Stephanstag, ich kann die beste Mami von allen überreden für den alltäglichen Nachmittagsspaziergang nach Girlan zu fahren, um von Girlan Dorf zum kleinen Montiggler See zu spazieren.
Der sonnige Lammweg führt durch Obstwiesen, Weinberge und vorbei an vereinzelten Obst- und Weinbauernhöfen. Girlan ist in dieser Gegend stark zersiedelt. Dem 5 Sterne Hotel Weinegg kommt, das sicherlich gelegen. Ruhig ist es hier. Wir müssen recht selten ein Auto vorüber lassen. Für einen Stephanstag ist es ungewohnt warm, wir müssen Jacken und Pullover ablegen und kommen trotzdem ins Schwitzen.
Am Ende des Lammweges befindet sich ein einzelner Hof. Dahinter für der Forstweg Rungg-Dellemann in den Montiggler Wald. Nach 300 m überqueren wir den Parkplatz der Sportzone Rungg und spazieren dann leicht ansteigend den Trimm-Dich Pfad Gfill Richtung Kleiner Montiggler See entlang.
Unter den großen Südtiroler Weihnachtsmärkten ist der Meraner Weihnachtsmarkt sicherlich der schönste. Die idyllische Lage an der Passerpromenade zum einen, die mit Bedacht zugelassenen Weihnachtsmarktstände zum anderen und nicht zuletzt die Nähe zu den Therme Meran machen den Weihnachtsmarkt der Kurstadt zum idealen Tagesausflugsziel für Winterurlauber.
Therme Meran
Therme Meran im Advent
Und so könnte dein Adventsurlaubstag in Meran ablaufen. Am besten du wählst einen Wochentag, denn dann kannst du ohne Gedränge einen gemütlichen Vormittag mit deiner Familie in den beheizten Indoor- und Outdoorpools der Therme Meran verbringen. Wenn du bereits bei Öffnung um 9.00 Uhr dort bist, dann kannst du das Eintreffen der ersten Sonnenstrahlen miterleben und im angenehmen warmen Wasser der Außenpools hautnahe miterleben wie der Wasserdampf vom Becken entlang deines Körpers aufsteigt, um kurz mit den ersten Sonnenstrahlen zu spielen und anschließend der Sonne hinzugeben.
Vom Parkplatz am Eisstadion Sterzing spazieren wir über die Brennerstraße bis zur Bahnhofstraße hinauf und dann hinunter zum Untertorplatz bis zum Christkindlmarkt Sterzing.
Reißaus nehmen
Die Kleinen sollten währenddessen ihren Mittagsschlaf halten. Der Hannes macht das wie auf Kommando. Nicht so Anna. Eine Kutsche mit zwei vorgespannten Kaltblütern steht auf dem Untertorplatz. Die Chance auf einen Mittagsschlaf ist dadurch verspielt. Mit strahlenden offenen Augen kann man natürlich nicht einschlafen. Auch ist kein Halten im Kinderwagen mehr möglich. Es hilft nichts, wir müssen den kleinen Wirbelwind aus ihrem Kinderwagen entketten. Während der Hannes noch schläft, schlendern wir durch die Neustadt pfeilgerade dem Zwölferturm entgegen.
Vom Wallfahrtsort Madonna della Corona geht es hinunter nach Affi und dann wenige Kilometer weiter südlich nach Pastrengo. Aus Kindertagen habe ich nur Affi und den Gardasee in Erinnerung. Pastrengo ist mir nicht im Gedächtnis geblieben. Ein Kreisverkehr, eine dreiviertel Runde und dann rechts abgebogen.
Wow, ein Nashorn, eine Giraffe, ein Schimpanse und ein Tiger starren uns von riesige Banner entgegen! Der Zoo und Safaripark „Parco Natura Viva“ lädt zum Staunen ein.
Augenblicklich beginnen die Kinderaugen zu leuchten!
Safaripark Parco Natura Viva
Zebras im Tiergarten Parco Natura Viva
Der Eintritt (20 Euro für Erwachsene, Kinder unter 2 Jahren kostenlos) ermöglicht den Zugang zum Zoo und auch Zufahrt zum Safaripark. Das lassen wir uns nicht entgehen. Ganz, ganz ausnahmsweise darf Anna vorne bei der Mami sitzen. Schwarz-weiß gestreifte Hintern lassen die Kleine sofort aufspringen. Mit sitzen geht nichts mehr, stehen, staunen, rufen, zeigen und große Augen machen ist nun angesagt. Die Zebras lassen sich davon nicht stören.
Allerhand Antilopen kreuzen unsere Fahrt. Am liebsten würde die Kleine aussteigen und ihnen hinterher rennen.
Die eindrucksvolle Wallfahrtskirche „Madonna della Corona“ an einer Felswand des Monte Baldo
Geburtstag Anna. Das heißt natürlich Wallfahrten! Warum? Ja, weil sich das so gehört, sagt die beste Mami von allen und weil das jetzt eh schon Tradition ist. Ach so? Ja, haben wir immer so gemacht. Nur einmal haben wir die Wallfahrt ausgelassen. Vor zwei Jahre ging es nicht, da waren wir im Krankenhaus. Voriges Jahr waren wir San Romedio. Und jetzt, heuer, ist es natürlich schon Tradition.
Die beste Mami von allen weiß, was sie will! Ok, dann nehme ich mir frei und wir machen einen Ausflug, den zum 100sten Mal Maria Weissenstein, kommt für mich nicht in Frage.
Wallfahrtskirche Madonna della Corona
Madonna della Corona, die Wallfahrtskirche in einer Ausbuchtung an der Felswand des Monte Baldo, ist nicht nur für Pilger ein erstrebenswertes Ziel, auch Architektur Begeisterte kommen beim Besuch dieses herrlichen sakralen Gebäudes auf Ihre Kosten.
Die beste Mami von allen lässt sich überreden von Maria Weissenstein abzurücken. So geht es über die Brennerautobahn hinunter bis zur Ausfahrt Affi. Affi, da klingelt es in meinem Kopf. Am besten ich sag mal nichts. Ich werde meine Idee nach der Wallfahrt deponieren, das ist idealer. Nach 7 Ehejahren habe ich gelernt, dass meine seine Wünsche nicht einfach so dahinklatschen kann. Dabei kommt es nicht so sehr auf das Feingefühl an, nein, es geht um den richtigen Moment.
Nach der Ausfahrt müssen wir einige Kilometer zurück. Leicht ansteigend geht es durch die überraschend schöne Mittelgebirgslandschaft hinauf nach Spiazzi (773 m), einer Fraktion der Gemeinde Caprino. Ich wundere mich. Weinberge säumen den Weg, aber auch zahlreiche brach liegende Wiesen. Das gäbe es bei uns in Südtirol nicht. Wo Wein wächst, da wird jeder Quadratmeter ausgenutzt. Brach liegen lassen, das gibt es in Tiroler Landen nicht.
Wallfahrtsort Spiazzi
Eine Station des Kreuzgangs vom Parkplatz Spiazzi zur Wallfahrtskirche adonna della Corona
Wie recherchiert treffen wir in Spiazzi auf einen Parkplatz. Dalli, dalli, dann geht es sich vielleicht noch aus zum Beginn der Messe unten bei der Kirche zu sein. Von Spiazzi aus muss man nämlich – für uns ungewohnt – absteigen. Die Straße ist gleichzeitig ein Kreuzgang mit mannshohen Bronzefiguren. Leider haben wir nicht die Zeit uns jede Station des Kreuzganges genau anzusehen. Nach einigen Metern glotzen uns zwei Alpakas entgegen. Die Anna schaut erstaunt, augenscheinlich erinnert sie sich an die Familienwandeurng zur Malga Kraun.
Traubenfest in Meran; das bedeutet Festumzug mit Blasmusik, geschmückte Erntedankfestwägen, Marsch verschiedenster Musikkapellen aus Südtirol, Tirol und Bayern, geöffnete Geschäfte am Sonnstag rund um die Lauben von Meran und Festbetrieb an der Passerpromenade. Alles Zutaten die eine kleine Maus wie unserer begeistern.
Wir hinterm Wasservorhang bei den Gärten von Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Nur hinfahren, zuschauen und wieder abfahren, das ist nicht unser Stil! Darum lenken wir das Auto nicht ins Stadtzentrum von Meran, sondern zu den Parkplätzen, vor den Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
Durch den Wasservorhang, der von der Eingangshalle zum Parkplatz „herunterhängt“, können wir hinüber zum Schloss schauen und ihn gleichzeitig als Foto Accessoire nutzen. Der goldene Herbst spiegelt sich in den glitzernden Tropfen. Ein schöner Einstieg in den heutigen Meran Spaziergang.
Die älteste datierte Rebe Südtirols (1601), nein sogar Europas, wächst in Margreid in der Grafengasse an der Hausmauer des Augustin Hauses. An der sogenannte Urrebe wachsen immer noch Trauben. Sie ist das Highlight von Margreid und als Naturdenkmal ausgewiesen.
Heute feiert man dort der ASV Altherrn Margreid das „Herbstfest bei der alten Rebe„.
Wir wollen den Festbesuch mit einem Spaziergang kombinieren; zuerst Spaziergang, dann Fest.
auf den Weg nach Entiklar (Blick nach Kurtatsch)
Am nördlichen Dorfrand stellen wir das Auto ab und spazieren dann am Festbetrieb bei der Urrebe vorbei und biegen anschließend in die Franz-von-Fenner Straße ein. Der Weg steigt zuerst recht deftig an, dann wandelt er sich zum gemütlichen Spazierweg durch die Weinberge.
Wanderspazierweg, wo wir noch nie waren und in nicht allzu weiter Ferne gesucht. Hmm – Eppan waren wir selten. Okay, Eppan. Am besten durch oder an Weinbergen entlang, das ist jetzt im Herbst besonders reizvoll.
Spielstraße Fahndlweg Eppan
Spielschleuse in der Spielstraße Fahndlweg in Eppan
11.00 Uhr, wir sind gerade auf der Kapuzinergasse an der Eishalle in Eppan vorbei spaziert und befinden uns nun auf dem Fußweg Fahndlweg (im Südtiroler Fluratlas als Gfandlweg bezeichnet). Jetzt staunen wir nicht schlecht. Der Fahndlweg ist eine Spielstraße, wow! Da kommen wir mit unserer Anna nicht so schnell durch. Macht nichts, wir sind ja zum Spazierengehen hier, da kann man schon mal eine Spielpause einlegen – auch gleich am Anfang. Und wenn es dann noch so gemütliche Hängematten für den Tati gibt, dann erst recht.
Ein Kletternetz, überdimensionale Stühle und Hängematten, ein Bachlauf mit Spielschleusen, eine Rutsche, alles locker verteilt auf dem Fußweg Fahndlweg. Als Traminer Tati bin ich richtig neidisch auf die Eppaner.
Über uns bewacht das malerische Gleifkirchlein das Dorf St. Michael und dahinter weckt der Gantkofel Erinnerungen an unser Gantkofel Bergtour. Solche anstrengenden Bergtouren sind nun mit Nachwuchs nicht mehr machbar und ehrlich gesagt, die Kondition würde auch fehlen.
Schloss Englar
Schloss Englar
Nach einer halben Stunde führt unser Herbstspaziergang durch eine malerische Straße und dann entlang des Bächleins, dessen Wasser der Spielstraße als Hauptattraktion dient, weiter bis zum Schloss Englar.
Meist ist die Apfelblüte knapp vorüber, wenn das das Weindorf Kaltern zum alljährlichen Weinwandertag lädt. Dafür verleihen frischen Triebe von Weinreben der Landschaft rund um den Kalterer See einen herrlichen gelbgrünen Anstrich.
Wie fast jedes Jahr haben wir auch heuer beschlossen dem zweiten Teil der Einladung „Weinwandertag“ Tribut zu zollen. Auch wenn ich gut verstehen kann, dass so mancher Besucher der Wein- und Wanderveranstaltung lieber mit den bereit gestellten Shuttle Bus zwischen den zahlreichen Weinbetrieben hin und her pendelt, um der Zeitersparnis wegen so die meisten Weinaufschankstationen abgrasen zu können, so ist uns trotzdem die Komponente Wandern wichtiger.
Weinberg im frischen Trieb
Von den Parkplätzen am Kalterer See wandern wir hinauf zum Kellerlabyrinth des Weingutes Dominikus.
Wir kehren nicht ein, da wir den einmaligen Keller bereits kennen. Der Steinmauerkeller des Dominikus wäre jedes Jahr wieder interessant anzusehen; wir hoffen aber, dass Anna im in Bewegung gehaltenen Kinderwagen bald einschläft.
Seit circa einem Jahr wurde der Naturerlebnisweg Tramin offiziell eröffnet. Eigentlich wollte ich ihn schon voriges Jahr erwandern. Irgendwie hat es aber nie geklappt. Heute nehme ich mir die Zeit.
So spaziere ich vorbei am Hotel Winzerhof, zusammen mit dem Andreas, durch die Weinberge bis zur ersten Informationstafel. Hier wird der Naturerlebnisweg mit seinen Highlights kurz vorgestellt. Es geht wie der Name schon sagt um die Natur, also vor allem um Pflanzen und Bäume aber auch um Gesteine und Felsformationen.
Schon früh morgens war ich heute mit dem Fotoapparat unterwegs. Die Apfelblüte unten im Tal klingt langsam aus. Verglichen mit 2015 haben die Apfelbäume heuer 4-5 Tage früher geblüht.
Leider habe ich mein Vorhaben, ein Apfelblüten-Sonnenaufgangsvideo zu produzieren, etwas versemmelt. Zu früh habe ich die Videoaufnahme gestartet. Die Nikon D800 schaltet leider nach 20 min permanenter Videoaufnahme aus. Das waren 10 min zu wenig um ein richtig schönes Licht durchflutetes Apfelblüten Video einfangen zu können. Schade.
Video Apfelbaumblüte
Ausblick nach Tramin
Da ich aber trotzdem ein Erfolgserlebnis erzwingen wollte, bin ich dann noch zu einem extrem dankbaren Motiv, in den Traminer Leiten, hinauf gefahren. Die Tulpen im Weinberg des Günter Bologna sind so prachtvoll, dass man als Fotograf fast keinen Fehler machen kann.
Frühshoppen beim Terzer in Kurtatsch. Die Böhmische von Penon spielt auf. Es ist zwar schon Nachmittag, aber die beste Mami von allen weiß, die Musik spielt immer noch. Ihr Bruder ist Trompeter bei der Böhmischen, darum weiß sie Bescheid.
Über den Brentalweg nach Kurtatsch
Anna
Somit ist für uns drei das heutige Wanderziel schnell gefunden. Über den Brentalweg spazieren wir sehr gemütlich Richtung Kurtatsch. Immer wieder legen wir kürzere Pausen ein. Die Anna will öfters aus den Kinderwagen heraus. Jeder Grashalm am Wegesrand wird von ihre untersucht. Das kostet Zeit. Macht aber nichts; wir sind zum Spazieren und Frühling genießen hier, nicht um ein bestimmtes Ziel innerhalb Zeit x zu erreichen.