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Auf Tramins Hausberg den Schwarzen Kopf

Schwarzer Kopf, ein Bergname kombiniert aus zwei beliebten Berg-Attributen, der Form und der Farbe. Horn, Egg, Spitz, Kofel, Kopf, weiß, schwarz, rot – zahlreiche Südtiroler Berggipfel tragen diese Wörter in ihrer Bezeichnung. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es zahlreiche Beispiele dafür: Weißhorn, Schwarzhorn, Verbrenntes Egg, Gantkofel, Lawinenspitz, Schwarzer Kopf.

Die Namensgebung vieler Bergspitzen ist oft erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts passiert. Früher hatten die Berge keine wirtschaftliche Bedeutung. Der Ziegenpeter aus dem Alpenroman Heidi antwortet ihr auf die Frage wie die Gipfel rund um sie heißen: „Berge heißen nicht“.

Heute ist das freilich anders. Längst sind die Berge vom furchteinflößenden Ort, von dem Gefahr für Mensch und Vieh ausgeht, zum sportlichen Ehrgeiz- und zum touristischen Sehnsuchtsziel avanciert. Und so trägt heute jeder noch so kleine Gipfel, vom Kofel, übers Horn bis zur Spitze seinen eigenen – wenn auch nicht immer exklusiven – Namen.

Zurück zum Schwarzen Kopf, neben dem Roen, einer unserer Hausberge. Der Name „Kopf“ passt wie die Faust aufs Auge.

Das Gipfelkreuz steht etwas tiefer als der eigentliche Schwarzer Kopf

Der Gipfel ist begrünt und dunkel, fast schwarz, von der Form her erinnert er eher an einen Kopf als an eine Spitze. Von Tramin aus gesehen schaut er auch aus, wie ein Kopf (wenn auch wie ein kahler Kopf), der aus dem Mendelkamm herausragt. Durch die besondere Froschperspektive scheint er für uns Traminer höher und mächtiger als der Roen, der als unscheinbare Zacke im Mendelkamm untergeht.

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Wanderung vom Penegal zum Bergner Kreuz

Vom Penegal führt ein Wandersteig in nördlicher Richtung bis Bergner Kreuz und weiter bis zum Gantkofel. Start und Ziel liegen zwar fast auf gleicher Höhe, aber eben ist der schöne Pfad trotzdem nicht. Zwischen 500 und 600 Höhenmeter müssen überwunden werden. Es gilt die Furglauer Scharte, im Höhenprofil eine 200 m tiefe Mulde, zu durchschreiten.

Wie immer seit Corona, sind wir sehr spät gestartet. Annas Tagesrhythmus hat sich von früh schlafen und früh aufstehen auf spät schlafen und spät aufstehen verschoben. Das ist Werktags fein. So können wir Erwachsene morgens ungestört arbeiten. Für unsere Sonntagsausflüge ist es zwar etwas ungewohnt, da wir meist erst zwischen 11.00 und 12.00 Uhr losmarschieren können, doch jetzt im Hochsommer, wenn die Sonne lange scheint und der Tag bis spät abends hinein reicht, geht das in Ordnung.

Blick auf den Kalterer See

Hinter dem Hotel Penegal genießen wir einen Moment den Blick auf den tief unter uns gelegenen Kalterer See. Dann geht es hinter den Funkmasten des Penegals erstmals bergab. Der Wandersteig ist schmal, begrünt, die Vegetation leicht bewaldet mit Föhren und Lärchen, blühenden Trollblumen und ab und zu rote Alpenrosen am Wegesrand. Ein blumiger sanfter Steig, genauso wie er mir gefällt.

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Wandern von der Roen Alm zum Gipfel des Roen

Auf den 2.116 m hohen Aussichtsberg Roen waren wir schon oft, sind aber immer entweder von der Mendel aus oder sogar von Tramin aus hochgewandert. Das ist für eine Familienwanderung mit Dreijährigen etwas zu viel verlangt. Darum fahren wir heute über Amblar direkt bis vor die Roen Alm (Malga Romeno).  Somit bleiben für den Aufsteigt auf den Roen nur circa 2 km und 350 Höhenmeter übrig.

Liegewiese Roen Alm

Die Roen Alm ist erst kürzlich umgebaut und renoviert worden. Die Alm bietet nun einen modernen Gastronomiebetrieb mit Liegen und Kinderspielplatz. Früher war das mehr so eine urige Angelegenheit. Wir halten uns nicht auf, wandern den breiten Steig zum Roen empor.

Der Wanderweg führt uns über die Baumgrenze hinaus auf den Rücken des Roens. Für uns Traminer ist das jedes Mal verwunderlich wie flach und sanft sich der Roen auf seiner Westseite präsentiert, wo er doch gegen Osten markig und steil ins Unterland bis nach Tramin abfällt. Überhaupt ist der Roen ein Berg, der sein Gesicht von jeder Perspektive aus ändert. Von unserem Heimatort Tramin aus präsentiert er sich als Berg für erprobte Bergsteiger, es gilt 2000 Höhenmeter, stetig steil aufwärts, zu erklimmen. Vom Ritten aus gesehen schaut der Mendelkamm, dessen höchste Erhebung der Roen ist, eher wie ein langgezogener Hügel, als ein richtiger Berg aus und von der Nonstaler Seite präsentiert er sich als mäßig ansteigender Wald, der in einer Almlandschaft mündet.

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Wanderurlaub in Deutschnofen – Sonnenuntergang, Nacht, Sonnenaufgang über den Dolomiten

In Deutschnofen ist man dem Himmel ein klein wenig näher. Das ist besonders nachts ziemlich reizvoll. Die Milchstraße am Sternenhimmel, die im Sonnenuntergang und Sonnenaufgang schimmernden Dolomiten Gipfel der Rosengartengruppe, des Latemar und des Weißhorns bis hinüber zu den Brenta Dolomiten und der Ortlergruppe; von Deutschnofen aus kann man dies alles nicht nur schnöde sehen, sondern mit Gänsehautfeeling erleben.

Sonnenuntergang in Deutschnofen

Das Dorf Deutschnofen mit dem Latemar im Hintergrund

Nachts in Deutschnofen

Milchstraße, Kirche mit Friedhof von Deutschnofen

Sonnenaufgang über Deutschnofen

Wenn die Sonne über den Dolomiten (Rosengartengruppe und Latemar) als auch über den Brenta Dolomiten übers Mendelgebirge bis hin zur Ortlergruppe aufgeht.

Wer, wie wir, einen Wanderurlaub in Deutschnofen verbringt, der sollte sich unbedingt denn Sonnenuntergang über den Dolomiten anschauen und der sollte auch unbedingt mindestens einmal zeitig in der Früh aufstehen und am höchsten Punkt von Deutschnofen, auf dem Obkircher Berg (der Hügel auf dem das Panoramahotel Obkircher steht) sich auch den  Sonnenaufgang anschauen. Es zahlt sich aus!

P.S. Tipp für Fotografen: Filter nicht vergessen (ich könnte mir die Haare raufen, dass ich keine dabei hatte)!

GPS-Datei Dolomitenblick Deutschnofen

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

 

 

Von Kaltern auf die Mendel und zum Lawinenspitz

Blick auf Kaltern an der Weinstraߟe, Montiggl mit dem Montiggler See und Bozen
Blick auf Kaltern an der Weinstraߟe, Montiggl mit dem Montiggler See und Bozen

Die Schwester der besten Ehefrau von allen hat Geburtstag. Wir möchten sie zu einem Wanderspaziergang mit Mittagessen einladen. Selbstverständlich mit Familie, also mit Uwe und der zweijährige Lisa.

Wir machen um 11.30 Uhr bei den Golfwiesen auf der Mendel aus, da wir beide nach unserem Schottland Abenteuer wieder mal in Südtirol richtig wandern wollen und darum zuerst von Kaltern über den alten Mendelsteig, die Kalterer sagen auch Telefonsteig dazu, zu Fuß auf den Mendelpass rauf wollen.

Von der Talstation der Mendelbahn, einer der ersten Standseilbahnen unseres Landes, geht es zuerst durch den Kalterer Ortsteil St. Anton hindurch und dann, der Beschilderung Mendelsteig folgend, das Mendelgebirge hoch.

Ausblicke gibt es recht wenige, da uns meist der dichte Wald den Blick versperrt. Einmal kurz schaut das Weindorf Kaltern zu uns herauf, dann ist für etwa 30 min ???? Schluss mit schauen.

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Fennberg – Sattelsteig – Corno di Tres

„Wos tuasch? Hosch Luscht zu starten?“ „Jo, um wia fria?“ „Holbe zwoa.“ „Ok.“ „I gea mitn Andreas a Runde. Geasch mit?” “Na i muas orbeitn. Wo geats hin?“ „Sottlsteig.“ „Na, zehm hon i a olm aui gea gwelt.“ „Nochr gea mit.“ „Na, geat nit.“ So starte ich mit dem Andreas alleine. Wir fahren über die Fennberger Straße bis nach Fennhals. Genau gegenüber des Einstiegs zum Steig Nr. 7 ist auf der linken Straßenseite genug Platz, um zu parken.

Am Tresner Horn mit Blick auf die Südtiroler Dolomiten
Am Tresner Horn mit Blick auf die Südtiroler Dolomiten

Der Wandersteig führt zuerst an einer Kirschenplantage vorbei, dann mäßig steigend durch den Wald und nach circa 30 Minuten sehr steil den Sattelsteig in Richtung Sattel empor.

Es ist schönster Samstagnachmittag und obwohl es in diesen Tagen ziemlich abgekühlt hat, schwitzen wir trotzdem recht stark. Zügig steigen wir den anstrengenden Steig empor. Der Andreas voraus, ich hinten drein.

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Von Tramin zum Schwarzen Kopf und zum Roen – Mendelgebirge – Südtirol

Heute (09.08.2008) ist es soweit. Nach monatelanger geistiger Vorbereitung steht nun die Königstour eines jeden Traminers an: von Tramin über die Zoggler Wiese zur Schmiedebene, weiter über Kaltenbrunn zum Grenzleger (Edelrauthütte), dann vorbei an der Schweiglhütte und dem verbrennten Egg, weiter zum Schwarzkopf, hinüber zum Roen, hinter zur Alm Roen, hinüber zur Überetscher Hütte, Abstieg rund um den Göller-Spitz und dann über die „Weißen Riesen“ zum Gummererhof und zurück nach Tramin.

Anni auf dem Roen

Ein Gewaltmarsch der von trekking.suedtirol.info mit 9,5 Stunden und 1.900 Höhenmetern ausgewiesen wird, wobei die Höhenmeter stetig steil empor, zu bewältigen sind.

Route Bergwanderung von Tramin zum Gipfel des Roen
Route Bergwanderung von Tramin zum Gipfel des Roen

Foto Animation wurde bei der Wanderung Aldein – Rotwand erstellt.

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