Kalterer See

Friedensweg in Altenburg/Kaltern

Die beste Mutter von allen kennt nur einen einzigen Spazierweg: über den Runggner Weg nach Kurtatsch. Dieser Spazierweg ist ideal für Kinderwagen, recht aussichtsreich und bzgl. Steigung schön abwechslungsreich. Nach x-ter Absolvierung bin ich ihn aber so langsam überdrüssig. Heute will ich woanders hin! Einfach ist es nicht, aber schlussendlich kann ich mich durchsetzen.

Altenburger Kirchlein St. Vigil
Altenburger Kirchlein St. Vigil

Wir packen die Kleine ins Auto und fahren bis zur Kapelle am Altenburger Weg hinauf. Wir hätten auch herauf spazieren können. Aber wir haben nur ein 2,5 Stunden Zeitfenster, was für einen gemütlichen Spaziergang über den Steig Nr. 11 bis zur Sportzone Altenburg/Kaltern und zurück über den Friedensweg, relativ knapp bemessen ist.

Der Steig Nr. 11 würde links hinter dem Landgasthof Sonnegghof starten. Da ich mich nicht mehr erinnere, ob das erste Stück des Wandersteiges bis hinüber zum Mülleregg Kinderwagen tauglich ist, spazieren wir lieber entlang der Straße „Altenburger Weg“ am „Kuhstall“ vorbei bis zum Schotterparkplatz am Mülleregg. Hier mündet der Friedensweg für alle diejenigen, die die Rastenbachklamm umgehen wollen. Wir überqueren die Straße und schieben den Kinderwagen die Betonpflastersteine zum Steig Nr. 11 am Mülleregg hinauf.

Dieses steile Verbindungsstück Parkplatz Mülleregg – Steig Nr. 11 gibt der Kleinen den Rest. Der Sandmann werkelt, die Augenlider fallen zu. So bekommt sie nichts von all dem Folgenden mit. Der Steig Nr. 11 ist nicht unbedingt 1A Kinderwagen tauglich. Ab und zu bleibt der Babywagen, aufgrund seiner kleinen Vorderräder, vor Wurzeln oder Steinen stecken. Dann muss der Schieber kraftvoll nach unten gedrückt werden, sodass die Vorderräder über die Hindernisse hinweggleiten können. Positiv ist, dass man über die Breite des Steiges nicht meckern kann. Der Babywagen passt an jeder Stelle durch. Perfekt. Zusammengefasst: nix für Omis mit ihren Enkelkinder, aber für erprobte Wanderer mit kräftigen Armen durchaus machbar.

Wanderweg in Altenburg/Kaltern
Wanderweg Nr. 11 in Altenburg/Kaltern

Vogelgezwitscher, das Holpern des Kinderwagens, frischer Laubgeruch und die funkelnde, die Blätter umspielende, Sonnenstrahlen begleiten uns. Getrübt wird das Idyll nur ab und zu von Motorgeräusch vorbeifahrender Autos. Die Altenburgerstraße verläuft nur wenige Meter unter uns. Man sieht sie zwar nur selten, aber ab und an hört man sie.

Blick zum Kalterer See
Blick zum Kalterer See

Nach einer größeren Raststelle mit einem geschnitzten Holzbrunnen erreichen wir eine schöne Aussichtsstelle auf das Wander-Urlaubsparadies Süden Südtirols mit Kalterer See (360° Foto) und Leuchtenburg (360° Foto). Schnell zwei drei Fotos, dann geht es leicht bergab bis zum Altenburger Klettergarten hinunter.

Klettergarten in Altenburg/Kaltern
Klettergarten in Altenburg/Kaltern

„Na, hoffentlich will die Anna nit a amol do aui! Mir weart schun letz ban zuaschaugn!“ Die beste Mutter von allen hat wieder einmal nur die Gefahr und die Angst im Kopf. Ich nehme mir fest vor, der Anna solche Gedanken mit Konfrontation auszutreiben, sollte sie wider Erwarten zu viel von der Mutter geerbt haben.

Andererseits denke ich mir schon auch ein klein wenig, dass man ziemliches Vertrauen in die Fähigkeiten sein Kind haben muss, um als Elternteil am Boden stehend zu beobachten, wie der Nachwuchs sich in schwindelerregende Höhen selbstständig, mit zwei Karabinern sichernd, von Baum zum Baum hangelt.

Wir beobachten das Schauspiel einige Minuten und Spazieren dann zur Eishockeyhalle hinunter. Eine Bar bietet unter anderen Eis an. Mir rinnt das Wasser im Mund zusammen, doch die beste Mutter von allen überredet mich darauf zu verzichten, denn ich könne ja später, wenn wir in Altenburg zurück wären, beim Gasthof Sonnegg immer noch ein Eis kaufen.

Weiter geht es hinüber zum Fußballplatz, wo gerade ein U8 Fußballturnier stattfindet. Kinder en masse. Aufgrund der Baustelle links des Großen Fußballfeldes haben wir etwas Schwierigkeiten den Einstieg in den Friedensweg zu finden. Glücklicherweise hilft die Alpenverein Aktiv App des Smartphones weiter. Einstieg gefunden.

Leider war mein Blick zu flüchtig und meine Erinnerung zu dürftig. Ich hatte den Friedensweg als Forststraße in Erinnerung. Das stimmt nur zum Teil. Das Wegstück von der Sportanlage bis zum Forstweg hinunter ist zuerst noch mit dem Kinderwagen einigermaßen befahrbar, wird aber stetig enger, steiler und steiniger bis wir den Kinderwagen wie eine Sänfte tragen müssen.

Anna
Anna

Plötzlich blitzen mir zwei blaue Augen entgegen. Oha! Es sind jedoch zwei zufriedene Augen. Entwarnung. Der Kleinen gefällt es hier im Wald und das Holpern der Kinderwagensänfte scheint sie ruhig zu stimmen. Am Forstweg angekommen, können wir den Kinderwagen absetzen und gemütlich über den mit weißen Punkten gekennzeichneten Friedensweg schieben.

Ein Seerosenteich liegt vor uns. Hier müssen wir rechts abbiegen. Plötzlich wird der Weg enger, er geht in einen schmalen Steig über, der links steil abfällt weiter. Da heißt es nun fest aufpassen und den Kinderwagen irgendwie drüber balancieren. Geschafft, der Steig wird wieder etwas breiter. Doch so langsam meldet sich bei Anna der Hunger.

Nun heißt es nun Gas geben. Im Laufschritt geht es das letzte Stück auf Asphalt über den Altenburger Bach, am „Kuhstall“ vorbei, zurück zum Startpunkt in Altenburg.

GPS-Datei des Spazierganges über von Altenburg über den Friedensweg zu den Sportanlagen

Fotos Spaziergang Friedensweg

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