Archiv der Kategorie: Wandern

Wanderungen im Südtiroler Mittelgebierge

Von Matschatsch zu den Eppaner Eislöcher

Wieder ein Wetterbericht der nichts Gutes – ok ist Ansichtssache – verspricht. Wieder ist eine Wanderrunde gefragt, die keiner langen Anreise bedarf.

Eislöcher, Eislöcher!“, jauchzt Anna.
Ich entgegne: „Jo, obr zem worsch jo schun amol.“
Anna: „Isch gleich, i bsin mi eh nimmer!“

Ok, dann Eislöcher. Um die Wanderung zum einmaligen Naturspektakel ein wenig von der letzten Eislöcher-Wanderung abzuändern, fahren wir über die Kalterer Höhe nach Matschatsch und parken am Parkplatz vor dem gleichnamigen Schloss.

Nach der Rastenbachklamm-Wanderung sind wir auf den Geschmack gekommen ab und zu mal eine Wanderung von oben ausgehend zu beginnen.

So wandern wir von Matschatsch ausgehend den Edith-Stein-Weg entlang bis zur Jagerwies, einer Wiese, welche von mächtigen Buchen umrahmt ist. Die prächtigsten Exemplare tragen ein Schild „Naturdenkmal“.

Naturdenkmale Buchen

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Gemütlich wandern über den Salten

Der Salten, Lärchenwiesen soweit das Auge reicht, mittendurch der Fernwanderweg E5 und die Via Alpina (gelbe Route), eine Genusswanderung für Familien, Senioren, Spaziergänger. Anna hofft auf viele Alm Tiere. Pferde, Kühe, Schafe möchte sie nicht nur sehen, vor allem streicheln. Wir werden sehen ob sich das ausgeht.

Traditionelle Holzzäune findet man auf dem Tschöggelberg am Salten viele.

Zuerst müssen wir hinauf auf den Tschöggelberg. Wir entscheiden uns für die Anfahrt über Jenesien und parken vor den Sportplätzen des sonnigen Dorfes, dessen Bergdorf Charakter in den letzten Jahrzehnten durch Zuzug aus Bozen etwas verloren gegangen ist. Das bezieht sich aber nur auf das Dorf selbst. Rund herum z.B. auf dem Hochplateau „Salten“ da schaut das anders aus, da sind die seit Alters her bewirtschafteten, mit Lärchen durchsetzen Wiesen, erhalten geblieben. Genau da wollen wir jetzt hin.

Eine ganz besondere Kulturlandschaft: Wiesen mit Lärchen durchsetzt.

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Friedensweg

Weil wir vorige Woche, beim Wandern durch die Rastenbachklamm, das obere Stück ausgelassen haben, wollen wir heute nochmals hin und es nachholen, in Kombination mit einer Wanderung über den Kalterer Friedensweg.

Von Altenburg geht es zuerst hinaus auf die Panoramaaussicht auf Kalterer See, St. Peter Kirchenruine und Kaltern, über die Hängebrücke hinüber Richtung Kirchenruine (Punkt Liebe) und dann tief hinunter in die Rastenbachklamm (Punkt Mut) zum Altenburger Bach.

Der obere Teil der Rastenbachklamm ist zugleich der Abschnitt „Mut“ des Friedensweges

So können wir nun, nach links abzweigend, das obere Stück Rastenbach-Wanderung nachholen. Dieses ist gleichzeitig der Kalterer Friedensweg, den wir nun in umgekehrter Richtung erwandern. Umgekehrt in der Reihenfolge seiner sieben Besinnungspunkte: Maß, Klugheit, Gerechtigkeit, Glaube, Hoffnung, Mut und Liebe.

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Von Söll nach St. Josef am See und durch die Rastenbachklamm nach Altenburg

Von Söll über den Naturlehrpfad und Kalterer Seeweg hinunter bis zum Kirchlein St. Josef am See, dann durch den Weiler St. Josef am See, vorbei am Keller-Labyrinth des Weingut Dominikus hinauf bis zum Beginn des Steiges Rastenbachklamm (erkennbar an einer großen Infotafel „Die Rastenbachklamm“).

Die große Infotafel „Die Rastenbachklamm“ markiert den Beginn des Wandersteiges Rastenbachklamm

Obwohl der Wetterbericht durchwachsenes Wetter angesagt hat, stehen wir nun vor der Infotafel unter einem sonnendurchfluteten Blätterdach. Perfekt!

Den Rastenbach Steig kennen wir zur Genüge. Trotzdem macht es immer wieder Spaß ihn zügig hinauf zu wandern; in Erwartung der ersten Treppe. Denn dort beginnt der coole Teil, die eigentliche Klammwanderung.

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Rundwanderung mit Lago di Lamar und Lago Santo

Im Valle dei Laghi zwischen der Paganella und dem Etschtal liegen zwei Seen, die einstmals ein einziger See waren. Durch einen Erdrutsch getrennt, sind die heutigen Seen Lago di Lamar und Lago Santo entstanden. Der nördliche Lago di Lamar ist besonders abwechslungsreich. Glasklares Wasser, von Wald, teils von einem Gras grasbewachsenen Badestrand und teils von einer Felsklippe, von der Wagemutige in Wasser tauchen, umgeben. Der Lago Santo hingegen ist etwa einfacher gestrickt. Er ist von einer gleichmäßigen, mit Schilf bewachsenen, Uferzone umgeben, die ab und an den naturbelassenen Zugang zum See ermöglicht.

Das Ziel, die beiden Seen Laghi di Lamar (Lago di Lamar & Lago Santo)

Obwohl Anna ihre Badehose eingepackt hat, wollen wir nicht zum Schwimmen hin, sondern zum Wandern. Wir fahren nach Monte Terlago, parken am Nordrand des Bergdorfes, am Ende der Strada della Paganella (circa 750 m ü. d. M.).

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Wanderung vom Lago Smeraldo zum Wasserfall von Tret

Der St. Felixer Wasserfall am Nonsberg oder doch die Cascata di Tret nella Val di Non? Egal, da wollen wir heute hin. Das Nonstal – wir Südtiroler nennen es Nonsberg, ist ein Seitental des Etschtales. Es verläuft parallel zum Überetsch-Unterland. Wäre nicht der Mendelkamm, könnten wir Traminer den Nonsbergern die Hand schütteln. Doch knappe 1.800 Höhenmeter auf unserer Seite und 1.000 Höhenmeter auf deren Seite sind ein Hindernis. Der Mendelpass bietet Abhilfe.

Start am Lago Smeraldo

So fahren wir über die Kalterer Höhe zur Mendel hinauf, dann runter nach Fondo bis zum Lago Smeraldo. Hier beginnt die flache Wanderung, die man, abgesehen von der Länge, gut und gerne auch als Spaziergang bezeichnen könnte. Wir wollen nach Tret, einer Fraktion von Borgo d’Anaunia, und zwar nicht zum Lago di Tret (=Felixer Weiher), sondern zum Wasserfall von Tret. Die Bezeichnungen sind in dieser Gegend recht unterschiedlich. Klar an einer Sprachgrenze, das obere Nonstal liegt im deutschsprachigen  Südtirol, während der mittlere und untere Teil im italienischsprachigen Trentino liegen, hat sich in jede Volksgruppe der eigenen Namen entwickelt. Die einen sprechen vom Felixer Weiher und dem Felixer Wasserfall, die anderen vom Lago di Tet (auch Lago di Santa Maria) und der Cascata di Tret. Das ist ok, wenn man weiß, dass das gleiche gemeint ist.

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Wanderung vom Penegal zum Bergner Kreuz

Vom Penegal führt ein Wandersteig in nördlicher Richtung bis Bergner Kreuz und weiter bis zum Gantkofel. Start und Ziel liegen zwar fast auf gleicher Höhe, aber eben ist der schöne Pfad trotzdem nicht. Zwischen 500 und 600 Höhenmeter müssen überwunden werden. Es gilt die Furglauer Scharte, im Höhenprofil eine 200 m tiefe Mulde, zu durchschreiten.

Wie immer seit Corona, sind wir sehr spät gestartet. Annas Tagesrhythmus hat sich von früh schlafen und früh aufstehen auf spät schlafen und spät aufstehen verschoben. Das ist Werktags fein. So können wir Erwachsene morgens ungestört arbeiten. Für unsere Sonntagsausflüge ist es zwar etwas ungewohnt, da wir meist erst zwischen 11.00 und 12.00 Uhr losmarschieren können, doch jetzt im Hochsommer, wenn die Sonne lange scheint und der Tag bis spät abends hinein reicht, geht das in Ordnung.

Blick auf den Kalterer See

Hinter dem Hotel Penegal genießen wir einen Moment den Blick auf den tief unter uns gelegenen Kalterer See. Dann geht es hinter den Funkmasten des Penegals erstmals bergab. Der Wandersteig ist schmal, begrünt, die Vegetation leicht bewaldet mit Föhren und Lärchen, blühenden Trollblumen und ab und zu rote Alpenrosen am Wegesrand. Ein blumiger sanfter Steig, genauso wie er mir gefällt.

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Wunderschöne Bilder vor der Haustür – über Söll ins Höllental

Bei schönen Südtirol Bildern denkt man sofort an die Wander-Hotspots à la Drei Zinnen, Pragser Wildsee oder Geisler Spitzen. Ich muss zugeben, dass ich selbst oft nur diese Bilder im Kopf hatte. Das war aber vor Corona. In der schwierigen Zeit habe ich eines gelernt: das Nahe, das vor der Haustür Befindliche ist – sofern man ihm genug Aufmerksam schenkt – genau so schön und fotogen! Zugegeben, markante Bergspitzen und idyllische Bergseen strahlen eine magische Anziehungskraft auf Foto-Jäger aus, doch schaut man genau hin und schaut man öfters hin, dann erschließen sich auch an alltäglichen Orten wunderschöne Bilder.

Blick über die Weinberge nach Söll. Im Hintergrund die Leuchtenburg über dem Kalterer See.

So auch in unseren Heimatdorf. Die gepflegte Weinberg-Kulturlandschaft gepaart mit dem wilden Höllental reizt. Hatte ich noch vor diesem März fast keine Bilder des Traminer Höllentals in meinem Fotoarchiv, hat sich das nun explosionsartig geändert. Der täglichen Mittagsrunde sei Dank. Wir absolvieren diese Mittagstour immer exakt gleich: 6er Steig – Zogglerwiese, Zogglerstange und zurück durch das Rappental. Die beste Ehefrau von allen – eine andere habe ich nicht – will das genau so! Jeden Tag, der gleiche Weg, ja keine Variante!

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Das Unbekannte vor der Haustür- durch das Höllental zum Bad Klapf

„Bad Klapf“ – das beliebte Freizeitziel, der Traminer aus Vorkriegstagen, ist heute unser Wanderziel. Mittlerweile ist der „Klopf“ – wie wir Traminer ihn nennen – zwar nur noch ein Platz, auf dem eine private  Holzhütte steht (keine Einkehrmöglichkeit!) und ist darum für Ottonormalwanderer als Wanderziel nicht sonderlich interessant, aber für mich als Abkömmling vom Gummererhof, der als Kind fast jeden Sonntag vom Bergbauernhof des Nens bis zum „Klopf“ hinein spazieren durfte/musste, ist er ein Ort, der Erinnerungen.

Blick entang des Höllentals hinunter nach Tramin

Wir marschieren zuerst entlang des Höllentalbaches den Geoweg hinauf bis zu den Höfen der Familien Pernstich und Moser. Leider ist ein kurzer Teil gesperrt. Eine Murre hat den Wanderweg verlegt. Wir behelfen uns mit etwas Klettergeschick. Wer nachwandern möchte, der muss entlang der Asphaltstraße, hinter dem Schloss Rechtenthal zu den „Drei Häusern“ und dann weiter zu besagten Höfen herauf. Das ist nur ein klein wenig weiter, dafür bedeutend sonniger und auch aussichtsreicher.

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Täglicher Mittagssport – rund um das Traminer Höllental

Täglicher Wandersport, jeden Tag, zur Mittagszeit. Zuerst den steilen 6er Steig hinauf zur Zoggler-Wiese und dann gemütlich über den Traminer Geoweg durch das Höllental zurück zum Mandlhof. Mittlerweile kennen wir jeden Stein, jede Wurzel auswendig. Nur selten ändern wir diese erprobte, seit Corona bei uns eingebürgerte, Wanderrunde. Wenn die Lust auf Steigung fehlt, was recht nicht oft passiert, dann geht es „nur“ den flachen Kastelazweg hinaus nach Kurtatsch und zurück und wenn aufgrund des Wochenende eine zeitliche Verlängerung möglich ist, dann wandern wir von der „Zogglerstange“ nicht direkt den 10 Weg hinunter nach Tramin, sondern verlängern die Runde über den Wanderweg 4B nach Altenburg, um dann über Söll zurück zum Mandlhof zu gelangen.

Gewitterstimmung, Höllental, Mohnblumen

Fotoapparat ist da, außer dem Smartphone, keiner dabei. Nur einmal habe ich eine Kamera mitgenommen, weil ich es schade fand, genau die Wanderwege die wir am öftesten austreten, nicht zu dokumentieren.

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