Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches

Der Wildbach „Höllentalbach“ fließt direkt an unserem Haus vorbei. Nach der Höllentalbach-Katastrophe im Jahre 1986 hat die Wildbachverbauung, den höllischen Bach gezähmt und in seine Schranken verwiesen. Wild und urig ist er jetzt nur noch oberhalb des Zogglerweges. Dort spaltet er sich in drei Arme, den Weissbach, den Schmidbach und den Höllentalbach. Genau da oben, wo die Traminer Welt noch ursprünglich ist, soll es einen Wasserfall geben.

Seit kurzem haben einige Traminer, vom Taurisweg ausgehend, der rechten Flanke der Bachschlucht einen begehbaren Steig abgerungen. Der Pfad ist noch nicht markiert. Wir sind trotzdem guten Mutes, dass wir den Zugang zum Wasserfall des Gebirgsbaches finden werden.

Durch das Rappental mit Blick auf den Mendelkamm. Der markante Schwarze Kopf und der unscheinbare Roen unsere beiden Hausberge, blicken uns entgegen.

So marschieren wir flotten Schrittes das Rappental hinauf bis zur Zoggler-Forststange und dann über den Taurisweg weiter Richtung Roen.

Nach der Trinkwasserstube “Höfelen“ entdecken wir zu unserer Linken einen neuen, unmarkierten Pfad. Das muss er sein, der neue Steig hinein zum Höllentalbach Wasserfall!

Wir folgen ihm und kommen so tatsächlich bis wenige Meter vor fallende Wasser. Der Wasserfall ist höher als gedacht. Mit offenem Mund stehen wir beeindruckt vor den rauschenden Wassermassen.

Dann fangen wir uns. Klick, klick – Erinnerungsfotos dürfen natürlich nicht fehlen. Abwechselnd lichten wir uns paarweise ab.

Wir sind begeistert! Eine solch großartige Sehenswürdigkeit vor der Haustür, ein perfektes Abwechslungsziel für unsere täglichen Mittagsrunden. Immer schon da, aber erst heute entdeckt.

Der Wasserfall am Höllentalbach

Demütig über so viel neu entdeckte Naturschönheit machen wir uns an den Rückweg. Sicherlich wird uns nun dieser höllische Wasserfall öfters sehen.

Ein herrlicher Anblick, der Wasserfall im geologisch interessanten Höllentalbach.

Exkurs 1:

In 5 Tagen werden wir es nochmals versuchen. Versuchen, denn ankommen werden wir am Wasserfall nicht. Warum? Ich werde vorrausgehen und vor mir, direkt vom Weg werde ich einen mächtigen Habicht aufsteigen sehen. Begeistert werde ich meinen beiden Frauen zurufen, dass sie sich beeilen sollen, um auch einen Blick auf das prächtige Tier erhaschen zu können. Sie werden es nicht schaffen. Dann werden wir uns fragen, warum um Gottes Willen ein Greifvogel mitten auf einem breiten Schotterweg steht, um dann mühsam sich in die Luft schwingen zu müssen. Wird er vielleicht gerade eben eine Mahlzeit erbeutet haben? Nach zwei Dutzend Schritten wird dann die beste Ehefrau von allen krächzen: „A Schlong, a Schlong!“ Tatsächlich werden wir den Habicht bei der Jagd auf eine Äskulapnatter stören. Die Natter wird zusammengerollt, augenscheinlich stark verletzt, mitten im Weg liegen bleiben. Trotz meinem Hinweises, dass die Natter nicht giftig sei und dass sie stark verletzt sei und sich nur minimal bewegen könne und trotz des 3 bis 4 m breiten Weges, wird es mir und Anna nicht gelingen, die beste Ehefrau von allen zu bewegen an der grünen Schlange vorbei zu gehen. Vielleicht 10 Ochsen, aber wir beide werden es nicht schaffen. So wird uns nichts anderes übrigbleiben, als umzukehren.

Exkurs 2:

In genau 7 Tagen werden wir es dann nochmals versuchen. Wieder wird es nicht leicht werden, denn die beste Ehefrau von allen wir Protest ankündigen. Sie wird monieren, dass der Weg durch das Rappental viel zu heiß sei und dass es vieeel gescheiter sei den 6er-Steig hinauf zu gehen und dass wir sowieso nur da rauf gehen müssen, weil ich das wolle und und und… Ich werde dann einwerfen, dass wir zum Wasserfall rauf gehen, weil Anna gerade eben mit mir den Wanderbericht „Zum Wasserfall am Höllentalbach“ geschrieben hat und wir nun da nochmals rauf gehen, damit Anna das Geschriebene gut nachvollziehen kann. Das wird helfen. Bei einer Frau, die mit Leib und Seele Grundschullehrerin ist und gleichzeitig Mami ist und nicht wenig stolz auf ihr lesendes und schreibendes Vorschulkind ist, kann man mit „Anna hat dies gelesen“, „Anna hat das geschrieben“ ganz leicht einen strategischen Themenwechsel vollziehen. Wir werden also ohne arge Zwischenfälle bis zum Wasserfall hinaufwandern. Ich werde auf der Pirsch nach Fotomotiven die Schrottflinte mithaben, sprich das Weitwinkelobjektiv. So ein großer Wasserfall, der in sein wildes Umfeld eingebettet werden will, braucht gestreute Blickwinkel. Vor dem Wasserfall werde ich meine beiden Frauen aufstellen und klicken. Dann werden sie plötzlich schreien. Ich werde nur träge reagieren, Geschrei bin ich gewohnt. Doch dann werde ich trotzdem hinschauen und ich werde begeistert und gleichzeitig verärgert sein. Ein Gamsbock! Tatsächlich ein Gamsbock, der sich ins Bild schleichen wird. Er wird gemütlich in der fast senkrechten Felswand hinter dem Wasserfall hervortreten und uns entgegenschauen. Ich werde mich ärgern, denn ich würde den Bock gerne mit dem Teleobjektiv abschießen, doch was nicht dabei ist, ist nicht dabei. So wird mir nichts anderes übrigbleiben als mit dem Weitwinkel drauf zu halten und zu hoffen, dass es zumindest ein interessantes „Such-den-Bock-Bild“ werden wird.

Wie immer verabschieden wir beim Psennerhof die beste Mami von allen. Sie spurtet im Laufschritt nach Hause. Kochen!

Anna kommt heute nicht am Jäger Übungsschießstand vorbei. Wir müssen kurz hinunter, ein zwei Blicke auf die Zielscheiben auf der anderen Talseite hinüberwerfen. Vor zwei Jahren haben wir hier eine leere Patronenhülse gefunden. Heute ist keine da.

So marschieren wir ohne Materielles im Gepäck, aber dafür mit viel immaterielle Eindrücke das Rappental hinunter bis nach Hause zum Mandlhof.

 GPS-Track vom Mandlhof zum Wasserfall im Höllentalbach

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Fotos Wasserfall die Erstentdeckung

Fotos Wasserfall mit und ohne Gamsbock

360° Fotos vom Höllentalbach von der ersten Schutzmauer bis zum Wasserfall

360° bei der ersten Wildbachschutzmauer des Höllentalbaches
360° bei der ersten Wildbachschutzmauer des Höllentalbaches
360° etwas oberhalb der ersten Wildbachschutzmauer des Höllentalbaches
360° etwas oberhalb der ersten Wildbachschutzmauer des Höllentalbaches
360° bei den nächsten Wildbachschutzmauern des Höllentalbaches
360° bei den nächsten Wildbachschutzmauern des Höllentalbaches
360° bei den nächsten Wildbachschutzmauern des Höllentalbaches
360° bei den nächsten Wildbachschutzmauern des Höllentalbaches
360° am Wasserfall des Höllentalbaches
360° am Wasserfall des Höllentalbaches
360° Blick auf die beiden Wasserfälle des Höllentalbaches und des Weissenbaches
360° Blick auf die beiden Wasserfälle des Höllentalbaches und des Weissenbaches

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2 Kommentare über “Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches”

  1. Karl-Heinz Weller says:

    Lieber Dietmar –

    Bin nach längerer Zeit mal wieder auf Deiner Seite und muss sagen

    – grandiose Bilder
    – zwei extrem hübsche Frauen mit einem leicht angegrauten Dietmar

    – Vor allem Anna wird von Tag zu Tag hübscher – unglaublich.

    Nächstes Jahr ist der Hölltentalbach auf jeden Fall bei einem Aufenthalt im Unterland eines der ersten Ziele die ich besichtigen will.

    Alles Liebe und einen schönen, gesunden Wander- und Natursommer wünscht bis bald
    Charly

  2. Dietmar Mitterer-Zublasing says:

    Hallo Charly,

    danke dir 🙂

    Lg
    Dietmar

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