Archiv der Kategorie: Art der Tour

Die Aufnahmeprüfung

Traminer Madl – fitt und motiviert

Einmal im Leben eines jeden Traminer Madl kommt irgendwann der Tag, da sie die Aufnahmeprüfung bestehen muss. Nur dann, darf sie sich als echte Traminerin bezeichnen. Heute steht diese „zache“ Prüfung für Anna an. Tausend Höhenmeter, aufgeteilt auf 5 km, in teilweise extremer Steigung, sind zu bewältigen.

Vom „Gummerer“ starten wir. Natürlich allesamt mit den groben Bergschuhen. Wer ein echter Traminer werden will, rennt nicht mit Turnschuhen in die Berge.

Anna ist voll motiviert. Vor allem auf die „Weißen Riesen“ freut sie sich. Schaut sie doch jeden Tag von ihrem Balkon hinauf auf die weißen Steinlahnen unter dem Göller.

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Nächtliche Bergtour vom Gummererhof zur Überetscher Hütte

Blick von der Lungenfrisch auf Tramin

13 km/h, bei 12% Steigung, 45 min lang auf dem Laufband das ist bzgl. Höhenmeter das gleiche wie Gummererhof-Überetscher Hütte. Ich mag Sport eigentlich nicht, aber mittlerweile muss er sein um den Faschingskrapfentendezen meiner biologischen Hülle entgegenzuwirken. Leider. Das Laufband ist eine Möglichkeit die Zeit während der sportliche Betätigung zu recyceln, denn auf dem Band kann man gleichzeitig Lernvideos hören und schauen.

Heute schießt mir durch den Kopf ich könnte doch der Abwechslung wegen, nicht nur theoretisch, sondern richtig praktisch vom Gummererhof zur Überetscher Hütte hinauf laufen? Ist trainingsmäßig eh das gleiche. Lernvideos kann man dabei zwar keine schauen, aber eine praktisch Exkursion hat ja auch etwas lehrreiches.

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Rundwanderung auf der Plose mit Dolomitenblick

Die Plose haben wir bis heute immer gemieden. Der Gebirgsstock Plose trägt dafür nicht die Verantwortung, es ist der Skizirkus der so manchen Berg im Sommer etwas „unschön“ aussehen lässt. Aber mittlerweile haben sich etliche Skiressorts für den Sommer etwas einfallen lassen. Natürlich können Sie ihren Berg im Sommer nicht zu einer ursprünglichen Wildnis zurück verwandeln, aber sie haben aus der Not eine Tugend gemacht und den Berg als Ausflugsziel für Wanderer, Mountainbiker und für Familien umfunktioniert. Achtung Ausflugsziel, nicht unbedingt Bergparadies für Wildnis-Wanderer und Bergtourengeher. Das Latemarium unter dem Latemar, der Kronplatz im Pustertal und auch die Plose, der Hausberg von Brixen, bieten mittlerweile ein umfangreiches Sommerprogramm. Ich finde das gut, denn so können die Ski-Berge, die im Sommer aufgrund ihrer unästhetischen Verbauung gemieden werden würden, einen sinnvollen Beitrag leisten, nicht nur indem sie vom Bergbesucher gewünschte Sommerattraktionen anbieten, sondern vielleicht auch um andere ursprünglichere Gegenden von den Massen an Bergausflugstouristen zu entlasten.

Heute wollen wir es riskieren und trotz Ski-Berg zum Sommerwandern auf die Plose. Es soll da eine 3-Gipfel-Tour geben.

Plose-Kabinenumlaufbahn

Aufstieg von st. Andrä über Brixen mit der Plose Kabinen-Umlaufseilbahn auf die Plose

Mit der Plose-Kabinenumlaufbahn geht es von 1.067 m auf 2.050 m hinauf. Unter uns brettern Mountaincarts zu Tale. Ehrlich gesagt, hätten wir gewusst, dass man von der Plose mit einem Dreirad-Co-Cart abfahren kann, da hätten wir uns am Ticketschalter der Seilbahn nur eine Auffahrt-Karte gekauft. Auch vom WoodyWalk, dem herrlichen Familienwanderweg, der von der Bergstation der Plose Liftanlage hinüber zur Rossalm führt und der tolle Spielstationen bietet, haben wir nichts gewusst. Hut ab, der Skiberg bietet was!

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Villnöß Wanderung von Ranui hinauf zum Fuße der Geislergruppe

Ansitz Ranui Hof mit St. Johann in Ranui Kirchlein. Dieses Kirchlein wird von Fotografen gerne, nicht wie hier von der Seite, sondern von Vorne fotografiert, da man dann die Geislerspitzen als Hintergrund auf dem Foto hat.

Das St. Johann in Ranui Kirchlein ist ein weltbekannter Fotohotspot. Die Schattenseite, der Bauer hat sich gemüßigt gefühlt, die gesamte Wiese mit einem massiven Zaun einzuzäunen und ein Drehkreuz mit Eintritt zu installieren. Ich kann das verstehen. Wahrscheinlich wird es Jahre dauern bis 4 Euro Investition in Zaun und Drehkreuz mit Kassasystem amortisieren. Aber wer will schon sein Hab und Gut totgetrampelt sehen… Wir werden uns den Hotspot später, auf dem Rückweg, genauer anschauen.

Aufsteige zur Brogles Alm am Fuße der Geislerspitzen

Angenehm schattig schlendern wir zuerst entlang des Villnößer Baches, dann entlang des Broglesbaches empor. Langsam, denn die Kinder sind mit zwei Sachen gleichzeitig beschäftigt: wandern und Blumenstrauß rund um ein Stöckchen binden.

Wandern im Villnößtal

Eine Kreuzung mit Wegweiser Geisleralm und Gschnagenhardter Alm nach links und Brogles Alm nach rechts. Wir halten uns am Plan zuerst hinauf zur Brogles Alm zu wandern und biegen deshalb rechts, dem Wegweiser Nr. 28 Broglesalm folgend, ab. Zuerst noch ein breiter Forstweg, geht der Wanderweg nun allmählich in einen Steig über. Der Wanderpfad zieht sich links an den Hängen des tief einschneidenden Broglesbaches ordentlich steigend zu den Geislerspitzen hinauf.

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Traminer Höhenweg – rund um den Höllentalbach

Ferragosto, das Wetter durchwachsen angekündigt, aber wie so oft, ist es entgegen der schlechten Prognose bei uns im Süden Südtirols wunderbar sonnig. Der Vormittag gehört der Kirche, so will es die beste Mami von allen. Darum bleibt nur noch der Nachmittag für eine kleine Rundwanderung oberhalb von Tramin.

Von Söll geht es mit dem Auto die steile Straße Richtung Gummererhof hinauf und dann hinüber bis zur Forststraße, die zur Zogglerwiese führt. Wir parken vor der Forststange.

Nun wandern wir den gemütlichen, breiten Schotterweg, der den Höllentalbach quert, entlang. Schmetterlinge flattern mit uns mit.

Ruine alter Bauernhof Zogglerwiese

Der Wanderweg ist zwar wenig aussichtsreich, aber ab der Zogglerwiese können wir in die Wandersteige Nr. 4 und dann Nr. 6 einbiegen und bald die Ruine des alten Bauernhofes Zoggler bestaunen. Zusammen mit dem schönen Licht, ist das das erste Highlight dieser Wanderung. Eine Wasserstelle bietet uns eine Trinkgelegenheit, bevor es nun etwas ansteigender den Wandersteig Richtung Schmiedebene empor geht. Der Laubwald funkelt im Licht. Anna entdeckt eine Buche mit „Tätowierungen“. Das Einritzen der Rinde muss weht getan haben. Sie entschädigt den Baum mit einer Umarmung.

Rasten am Traminer Höhenweg

Bei einem großen Findling ähnlichem Stein (wahrscheinlich kein Findling, sondern von den Hängen des Roen irgendwann mal runter gerollter Felsblock), der einer Bank nicht nur Schatten, sondern aufgrund seiner Form sogar Regenschutz bietet, machen wir kurz halt bevor es flach, entlang von Alpenveilchen (Zyklamen) weiter geht.

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Sonnenuntergangswanderung am San Pellegrino Pass

Eine neugierige Kuh schaut uns nach

Zu früh, um nach Hause zu fahren, zu spät für eine Gipfeltour, doch gerade richtig für eine gemütliche Sonnenuntergangswanderung. Die Umrundung des Monte Pelmo gerade eben hinter uns wandern wir nun vom Passo San Pellegrino Richtung Costabella Kamm hinauf. Wir haben kein konkretes Ziel vor Augen, wollen einfach nur genüsslich in den Sonnenuntergang wandern.

Der Pfad über die Pellegrino Almwiesen ist der gleiche wie vor 10 Jahren. Damals sind wir zuerst zur Bergvagabunden Hütte (ital. Rifugio Passe delle Selle) aufgestiegen, sind entlang des sehr interessanten Klettersteiges „Sentiero attrezzato Bebi Zac“ – zahlreiche Zeugen des ersten Weltkriegs Stollen, sowie ein zum Museum umfunktioniertes Mitrailleuse-Nest) entlang des Kammes – gewandert und dann hier herunter gekommen.

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Monte Pelmo Umrundung

Der mächtige Monte Pelmo

Eine Rundwanderung um den Monte Pelmo steht heute auf dem Wanderprogramm. Der Dolomitenriese Pelmo, Thron der Götter, hat schon immer eine besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Eine Besteigung des massiven Dolomiten-3000er kommt für mich nicht in Frage. Klettern war nie das meine. Seit der Geburt von Anna merke ich, dass ich auch schon bei etwas exponierten Bergtour-Passagen immer mehr Schwierigkeiten im Sinne „muss ich nicht haben“ bekomme. Die im Italienischen sogenannten „sentieri attrezzati“ ausgenommen, sind für mich Bergtouren mit Kletterpassagen ein No-Go und Touren mit ausgesetzten Stellen und nur fußbreiter Gehfläche grenzwertig.

So bleibt mir zum Erleben des mächtigen Dolomitenklotzes nur die Umrundung. Eine kurze Recherche fördert zu Tage: der Aufstieg von den Campi di Rutorto bzw. der Venezia Hütte hinauf auf den Val d’Arcia Sattel ist steil und weißt am Fuß des unteren Felsturms von Forca Rossa einige schwierigere Passagen auf, die aber durch Drahtseile entschärft sind. Ok, das klingt machbar.

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Durch die Tausend Stufen Schlucht am Meraner Höhenweg

Die Tausend Stufen Schlucht ist Teil des Meraner Höhenweges. Seilbahnfahrten, Wasserfälle, Hängebrücken und eine luftige Aussichtsplattform versprechen Abwechslung. Genau das Richtige für Kinder! 6 Erwachsene, 5 Kinder wird sind heute viele.

Von Partschins geht es mit der Texelbahn in einer einzigen Seilspanne 911 m hinauf auf 1.535 m Meereshöhe. Die Kinder kleben begeistert an den Plexiglasscheiben, die meisten Mamis schauen derweil beklemmt auf den Boden.

Blick auf die Plattformen des Klettergarten Huafwond

Tief unter uns ein Klettergarten. Der traumhafte Panorama-Klettergarten „Huafwond“ wartet für erfahrene Kletterer mit drei Podesten und über 20 unterschiedliche Kletterrouten zwischen dem V. und IX. Schwierigkeitsgrad, mit Seillängen von fast 30 Metern auf.

Bei der Bergstation der Texelbahn angekommen ist der Blick hinunter auf Meran und Dorf Tirol etwas diesig, sprich etwas trüb. Das ist schade, es bleibt mir nur in Gedanken auszumahlen wie den die Panoramasicht bei klarem Wetter wäre.

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Plattkofel und Langkofel Umrundung

Blick auf den Langkofel und Plattkofel vom Friedrich-August-Weg aus gesehen. Mitten zwischen den beiden Dolomitengipfel, genauer zwischen Langkofel und Fünffingerspitze, in der Langkofelscharte, die Toni Demetz Hütte.

Die beiden Dolomiten-Zwillingsberge Langkofel und Plattkofel haben wir schon einmal umrundet. Damals vor 12 Jahren war vieles anders. Meine Begleitung war damals die beste Freundin von allen, Anna ist damals noch mit den Mücken geflogen und damals hatten wir uns entschieden die Rundwanderung gegen den Uhrzeigersinn zu absolvieren. Heute – da nicht mehr bei den Mücken – wollen wir gemeinsam mit unserer vierjährigen Anna und der Familie der Schwägerin die Umrundung von Plattkofel und Langkofel im Uhrzeigersinn wagen.

Durch das schöne Grödnertal geht es durch St. Ulrich hindurch und an St Christina vorbei. Die Spitze des Langkofels schaut uns bereits entgegen. Jetzt noch durch Wolkenstein hindurch und dann die Sella-Passstraße hinauf auf 2.180 m über dem Meeresspiegel zum Sellajoch. Der Startpunkt der heutigen Wanderung ist erreicht.

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Bergtour vom Jochgrimm auf das Schwarzhorn

Neugierige Blicke auf dem Jochgrimm. Im Hintergrund das Schwarzhorn, der Zwillingsberg vom Weißhorn.

Anna will schon seit Monaten auf das Schwarzhorn, dem Zwillingsberg des südlichsten aller Dolomitengipfel, dem Weißhorn. Dieser Bergtour Wunsch soll ihr heute erfüllt werden. Anfahrt über Cavalese, da wir nicht sicher sind ob die Eggentalerstraße, aufgrund des kürzlich Baumwurfs, geschlossen ist.

Auch auf der Fleimstaler Seite schaut es bzgl. Baum Wurf trist aus. Hier hat der Jahrhundertsturm vom Oktober 2018 gewütet. Die Ostseite des Schwarzhorns ist übersät mit umgestürzten Baumstämmen, viele liegen in unwegsamem Gelände. So verwundert es nicht, dass die Stämme bis jetzt nur teilweise aufgeräumt wurden. Direkt am Joch Grimm (1.989 m ü. d. M.) schaut das anders aus, da ist man mit den Aufräumarbeiten schon fast durch.

Start der Bergtour am Jochgrimm

10.30 Uhr. Wir wandern die Skipiste Schwarzhorn hinauf. Der Steig über die linke Bergkante ist gesperrt. Nicht des Baumwurfs wegen, ein Wasserbecken, wahrscheinlich für die Beschneiungsanlagen im Winter, muss her. Schade, denn die Skipiste ist zwar kürzer, aber nicht ganz so schön wie der Steig der links über die Nordkante des Schwarzhorns führt.

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