Herbstgenuss in Radein und Geoparc Bletterbach

Mansuet‘s Hofburger mit knusprigen Bauernkartoffeln beim Herbstgenuss Radein

Törggelen der etwas anderen Art ist heute in Radein angesagt. Der Radeiner Herbstgenuss verbindet kulinarische Köstlichkeiten, die sich vom schnöden Törggelen abgeben, mit einer gemütlichen Erkundung des Bergdorfes Radein.

Herbstgenuss-Fest in Radein

Lourdeskapelle in Radein beim Thomaser Hof

Wir sind bereits um 10.30 Uhr vor Ort. Es sind noch nicht sehr viele Genießer eingetroffen. Am ersten Stand bekommen wir Gratislose und eine Karte mit dem Programm und den Genussstadionen ausgehändigt. Da die Kleinen auf halb Zwölf Uhr Mittagessen eingewöhnt sind, nehmen wir uns für vormittags nicht viel vor. So schlendern wir zuerst zur kleinen Lourdeskapelle neben dem Thomaser Hof. Der Schlüssel steckt. Hmm… wahrscheinlich zum Aufsperren gedacht, oder? Wir schauen rein. Die Lisa und der Hannes sind sehr musikalisch. Sie trällern ein Kirchenlied in Richtung Grotte.

Alphornbläser vor dem Gasthaus Nigglhof in Radein

Ein Abstecher zum Gasthaus Nigglerhof, wo zuerst ein Drei-Männer-Chor zwei Trinklieder zum besten geben und dann Alphornbläser Ihre Hörner musikalisch in Szene setzen, dann geht es gemütlich über die heute für Autos gesperrte Radeiner Landesstraße, vorbei an einem Imkerstand, dem Stand der Jugend Radein und dem der Chöre Radein hinüber unter der St. Wolfgang Pfarrkirche.

Nun verlassen wir den eingezeichneten Herbstgenuss-Wanderweg und verlängern die Radein-Runde indem wir bis hinunter zum Eingang des Traditionshotel Zirmerhof spazieren und anschließend hinauf zum Stand des Theatervereins weiterwandern. Von hier geht es über den Festplatz, wo die Schützen Schopfbraten vom Kohlegrill mit Polenta aus dem Kupferkessel anbieten, hinunter ins Dorfzentrum.

Knödeltris

Die Station Mansuethof & Isihütte ist unser Mittagsziel, denn Knödeltris mit Zirmbutter und geriebenem Bergkäse, Mansuet‘s Hofburger mit knusprigen Bauernkartoffeln, Schmackhaftes vom Radeiner Weideochsen und Radeiner Apfelschnitten und Zirmertorte das klingt formidable! Das haben sich scheinbar viele Genießer gedacht und so haben wir nur Glück einen Tisch zu ergattern und vor dem Großangriff auf die Küche, unsere Bestellung aufgeben zu können.

Let‘s Go, lasset das Genießerherz höherschlagen. Knödeltris mit Zirmbutter, Mansuet‘s Hofburger mit Bauernkartoffeln, Schmackhaftes vom Radeiner Weideochsen mit Kräuterpolenta – wir kosten alles. Und es schmeckt, Klein und Groß.

Das Herbstfest ist im vollen Gange. Menschenmassen drängen sich um die Essensausgaben und stehen wartend vor besetzten Tischen. Wir machen unseren Platz frei, wir haben sowieso vor ein Stück zu wandern. Die Runde um Radein war uns zu kurz.

Wanderung von Radein zum Bletterbach

Vorbei am GEOMuseum Bletterbach marschieren wir, der Beschilderung Bletterbach folgend, Richtung Geoparc. Es führen gleich mehrere Wanderwege von Radein zum bekannten Dolomiten Uesco Weltnaturerbe hinein. Wir halten uns am Europäischen Wanderweg E5.

Eigentlich wollten wir nur bis zum Bletterbach Canyon hinein und dann wieder zurück, einen kruezn Verdauerungsspaziergang machen. Aber ein Wanderführer macht uns darauf aufmerksam, dass im Bletterbach Helmpflicht besteht und Eintritt zu zahlen sei. Wussten wir. Wir entgegen, dass wir nur bis zum Bletterbach und wieder zurückwollen, also nicht eine Geoparc Touren machen möchten. Dann erklärt uns der freundliche Wanderführer, dass wir eine Wanderrunde machen könnten und weiter oben über einen schönen Steig zurück nach Radein wandern könnten.

So werden wir es machen. Wir wandern den E5 weiter. Doch irgendwie landen wir dann doch im sogenannten Taubenleck und anschließend im Bachbett des Bletterbaches und stehen somit inmitten des Unesco Naturerbes Geoparc Bletterbach. Das ist uns etwas peinlich. Kein Helm, keine Eintrittskarten. Und jetzt? Schnell raus aus dem Canyon!

Blick vom Jagersteig hinunter auf den Geoparc Bletterbach

Wir müssen dem Geoparc-Bach zum Glück nur wenige Dutzend Meter folgen und können ihn dann, leider auf der falschen Seite, über den sehr steilen Jagersteig, der zum Forstweg und Gorzsteig hinauf führt, verlassen. Der Anschluss zur Gorz-Steig („Gorz“ ist der Talschluss im Geoparc Bletterbach) wäre mittlerweile auch nicht anders machbar. Früher könnte man über eine lange Eisentreppe den „Butterloch“-Wasserfall überwinden. Die Treppe wurde 2009 von einem Erdrutsch zerstört. Man hat sich dann aus sicherheitstechnischer Gründen entschlossen die Eisenstiege nicht nur, nicht mehr aufzubauen, sondern hat im Jahre 2015 mit einer aufwendigen Aktion durch die Bergrettung und die Forstverwaltung sämtliche Reste entfernt. Somit ist der direkte Weg mit Überwindung des Butterlochwasserfall versperrt. Da man im Jahre 2011 eine neue Trasse, den sogenannten „Jagersteig“, angelegt hat, ist es trotzdem möglich im Bletterbach eine Rundwanderung zu absolvieren.


Achtung, sehr wichtiger Hinweis!

Das Nachwandern dieser Tour ist nur erlaubt, wenn die folgenden Regeln eingehalten werden:

  • Das Tragen eines Schutzhelmes ist Pflicht!
  • Eine kostenpflichtige Eintrittskarte muss gelöst werden!

Helm und Eintrittskarte bekommst du entweder im Besucherzentrum Aldein oder im GEOMuseum Radein.


wandern unterm Weißhorn

Mittlerweile scheint die Sonne recht stark, so kommen wir beim Aufstieg über den Jagersteig richtig ins Schwitzen. Das strengste Stück ist damit geschafft und wir können nun gemütlich, mit Blick auf das Gipfelkreuz des Weißhorns, bis zu Wanderwegkreuzung „Floscherbründl“ marschieren. Rechts ging es wieder hinunter in den Bletterbach. Links bleibt man auf dem Waldweg, um dann den Bletterbach kurz vor dem Talschluss, der „Gorz“, überqueren zu können. Da wir keine Bletterbach-Tour geplant haben und vor allem keinen Helm und Eintrittskarte haben, entscheiden wir uns für Zweiteres.

Der Bletterbach ist überquert, der Aufstieg nach Radein ist über den Grozsteig recht angenehm. Gemütlich wandern wir hinauf bis zum Zirmersteig, den wir im Juni bei unserer Weißhorn Gipfeltour beschritten hatten, und steigen dann genau gleich, wie vor 3 Monaten, die Lanner Wiesen ab um dann über „Wölf-Stellawies“ (=Flurname) nach Radein zurück zum Herbstgenuss zu gelangen.

Eine Herde Schafe weidet zu unsere Rechten kurz vor dem Beginn der Straße Veidl/Lexn. Nun folgen wir dem Straßenverlauf, biegen dann links ab, folgen dem Wegweiser Kirche, biegen dann wieder links ab und kommen so zum Festplatz, wo das Herbstfest noch im vollen Gange ist.

Ein Goaslschnöller schwingt seine Goasl

Ein Goaslschnöller gibt sein Können zum Besten. Die lauten Knaller verhallen unter dem Weißhorn, während wir gemütlich über die gesperrte Radeiner Landesstraße zur Ausgabestelle der Lose zurück spazieren.

Die Kinder sind schon ganz angespannt. Wir ergattern allesamt Nieten.

Anna: „Was sind Nieten?“
Ich: „Lose die keinen Gewinn bringen.“

Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Welche ein Glück!

Während der Abfahrt von Radein bestaunen wir noch die ewig lange Schlange von parkenden Autos. Das hatten wir gar nicht mitbekommen, dass sooo viele Herbstgenuss-Besucher in Radein sind. Egal, wir hatten mit Parkplatz, Essen und auch mit unserer Bletterbach Überquerung Glück und freuen uns über den gelungenen Sonntagsausflug ins schöne Bergdorf Radein und ins Unesco Weltnaturerbe Geoparc Bletterbach.

GPS-Track Radein-Bletterbach Rundwanderung

Fotos Radeiner Herbstgenuss

 

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