„Wos tuasch? Hosch Luscht zu starten?“ „Jo, um wia fria?“ „Holbe zwoa.“ „Ok.“ „I gea mitn Andreas a Runde. Geasch mit?” “Na i muas orbeitn. Wo geats hin?“ „Sottlsteig.“ „Na, zehm hon i a olm aui gea gwelt.“ „Nochr gea mit.“ „Na, geat nit.“
So starte ich mit dem Andreas alleine. Wir fahren über die Fennberger Straße bis nach Fennhals. Genau gegenüber des Einstiegs zum Steig Nr. 7 ist auf der linken Straßenseite genug Platz, um zu parken.
Am Tresner Horn mit Blick auf die Südtiroler Dolomiten“
Der Wandersteig führt zuerst an einer Kirschplantage vorbei, dann mäßig steigend durch den Wald und nach circa 30 Minuten sehr steil den Sattelsteig in Richtung Sattel empor.
Es ist schönster Samstagnachmittag und obwohl es in diesen Tagen ziemlich abgekühlt hat, schwitzen wir trotzdem recht stark. Zügig steigen wir den anstrengenden Steig empor. Der Andreas voraus, ich hinten drein.
Hoch über Saltaus schweben wir an der Ostflanke des Passeiertals von der Talstation der Hirzer Seilbahn (490 m) zuerst zur Mittelstation nach Prenn (1.404 m) und nach einmal Umsteigen zur Bergstation Klammeben (1.980 m) empor. Ich muss gestehen, dass ich noch nie so weit im Passeiertal drin war, obwohl sich Saltaus gerade mal am Anfang dieses urigen Tales befindet. Für mich als Süd-Südtiroler ist es trotzdem weit nördlich. 😉
Tallner Alm und Hirzer im Hintergrund
Sehr froh bin ich, dass wir uns für die Seilbahn entschieden haben. 1.540 Höhenmeter rauf und dann wieder runter kosten 17 Euro pro Person; für Alpenvereinsmitglieder nur 11 Euro, was wieder mal beweist, dass sich die Alpenverein-Mitgliedskarte doppelt und dreifach auszahlt (man vergesse nicht den umfassenden Versicherungsschutz, der für sich alleine leicht die 35 Euro Jahresmitgliedsbeitrag wert ist!) Aber zurück zu unserer Wanderung. Die Fahrt mit der Hirzer-Seilbahn macht uns neugierig auf dieses von uns beiden noch unerkundete Bergtal. Ich nehme mir fest vor, www.suedtirol-360.com in diesem Sommer mit noch mehr 360°-Fotos des von mächtigen Bergspitzen umringten Passeiertals (viele über 3.000 Meter hoch) zu versorgen.
Heute aber geht es um ein niedrigeres Wanderziel. Wir wollen über die Hönigspitze (2.698 m) zum Hirzer (2.781 m) aufsteigen und dann über den Europäischen Fernwanderweg E5 wieder hinunter.
Die beste Ehefrau von allen hat eigentlich immer zu kalt, darum will ich sie heute so richtig zum Schwitzen bringen. Unser Wanderziel: das Valle dei Laghi mit dem malerischen Toblino See am westlichen Fuß des Bondone.
Bei Trient (Trento) rechts in Richtung Bondone abgebogen bis nach Vezzano. Etwas oberhalb der Kirche von Vezzano finden wir einen Parkplatz und welch ein Glück, genau hier startet der Sentiero geologico „Stoppani“, mit der Wegnummer 618.
Auf der Suche nach den Eislöchern
Wir wandern in südlicher Richtung am Waldesrand entlang in der Hoffnung, den auf meiner Panoramakarte eingezeichneten Pozzo glaciale anzutreffen. Da ich dieses Eisloch schon auf einem Bild gesehen habe, bin ich voller Vorfreude.
Sobald der Deckstein fällt, ist der Untergang der Erdpyramide besiegelt. Wind und Regen werden sie dann innerhalb kürzester Zeit – erdzeitgeschichtlich gesehen – abtragen. Glücklicherweise gibt es am Ritten noch zahlreiche Decksteine und somit genug Erdpyramiden zu sehen.
Deckstein auf einer Erdpyramide am Ritten
Auf geht’s also, heute zunächst nach Bozen. Geparkt wird in der Schlachthofstraße. Einige hundert Meter weiter geht es in die Rentschner Straße und dann beim Gasthof Schwarze Katze (280 m ü. d. M.) die steile, asphaltierte Straße nach St. Magdalena hinauf.
Ostern steht vor der Tür, der Frühling ist hier im Süden Südtirols bereits eingekehrt. Trotzdem werden wir Südtirol heute untreu und fahren gen Süden, zum Wandern am Gardasee bzw. am Gardameer, wie einige von uns hier sagen. Wir wollen die Jahreszeit nutzen, denn in wenigen Wochen wird es am Gardasee zu warm fürs Wandern sein.
Durch Riva di Garda hindurch, am Westufer des Gardasees entlang bis nach Limone, weiter bis nach Campione (Achtung direkt im Tunnel rechts abbiegen) und schon stehen wir zwischen dem Ufer des Gardasees und einer alten Baumwollspinnerei.
Strand von Campione del Garda, eine Ortschaft der Gemeinde Tremosine sul Garda.
Wir haben Mühe, den Einstieg der Wandertour zu finden. Neben der Kirche von Campione hat ein Gastlokal bereits geöffnet, was hier am Gardasee eine Woche vor Ostern scheinbar keine Selbstverständlichkeit darstellt.
Valentinstag, Verlobungsjahrestag und noch ein anderer Jahrestag. Bei so vielen Jahrestagen, klar, dass wir da nicht zu Hause sitzen bleiben können. Wir stehen an der Rezeption im Genießerhotel Bad Schörgau in Sarnthein. Wir wollen uns heute eine schöne Schneeschuhwandertour von der Sarner Skihütte hinauf zum Auener Jöchl, weiter nach Meran 2000 und zurück gönnen. Ausklingen soll der Tag bei einem gemütlichen Vorvalentins-Abendessen.
Auener Jöchl zwischen den Stoanernen Mandln und den Karkofel
Eigentlich wollten wir direkt vom Hotel zu denStoanernen Mandln hinauf stapfen, aber die Frau Wenter, die Chefin des Hauses, hat uns davon abgeraten. Besser zur Sarner Skihütte hinauf fahren und von dort aus starten. Den Rat eines Ortskundigen nehmen wir natürlich gerne an und so fahren wir die Schneestraße bis zur Sarner Skihütte hinauf.
Ronzone, das erste, nein das zweite Dorf hinter der Mendel kann mit einem größeren Langlaufskigebiet aufwarten. Dort will ich meine neuen Bergschuhe testen. Nein, nicht mit Langlaufen, sondern mit Schneeschuhwandern natürlich! Wir müssen zur Fraktion Regole, genauer gesagt zu den Regole Wiesen an der Umfahrungsstraße von Ruffrè fahren, denn wir möchten vom Rifugio Scoiattolo bis zum Gantkofel gehen.
Die Alpenstadt Bozen mit Schlern und Rosengarten im Hintergrund Standpunkt Gantkofel).
In der Sendereihe Bergseen in Südtirol des RAI Senders Bozen, wurde vor circa 2 Monaten (27. August) eine Rundwanderung vom Furkelsattel hinauf zum Piz da Peres, weiter zum Hochalmsee (Hochalpensee), über die Lapedurscharte (2.252 m) hinunter zur Jägerhütte und von dort zurück zum Furkelpass vorgeschlagen. Diese Bergtour im Naturpark Fanes-Senes-Prags wollen wir heute nachwandern.
Der Hochalpensee (ladinisch Lech de Fodara) im Naturpark Fanes-Senes-Prags
Die Anfahrt über das Grödnertal, Grödner Joch und Gadertal bis nach St. Vigil in Enneberg und zum Furkel Pass erweist sich als recht zeitraubend.
Auf dem Costabella-Kamm am Pellegrinopass kann man auf dem Höhenweg Bepi Zac (Alta Via di Bepi Zac) auf den Spuren des Ersten Weltkriegs wandeln und somit Geschichte hautnah erleben. Diese Bergtour wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir fahren zu siebt übers Fleimstal bis nach Moena, biegen dort rechts in Richtung Pellegrino Pass ab und orientieren uns an der Beschilderung, bis wir das Skigebiet am Pellegrino Pass erreichen.
Kriegsstollen aus dem Ersten Weltkrieg auf dem Höhenweg „Alta Via Creste di Costabella Bepi Zac“
Anstieg zur Bergvagabunden Hütte
Es ist recht kalt, aber zum Glück hat es keine Minusgrade. Bei circa 6 °C starten wir beim heute geschlossenen Ski-Restaurant Cima dell’Uomo und wandern über ausgedehnte Almwiesen zur Bergvagabundenhütte empor. Der Anstieg zur Bergvagabundenhütte am Passo delle Selle (2 529 m), wo sich einst ein großes Barackenlager der Österreicher befand, ist problemlos zu bewältigen. Man hat die Wahl zwischen einem Steig, der quer durch die Wiesen führt, und einem flacheren, aber längeren Schotterweg. Wir entscheiden uns für Letzteres und wandern plaudernd der von der Familie Pellegrini (Nachkommen von Bepi Zac) geführten Hütte entgegen.
Eine Alm-Wanderung ohne lange Anfahrt, das ist unser heutiges Ziel. Die Qual der Wahl hat man da als im Süden Südtirols, genauer im Weindorf Tramin Wohnender nicht. Die Cisloner Alm ist neben der Trudner Alm und der Roen Alm eine der wenigen Almen im Süden Südtirols.
Neugieriger Vierbeiner auf der Cisloner Alm
Bei Montan biegen wir in Richtung Glen (Mühlen/Truden) rechts ab und fahren zuerst über die Glener Straße und dann die Mühlner Straße bis zu den Mühlen zum Gasthof „Zur Mühle“ hinauf, wo wir unseren Wagen abstellen.
Karl Perfler hat zum Konzert im Marmorbruch Göflan geladen. Eine tolle Gelegenheit, einen Marmorbruch von innen zu sehen und zugleich unserem Hobby, Wandern in Südtirol, zu frönen.
Im Göflaner Marmorbruch
Bei Schlanders im Vinschgau, biegen wir rechts in Richtung Göflan ab und fahren circa 800 Höhenmeter bis zum Hasl Hof (1.545 m) hinauf. Hier treffen wir auf die wanderwilligen Konzertbesucher.
Die Bergwelt des Vinschgaus breitet sich am Haslhof vor unseren Augen aus. Der Uwe findet die Berge im Vergleich zu den Dolomiten unschön. Ich kann mich da nicht anschließen. Ich finde sie anders und genau das gefällt mir so sehr an Südtirol: die Magie der Vielfalt! Fotoapparat ausgepackt und klick, klick. Nix passiert. Was ist denn los? Nochmals, klick, klick. Nichts, kein Bild entsteht!
Ein Wochenende bei Freunden in Olang steht bevor. Die beste Ehefrau von allen und ich freuen uns auf zwei Ferientage im Südtiroler Pustertal. Zwei unterhaltsame und aussichtsreiche Wanderungen, eine bei Rein in Taufers und die zweite bei Sexten durch das Innerfeldtal zu den Drei Zinnen stehen uns bevor.
Dreizinnen im Herzen der Dolomiten – Wandern in Südtirol
Am Freitagabend kommen wir zu viert in Niederolang an und planen voller Eifer für Samstag und Sonntag zwei tolle Wandertouren. Am Samstag wollen wir nach Rein in Taufers zur Sossenalm und zu den Kofler Seen und am Sonntag nach Sexten, um vom Innerfeldtal bis zu den weltberühmten Drei Zinnen aufzusteigen.