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Margreid Leitnweg-Entiklar-Penon Lahnweg

Spätherbst, da zieht es den geneigten Wanderer gerne an die bunte Weinstraße. So auch uns. Und weil die beste Ehefrau von allen viel Sonne tanken möchte, muss es natürlich ganz in den Süden der Südtiroler Weinstraße gehen. Margreid ist unser Startplatz. Das jetzt im Spätherbst etwas schattige Dörfchen, macht mit dem Fenner Bach, der sich aus zwei finsteren Felswänden hervordrängt, einen archaischen Eindruck. Ich finde die ursprünglichen Häuser entlang der Josef-Alberti-Straße und die Pfarrgasse (unser Startpunkt) malerisch und würde gerne – aber da war doch was – ach ja Sonne tanken! Also schnell raus aus dem Schatten, die Josef-Alberti-Straße hinunter und dann rauf in die Franz-von-Frenner Straße, welche direkt in den Leitenweg übergeht.

Herbstliches Kurtatsch vom Leitnweg aus gesehen

Leitenweg von Magreid nach Entiklar

Die steile Feldstraße führt, wie der Name bezeugt, hinauf in die steilen Weinberge (=Leitn) Margreids. Die beste Ehefrau von allen schwebt im doppelten Glück. Sonne und Erinnerungen an Kindheitstagen. In den Margreider Leitn und zwar in der obersten, war sie als Kind schon oft. Die gehörte ihrem Vater und so ist sie nicht nur einmal hier gewesen, um bei der „Pergelarbeit“ zu helfen.

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Wanderung von Tramin über die Schmiedebene nach Graun und Penon

Wandern in Corona-Zeiten, das heißt Wandern mit Maske, mit Abstand und mit Vorsicht. Eigentlich kein Wandern, sondern mehr ein Spazieren, der körperlichen, aber auch geistigen Gesundheit wegen. Zurzeit heißt das direkt von zu Hause aus starten, denn heute herrscht in Italien immer noch der alles bestimmende Lockdown. Wir Südtiroler dürfen seit einigen Tagen aufgrund einer Verordnung des Landeshauptmannes endlich raus ins Freie. Aber nur zu Fuß, nur zusammen mit denen die unter einem Dach wohnen, dafür wie weit uns die Füße tragen. Hätte der Landeshauptmann gewusst, dass unsere Füße uns sehr sehr weit tragen, hätte er vielleicht eine Distanzregel festgeschrieben 😉

Wie auch immer. Mein alljährlicher Geburtstagsausflug muss also Virus bedingt, direkt von zu Hause aus, zu Fuß, starten. Wir setzen sicherheitsbedingt noch einen oben drauf und starten zu Mittag, weil wir um diese Uhrzeit am wenigsten Leute vermuten und marschieren über Steige, die nicht von den spazierenden Massen frequentiert werden.

Mit Corona-Maske auf dem steilen 6er Steig hinauf zur Zoggler Wiese.

6er-Steig Kaltenbrunn/Schwarzer Kopf

So geht es vom Kastelazweg über den steilen 6er-Steig hinauf zur Zoggler Wiese. Ich schnaube wie ein Ross. Die Maske ist schuld. Ich trage sie andauernd egal ob wir Menschen kreuzen oder nicht. Die Bestimmung fordert das zwar nur wenn man in die Nähe von Leuten kommt, doch ich habe für mich gemerkt, die Maske hilft auch gegen Pollenallergie. Mit Maske ist es für mich trotz Pollenhochsaison möglich Nies frei zu wandern. Perfekt.

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Von Entiklar nach Penon und Margreid

Blick auf Kurtatsch vom Margreider Leitnweg aus
Blick auf Kurtatsch vom Margreider Leitnweg aus

Entiklar, die kleine Fraktion von Kurtatsch, am Ende des Weinlehrpfades Kurtatsch, ist der Startpunkt unserer heutigen Wanderung. Wanderung ist vielleicht nicht das richtige Wort, Spaziergang wäre aufgrund der Länge (6,2 km) angemessener, wenn da nicht die recht arge Steigung wäre. Obwohl saisonal gesehen Winter, kann man die Wanderung aufgrund der sonnigen Lage und der milden Temperaturen als Frühlingswanderung bezeichnen.
Aber Schluss des Rätselratens bzgl. Kategorisierung, wir wollen wandern und die herrliche Sonne im Süden Südtirols genießen, nicht grübeln.

Einen Parkplatz (300 m ü.d.M.) finden wir knapp oberhalb des Schlosses Turmhof, auch bekannt als Weinkellerei Tiefenbrunner.
Die beste Ehefrau von allen holt die Jacke vom Hintersitz. Ein Jauchzen! 100 Euro zwischen Armlehne und Sessel. So eine Überraschung! Da sind sie wieder die seit 10 Tagen vermissten Euronen.

Der Wanderweg führt uns entlang der nur von Penonern (Bewohner der Fraktion Penon) befahrenen Nebenstraße, dem Kofelweg, über den „Kofel“, auch Köfel genannt, hinauf nach Penon.

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