Themenwanderung Blauburgunderweg

Vor eineinhalb Monaten, bei unserer Rundwanderung Katzenleiten Auer – Aldeiner Brücke – Fleimstaler Bahntrasse, haben wir zufällig den Blauburgunderweg entdeckt. Dieser Wein-Themenweg ist ziemlich umfangreich. Wir haben es damals nicht geschafft alle seine Stationen zu erkunden wollen, darum wollen wir heute nochmals hin.

Am Beginn des Blauburgunder Themenweges bei der Fußgängerhängebrücke über den Schwarzenbach

Von der Erholungszone Schwarzenbach wandern wir nun links des Schwarzenbaches auf dem Wandersteig Nr. 3 bis zur Fußgängerhängebrücke hinauf. Wir überqueren den Schwarzenbach und sehen mitten in der Hängebrücke ein Informationsschild mit einem Blauburgunderweg-Symbol und viel Text:

Die Goldene Stadt Auer

Der Sage nach war Auer einst eine wohlhabende Stadt. Von hier aus soll der Schwarzenbach aufgrund des frevelhaften Lebenswandels der Bürger die Goldene Stadt Auer zur Strafe Gottes überschwemmt haben. Und in der Tat scheint an der Überlieferung etwas Wahres dran zu sein: Vor Jahren wurde bei Tiefbohrungen zur landwirtschaftlichen Bewässerung im Ortszentrum in 30 m Tiefe ein mittelalterlicher Schlüssel gefunden. Der Schuttkegel der Überschwemmung – Bozner Porphyr, durchmischt mit Kalkgestein vom Weißhorn und Sandstein der Werfener Schichten – bildet heute die ideale Grundlage für den Weinbau in Auer. Dieser benötigt freilich auch Wasser. Und das holen sich die Aurer Weinbauern aus dem Schwarzenbach. Mit einer Druckleitung, die in der Sekunde 135 Liter Wasser liefern kann und früher sogar ein E-Werk antrieb, werden heute 260 ha landwirtschaftliche Fläche bewässert. Und wenn das Wasser an manchen Tagen nicht zur Bewässerung verwendet wird, dann stürzt es als imposanter Wasserfall über den Aurer Schlossberg.

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Timmelsjoch, Timmler Schwarzsee und Bergwerk Schneeberg

Rasthaus Timmelsjoch 2.509 m steht auf dem Gebäude vor unserer Nase. Wir befinden uns auf dem Parkplatz am Timmelsjoch, dem einzigen Österreich-Italien Grenzpass zwischen Reschen und Brenner. Gegenüber dem Rasthaus liegt das Passmuseum, das im Rahmen der „Timmelsjoch Erfahrung“ vom namhaften Architekten Werner Tscholl entworfen wurde. Es ist ein spektakulärer Bau, ein roter 16 m auskragender Hohlkörper, der an eine Eishöhle erinnert. Im Inneren können wir historische Fotos über die Geschichte der Hochalpenstraße bewundern und allerhand Interessantes darüber lesen.

Timmelsjoch Hochalpenstraße

Ob wir wegen des Museums hier auf den Timmel herauf gefahren sind? Nein. Der Andreas und ich sind zum Wandern hier. Wir wollen von der Timmelsbrücke hinauf zum Großen Timmler Schwarzsee, über die Karlscharte hinüber zum Bergwerk Schneeberg und die Bergtour dann zu einer Runde schließen. Als wir an der Timmelsbrücke angekommen sind habe ich die imposante Timmelsjoch Hochalpenstraße erblickt. Da hat es mich im Gaspedalfuß gejuckt und so bin ich bis hier herauf auf den Pass gefahren. Das hat sich ausgezahlt! Der imposante Straßenverlauf, der mit Eiszapfen verhangene Tunnel, die herbstliche, fast schon winterliche Bergwelt, großartig! Gerne würde ich mich etwas länger aufhalten, doch die Schneebergrundtour wartet. Außerdem werde ich es mir nicht nehmen lassen auf den Rückweg hinunter zur Timmelsbrücke bei der einen oder anderen effektvollen Station der „Erfahrung Timmelsjoch“ anzuhalten.

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Rundwanderung Deutschnofen-Leifers

Wir haben in Deutschnofen zu tun. Aber erst Mitte Nachmittag. Darum zuerst eine kurze Wanderung. Vorige Woche haben wir den südlichen, heute wollen wir den nördlichen Bergrücken, der das Brantental  einkesselt, erkunden. Es ist jener Bergrücken, der von Deutschnofen Richtung Westen zieht und bei Leifers ins Etschtal abfällt.

Vom einsamen Wölflhof (1.280 m ü. d. M.) – ein Bauernhof mit Hofschank – marschieren wir entlang des Gsiesenbaches den breiten Schotterwanderweg Protzweg (Wanderweg Nr.11) hinunter. Ungewohnt einer Wanderung abwärts zu beginnen, geht es trotzdem oder besser gesagt gerade darum recht flott voran. Ein Auto kommt uns entgegen. Das ist ein wenig verwunderlich, denn der Protzweg macht eher den Anschein ein Wanderweg, bestenfalls ein Forstweg zu sein.

An einer Wegkreuzung halten wir uns rechts, lassen somit den befahrbaren Schotterweg leicht aufwärts wegtriften, während wir abwärts wandern. So kommen wir auf einen alten Karrenweg. Der ist mit modernen Fahrzeugen nicht befahrbar, auch wenn er in früheren Zeiten sich sehr oft genutzt worden ist. In den gepflasterten Natursteinen sind deutlich Spuren von Karrenrädern zu erkennen.

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Ein alter Karrenweg

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