Fischerboote auf dem Kalterer See

Herbstspaziergang – Viertel Seerunde

Klugkammer am Kalterer See
Klugkammer am Kalterer See

Eine Hochschwangere und ein vierjähriger Wirbelwind, wo soll man mit solch einem Gespann den Sonntag verbringen?

Eine halbe Runde um den Kalterer See, das müsste sich vielleicht ausgehen. Warum wir uns die vierjährige Lisa ausgeliehen haben? Training, ist doch klar *g*

Vom Parkplatz am Lido des Kalterer Sees schlendern wir im Kinderschritttempo den Seeweg entlang. Die Lisa ist ein sehr kommunikatives Mädchen. So ist ihre Tante, die beste Ehefrau von allen, schwer beschäftigt.

Ungewohnt langsam geht es voran. Mir soll es recht sein. So muss ich mir nicht jedes Mal vorwurfsvolle Blicke ansehen, wenn die Hand an den Fotoapparat rutscht 🙂

Lisa mit Löwe vor dem Tor des Parkhotels Kalterer See
Lisa mit Löwe vor dem Tor des Parkhotels Kalterer See

Das Seehotel Ambach und auch das Parkhotel haben bereits geschlossen. Nach Allerheiligen sperren die meisten Hoteliers Ihre „Buden“ zu. Schade, nichts mit Einkehren und auf den See hinausschauen. Was nun?

Zum Glück können wir einige Schritte weiter beim Badebetrieb und Gasthaus Klughammer bis zum Seeufer hinunter spazieren. Es ist nämlich nicht gerade leicht einem vierjährigen Mädchen zu erklären, warum wir trotz Seeweg den See und das Ufer und die Enten und und und – nicht sehen können.

Lido Klughammer

Am Lido Klughammer ist das Problem nun gelöst. Ein Platz zum Sitzen ist zwar keiner frei, aber der Lisa ist das eh egal. Sie will sowieso tausendmal lieber am Seeufer stehen und hinaus aufs Wasser schauen; natürlich nicht in Ruhe die farbige Herbstidylle genießen; nein, wie ein Wasserfall quasselnd, die beste Ehefrau von allen, redetechnisch richtig auf Trab zu haltend.

Mir soll das wiederum recht sein. So kann ich gemütlich, ohne zeitlichen Stress, das eine und andere ablichtungswürdige Fotomotiv suchen.

Wir sind vom Lido an der Westseite des Kalterer Sees gestartet und im Uhrzeigersinn entlang des Seeweges bis hier her zum Lido am Ostufer des Sees, sprich Klughammer, spaziert. Das sind circa 2 km und knapp über einem Viertel der gesamten Seerunde. Nicht sehr viel, trotzdem kehren wir nun lieber um und spazieren den gleichen Weg zurück. Die Lisa wird nämlich immer bummelwitziger und wir wollen es am ersten „Trainingstag“ nicht übertreiben. Außerdem merke ich so langsam, dass es nicht ganz einfach ist mit einem Energiebündel, dass jede Minute gerne mal stehen bleibt, 10 Schritte zurück geht, Durst und Hunger hat, sich immer wieder mal nieder setzt, Hund spielen will, alle möglichen Utensilien am Wegesrand entdeckt, dann wieder „Engel flieg“ spielen will, voranzukommen.

Irgendwie schaffen wir es zurück bis zum öffentlichen Seezugang am Kalterer Lido (360° Foto) an der Westseite des Sees. Noch ein schneller Abstecher hinunter zum Wasser.

Lido und öffentlicher Seezugang Kalterer See

Stockente
Stockente

Stockenten warten neben dem Treetboot-Verleih auf Brotkrummen werfende Touristen. Sie hatten scheinbar vor einigen Minuten Glück, denn an der Stelle des einzigen öffentlichen kostenlosen Seezuganges beweisen Spuren von Brotkrummen, dass sie gefüttert wurden.

Ein circa vierjähriger Bub rennt dem Ufer zu. Ich will schon starten ihn auffangen, da stoppt er plötzlich, holt weit aus und wirft! Die Stockenten in Erwartung eines zusätzlichen Fressens strecken ihre Schnäbel der Wurfrichtung entgegen.

Ein Enterich hat Unglück im Glück. Er geht als Sieger des Auffangwettbewerbes hervor aber gleichzeitig als Verlierer, den das vermeintliche Stück Brot ist ein faustgroßer Stein und trifft ihn ziemlich genau.

Das Wurfgeschoss drückt ihn unter Wasser. Scheinbar wird er nicht verletzt und kann verärgert nach dem unfreiwilligen Tauchgang von dannen schwimmen.

Der Bub hat eine riesengroße Freude und rennt schon los, den nächsten Stein zu holen. Mir wird es langsam zu bunt, vor allem weil der Bub beim Werfen ziemlich nah ans Ufer rennt und ich befürchte, dass er reinfallen könnte. Bezüglich Tierquälerei ist die Gefahr gebannt, denn die Enten haben kapiert, dass nun nichts Fressbares mehr zu holen ist und haben das Weite gesucht.

Ich will mich schon vor den Bub stellen, sodass ich ihn – wenn er dann zu nah ans Ufer kommen sollte – ihn noch auffangen könnte. Da schlendern in aller Seelen Ruhe seine Eltern heran. Alle drei verschwinden im Restaurant.

Nach einigen Minuten kommt der Bub mit einer triefenden Eistüte heraus. Über beide Hände läuft ihm das Eis dickflüssig runter und tropft gemütlich zu Boden. Was für ein Anblick!

Lisa: „I will a a Eis!“

Die beste Ehefrau von allen holt schon zum „Ausreden“ aus. Ich kann mir aber selbst auch recht gut so ein Eis vorstellen. Zwar nicht in der Tüte, lieber im Becher aber eben ein Eis. So ist die beste Ehefrau von allen in der Minderzahl und die Lisa und ich bekommen unser Eis 🙂

Gps-Daten des Kalterersee Spazierweges

Fotos Kalterer See im Herbst

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