Der neue Gewürztraminer Weinweg, ein sonniger Wanderspazierweg in Tramin

Der neue Gewürztraminer Weinweg in Tramin ist ein sonniger Spazierwanderweg. Eigentlich wäre der alljährlichen Frühlingstal Spaziergang angesagt, doch haben wir heute nur circa zweieinhalb Stunden Zeit. Darum haben wir uns kurzerhand für den Weinweg, der fast vor unserer Haustür startet, umentschlossen.

Leider ist der Gewürztraminer Weinweg zurzeit nur zu circa einem Drittel für die Öffentlichkeit freigegeben. Der übrige Teil des Wanderweges ist noch in Ausarbeitung, somit auch noch nicht ausgeschildert. Und ich bin mir auch nicht sicher ob die Durchgangsgenehmigungen für Wanderer und Spaziergänger bereits vorliegen. Darum und auch weil ich nicht ganz sicher bin, den richtigen Weg getroffen zu haben, muss ich explizit darauf hinweisen, dass ein Nachwandern erst nach offizieller Einweihung des Gewürztraminer Weinweges möglich sein wird.

Durch die "Leitn" - auf dem Gewürztraminer Weinweg
Durch die „Leitn“ – auf dem Gewürztraminer Weinweg

Wir spazieren vom Altenheim Tramin die Schneckenthaler Straße bis zur Engstelle hinunter. Hier startet der Gewürztraminer Weinweg und hier ist er auch beschildert. Das bereits öffentliche Wegstück überrascht den Wanderer zuerst mit Kopfsteinpflaster aus Natursteinen, dann mit einer grandiosen Ansicht des Weinhügel Kastelaz gepaart mit dem Blick auf den höchsten gemauerten Kirchturm Tirols. Gemütlich führt uns der Gewürztraminerweg durch Rebanlagen hinüber bis zur „Leitn“ (=steiler Weinberg) von Schwester Herz. Hier würde uns die Beschilderung den betonierten Güterweg hinunter zur Andreas-Hofer-Straße führen, da hier das bereits öffentlich zugängliche Wegstück leider endet.

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Winter- und Silvester Spaziergang

Silvester steht vor der Tür. Ich muss frühzeitig ein Fotografie Plätzchen für die Traminer Silvester Feuerwerke suchen. Da trifft es sich gut, dass heute Nacht die Landschaft schön angezuckert wurde. Einem Winterspaziergang durch die Schneelandschaft kombiniert mit der Suche nach einem geeigneten Fotoplätzchen steht somit nicht im Wege.

Blick Richtung Norden – Tramin im Winter

Von der Traminer Fraktion Rungg spaziere ich vorbei am Weishof und Runggnerhof zuerst einige wenige 100 Meter hinauf Richtung Kastelazweg, biege dann rechts ab in die Weinberge. Querfeldein ist – auf der Suche nach dem besten Blick – am idealsten. Ich mag es durch die winterlichen Weinberge zu spazieren. Heute habe ich besonderes Glück. Dünne Schleierwolken schützen die wenigen Millimeter neues Weiß, das sich auf den Dächern und Weinberghängen von Tramin über Nacht niedergelassen hat. Es ist ein recht pulvriger, trockener Schnee der normalerweise in Nullkommanix – zumindest auf der südlich Sonnenhängen die ich heute fotografieren will – von den ersten Sonnenstrahlen geschmolzen werden würde. Nicht so heute. Ich habe ein zwei Stunden Luft.

Der beschauliche Weinberg Kastelaz, das Weindorf mit seinem markanten Kirchturm alles ganz in Weiß wunderschön. Ein Plätzchen für den Silvesterabend ist schnell gefunden. Ich hoffe auf viele Feuerwerke. Nacht, Feuerwerkslicht, reflektierender Schnee, das müsste eine ideale Kombination ergeben. Vorfreude kommt auf.

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Spaziergängermeile Fleimstalbahn

Fleimstaler Bahntrasse ein beliebter Spazierweg und ein toller Radweg

50 km Länge, 76 cm Breite, 46 % maximale Steigung, 60 m minimaler Radius, das sind die Kennzahlen der ehemaligen Fleimstalbahn, welche in den 20er bis in die 50er Jahren  Omi und Opi von Auer nach Predazzo gebracht hatte.

Mittlerweile sieht man auf der Bahntrasse keine Geleise, aber die Viadukte und Tunnel, sowie der für Spaziergänger und Radfahrer ideale Trassenverlauf sind geblieben und somit hat sich die ehemalige Trasse der Fleimstalbahn zu einer beliebten Radfahrstrecke und Spaziergängermeile entwickelt.

Wir spazieren vom Montaner Festplatz Richtung Glen/Pinzon hinüber. Jetzt kurz vor der Adventszeit präsentiert sich das Südtiroler Unterland braun in grau. Zwar nicht die schönsten Farben, aber dafür können wir uns über angenehme Temperaturen freuen.

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Therme Meran

Der Geburtstagsplan muss eingehalten werden. Der Besuch der Therme Meran steht noch an. Raus aus dem Touriseum, rein ins Auto, hinunter nach Meran zum Therme Parkplatz und schon stehen wir vor dem Glasbau der Therme. Wir sind bis jetzt immer nur maximal bis zum Eingangsbereich gekommen, heute aber wollen wir hinunter zum Badebereich. Der freundliche Kassierer klärt uns auf: die Familienkarte für 2 Erwachsene und Kind für 3 Stunden ist günstiger als die Normalkarten für 2 Erwachsene für 2 Stunden. Da fällt die Entscheidung leicht.

Im Außenbereich der Therme Meran
Im Außenbereich der Therme Meran

Umgezogen, Taschen und Badetücher bei einer Liege abgestellt und schon tauchen wir in das 34° C warme Wasser des Hauptbeckens der Therme Meran ein. Herrlich!

Die Therme bieten gleich mehrere Becken. Im Outdoor-Bereich, im 52.000 m² großen Thermepark liegen kühle Außenpools. Die sind nur im Sommer geöffnet.

Das macht aber nichts, den die zahlreichen beheizten Pools, die ganzjährig geöffnet sind, befinden sich nicht nur in der Halle, sondern reichen auch hinaus ins Freie, sodass man auch bei eisigen Temperaturen im Freien herrlich baden kann.
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Ausflug in die botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Schon wieder ein Jahr vorüber. Heuer wollen wir den alljährlichen Geburtstagsausflug in Meran verbringen. Zuerst die Messe in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus besuchen, dann Besichtigung der botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff und als Krönung, ein Sprung ins warme Wasser der Therme Meran. So der Plan!

Zum großen Missfallen der katholischsten Mami von allen versäumen wir mehr als die Hälfte der Messe. Ein Stau auf der Autobahn war schuld. Mir macht das nicht ganz so viel aus, ich besuche Kirchen vor allem der architektonischen Bewunderung wegen. Jedem das seine… 🙂

St. Nikolaus Kirche – Pfarrkirche der Kursstadt Meran

In der Stadtpfarrkirche zum Hl. St. Nikolaus von Meran
In der Stadtpfarrkirche zum Hl. St. Nikolaus von Meran

Das spätgotische Gebäude gleicht innen stark unserer, also der Traminer Pfarrkirche. Mächtige schnörkellose Säulen tragen ein Netzgewölbe mit kräftigen Rippen. Wir fühlen uns wie zu Hause. Sonnenstrahlen, durch die farbigen Kirchenfenster eingefärbt, fluten den hallenförmigen Raum mit bunten Licht. Für einen Werktag sind recht viele Kirchenbesucher anwesend. Aha, da vorne sitzt scheinbar eine Gruppe von Messnern. Vielleicht eine Messe zu Ehren der Messdiener?

Die übermannsgroßen Heiligen-Skulpturen, die vom Orgelbalkon herunterschauen, beeindrucken. Anna sieht den Nikolaus da oben stehen!

Von außen kann die Meraner Pfarrkirche nicht mit unserer Traminer Kirche mithalten. Es kann eben nicht jede Gemeinde den höchsten gemauerten Kirchturm Tirols haben 😉

Die botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Echse im Terrarium der Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Echse im Terrarium der Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Heute, 14. November, ist der vorletzte geöffnete Tag der landauf landab bekannten Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Wir waren schon einmal zu dritt hier. Damals hat Anna noch keinen Kinderwagen gebraucht *g*

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Castelfeder – Kraftort, Kultort?

Kraftbaum Eiche auf Castelfeder
Kraftbaum Eiche auf Castelfeder

Kraftort nennen ihn die Neumenschen, Ort der Besinnung die Meditierenden, Kultort die Esoteriker. Uralte Eichen, Fruchtbarkeitsrutsche, markiges Antlitz, die schönster Weindörfer dieses Erdballs im Blickfeld, das ist kein Kraftort, kein Meditationsort, kein Kultort – das ist der Ort wo die Götter wohnen. Alte Götter, keltische Götter.

Taranis, Teutates und Esus vom Neumenschen als heidnische Götter verteufelte werden heute keine große Freude haben. Sind wir doch nicht die einzigen neuzeitlichen Spaziergänger die heute Castelfeder für ihren Sonntagsausflugsort missbrauchen.

Spielende Kinder, fotografierende Erwachsene, Drohnen steuernde Technikfreaks, Geschichten von früher erzählende Senioren, meditierende Kursbesucher – alle Menschengattungen sind hier auf dem frühhistorischen Porphyrhügel Castelfeder zwischen Auer, Neumarkt und Montan zu finden. Kein Wunder, dass sich trotz Allerseelentag vor der Tür (neumodern Halloween) kein keltischer Gott blicken lässt.

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Törggele Wanderung von Vilpian zum Buschenschank Oberschol Hof

Zum Buschenschank Oberschol Hof, von Vilpian aus, nur 3,6 Wander-Kilometer und knappe 400 Höhenmeter, das kling ganz nach dem idealen Törggele-Herbstspaziergang.

Im Dorfzentrum von Vilpian in der Brauereistraße geparkt, müssen wir einige 100 Meter entlang der Meran-Bozen Straße zurück Richtung Terlan. Zum Glück ist der Gehsteig recht breit, somit stellt die Straße keine große Hürde für uns Sieben dar. Selbstverständlich haben die beiden Kleinen Ihre Rücksäcke mit. Die Puppe „Nene“ und der Elch wollten nämlich auch mit und die faul, müssen getragen werden. Sie dürfen aus dem Rucksack hinten rausschauen.

Zu den Planatsch Höfen

Herbstwanderung von Vilpian zum Buschenschank Oberschol Hof

Ein Wegweiser Mölten / Planatsch weißt uns den Einstieg in den Wandersteig. Die Törggele-Wanderung kann beginnen. Mäßig ansteigend marschieren wir oberhalb einer neuen Wohnsiedlung zuerst durch Weinberge hindurch und dann in den Laubwald des Terlaner Vorbergs hinein. Die Luft ist trocken, nicht glasklar, die Sicht für mittlere Fotodistanz passabel. Der Herbst ist schon recht weit fortgeschritten, die Blätter goldgelb. Da entlang des Steiges massenhaft Mäusedorn wächst, mischt sich in die goldgelben Herbsttöne sattes Grün.

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Castelmusika – musikalische Wanderveranstaltung

Castelmusika so nennt sich die kulturell-musikalische Wanderveranstaltung in Eppan, welche wir heute besuchen wollen. Leider ist das Wetter recht durchwachsen und wir wissen nicht so recht ob es Sinn macht nach St. Pauls zu fahren, wo die Wanderung starten würde.

Da es auf der Höhe des Maxi Mode Zentrum leicht nieselt, beschließen wir kurzerhand bis nach Eppan Berg hoch zu fahren und nur die wenigen Schritte bis zum Schloss Freudenstein hinüber zu spazieren. Das ist auch mit leichtem Nieselregen machbar.

In Eppan Berg ist der Nieselregen schon fast vorbei, trotzdem werden den Kleinen die volle Regenausrüstung übergezogen und die Großen mit Regenschirme ausgerüstet.

Über den Kreuzsteinweg spazieren wir zuerst durch das Viertel Eppan Berg hindurch, an der Abzweigung wo es zum Ansitz Zinnenberg hinunter geht vorbei, dann über den Matschatscher Weg bis hinüber zum Schloss Freudenstein. Den Schlosspark hat der Besitzer zu einer Golf Trainingsanlage umfunktioniert. Heute werden wir rein und uns die Anlage, auch als Nichtgolfer, anschauen dürfen. Eine massive Ringmauer schützt das Schloss nicht nur vor Angreifer, sondern auch vor neugierigen Wanderblicken.

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Durch die Rastenbach Klamm zur Kirchenruine Altenburg

Einstieg das Biotop Rastenbachklamm
Einstieg das Biotop Rastenbachklamm

Die Rastenbachklamm zwischen St. Josef am See und Altenburg ist ein eindrucksvolles, erwanderbares Naturdenkmal. Die Klamm bietet aufgrund ihrer Beschaffenheit spezielle klimatische Verhältnisse, sodass sich ihre Pflanzenwelt von der der Umgebung abhebt. Auf Porphyr Grund, über dem sich eine Schicht aus weißen Dolomit Gestein abgelagert hat, wachsen in der Klamm Flaumeichen, Manna-Eschen und Hopfenbuchen. Erst im oberen Teil machen sie einem Buchenmischwald, der an einige Stellen mir Föhren durchsetzt ist, Platz. Im Unterwuchs findet man vor allem Zyklamen und Farne wie z.B. das seltene Hirschzungenfarn.

Durch die Klamm

Für Otto-Normalverbraucher wie uns, ist die Klamm nicht unbedingt ihrer Pflanzen, sondern vor allem wegen ihrer geologischen Beschaffenheit interessant. Nein nicht aufgrund der Zusammensetzung der Gesteine, sondern vielmehr wegen des interessanten Wandersteiges, der durch die Klamm führt. Neben dem Rastenbacher Wasserfall führt uns nämlich eine steile, mittlerweile neue sehr breit und sicher erbaute mehrgeschossige Eisentreppe zügig bis zur luftigen Ausblicksplattform, von wo wir einen herrlichen Blick hinunter zum Kalterer See haben, empor.

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Weinlehrpfad Girlan

„Die letzte Fuhre“ in Eppan/Girlan, das ist gelebte Tradition. Es geht natürlich um die letzte Traubenfuhre, die in einem Weinbottich per Fuhrwagen zum Girlaner Dorfplatz gebracht wird.

Hier wartet, neben zahlreichen Schaulustigen, auch ein traditioneller Saltner.

Der Saltner – Hüter der Weinberge

Der Saltner ist eine Figur aus Großvaters Zeiten. Damals waren in Südtirols Weinbergen öfters Diebe unterwegs. Darum hat man junge Burschen auserwählt die Weinberge zu bewachen. Die Burschen haben Ledergamaschen, lederne Bundhosen, einen bestickten, breiten Gurt, um den Hals Ketten mit Eberzähnen und Gebisse von Nagetieren getragen. Die Kopfbedeckung der Saltner war ganz besonders interessant: ein Hut mit Pfauen-, Spielhahnfedern und Fuchsschwänze. Als Waffe hat der Saltner einen hellebardenartigen Spieß benutzt.

Genauso ein Bursche steht jetzt auf dem Girlaner Dorfplatz. Leider hat man ihn zum lächelnden Fotomodel degradiert. Mir gefällt das gar nicht, obwohl Anna – trotz lächeln – schon ein Respekt vor dem bärtigen Wachmann hat. Mit etwas Geduld kann ich eine halbwegs stilgerechte Pose einfangen.

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Südtirol Wanderungen mit der besten Freundin (jetzt Ehefrau und Mami) von allen