Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf

„Bad Klapf“ – das beliebte Freizeitziel, der Traminer aus Vorkriegstagen, ist heute unser Wanderziel. Mittlerweile ist der „Klopf“ – wie wir Traminer ihn nennen – zwar nur noch ein Platz, auf dem eine private  Holzhütte steht (keine Einkehrmöglichkeit!) und ist darum für Ottonormalwanderer als Wanderziel nicht sonderlich interessant, aber für mich als Abkömmling vom Gummererhof, der als Kind fast jeden Sonntag vom Bergbauernhof des Nens bis zum „Klopf“ hinein spazieren durfte/musste, ist er ein Ort, der Erinnerungen.

Blick entang des Höllentals hinunter nach Tramin

Wir marschieren zuerst entlang des Höllentalbaches den Geoweg hinauf bis zu den Höfen der Familien Pernstich und Moser. Leider ist ein kurzer Teil gesperrt. Eine Murre hat den Wanderweg verlegt. Wir behelfen uns mit etwas Klettergeschick. Wer nachwandern möchte, der muss entlang der Asphaltstraße, hinter dem Schloss Rechtenthal zu den „Drei Häusern“ und dann weiter zu besagten Höfen herauf. Das ist nur ein klein wenig weiter, dafür bedeutend sonniger und auch aussichtsreicher.

Rappental steht auf der Kompass-Wanderkarte. Komisch, ich selbst habe diese Flurbezeichnung noch nie gehört. Wahrscheinlich ist sie, wie so viele andere, in Vergessenheit geraten. Schade. Wir wandern nun auf Asphalt zwischen Weinbergen, dann durch Buchenwald, anschließend steil ansteigend, bis zum Psenner-Hof empor. Auf der Höfekarte ist die Bezeichnung „Hundanger“ vermerkt. Kannte ich auch nicht. Das scheint heute der Tag des Unbekannten vor der Haustür zu sein.

Eine Forststange markiert den Beginn der schottrigen Forststraße, die uns in zwei Kehren bis zur Zoggler-Forststange hinaufbringt. Frischer Quellwasser fließt aus dem Hahn des Brunnens mit dem Krokodilkopf.

Taurisweg

Wir müssen nun aufwärts, Richtung Überetscher Hütte/Roen. Für mich beginnt wieder etwas Unbekanntes. Den Taurisweg kenne ich zwar, doch dieses erste Stück, zwischen Zoggler-Stange und Bad Klapf, bin ich noch nie gewandert. Ich bin immer über den Gummererhof hinauf zum „Klopf“ oder zur Überetscher Hütte gestiegen.

Zuerst breit, wie ein Forststraße, dann schmäler und steiler werdend, birgt der Steig eine Überraschung. Er führt nahe an den Höllentalbach heran und entpuppt sich als Kandidat für eine Variante des Geoweges. Überhaupt kommt der Gedanke auf, dass es großartig wäre, direkt am oder sogar im Bach von Tramin bis hier herauf wandern zu können.

Der Blick zurück, entlang des Bachverlaufes, mündet in den nördlichen Ortsteilen von Tramin. Die größeren Gebäude kann man gut erkennen: von links nach rechts das Hotel Traminerhof, das Hotel Tirolerin und das Hotel Winzerhof. Unser Haus, den Mandlhof, sehen wir nicht, der Blick langt entlang des Geoweges nur bis zum Bildstöckl vom „Hl. Johannes auf dem Knottn“ herauf.

Die „Schlüsselstelle“ des Taurisweges zwischen Zogglerstange und Bad Klapf

Der Steig wird schmäler und schmäler. Links bricht das grasige Gelände tief ins Bachbett ab. Anna muss mir die Hand geben. Sicherheit geht vor! Eine Treppe aus Baumstämmen führt uns zu einer Biegung hinauf. Unten zweigt der Höllenbach nach links (orographisch rechts) zum Schmidbach ab. Wir bleiben rechts und folgen dem Höllentalbach bis der Taurissteig in einer Forststraße mündet. Noch kurz über den Bach gesprungen und schon stehen wir vor unserem Ziel, der Hütte „Bod Klopf„.

Hütte „Bod Klopf“

Rucksackjause, die Umgebung erkunden, ein Maiglöckchen bewundern, den Steig zur Stelle wo die Hütte früher stand hinübermarschieren, merken dass er weggebrochen ist und wieder zurückkehren. Schade, als Kind bin ich immer auch zum alten Standpunkt hinüber gegangen. Die Hütte stand früher auf  rutsch-gefährdeten Untergrund. Nachdem dieser zu gefährlich wurde, hat man sie auf felsigen Untergrund, ziemlich nahe am Bach, neu erbaut.

Vor der privaten Hütte „Bad Klapf“

Rückweg über den Gummererhof

Zurück geht es über den Forstweg „Traminer Höhenweg“, dem beim Bau der Zufahrt zur Trinkwasserquelle Klapf, der wunderschöne „Klopfsteig“ weichen musste. Mein Herz blutet in Erinnerung an den herrlichen Wandersteig meiner Kindheitstage. Der Steig wäre erhaltenswert gewesen. Aufgrund seiner nach Süden exponierten Lage unter den trockenen „Weißen Riesen“ hat er eine besondere Vegetation aufgewiesen. Ok, dieselbe ist immer noch da, aber eine „weiße Schotterautobahn“ ist kein sanfter schmaler, sich auf und ab schlängelnde, Waldsteig. Naja, zumindest erobert sich die Natur  Jahr für Jahr Ihriges zurück. Solange keine Schwertransporter rauf kommen, wird der Forstweg über kurz oder lang zwar nicht wieder zum idyllischen Waldsteig mutieren, aber zumindest die Flora wird sich erholen.

Blick vom Traminer Höhenweg auf Tramin

Ein kurzes Stück des Pfades ist zum Glück übriggeblieben und so darf ich heute mit meiner eigenen Familie entlangwandern, wo ich als Bub an unzähligen Sonntagen mit Onkeln und Tanten entlanggelaufen bin.

Flotten Schrittes marschieren wir zum Gummererhof hinunter. „Wir öffnen am 30. Mai“, steht auf der Anschlagtafel vor dem Berggasthaus. Aha, gut zu wissen!

Anna möchte die Nena besuchen. Aber in Zeiten wie diesen ist das nicht unbedingt lobenswert. So schreiten wir zuerst den „alten Weg“ und dann über den Steig Nr. 10 hinunter ins Rappental. Beim Pernstich-Hof biegen wir dieses Mal nicht rechts ab, sondern bleiben auf der Asphaltstraße. So kommen wir in den Genuss des malerischen Anblicks des St. Jakobkirchleins, das sich harmonisch in die Weinberglandschaft einfügt. Vorbei am Schloss Rechtenthal geht es alsdann bis nach Hause, zum Mandlhof.

Zwischen Mohnblumen Richtung St. Jakob Kirche

GPS-Track Tramin-Bad Klapf-Gummererhof-Tramin

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Fotos Höllental und Bad Klapf

 

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