Margreid Leitnweg-Entiklar-Penon Lahnweg

Spätherbst, da zieht es den geneigten Wanderer gerne an die bunte Weinstraße. So auch uns. Und weil die beste Ehefrau von allen viel Sonne tanken möchte, muss es natürlich ganz in den Süden der Südtiroler Weinstraße gehen. Margreid ist unser Startplatz. Das jetzt im Spätherbst etwas schattige Dörfchen, macht mit dem Fenner Bach, der sich aus zwei finsteren Felswänden hervordrängt, einen archaischen Eindruck. Ich finde die ursprünglichen Häuser entlang der Josef-Alberti-Straße und die Pfarrgasse (unser Startpunkt) malerisch und würde gerne – aber da war doch was – ach ja Sonne tanken! Also schnell raus aus dem Schatten, die Josef-Alberti-Straße hinunter und dann rauf in die Franz-von-Frenner Straße, welche direkt in den Leitenweg übergeht.

Herbstliches Kurtatsch vom Leitnweg aus gesehen

Leitenweg von Magreid nach Entiklar

Die steile Feldstraße führt, wie der Name bezeugt, hinauf in die steilen Weinberge (=Leitn) Margreids. Die beste Ehefrau von allen schwebt im doppelten Glück. Sonne und Erinnerungen an Kindheitstagen. In den Margreider Leitn und zwar in der obersten, war sie als Kind schon oft. Die gehörte ihrem Vater und so ist sie nicht nur einmal hier gewesen, um bei der „Pergelarbeit“ zu helfen.

Trauben hängen heute keine. Dafür ist der Herbst schon zu weit fortgeschritten. Aber goldbraune Blätter hängen noch und versenken die Landschaft in einen goldenen Traum.

Das Weindorf Kurtatsch rückt in den Blick. Endlich dürfen wir ohne Steigung die Weinberge queren. Links ein Pfahl mit 3 Wegweisern: Fennberg, Penon Lahnsteig, Entiklar. Wir wandern gerade aus hinüber nach Entiklar. Den Lahnsteig heben wir uns für den Rückweg auf.

Der Leitnweg im Südtiroler Unterland unter südlicher Sonne

Ein leichter, wolkiger Schleier über dem Firmament zaubert ein magisch Licht in den Himmel. Wir wandeln, wie in einer Traumwelt, in die Reblandschaft von Entiklar empor. Ein kurzer Ausflug querfeldein in die Weinberge entlockt dem Panorama die Sicht zurück auf das an den Fenner Berg angeschmiegte Margreid. So wie es ausschaut, wird uns das eigentümliche Licht den ganzen Tag begleiten. Fantastisch!

Blick nach Margreid

Vorbei am Mühlhöfl wandern wir über den Mühlweg hinauf nach Rain, einer Häusergruppe zwischen Kurtatsch und Penon. Von Süden schaut uns der Magreider Kirchturm nach, während von hoch oben der Penoner Turm runter glotzt.

Wasser plätschert durch einen Weinberg, einige Meter weiter trifft der Mühlweg auf die Penoner Straße.

Mühlhöfl

Es hilft nichts, wir müssen ihr trotz Fehlen eines Gehsteiges folgen, zumindest bis zum Kofelweg hinauf.

Eine Kehre, eine zweite Kehre, eine langgezogene Kurve und endlich dürfen wir die Straße für den Kofel im Tal Weg verlassen.

Durch einen Weinberg hindurch, dann hinein zum Entiklarer Bach, weiter bis zum Ansitzes Voldersberg und dann hinauf über den Kofelweg nach Hinterpenon.

Kofel im Tal Weg

Die 70 m hinauf zum Dorfzentrum, wo die St. Nikolaus Kirche steht, müssen natürlich auch noch sein. Der Friedhof, der die Kirche umgibt, bietet nicht nur einen guten Panoramablick auf das Südtiroler Unterland, er beherbergt Vater und Opa meiner beiden Mädels.

Über den Lahnsteig von Penon nach Magreid

Von der Kirche müssen wir wieder hinunter nach Hinterpenon, dann wenige 100 m Richtung Sulzhof weiter und finden so zu unserer Linken, den Wegweiser „3B Lahnsteig“, der uns hinunter nach Magreid bringen soll.

Über den Lahnweg anch Margreid

Diese über Jahrhunderte genutzte schnellste Verbindung von Penon mit Margreid führt uns zuerst recht gemütlich an die Kante der Penoner Geländeterrasse hinaus und bringt uns dann zuerst mit Blick auf Kurtatsch, dann auf Margreid bis an die Grenze des letzten, im Sinne von tiefst gelegenen, Penoner Weinbergs hinunter.

Jetzt heißt es einen bewaldeten Felsriegel überwinden. Wir passieren das Waldstück zuerst steil, dann etwas flacher und schaffen so den „Sprung“ von der Penoner Geländeterrasse über die Penoner Dolomitwände hinunter in die Margreider Weinleiten.

Der Lahnsteig führt mitten durch das Biotop Margreider Leiten hindurch

Mitten im Wald an der flachen Stelle, wo wir, ohne es groß zu merken, ein Felsband queren, weist ein Schild „Biotop Margreider Leiten“ auf die Besonderheit des lichten submediterranen Hangwaldes hin. Hier wachsen Mannaesche, Flaumeiche, Felsenbirne, Kreuzdorn, Kornelkirsche, wolliger Schneeball, Hopfenbuche, Roter Hartriegel, Winterlinde und als Überhälter (einzelne Bäume, deren Krone sich über die sie umgebende Gehölzvegetation erhebt) Föhren und Buchen. Auch die mittlerweile in Europa eher selten anzutreffende Eibe findet man hier. Eiben gehören zu den ältesten und schattenverträglichsten Bäumen Europas. Ihre Früchte sind giftig, doch ihr Holz aufgrund seiner Härte und außergewöhnlich Zähigkeit seit alters her sehr begehrt. Der Mann aus dem Eis „Ötzi“ hat z.B. einen Bogen aus Eibenholz mit sich getragen.

Entlang einer Steinmauer zurück nach Margreid

Nach so viel mannigfaltigem Wald treten wir hinaus in die Weinleiten, folgen einer Steinmauer und verlassen alsdann den Lahnsteig zugunsten des Leitenweges, dem wir hinunter zu unserem Ausgangspunkt nach Margreid folgen.

GPX Daten Margreid Leitnweg-Entiklar-Penon Lahnweg

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Herbstfotos Margreid Leitnweg-Entiklar-Penon Lahnweg

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