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Wandertour zu den Seebergseen und zum Totenkirchl mit herrlichem Dolomitenblick

Die Mitte Südtirols, Reinswald im Sarntal, ist unser heutiger Startpunkt. Die letzte Wanderung bevor der Ernst des Lebens beginnt. Am Montag heißt es nämlich allererster Schultag. Und dann lebenslanges Lernen, als Pflichtprogramm! Zum Glück freut sich Anna darauf.

Doch zurück zur heutigen Wandertour. Wir haben wetterbedingt den Samstag mit dem Sonntag getauscht. So können wir nun, von der Talstation der Aufstiegsanlage Reinswald, den Seeberg bei wolkenlosen Himmel erklimmen.

Zuerst müssen wir über den Urlesteig hinein zu den Reinswalder Mühlen. Ich war bereits einmal dort. Mit den Schneeschuhen, vor 11 Jahren, damals mit der besten Freundin von allen. Damals war alles weiß, es ist Meter hoher Schnee gelegen. Obwohl Sommer präsentiert sich das zweite Müllerhäuschen heute auch mit einem weißen Teppich vor der Eingangstür. Mehl liegt vor dem Holzhäuschen. Hmm – wird die Mühle in Betrieb sein? Vielleicht eine Schaumühle? Wir wollen schon weiter, da schiebe ich Spaß halber am Türknauf. Knirsch, krächz… die Tür öffnet sich, trotz nur minimalen Schupps. Wow, eine echte Mühle. Ein Wasserrad, zwei Mühlsteine, Mehlreste – alles da. Bearig!

Das Wasserrad der Reinswalder Mühlen dreht sich

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Auf Tramins Hausberg den Schwarzen Kopf

Schwarzer Kopf, ein Bergname kombiniert aus zwei beliebten Berg-Attributen, der Form und der Farbe. Horn, Egg, Spitz, Kofel, Kopf, weiß, schwarz, rot – zahlreiche Südtiroler Berggipfel tragen diese Wörter in ihrer Bezeichnung. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es zahlreiche Beispiele dafür: Weißhorn, Schwarzhorn, Verbrenntes Egg, Gantkofel, Lawinenspitz, Schwarzer Kopf.

Die Namensgebung vieler Bergspitzen ist oft erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts passiert. Früher hatten die Berge keine wirtschaftliche Bedeutung. Der Ziegenpeter aus dem Alpenroman Heidi antwortet ihr auf die Frage wie die Gipfel rund um sie heißen: „Berge heißen nicht“.

Heute ist das freilich anders. Längst sind die Berge vom furchteinflößenden Ort, von dem Gefahr für Mensch und Vieh ausgeht, zum sportlichen Ehrgeiz- und zum touristischen Sehnsuchtsziel avanciert. Und so trägt heute jeder noch so kleine Gipfel, vom Kofel, übers Horn bis zur Spitze seinen eigenen – wenn auch nicht immer exklusiven – Namen.

Zurück zum Schwarzen Kopf, neben dem Roen, einer unserer Hausberge. Der Name „Kopf“ passt wie die Faust aufs Auge.

Das Gipfelkreuz steht etwas tiefer als der eigentliche Schwarzer Kopf

Der Gipfel ist begrünt und dunkel, fast schwarz, von der Form her erinnert er eher an einen Kopf als an eine Spitze. Von Tramin aus gesehen schaut er auch aus, wie ein Kopf (wenn auch wie ein kahler Kopf), der aus dem Mendelkamm herausragt. Durch die besondere Froschperspektive scheint er für uns Traminer höher und mächtiger als der Roen, der als unscheinbare Zacke im Mendelkamm untergeht.

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Bergtour auf den Gardasee-Aussichtsberg Monte Stivo

Der Gardasee, Sehnsuchtsort der Deutschen. Bereits Goethe, Heinrich Mann und Kafka schätzten die Region, in der die Zitronen blühen.

Ich hatte einen Tipp vom Andreas bekommen. „Monte Stivo“, relativ kurze Anreise, mittelmäßiger Anstieg, grandioser Panoramablick auf den Gardasee. Genau wie für uns gemacht. Wir sind vor Rovereto rechts abgebogen und über Pedersano, Castellano, die Fraktionen Sant‘Antonio, Bordola, Case Sparse bis fast zum bekannten Santa Barbara Pass (Giro d’Italia) gefahren.

Jetzt marschieren wir auf einem asphaltierten, mäßig ansteigendem, Fahrweg, vorbei an einer Mischung aus Wald, Wiesen und Gemüseäckern, dem 2.054 m hohen Monte Stivo entgegen. Schotter wechselt den Asphalt ab. Der Wald wird etwas dichter. Wir sind dankbar für den kühlenden Schatten.

Blick auf die Alm „Le Prese“ mit dem Gardasee im Hintergrund

Auf circa 1.450 m ü. d. M. treten wir aus dem Wald heraus und stehen auf den Weideflächen der Alm „Le Prese“. Kuhglocken tönen durch die Luft. Nach einigen Schritten entdecken wir eine Herde Jungkühe. Direkt entlang des Wanderweges, durch einen Elektrozaun getrennt, grasen die neugierigen Milchlieferanten vor der tollen Kulisse der Gardaseeberge.

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Die Aufnahmeprüfung

Traminer Madl – fitt und motiviert

Einmal im Leben eines jeden Traminer Madl kommt irgendwann der Tag, da sie die Aufnahmeprüfung bestehen muss. Nur dann, darf sie sich als echte Traminerin bezeichnen. Heute steht diese „zache“ Prüfung für Anna an. Tausend Höhenmeter, aufgeteilt auf 5 km, in teilweise extremer Steigung, sind zu bewältigen.

Vom „Gummerer“ starten wir. Natürlich allesamt mit den groben Bergschuhen. Wer ein echter Traminer werden will, rennt nicht mit Turnschuhen in die Berge.

Anna ist voll motiviert. Vor allem auf die „Weißen Riesen“ freut sie sich. Schaut sie doch jeden Tag von ihrem Balkon hinauf auf die weißen Steinlahnen unter dem Göller.

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Nächtliche Bergtour vom Gummererhof zur Überetscher Hütte

Blick von der Lungenfrisch auf Tramin

13 km/h, bei 12% Steigung, 45 min lang auf dem Laufband das ist bzgl. Höhenmeter das gleiche wie Gummererhof-Überetscher Hütte. Ich mag Sport eigentlich nicht, aber mittlerweile muss er sein um den Faschingskrapfentendezen meiner biologischen Hülle entgegenzuwirken. Leider. Das Laufband ist eine Möglichkeit die Zeit während der sportliche Betätigung zu recyceln, denn auf dem Band kann man gleichzeitig Lernvideos hören und schauen.

Heute schießt mir durch den Kopf ich könnte doch der Abwechslung wegen, nicht nur theoretisch, sondern richtig praktisch vom Gummererhof zur Überetscher Hütte hinauf laufen? Ist trainingsmäßig eh das gleiche. Lernvideos kann man dabei zwar keine schauen, aber eine praktisch Exkursion hat ja auch etwas lehrreiches.

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Traminer Höhenweg – rund um den Höllentalbach

Ferragosto, das Wetter durchwachsen angekündigt, aber wie so oft, ist es entgegen der schlechten Prognose bei uns im Süden Südtirols wunderbar sonnig. Der Vormittag gehört der Kirche, so will es die beste Mami von allen. Darum bleibt nur noch der Nachmittag für eine kleine Rundwanderung oberhalb von Tramin.

Von Söll geht es mit dem Auto die steile Straße Richtung Gummererhof hinauf und dann hinüber bis zur Forststraße, die zur Zogglerwiese führt. Wir parken vor der Forststange.

Nun wandern wir den gemütlichen, breiten Schotterweg, der den Höllentalbach quert, entlang. Schmetterlinge flattern mit uns mit.

Ruine alter Bauernhof Zogglerwiese

Der Wanderweg ist zwar wenig aussichtsreich, aber ab der Zogglerwiese können wir in die Wandersteige Nr. 4 und dann Nr. 6 einbiegen und bald die Ruine des alten Bauernhofes Zoggler bestaunen. Zusammen mit dem schönen Licht, ist das das erste Highlight dieser Wanderung. Eine Wasserstelle bietet uns eine Trinkgelegenheit, bevor es nun etwas ansteigender den Wandersteig Richtung Schmiedebene empor geht. Der Laubwald funkelt im Licht. Anna entdeckt eine Buche mit „Tätowierungen“. Das Einritzen der Rinde muss weht getan haben. Sie entschädigt den Baum mit einer Umarmung.

Rasten am Traminer Höhenweg

Bei einem großen Findling ähnlichem Stein (wahrscheinlich kein Findling, sondern von den Hängen des Roen irgendwann mal runter gerollter Felsblock), der einer Bank nicht nur Schatten, sondern aufgrund seiner Form sogar Regenschutz bietet, machen wir kurz halt bevor es flach, entlang von Alpenveilchen (Zyklamen) weiter geht.

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Herz Jesu Feuer Wanderung

Mit dem Alpenverein Tramin bei dem Herz Jesu Feuer auf dem Aussichtsberg Roen

Fotoausrüstung und Stirnlampen – das Wichtigste eben – eingepackt, die dem Ziel nahestehenste Parkmöglichkeit angefahren und schon marschieren wir dem Ruf „Auf zum Schwur Tiroler Land“ folgend, hinauf Richtung Traminer Hausberg, dem Roen.

Aufstieg zum Mendelkamm

Zuerst gilt es allerdings der Hitze zu trotzdem und über den alten Grauner Jochweg das gleichnamige Joch zu erklimmen. Als Traminer wandern wir normalerweise von Tramin aus oder maximal vom Gummererhof über die Tauris oder die Weißen Riesen zum Roen hinauf. In dem Fall wären 1.870 bzw. 1.400 Höhenmeter zu erklimmen. Heute von der Forststange Grauner Jochweg aus, werden es bis hinauf auf den höchsten Gipfel des Mendelgebirges nur 1.100 Höhenmeter sein. Ein „Klacks“ also für Wanderer. Nicht unbedingt aber für Herz-Jesu Anfeuerer. Es gilt so einiges auf den Berg zu tragen, da wird so mancher Rucksack die 10 kg Grenze bei weitem überschreiten.

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Wanderung durchs Frühlingstal

Märzenbecher im Frühlingstal

Anfang März, die ersten botanischen Frühlingsboten leiten die Frühjahrswandersaison ein. Für uns Südtiroler heißt das auf ins Frühlingstal. Das Frühlingstal – auch Fabiontal genannt, verbindet das Becken des Montiggler See mit dem Becken des Kalterer See. Nach regenreichen Wintern führt der Angelbach das Wasser aus dem Frühlingstal bis zum Kalterer See hinunter.

Heute versickert der Angelbach auf circa Halbweg des Frühlingstales. Schade, vor 3 Jahren  war das anders. Damals hat das Wasser des Angelbaches sogar die Feldwege die zwischen den Weinbergen zum Kalterer See hinunter führen unter Wasser gesetzt.

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Familienwanderung Monte di Mezzocorona – Malga Kraun

Malga Kraun auf dem Monte über Mezzocorona, das wäre ein schönes Wanderziel ohne lange Anfahrt. Schön, weil die Alm Malga Kraun ein Kinderparadies mit zahlreiche Tieren sein soll.

Wir waren schon 2010 in Monte, aber damals sind wir über den Klettersteig Burrono hinauf. Heute müssen zwei Kinderwägen mit. Ich habe etwas recherchiert und bin zum Schluss gekommen, das die einzige Möglichkeit die Malga Kraun mit dem Kinderwagen zu erreichen über die Seilbahn Monte di Mezzocorona führt. Das begeistert die beste Mami von allen nicht. Seilbahnen flößen ihr Respekt ein und die Seilbahn Monte di Mezzocorona ist noch dazu recht beeindruckend; zwar nicht lang und mit 623 Höhenmetern auch nicht unbedingt ein extremer Höhenunterschied, aber dafür hat sie eine relativ kleine Kabine und ein Tragseil das ohne Zwischenpfeiler direkt von der Talstation zur Bergstation gespannt ist. Das wirkt dann doch recht beeindruckend auf Menschen mit Höhenangst.

Eine Straße hinauf nach Monte gäbe es schon, aber die ist aufgrund ihrer Steilheit nur für 4×4 Geländewagen zugelassen. Außerdem ist der Verkehr von der Gemeinde der streng reglementiert. Heute dürften wir z.B. nicht hochfahren. Darum muss die beste Mami von allen wohl oder übel sich ihrer Angst stellen.

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Tierwelt Rainguthof – Streichelzoo unterm Gampenpass

Frei laufende Vierhornziege auf dem Rainguthof
Frei laufende Vierhornziege auf dem Rainguthof

Hirsche, Ziegen, Schweine, Esel, Ponys und noch viele viele weitere Tiere soll es in Gfrill auf dem Rainguthof geben. Rund um den alten Bauernhof soll eine regelrechte Tierwelt entstanden sein.

Unsere Anna ist – wie die meisten Kleinkinder – ganz versessen auf Streicheltiere, darum kommt uns der Tipp „Tierwelt Rainguthof“ gerade recht.

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