Leichte Wanderungen in Südtirol – familienfreundliche Touren für Genießer
Nicht jede Wanderung muss steil und lang sein – in Südtirol gibt es viele leichte Touren für Einsteiger, Familien und Genießer. Diese Wege sind kurz, führen oft zu schönen Almhütten oder Seen und bieten herrliche Ausblicke ohne große Anstrengung. Unsere Auswahl zeigt einfache Routen mit Fotos, Karten und GPS-Tracks.
Wenn die ersten Osterglöckchen ihre weißen becherförmigen Köpfchen aus der Erde stecken, dann macht sich der Südtiroler aus dem Süden auf ins Gebiet zwischen Kalterer See und Montiggler See.
Die Wanderung durch das Frühlingstal markiert für uns Südländer den Beginn der Wandersaison.
Wir sind heuer mit Mitte März eher spät unterwegs. Trotzdem hoffen wir noch einige Märzenbecher anzutreffen. Direkt durchs Frühlingstal hindurch werden wir nicht wandern, denn mit Kinderwagen ist der Weg durch das beliebte Spaziergänger- und Wandertal teils zu eng. Auch wäre eine Treppenpassage zu bewältigen. Und in unserem Fall kommt noch erschwerend hinzu, dass ein Hinterrad des Kinderwagens etwas Luft verliert. Eine Pumpe haben wir zwar mit aber auf einem engen Steig mit Gegenverkehr würde eine Reiffeinpasse unweigerlich zu peinlichen Staus führen.
Über die Seerunde rund um den Kalterer See spazieren oder wandern wir fast einmal pro Monat. Heute ist wieder so ein Spaziertag.
Der große Parkplatz der Seebäder oder wie der Italiener sagt der Lidos bietet den notwendigen Abstellplatz fürs Auto. Die meisten Seerundwanderweg-Spaziergänger absolvieren die Seerunde im Uhrzeigersinn. Wir wollen heute dagegen halten und schlendern vorbei am Eiswagen aus Omas Zeiten, der vor dem Hotel Seegarten als Blickfang dient zum Seestrand von Gretl am See hinunter. Die Anna sitzt noch nicht im Kinderwagen. Darum bietet sich ein kurzer Abstecher zum Steg hinunter an. Einmal über die Latten laufen, Leute schauen und den Enten nachglotzen, das genügt und schon werden die Augenlieder der Kleinen schwerer.
Kaum sind wird wieder draußen auf dem Seerundwanderweg ist die Müdigkeit allerdings verflogen 🙁 So brauchen wir gute 10 bis 15 min schnelles Schieben und ordentliches Kinderwagenwackeln bis das Sandmännchen wieder angelockt werden kann.
Die Seerunde
Apfelbäume untermalen die Leuchtenburg
Über die Seerunde brauche ich sicherlich viel zu berichten. Schon unzählige Male (Herbstspaziergang Seerunde, Sommerspaziergang Seerunde) ist dieselbe hier in meinem Wanderblog behandelt worden. Wo es geht – vor allem am Südufer entlang des Biotops – spazieren wir über die Stege. Der Kinderwagen „hottelt“ auf den Holzlatten recht lustig und ich liebe es durch das Gebüsch des Biotops, wie durch einen Urwald, hindurch zu gehen.
Eigentlich wollten wir nur von der Schmieder Alm bis zur Schönrastalm hinein spazieren. Doch dann bin ich Gedanken los direkt in den kostenpflichtigen Parkplatz am Besucherzentrum GEOPARC Bletterbach eingebogen. Egal, hier am Fuße des Weißhorns am Eingang der Bletterbachschlucht kann man auf zahlreichen Wanderwegen jede der 6 Almen Laner Alm (1.584 m), Schmieder Alm (1.676 m), Schönrast Alm (1.697 m), Petersperger Leger (1.529 m), Laabalm (1.647 m) und Neuhütt (1.793 m)erreichen. Da wird sich sicherlich ein gemütlicher Spazierweg bis zur Schönrastalm finde.
Die Wanderbeschreibung erspare ich mir heute. Dafür gibt es einen Videobericht.
Video Spaziergang vom Besucherzentrum Geoparc Bletterbach über die Schmiederalm zur Schönrast Alm
Wanderkarte mit des Spazierganges Geoparc Bletterbach – Schönrastalm
Spaziergang vom GEOPARC Bletterbach zur Schönrastalm
Dauer: 2:15 h
Distanz: 7,3 km
Bergauf: 175 m
Bergab: 174 m
Um welche Art von Tour handelt es sich?
Es handelt sich um eine Tour der Kategorie Leichte Wanderungen, Spaziergänge
In welcher Region befindet sich die Tour?
Die Tour befindet sich in der Region Dolomiten
Um welche Bergkategorie handelt es sich? Auf welcher Höhe liegt die Tour?
Es handelt sich hierbei um einen Berg der 1.000er Kategorie. Der tiefste Punkt der Tour liegt auf 1.538 m über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt der Tour liegt auf 1.692 m über dem Meeresspiegel.
Wie lang ist die Strecke?
Die Tour ist 7,3 km lang.
Wie streng ist der Aufstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Es sind 3,6 Kilometer und 175 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 6,1 %.
Wie anspruchsvoll ist der Abstieg (Länge, Höhenmeter, Steigung)?
Im Abstieg sind 3,6 Kilometer und 174 Höhenmeter zu bewältigen. Das entspricht einem durchschnittlichen Gefälle von 6,1 %.
Wie viel Zeit werde ich für die Tour brauchen?
Ein Spaziergänger benötigt ca. 2:15 Stunden für die reine Gehzeit. Dieser Wert kann individuell stark variieren. Siehe Gehzeitrechner.
Wie viele Kalorien werden bei der Tour verbrannt?
Bei dem Spaziergang werden ca. 295 kcal verbrannt. Es ist zu beachten, dass die Berechnung des Kalorienverbrauchs auf Faustformeln und allerlei Annahmen beruht, z.B. Gewicht=75 kg, Kalorienverbrauchsvorgaben für Aufstieg, Abstieg, flach usw. und daher nur eine Schätzung und keine exakte Angabe liefert. Wenn du deinen Kalorienverbrauch selbst berechnen möchtest, dann schau dir diesen Kalorienrechner an.
Gibt es interessante Wegpunkte?
Ja, es gibt interessante Wegpunkte. Hier ist eine Liste:
Nonnen spazieren ums Kloster von Maria Weißenstein
Besuch der Großtante in Deutschnofen. Was liegt auf dem Weg? Der Wallfahrtsort Maria Weißenstein. Einfach vorbeifahren? Geht natürlich nicht!
Während die beste Mami von allen und die beste Tochter von allen das Innere der Kirche erkunden, schaue ich mich außen um. Arbeitsteilung ist das halbe Leben *g*
Zahlreiche junge Nonnen sind unterwegs. Komisch, den das Kloster Maria Weißenstein wird von Padres des Serviten Ordens geführt. Vielleicht hat es etwas mit dem heutigen Anna Tag etwas zu tun.
Einmal gemütlich rund ums Kloster spaziert und schon ist die Messe vorbei. Zumindest diejenige in der meine beide besten Frauen von allen waren. Vor der Kirche bereitet man sich auf eine größere Open Air Messe vor. Aha, Hochmesse für die heilige Anna und des heiligen Joachim (Eltern der Gottesmutter). Jetzt ist klar, warum so viele Nonnen umherschwirren; wahrscheinlich alles Anna-Schwestern.
Waldfest in Deutschnofen
Nach der Stippvisite fahren wir von St. Petersberg nach Deutschnofen hinüber. Die Großtante besuchen wir später, zuerst geht es auf das Waldfest der freiwilligen Feuerwehr. Ein toller Festplatz zwischen dem Dorf und den Sportanlagen im lichten mit hohen Fichten bewachsenen Wald.
Wir speisen und trinken, versorgen die Kleinen (die Irene und der Uwe sind mit Lisa und Hannes mit dabei) und halten uns dann ein klein wenig bei den Kinderattraktionen auf. An einer Hüpfburg kommt man natürlich mit 3 Kindern nicht vorbei.
Anschließend will ich mit der besten Mami und der besten Tochter von allen auf die Laabalm hinauf. Das dafür vorgesehene Zeitfenster ist leider recht eng, da mit der Großtante ist eine fixe Uhrzeit vereinbart worden ist. Da kann die Lisa (4 Jahre) nicht mithalten. Darum trennen sich die beiden Familien.
Eigentümliche Gestalten am Wegesrand
Recht zügig schieben wir den Babywagen den Perlenweg (Alpine Pearls) an vereinzelte Villen und Höfen vorbei. Vor dem Eintritt in den Wald sehen wir zu unserer Linken den Schor Hof. Am Giebel des Heuschupfens baumelt eine riesige – leicht irritierende – Holzfigur. Eine hagere Gestalt, offensichtlich ein Mann, stützt mit seinem erigiertem besten Stück eine Meter lange Schlange.
Waldfest in Graun. Eigentlich ein Garant für Schlechtwetter. Nicht so heute. Im Gegenteil, eine Hitzewelle erdrückt uns schon seit Tagen. Für die 500 m Höhenunterschied zwischen Tramin und Graun werden uns gut tun.
Vor dem Festbesuch wollen wir von Graun über den Traminer Höhenweg zur Schmiedebene hinauf spazieren. Für den ambitionierten Wanderer sicherlich zu kurz. Für uns Sieben (4 Erwachsene, ein Kind und zwei Babys) reicht es.
Die dampfende asphaltierte Straße vom Festplatz bis zum Lenzenhof hinüber stellt eine Herausforderung dar. Dann bringt der schattige Forstweg die ersehnte Abkühlung, wobei Abkühlung etwas vollmundig formuliert ist.
Anni und Uwe beim Kinderwagen schieben
Unser Kinderwagen hat vorne recht kleine Räder. So muss ich bei jeder Regenrinne das Gefährt mit Schwung und Druck auf den zwei hinteren Rädern drüber hissen. Der Uwe hat es diesbezüglich leichter. Er kann seinen Wagen umdrehen, sodass die großen Räder vorne ihren Dienst verrichten. Während ich mich auf den Weg konzentrieren muss, um nicht bei jeder Rinne fest zu stecken, kann er gemütlich plaudernd den Wagen vor sich herschieben. Punkt für sein Gefährt.
Hitzestau, über 35 Grad im Schatten, Hilfe! Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein… Nein, bei uns heißt das: Pack den Wanderrucksack ein, nimm dein kleines Schätzelein….
Höhenmeter sind heute gefragt, darum hinauf auf den Fennberg. Kurtatsch, Graun, Oberfennberg, 29 Grad im Schatten, Unterfennberg 28 Grad. Wunderbar hier auf 1.013 m ü. d. M. rund um den Fennberger See lässt es sich aushalten.
Unten im Tal hat die Kleine noch fix und fertig dreingeschaut. Hier am Fennberg erwachen so langsam ihr Lebensgeister. In der Sonne ist es zwar auch heiß, aber im Schatten ist es recht angenehm.
Weingut Tiefenbrunner – Hofstatt
Weingut Tiefenbrunner – Hofstatt in Unterfennberg
Wir wollen heute mit dem Kinderwagen bis zum Hof „Hofstatt“ hineinspazieren. Der Weinhof „Hofstatt“ gehört zum Weingut Tiefenbrunner und stellt mit circa 1.000 m ü. d. M. das höchst gelegene Weinanbaugebiet Südtirols dar. Hier gedeihen Reben der Sorte Müller Thurgau, deren Trauben zum prämierten Weißwein „Feldmarschall von Frenner“ verarbeitet werden. Der Name dieses ausgezeichneten Müller Thurgaus ist nach Franz Philipp Freiherr von Frenner zu Fennberg benannt, dem der Hof „Hofstatt“ einst gehörte und als Sommerresidenz diente. Auf 1.000 Meter über dem Meer wächst in den Alpen normalerweise kein Wein, aber dank der einmaligen idealen geografischen Ausrichtung des Weinberges entsteht hier ein ganz besonderes Mikroklima, welches den Anbau auf dieser Höhe erlaubt.
Über den Kalterer See Rundwanderweg brauche ich nicht viel sagen. Wahrscheinlich reichen zwei Hände nicht aus um die in diesem Wanderblog dokumentierten Seerunden an den Fingern abzählen zu können.
Kalterer See Blick zum Westufer
Trotzdem möchte ich heute ein weiteres Mal über diesen herrlichen Spazierweg rund um den wärmsten See der Alpen berichten. Vor allem weil der See sich heute richtig Bilderbuch mäßig präsentiert. Das türkisblaue Wasser, eingerahmt mit frischen gelbgrünen Laub der Kalterer See Weinreben, überdacht mit Schatten spendenden bauschigen Wolkenschäfchen lässt den See schon fast unnatürlich schön erstrahlen.
Der Abwechslung wegen sind wir heute am Südende des Kalterer Sees und gegen den Uhrzeiger gestartet. Und – man glaubt es kaum – wir haben ein „neues“ Stück Steg, welches durch das Biotop hindurch, dem Kuchlweg seine langweilige Gerade raubt, entdeckt! Natürlich ist dieser Holzsteg nicht neu. Nur wir sind bis heute immer daran vorbei gelaufen, da sein Eingang für im Uhrzeigersinn wandernde leicht zu übersehen ist. Und wenn man ihn trotzdem sieht, dann hat man oft keine Lust hinein zu gehen, weil dieser Pfad die Seerunde etwas verlängert, indem er halbkreisförmig dem pfeilgeraden Kuchlweg einen leichten Hängebauch verleiht.
Die beste Mutter von allen kennt nur einen einzigen Spazierweg: über den Runggner Weg nach Kurtatsch. Dieser Spazierweg ist ideal für Kinderwagen, recht aussichtsreich und bzgl. Steigung schön abwechslungsreich. Nach x-ter Absolvierung bin ich ihn aber so langsam überdrüssig. Heute will ich woanders hin! Einfach ist es nicht, aber schlussendlich kann ich mich durchsetzen.
Altenburger Kirchlein St. Vigil
Wir packen die Kleine ins Auto und fahren bis zur Kapelle am Altenburger Weg hinauf. Wir hätten auch herauf spazieren können. Aber wir haben nur ein 2,5 Stunden Zeitfenster, was für einen gemütlichen Spaziergang über den Steig Nr. 11 bis zur Sportzone Altenburg/Kaltern und zurück über den Friedensweg, relativ knapp bemessen ist.
Der Steig Nr. 11 würde links hinter dem Landgasthof Sonnegghof starten. Da ich mich nicht mehr erinnere, ob das erste Stück des Wandersteiges bis hinüber zum Mülleregg Kinderwagen tauglich ist, spazieren wir lieber entlang der Straße „Altenburger Weg“ am „Kuhstall“ vorbei bis zum Schotterparkplatz am Mülleregg. Hier mündet der Friedensweg für alle diejenigen, die die Rastenbachklamm umgehen wollen. Wir überqueren die Straße und schieben den Kinderwagen die Betonpflastersteine zum Steig Nr. 11 am Mülleregg hinauf.
Muttertag, Mittagessen im Kastelatzkeller. Mamma soll zum Muttertag nicht selbst kochen müssen. Die Speisekarte des Kastelatzkellers ist klein aber fein. Ich entscheide mich für Braten mit Rosmarinkartoffeln… mmh lecker.
Meine beiden Frauen kommen erst nach dem Mittagessen hinzu. Die kleine isst lieber Zuhause. Und mit Muttermilch kann der Kastelazkeller sowieso nicht dienen 😉
Wir haben einen Tisch im Schatten ergattert. Eh klar wird sich der Unwissende denken: Keller gleich dunkel und gleich kühl. Stimmt nicht ganz, denn der Kastelatzkeller verfügt über eine sonnige Terrasse. Der heutige Muttertagssonntag ist trotz bevorstehenden Eisheiligen nicht nur wunderbar klar, sondern auch richtig heiß und zwar so heiß, dass man es in der direkten Sonne nicht leicht aushält. Das kann bei uns in Südtirol Anfang Mai schon mal vorkommen.
Nach dem vorzüglichen Mittagsmahl steht ein Spaziergang an. Wohin? Keine Frage! Selbstverständlich Forstweg Tramin-Kurtatsch. Mit dem Kinderwagen? Natürlich kein Problem! Wer sein Baby liebt der schiebt, auch über Schotterwege.
Kastelazpromenade Bienenstand
Da wir schon auf Kastelaz sind, geht es heute ausnahmsweise nicht den für uns „normalen“ Weg zum „Spechtenhaus“ hinauf. Wir lassen den Kinderwagen zum Altenheim hinunter rollen, biegen dort rechts ab und schieben ihn dann über die Kastelatzpromenade zum Bienenstand hinauf. Der Bienenstand ist – wie der Name vermuten lässt – ein Bienenhaus also ein Unterstand für Bienenstöcke. Meines Wissens ist dieser große mit Info- und Schautafeln ausgeschmückte Stand ein Vereinsbienenstand von mehreren Imkern. Er dient unter anderem auch der praktischen Veranschaulichung der Honigproduktion.
Durchwachsen die Wettervorhersage. Wir starten trotzdem. Sind ja nicht aus Zucker. Der Kinderwagen holpert über St. Jakob, vorbei am Traminer Hotel Schneckenthalerhof, über die gepflasterte Schneckenthaler Straße durchs das historische Viertel Betlehem bis zur Weinstraße hinunter. Beim G‘würzerkeller überqueren wir die Weinstraße, marschieren wenige Meter Richtung Kurtatsch und biegen dann links in den Brentalweg ein.
Die bedrohlichen Wolkentürme haben es sich hinter uns, über dem Göller, gemütlich gemacht und machen keine Anstalten das große blaue Loch vor uns – in dem die Sonne steht – zu stürmen. Wen wundert’s? Vielleicht den Urlaubsgast. Die Südtiroler nämlich wissen: die Traminer und Kurtatscher haben die Sonne gepachtet! Hier im Süden Südtirols scheint sie sogar, wenn die Wettervorhersage Regen angekündigt hat.
Ein ganzer Tag mit Anna. Die beste Ehefrau von allen hat uns alleine gelassen. So muss heute der Tati „herhalten“. Vormittags haben wir einen kurzen Spaziergang durch unser Heimatdorf Tramin unternommen. Wir sind runter die Mühlgasse und durch das Dorf bis kurz vors Widum hinein gegangen. Dann habe ich den Kinderwagen über den Fußgängerweg unterhalb des Traminer Theaters und des Widums bis zur Mindelheimerstraße hinüber und anschließend hinauf bis zur Mittelschule geschoben. Dort sind wir über die Kinderwagen taugliche Rampe bis direkt in die Traminer Bibliothek hinein gefahren.
Ich muss gestehen, dass ich heute sage und schreibe das erste Mal in der Bibliothek von Tramin war. Ich war überrascht. Von meiner Schulzeit hatte ich eine Bibliothek als Ort der Grabesstille und des ernsten Studierens in Erinnerung. Die Traminer Bibliothek ist anders. Nicht laut, aber auch keine Todesstille. Zwischen den Bücherreihen tummelten sich Kinder; teilweise mit ihren Mamis. Scheinbar hat die Traminer Bibliothek es geschafft ein Ort des Lebens, des Zusammentreffens und der Unterhaltung zu werden. In einer Ecke steht sogar eine Kaffeemaschine 🙂 Für Kinder natürlich unwichtig, aber für deren Begleiter ein echtes „Zuckerl“.
Die Oswaldpromenade – auch für nicht ganz so Fitte geeignet 😉
Am Sonntag vor zwei Wochen war ich mit dem Andreas zum Latzfonser Kreuz unterwegs. Heute ist Familientag angesagt. Ein flacher aussichtsreicher Spazierweg, geeignet für Schwangere, in der Umgebung von Bozen soll es sein. Da fällt die erste Wahl nicht schwer. Die Oswald Promenade hat mir in solchen Situationen schön öfters ausgeholfen. Stopp, das ist nun geflunkert. Das Attribut „für Schwangere geeignet“ ist heute das erste Mal mit dabei 😉
Bei der Seilbahn Jenesien finden wir mit viel Glück ein Plätzchen fürs Auto.
Der heutige Herbsttag verwöhnt uns mit Sonnenstrahlen en masse. Entlang des Ufers der Talfer, dem Radweges folgend, schlendern wir in Richtung Talferwiesen hinunter und queren die St. Antonbrücke. Ups, das ist doch nicht die St. Antonbrücke! Dumm gelaufen! Wir sind doch tatsächlich daran vorbei spaziert und müssen nun auf der gegenüber liegenden Flussseite wieder zurück in Richtung Sarntal.