Auf Tramins Hausberg den Schwarzen Kopf

Schwarzer Kopf, ein Bergname kombiniert aus zwei beliebten Berg-Attributen, der Form und der Farbe. Horn, Egg, Spitz, Kofel, Kopf, weiß, schwarz, rot – zahlreiche Südtiroler Berggipfel tragen diese Wörter in ihrer Bezeichnung. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es zahlreiche Beispiele dafür: Weißhorn, Schwarzhorn, Verbrenntes Egg, Gantkofel, Lawinenspitz, Schwarzer Kopf.

Die Namensgebung vieler Bergspitzen ist oft erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts passiert. Früher hatten die Berge keine wirtschaftliche Bedeutung. Der Ziegenpeter aus dem Alpenroman Heidi antwortet ihr auf die Frage wie die Gipfel rund um sie heißen: „Berge heißen nicht“.

Heute ist das freilich anders. Längst sind die Berge vom furchteinflößenden Ort, von dem Gefahr für Mensch und Vieh ausgeht, zum sportlichen Ehrgeiz- und zum touristischen Sehnsuchtsziel avanciert. Und so trägt heute jeder noch so kleine Gipfel, vom Kofel, übers Horn bis zur Spitze seinen eigenen – wenn auch nicht immer exklusiven – Namen.

Zurück zum Schwarzen Kopf, neben dem Roen, einer unserer Hausberge. Der Name „Kopf“ passt wie die Faust aufs Auge.

Das Gipfelkreuz steht etwas tiefer als der eigentliche Schwarzer Kopf

Der Gipfel ist begrünt und dunkel, fast schwarz, von der Form her erinnert er eher an einen Kopf als an eine Spitze. Von Tramin aus gesehen schaut er auch aus, wie ein Kopf (wenn auch wie ein kahler Kopf), der aus dem Mendelkamm herausragt. Durch die besondere Froschperspektive scheint er für uns Traminer höher und mächtiger als der Roen, der als unscheinbare Zacke im Mendelkamm untergeht.

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Auf der Pirsch am Wasserfall des Höllentalbaches

Der Wildbach „Höllentalbach“ fließt direkt an unserem Haus vorbei. Nach der Höllentalbach-Katastrophe im Jahre 1986 hat die Wildbachverbauung, den höllischen Bach gezähmt und in seine Schranken verwiesen. Wild und urig ist er jetzt nur noch oberhalb des Zogglerweges. Dort spaltet er sich in drei Arme, den Weissbach, den Schmidbach und den Höllentalbach. Genau da oben, wo die Traminer Welt noch ursprünglich ist, soll es einen Wasserfall geben.

Seit kurzem haben einige Traminer, vom Taurisweg ausgehend, der rechten Flanke der Bachschlucht einen begehbaren Steig abgerungen. Der Pfad ist noch nicht markiert. Wir sind trotzdem guten Mutes, dass wir den Zugang zum Wasserfall des Gebirgsbaches finden werden.

Durch das Rappental mit Blick auf den Mendelkamm. Der markante Schwarze Kopf und der unscheinbare Roen unsere beiden Hausberge, blicken uns entgegen.

So marschieren wir flotten Schrittes das Rappental hinauf bis zur Zoggler-Forststange und dann über den Taurisweg weiter Richtung Roen.

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Rundwanderung mit Lago di Lamar und Lago Santo

Im Valle dei Laghi zwischen der Paganella und dem Etschtal liegen zwei Seen, die einstmals ein einziger See waren. Durch einen Erdrutsch getrennt, sind die heutigen Seen Lago di Lamar und Lago Santo entstanden. Der nördliche Lago di Lamar ist besonders abwechslungsreich. Glasklares Wasser, von Wald, teils von einem Gras grasbewachsenen Badestrand und teils von einer Felsklippe, von der Wagemutige in Wasser tauchen, umgeben. Der Lago Santo hingegen ist etwa einfacher gestrickt. Er ist von einer gleichmäßigen, mit Schilf bewachsenen, Uferzone umgeben, die ab und an den naturbelassenen Zugang zum See ermöglicht.

Das Ziel, die beiden Seen Laghi di Lamar (Lago di Lamar & Lago Santo)

Obwohl Anna ihre Badehose eingepackt hat, wollen wir nicht zum Schwimmen hin, sondern zum Wandern. Wir fahren nach Monte Terlago, parken am Nordrand des Bergdorfes, am Ende der Strada della Paganella (circa 750 m ü. d. M.).

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Bergtour auf den Gardasee-Aussichtsberg Monte Stivo

Der Gardasee, Sehnsuchtsort der Deutschen. Bereits Goethe, Heinrich Mann und Kafka schätzten die Region, in der die Zitronen blühen.

Ich hatte einen Tipp vom Andreas bekommen. „Monte Stivo“, relativ kurze Anreise, mittelmäßiger Anstieg, grandioser Panoramablick auf den Gardasee. Genau wie für uns gemacht. Wir sind vor Rovereto rechts abgebogen und über Pedersano, Castellano, die Fraktionen Sant‘Antonio, Bordola, Case Sparse bis fast zum bekannten Santa Barbara Pass (Giro d’Italia) gefahren.

Jetzt marschieren wir auf einem asphaltierten, mäßig ansteigendem, Fahrweg, vorbei an einer Mischung aus Wald, Wiesen und Gemüseäckern, dem 2.054 m hohen Monte Stivo entgegen. Schotter wechselt den Asphalt ab. Der Wald wird etwas dichter. Wir sind dankbar für den kühlenden Schatten.

Blick auf die Alm „Le Prese“ mit dem Gardasee im Hintergrund

Auf circa 1.450 m ü. d. M. treten wir aus dem Wald heraus und stehen auf den Weideflächen der Alm „Le Prese“. Kuhglocken tönen durch die Luft. Nach einigen Schritten entdecken wir eine Herde Jungkühe. Direkt entlang des Wanderweges, durch einen Elektrozaun getrennt, grasen die neugierigen Milchlieferanten vor der tollen Kulisse der Gardaseeberge.

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