehrwürdige Liebburg, heute das Rathaus, der belebte Hauptplatz mit dem Florianibrunnen – heute mit Trödelmarkt – und die schmucke Fußgängerzone mit ihren klangvollen Gassen – Andrä-Kranz-, Zwerger-, Rosen- und Messinggasse. Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch.

Der besten Ehefrau von allen ist das herzlich wurscht. Sie stürzt sich lieber von Geschäft zu Geschäft ins Shoppingvergnügen. Mir soll’s recht sein. Anna spaziert anfangs noch mit mir durch die Gassen, entscheidet sich dann aber doch für die beste Mami von allen – shoppen zieht dann doch mehr als Kultur.

So verbringen wir anderthalb Stunden in Lienz, bevor wir unsere Heimreise in den Süden Südtirols fortsetzen – glücklicherweise ohne Autopannen, denn ich halte den Tourenzähler stetig im Blick.

Alle Urlaubstage unseres Wörthersee-Urlaubs

Ausblick Aussichtsturm Pyramindenkogel, Wörthersee

Aussichtsabenteuer am Pyramidenkogel bei Maria Wörth

Es ist kurz nach zwölf – für den Seestrand für uns noch zu früh. Also steuern wir eine der Hauptattraktionen am Wörthersee an: den Aussichtsturm am Pyramidenkogel.

Höchster Holzturm der Welt: der Aussichtsturm Pyramidenkoge

Der Pyramidenkogel erhebt sich südlich des Sees auf rund 850 Metern Höhe und zählt zu Kärntens bekanntesten Aussichtspunkten. Seit 2013 thront auf seinem Gipfel ein spektakulärer Aussichtsturm aus Holz – 100 Meter hoch und damit der höchste seiner Art weltweit.

Pyramidenkogel

Der höchste Holzturm der Welt – wow! Wir sind schon ganz kribbelig vor Vorfreude.

Sobald wir das Gebäude zur Ticketausgabe betreten, hallt uns lautes Gekreische entgegen. Was ist da los? Das klingt ganz nach einer Horde Jugendlicher, die gerade riesigen Spaß hat …

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Blcik vom Ponte dei Bareteri auf den Ponte de le Acque

Tagesausflug nach Venedig

Die Liste der Tagesausflugsmöglichkeiten ist lang, wenn man im Süden Südtirols wohnt. Aber ganz oben steht ein Ausflug in die Lagunenstadt Venedig. Es ist schon erstaunlich, wie gut unsere Urlaubsgäste die schönsten Tagesausflugsziele kennen, während wir als Einheimische manche davon noch nie besucht haben. Doch heute wird sich das zumindest mit Venedig ändern. Canal Grande, Gondoliere und Markusplatz – wir kommen!

Wir haben uns für die Anfahrt mit dem Zug entschieden. Das ist für uns optimal. Einstieg am Bahnhof Auer, Umstieg in Verona und Ausstieg in Venedig direkt vor dem Canal Grande.

Anna ist begeistert. Erst in Verona hat sie erfahren, dass die Reise nach Venedig geht. Dort konnten wir die Überraschung leider nicht mehr geheim halten. Sie hat auf der Abfahrtsanzeigetafel gelesen, dass der Schnellzug nach Venedig fährt, und sich riesig gefreut. Jetzt am Canal Grande ist sie ganz aus dem Häuschen. Statt einer Straße mit Fahrrädern, Autos, Bussen und Straßenbahnen gibt es hier Fähren, Lastkähne, Motorboote und jede Menge Gondeln.

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Archeoparc, Feuer, Schnalstal

archeoParc Schnalstal

Juni, ein Werktag und der Namenstag von Anna. Darum durfte sie für heute ein Ausflugsziel aussuchen. Sie hat sich für den Archeoparc in Schnals entschieden. Es interessiert sie wie der Ötzi gelebt hatte. Neben einem kleinen archäologischen Museum bietet der Park einen Freilichtbereich, in dem man nicht nur zuschauen, sondern auch aktiv teilnehmen kann.

10 Uhr, Einlass. Wir schauen uns zuerst den Innenbereich an und lernen, dass der Mann aus dem Eis wahrscheinlich im Vinschgau lebte. Er trug 20 Holzarten bei sich, die er bewusst ausgewählt hatte. Er war ein Experte in Material- und Ortskenntnis. Außerdem hatte er einen Kleber aus Birkenteer bei sich, mit dem er mit dem gleichen Prinzip heutiger Heißkleber Holz und Stein aneinander kleben konnte. Feuersteine fehlten auch nicht in Ötzis Ausstattung. Dieselben musste er vom nördlichen Gardasee geholt haben, da sie in Südtirol nicht vorkommen.

Der innenbereich des kleinen Archeoparc Museums im Schnalstal
Der innenbereich des kleinen Archeoparc Museums im Schnalstal

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Siora, Segelyacht, Gardasee, Segeltörn, Segeltour, Yacht, segel

„Wandern auf dem Wasser“ – ein Segeltörn mit der Siora am Gardasee

Heute mal was anderes. Keine Bergtour, keine Wanderung, nicht Wald und Fels, sondern Wasser – ein Segeltörn auf dem Gardasee! Der Hans hat mich zur Probefahrt mit seiner neuen Zwei-Mast-Yacht „Siora“ eingeladen. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen!

Obwohl Ferragosto-Samstag ist die Anfahrt vom Süden Südtirols bis nach Riva del Garda halbwegs flüssig verlaufen. Einen Parkplatz habe ich in der Via Fabio Flizi auch schnell gefunden. In Riva gibt es viele (kostenpflichte) Parkplätze, man muss sie nur finden.

Nun schlendere ich zur Wasserburg Rocca di Riva eigentlich zum Canale della Rocca, der die Burg umgibt. Hier ankert die Segelyacht. Sie ist mit ihren 18 Meter Länge und den beiden, alle anderen Mästen, überragenden, Mästen nicht zu übersehen.

Die Segelyacht "Siora" ankert im Canale della Rocca zwischen der Wasserburg Rocca di Riva und dem Yachthafen von Riva del Garda
Die Segelyacht „Siora“ ankert im Canale della Rocca zwischen der Wasserburg Rocca di Riva und dem Yachthafen von Riva del Garda

Natürlich habe ich meine Fotoausrüstung mit dabei. Die Yacht will natürlich fotografiert werden. Klar eine „neue Signora“ – Siora bedeutet in Venetischer Sprache „Dame“ bzw. „Signora“ – will gesehen werden! Und weil ich zuerst einige Totalen der Siora schießen möchte, am besten mit Segel, die Siora dafür zuerst ziemlich hinaus tuckern muss, steige ich erstmals in ein Motorboot ein. Es soll die Siora verfolgen. Auch ein besonderes Erlebnis, den der nördliche Teil des Gardasees, jener der auf Trentiner Gebiet liegt, darf nur mit Windkraft geschifft werden, außer man hat eine entsprechende Lizenz, wie z.B. die Fähren, das von mir genutzte Taxi-Motorboot und auch die neue Segelyacht Siora, mit der der Hans Renner demnächst Touristensegeltörns anbieten wird.

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Herbst in Tramin

Traminer Bannwald

Zwischen dem Kastelazweg, der von Tramin nach Kurtatsch führt, und den Grauner Wänden befindet ich der Traminer Bannwald. Es ist ein steiler Wald mit Sträuchern und Bäumen, die auf Karbonatgestein stehen und mit Trockenheit gut zurechtkommen. Mannaeschen und Hopfenbuchen kommen hier ebenso vor wie Flaumeichen.

Am Kastelazweg

Zwei Wanderpfade queren den steilen Bannwald. Am Beginn des Kastelazweges biegt rechts der 6er-Steig, unter den Einheimischen „über die Turmhöhe“ genannt, hinauf und bringt den Wanderer hinauf auf die Zoggler Wiese. Ungefähr auf Halbweg des Kastelazweges biegt der Wandersteig „Lochweg“ hinauf nach Graun, indem er die Grauner Wände überwindet.

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Reschen, Reschensee, Turm, Vinschgau

Spaziergang um den Kirchturm im Reschensee

Nach einer großartigen Wanderung im Tal der Bergsteiger, im Matscher Tal, musste ein Abstecher hinauf zum Reschensee einfach sein! Ich wollte mich an die Interpretation des vielfach fotografierten versunken Kirchturms wagen. Der „Turm im See“ machte auf mich schon immer – auch vor Netflix‘ Corona – Eindruck. Es ist der geschichtliche Hintergrund, der mich jedes Mal, wenn ich den Kirchturm im Reschen Stausee sehe zum Nachdenken bringt.

Sonnenuntergang am Reschensee. Die letzten Strahlen fallen durch den Glockenstuhl des versunkenen Kirchturms.
Sonnenuntergang am Reschensee. Die letzten Strahlen fallen durch den Glockenstuhl des versunkenen Kirchturms.

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