Archiv der Kategorie: Rund ums Wandern

Informationen, Tipps, Begrifferklärungen rund ums Wandern in Südtirol und alles was nicht so recht in die anderen Kategorien passt…

Spaziergang um den Kirchturm im Reschensee

Nach einer großartigen Wanderung im Tal der Bergsteiger, im Matscher Tal, musste ein Abstecher hinauf zum Reschensee einfach sein! Ich wollte mich an die Interpretation des vielfach fotografierten versunken Kirchturms wagen. Der „Turm im See“ machte auf mich schon immer – auch vor Netflix‘ Corona – Eindruck. Es ist der geschichtliche Hintergrund, der mich jedes Mal, wenn ich den Kirchturm im Reschen Stausee sehe zum Nachdenken bringt.

Sonnenuntergang am Reschensee. Die letzten Strahlen fallen durch den Glockenstuhl des versunkenen Kirchturms.
Sonnenuntergang am Reschensee. Die letzten Strahlen fallen durch den Glockenstuhl des versunkenen Kirchturms.

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GenussTag am Weinlehrpfad Kurtatsch – Margreid

Eingeladen vom Tourismusverein Südtiroler Unterland, dürfen wie heute einen GenussTag am Weinlehrpfad Kurtatsch – Margreid erleben. Das will ich mir nicht entgehen lassen. Doch leider kann man die beste Ehefrau von allen mit Wein jagen. Es hilft nichts, die Zweitbesetzung muss einspringen. Auf meinen Kollegen Andreas ist diesbezüglich Verlass, ihn muss man für Weinveranstaltungen nicht betteln.

So treffen wir uns um 15.00 Uhr vor der Kellerei Kurtatsch ein. Othmar Sanin, unser heutige Weinwanderführer, bittet uns in den Verkostungsraum der Kellerei hinein.

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Kellerei Kurtatsch

Kellerei Kurtatsch

Eine Mitarbeiterin der Weinkellerei klärt uns über die Kellerei, die Arbeit der Weinbauern und vor allem übers Terroir auf. Sie erklärt uns, dass die Weinlagen der Kellerei Kurtatsch in Südtirol eine Besonderheit darstellen, da sie von der tiefen Talsohle bis hoch hinauf unter die steilen Felswände des Mendelgebirges reichen und somit Europa weit gesehen, den größten Höhenunterschied innerhalb einer Gemeinde abbilden. Dadurch wird es ermöglich, dass in Kurtatsch jede Weinsorte ihr ideales Umfeld was Boden und Klima betrifft, findet. Während den Ausführungen dürfen wir die Weine der Terroir-Linie Hofstatt (Weißburgunder), Kofl (Sauvignon) und Kirchbichl (Cabernet-Rivera) verkosten. Man stellt uns keinen Spucknapf vor die Nase, auch schenkt man uns das Glas normal ein. Super, denn so fühlen wir uns bestärkt, den Wein nicht nur optisch zu beurteilen, zu riechen, zu schlürfen und durchzukauen, um ihn dann ausspucken zu müssen, sondern ihn genussvoll zu trinken. So mag ich Verkostungen am liebsten. Klasse!

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Terroir Kirchhügel – ein Cabernet Riserva

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Gaffer

Grau und steif gaffen sie jeden Tag durch mein Bürofenster. Egal ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, unerbittlich starren und glotzen sie mit erloschenen Augen, verziehen keine Miene, gaffen einfach nur mit starrsinnigen Gesichtern. Langweilige Gesellen, die nichts geben. Keine Inspiration, keine Ablenkung, keine Überraschung. Wäre da nicht das Häuschen obendrauf, Lenzenhof nennt man es, wären da nicht die beiden lustig Fahnen darunter, ich hätte das Fenster schon lange zugeklebt.

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Grauner Wände

Was will man machen mit solchen Gaffern. Mir fällt nicht viel ein. Seit Jahren gaffe ich einfach zurück und so gaffen wir uns jeden Tag von morgens bis abends von unten bis oben an. Ich hinauf, sie, die Grauner Wände herunter. So vergehen Stunden, Tage, Wochen, Jahre, ja sogar Jahrzehnte sind mittlerweile ins Land gezogen. Es ist so, wie es ist, wir Menschenkinder werden älter und schwächer, die Sehstärke nimmt ab, die Zeichen der Zeit hinterlassen ihre Spuren. In einem Anfall von Augenmüdigkeit und gleichzeitigem kindlichen Trotz, dem alltäglichen Gaff-Wettbewerb nicht schon wieder – wie jeden Tag – unterlegen sein zu wollen, greife ich den Apparat mit dem langen Teleobjektiv und gaffe mit geballter Technik zurück.

Hoppala – was ist das? Ein Baumhaus, ein Jägerstand, ein Luftschloss? Nein, nein, nein – das kann nicht sein! Das gaffe ich Jahrzehnte hinauf, finde nicht einmal einen Quell der Inspiration, der Ablenkung, der Überraschung und heute – wie aus dem Nichts – ein Luftschloss!

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Grauner Wände, Jagerstand

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Vom Naturlehrpfad zum Krampus-Buggelkorb

Wintereinbruch im Mai, keine Seltenheit in Südtirols höher gelegenen Tälern. Anders südlich des Kalterer Sees. Hier bei uns ist es schon etwas Besonderes, wenn gleichzeitig mit roten Mohnblumen, grünen Feigen auch weiße Berggipfel auf Bild gelangen.

Wir nutzen die besondere landschaftliche Schönheit für einen kurzen Spaziergang. Vorbei an den drei Häusern und dem Wimpissinger Hof spazieren wir hinauf nach Söll.

Söll

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Söll / Tramin

Unter uns, umgeben von frisch getriebenen Gewürztraminer Weinreben, die kleine Fraktion mit dem malerischen Kirchlein, dahinter der Kalterer See und darüber die angezuckerten Bergkuppen – ein nicht alltäglicher Ausblick.

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Die Kirchensteige von Tramin

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Dirndl – auf dem Kirchensteig zurück von der Messe

Als es in Südtirol noch zum guten Ton gehörte sonntags die Messe zu besuchen, waren die Kirchensteige eine wichtige Verbindungsader zwischen Gläubigen und Gotteshaus. Heute sind viele alte Kirchensteige verschwunden. Herr und Frau Südtiroler brauchen sie anscheinend nicht mehr. Glücklicherweise wurden einige als Spazier- und Wanderwege erhalten. In Tramin hat man derer drei.

Da sie alle drei mit „Kirchensteig“ ausgeschildert sind und keine zusätzliche Bezeichnung tragen, nenne ich sie hier den alten, den mittleren und den neuen „Kirchnsteig„. Ich leite das nicht vom tatsächlichen Alter der Steige ab, sondern vom Zeitpunkt der wandertechnischen Wiederentdeckung derselben.

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Ausflug nach Trient ins Museo delle Scienze (Muse)

Als Traminer leben wir zwar ziemlich nahe an der Sprachgrenze, trotzdem zieht es uns recht selten in den italienisch sprachigen Raum. Nicht weil es dort nicht schön wäre, eher aufgrund der Macht der Gewohnheit. Heute wollen wir dem entgegenwirken und machen uns auf nach Trient. Ein Besuch des Museums der Wissenschaft in Trient mit anschießendem Stadtbummel ist geplant.

Die beste Ehefrau von allen fügt in den Plan noch schnell einen Kirchenbesuch ein.

In der Kathedrale von Trient findet um 9.00 Uhr leider keine Messe statt, darum besuchen wir das 200 m entfernte, auch sehr prachtvolle, Gotteshaus Santa Maria Maggiore. Auch dort haben einige Sitzungen des Konzils von Trient stattgefunden.

Nach der Messe geht es direkt hinunter zum Glasbau des Museums.

MUSE – Museo delle Scienze

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Tierwelt – Museo delle Scienze

Das wissenschaftliche Museum (MUSE) überzeugt nicht nur mit seinen interaktiven Ausstellungen zu Wissenschaft, Mensch, Tierwelt auch architektonisch macht es einiges her.

MUSE, im architektonischen Schnitt einem Berg nachempfunden, nutzt die Metapher des Berges, um über das Leben auf der Erde zu berichten. Vom Untergeschoss, der Welt der ausgestorbenen Dinosaurier, geht es Stockwerk für Stockwerk hinauf, über die Entwicklung des Menschen, den Lebensraum der Tiere bis hin zu Präsentationen über Umwelt, Landschaft du Planeten.

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Safari und Zoo Parco Natura Viva in Affi

Kindergeburtstag. Die Lisa lädt zum Besuch des Safari-Zoos Parco Natura Viva in Affi ein. Ok, ein Zoobesuch ist zwar keine Wanderung aber als Spaziergang geht er schon durch.

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Giraffe im Tiergarten Parco Natura Viva in Affi

Die beste Mami von allen, Anna und ich waren bereits vor 2 Jahren  dort. Damals haben wir zuerst den Wallfahrtsort Madonna della Corona besucht und haben dann einen Abstecher nach Bussolengo gemacht. Somit hatten wir damals einen halben Tag im Tiergarten. Heute wird es ein ganzer Tag.

Ich kenne den Zoo, vor allem den Safari Teil, aus Kindertagen. Damals war er etwas heruntergekommen. Heute ist der Fauna Park „Parco Natura Viva“ ein Vorzeige-Tiergarten!

Aber seht einfach selbst:

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Kaltern Weinwandertag

Das Weindorf Kaltern ist groß. Will man alle, in der Weinwandertag-Broschüre, eingezeichneten Wege erwandern, dann wird die Zeit für die Besichtigung der teilnehmenden Weinproduzenten nicht ausreichen. Darum ist die Wahl des Einstiegs in den Kalterer Weinwandertag eine wichtige!

Weingut Niklas

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Ab in den Keller des Weinguts Niklaserhof

Wir starten heuer in St. Nikolaus, im Brunnenweg und kehren nach nur 5 min wandern bei dem Weingut Niklas der Familie Sölva ein.

Ein Glasl Weissburgunder im innenarchitektonisch interessanten Verkaufsraum verkostet, wo außer zahlreichen Weinen auch feine, selbst produzierte, Destillate angeboten werden und dann ab in den Keller.

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Winter- und Silvester Spaziergang

Silvester steht vor der Tür. Ich muss frühzeitig ein Fotografie Plätzchen für die Traminer Silvester Feuerwerke suchen. Da trifft es sich gut, dass heute Nacht die Landschaft schön angezuckert wurde. Einem Winterspaziergang durch die Schneelandschaft kombiniert mit der Suche nach einem geeigneten Fotoplätzchen steht somit nicht im Wege.

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Blick Richtung Norden – Tramin im Winter

Von der Traminer Fraktion Rungg spaziere ich vorbei am Weishof und Runggnerhof zuerst einige wenige 100 Meter hinauf Richtung Kastelazweg, biege dann rechts ab in die Weinberge. Querfeldein ist – auf der Suche nach dem besten Blick – am idealsten. Ich mag es durch die winterlichen Weinberge zu spazieren. Heute habe ich besonderes Glück. Dünne Schleierwolken schützen die wenigen Millimeter neues Weiß, das sich auf den Dächern und Weinberghängen von Tramin über Nacht niedergelassen hat. Es ist ein recht pulvriger, trockener Schnee der normalerweise in Nullkommanix – zumindest auf der südlich Sonnenhängen die ich heute fotografieren will – von den ersten Sonnenstrahlen geschmolzen werden würde. Nicht so heute. Ich habe ein zwei Stunden Luft.

Der beschauliche Weinberg Kastelaz, das Weindorf mit seinem markanten Kirchturm alles ganz in Weiß wunderschön. Ein Plätzchen für den Silvesterabend ist schnell gefunden. Ich hoffe auf viele Feuerwerke. Nacht, Feuerwerkslicht, reflektierender Schnee, das müsste eine ideale Kombination ergeben. Vorfreude kommt auf.

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Therme Meran

Der Geburtstagsplan muss eingehalten werden. Der Besuch der Therme Meran steht noch an. Raus aus dem Touriseum, rein ins Auto, hinunter nach Meran zum Therme Parkplatz und schon stehen wir vor dem Glasbau der Therme. Wir sind bis jetzt immer nur maximal bis zum Eingangsbereich gekommen, heute aber wollen wir hinunter zum Badebereich. Der freundliche Kassierer klärt uns auf: die Familienkarte für 2 Erwachsene und Kind für 3 Stunden ist günstiger als die Normalkarten für 2 Erwachsene für 2 Stunden. Da fällt die Entscheidung leicht.

Im Außenbereich der Therme Meran
Im Außenbereich der Therme Meran

Umgezogen, Taschen und Badetücher bei einer Liege abgestellt und schon tauchen wir in das 34° C warme Wasser des Hauptbeckens der Therme Meran ein. Herrlich!

Die Therme bieten gleich mehrere Becken. Im Outdoor-Bereich, im 52.000 m² großen Thermepark liegen kühle Außenpools. Die sind nur im Sommer geöffnet.

Das macht aber nichts, den die zahlreichen beheizten Pools, die ganzjährig geöffnet sind, befinden sich nicht nur in der Halle, sondern reichen auch hinaus ins Freie, sodass man auch bei eisigen Temperaturen im Freien herrlich baden kann.
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