Safaripark und Zoo Parco Natura Viva am Gardasee

Vom Wallfahrtsort Madonna della Corona geht es hinunter nach Affi und dann wenige Kilometer weiter südlich nach Pastrengo. Aus Kindertagen habe ich nur Affi und den Gardasee in Erinnerung. Pastrengo ist mir nicht im Gedächtnis geblieben. Ein Kreisverkehr, eine dreiviertel Runde und dann rechts abgebogen.

Wow, ein Nashorn, eine Giraffe, ein Schimpanse und ein Tiger starren uns von riesige Banner entgegen! Der Zoo und Safaripark „Parco Natura Viva lädt zum Staunen ein.

Augenblicklich beginnen die Kinderaugen zu leuchten!

Safaripark Parco Natura Viva

Zebras im Tiergarten Parco Natura Viva
Zebras im Tiergarten Parco Natura Viva

Der Eintritt (20 Euro für Erwachsene, Kinder unter 2 Jahren kostenlos) ermöglicht den Zugang zum Zoo und auch Zufahrt zum Safaripark. Das lassen wir uns nicht entgehen. Ganz, ganz ausnahmsweise darf Anna vorne bei der Mami sitzen. Schwarz-weiß gestreifte Hintern lassen die Kleine sofort aufspringen. Mit sitzen geht nichts mehr, stehen, staunen, rufen, zeigen und große Augen machen ist nun angesagt. Die Zebras lassen sich davon nicht stören.

Allerhand Antilopen kreuzen unsere Fahrt. Am liebsten würde die Kleine aussteigen und ihnen hinterher rennen.

Giraffen

Neugierige Giraffe im Tiergarten Parco Natura Viva
Neugierige Giraffe im Tiergarten Parco Natura Viva

Wow, wow – Tati, Tati! Zwei Giraffen rupfen Blätter von einem Baum. Es erweist sich als Vorteil an einem Montag, außerhalb der Hauptsaison, hier zu sein. Wir sind mit unserem Auto alleine auf weiter Flur. Das macht die eine Giraffe augenscheinlich neugierig. Sie kommt uns entgegen. Ich kurble das Fenster runter. Wir staunen wie groß das schöne Tier ist. Die Anna schaut stehend durch die vordere Windschutzscheibe kerzengerade empor und kriegt den Mund vor lauter Staunen nicht zu.

Doch dann schickt sich die Giraffe an, den Kopf durch das offene Seitenfenstern auf meiner Seite rein stecken zu wollen. In letzter Sekunde ist die Scheibe geschlossen 

Wir fahren etwas weiter. Da steht ja noch so ein schöner gefleckter Paarhufer und diese Giraffe ist noch größer! Toll!

Auch dieses Tier ist neugierig und will seinen Kopf durch Annas Seitenfenstern rein recken. Von Giraffen-Angesicht zu Kinder-Angesicht wird das der Kleinen dann doch zu viel. „Tata! Fenster auf – na!“, sie weicht ängstlich zurück. Zum Glück weiß ich, dass „Fenster auf – na!“ Fenster schließen bedeutet und Gott sei Dank machen Giraffen nur gemächliche Bewegungen, so schaffen wir es auch dieses Mal die Fensterscheibe rechtzeitig zu verschließen.

Hyäne, Löwe und Gepard

Der König der Tiere - ein weißer Löwe
Der König der Tiere – ein weißer Löwe

Nach den Giraffen gibt es Gnus, Pinselohrschweine und vor allem Gazellen zu sehen. Anschließend kündigt ein Schild gefährliche Tiere an. Zuerst zwei faule Hyänen, dann kommen die Löwen; zwei davon sind sogar weiße Löwen. Die großen Katzen begeistern den Tati. Die Anna kann ihnen scheinbar weniger abgewinnen. Nach den Löwen sehen wir die schlanken Geparde. Alle Raubkatzen sind durch einen Wassergraben von unserer Fahrbahn getrennt. Ob der die Tiere aber aufhalten könnte, ist mehr als fraglich. Die Seitenfenster bleiben geschlossen.

Die Safarirundfahrt durch den Afrika Park ist recht kurz. Ich habe sie länger in Erinnerung. Scheinbar hat man in den letzten Jahren den Auto-Parcour zu Gunsten des traditionellen Tiergartengeländes abgekürzt.

GPS Track Safaripark Parco Natura Viva

PDF Karte Safaripark

Fotos Safaripark

Der Zoo Parco Natura Viva

Macht nichts wir wollen jetzt eh in den Zoo. dieWanderer sind ja keine Autofahrer, sondern Wanderer und Spaziergänger und spazieren kann man in diesem Zoo sicherlich hervorragend.

Flamingos, Kamele, Pandabären

Zwei zweihöckrige Kamele
Zwei zweihöckrige Kamele

Zuerst eine Horde Flamingos, dann zwei Kamele, Papageien die hoch über uns in den Bäumen ein Kreisch Konzert veranstalten. Anna ist begeistert. Zwei Mandschurenkraniche, rote Pandabären und Przewalski-Pferde, sprich mongolische Wildpferde, die wir auf den ersten Blick mit Esel verwechseln, treffen wir auf dem Weg zum Tigergehege.

Tiger

Auf Tuchfühlung mit dem König des Dschungels dem majestätischer Tiger
Auf Tuchfühlung mit dem König des Dschungels dem majestätischer Tiger

Gleich zwei Tiger, wahrscheinlich ein Weibchen und ein Männchen, da die eine Raubkatze bedeutend größer als die andere ist, schleichen ruhelos andauernd entlang der Gehege Umzäunung die Runde. Nur durch ein Panzerglas getrennt kommen wir den gestreiften Raubkatzen richtig nahe, könnten fast unsere Nasen ins an die Schnauze der Großkatzen pressen! Auch das wir der Anna wieder zu viel. Sie will keine Tiger sehen. Schade!

Schneeleoparden

Schneeleopard im Tiergarten Parco Natura Viva
Schneeleopard im Tiergarten Parco Natura Viva

Auch die Schneeleoparden im nächsten Gehege, die uns mit einem noch wilderen Gesichtsausdruck als die Tiger anstarren, will sie sich nicht anschauen. Das muss der Tata alleine machen. Ich bin überrascht wie groß, lang und dick der Schwanz der Tiere ist. Wahrscheinlich ist ein zentralasiatische Schneeleopard diesbezüglich anders bestückt als seine Artgenossen in Afrika.

Urtiere

Auch Dinosaurier trifft man hier im Zoo am Gardasee
Auch Dinosaurier trifft man hier im Zoo am Gardasee

Vorbei an allerhand Raubvögel und einem einsamen Pelikan, spazieren wir von Asien nach Amerika.

„Was schwimmt den da, was schwimmt den da, ein Krokodil aus Afrika …“, die beste Mami von allen singt der Kleinen den Ohrwurm der uns von Madonna della Corona herunter zum Zoo begleitet hat, vor. Das hat natürlich einen Grund. Auf den Wegweiser vor uns ist ein Krokodil abgebildet. Das will die Kleine natürlich sehen.

Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Von Amerika sind wir in die Urzeit der Dinosaurier gereist. Die Dinos schauen zwar groß und gefährlich aus, aber sind viel zu statisch. Fast schade um die wertvolle Zeit. Offensichtlich ist auch Anna klar, dass die großen Ungetüme keine lebenden Tiere sind. Hat ihr der schleichende Tiger noch einen mords Respekt eingeflößt, lassen sie die Plastikfiguren kalt.

Faultier, Ozelot, Lisztaffe

Auch eine schöne Raunkatze - der Ozelot
Auch eine schöne Raunkatze – der Ozelot

Zurück nach Amerika geht es vorbei an Faultier, Ozelot, Lisztaffe und vielen Papageien bis zu einem Kinderspielplatz mit Jausenstation.

Brillenbären und Riesenschildkröte

Während die Anna die 4 Rutschen ausprobiert, genehmige ich mir einen Kaffee. In einer knappen Stunde schließt der Zoo. Die Befürchtung, dass sich Anna nun von den Rutschen nicht mehr loseisen lasse, erweist sich Gott sei Dank als haltlos. So können wir gemütlich vorbei an den Brillenbären und der Riesenschildkröte – das Reptilien Glashaus lassen wir aus – bis fast zum Ausgang zurück spazieren um dort in Richtung Afrika zu schlendern.

Nilpferd und Nashorn

Zwei Nilpferde
Zwei Nilpferde

Wow, wow schau Anna do vorne im See, da ist der Hugo drin! Die Nüstern eines Flusspferdes lugen über der Wasseroberfläche heraus.

Es dauert nicht lange, da taucht, wie ein U-Boot, ein Rücken auf. Zwei fette Nilpferde genießen ihr Flusspferd Dasein. Schau, schau, schau!

Das Nashorn teil sich das Gehege mit den Nilpferden, hat aber jetzt scheinbar die Nase voll und zieht von dannen.
Das Nashorn teil sich das Gehege mit den Nilpferden, hat aber jetzt scheinbar die Nase voll und zieht von dannen.

Da drüben schleicht sich ein Nashorn von dannen. Ein Wärter hat ihm ein Gatter geöffnet.

Schimpansen & Co.

Schimpanse im Tiergarten Parco Natura Viva
Schimpanse im Tiergarten Parco Natura Viva

Gekreische von links. Wer turnt den da auf den Holzturm herum? Ein Horde Schimpansen. Wir wundern uns, denn die Affen sind nur durch einen Wassergraben von uns getrennt. Dass die brav alle da drüben bleiben ist schon recht verwunderlich. Eine Informationstafel bescheinigt der Horde die größte Schimpansenkolonie Italiens zu sein. Aha.

Zufällig drehe ich mich um. Nur durch Panzerglas getrennt blicke ich in die Gesichter der Löwen, welche wir bereits während der Fahrt durch den Safaripark gesehen hatten. Ich verstehe, die Affen sind gut beraten brav in ihrer Zone zu bleiben.

Nun verstehe ich auch warum die Gehege hier so großräumig sind. Dieser Afrika Teil war wahrscheinlich früher Teil des Safariparkes. Nun hat man den Safariparcour zugunsten des Zoos beschnitten aber den Übergang für gewisse Tiere wie z.B. dem Nashorn etwas durchlässig gestaltet. Finde ich gut!

Plötzlich beginnen die Schimpansen wie verrückt zu kreischen an. Gleichzeitig tönt eine Stimme aus dem Lautsprecher: „Il parco chiude tra 15 min!“. Aha in 15 min müssen wir den Zoo verlassen.

Grüne Meerkatze - eine Affenart
Grüne Meerkatze – eine Affenart

Wir spazieren trotzdem weiter und treffen die lustigen Erdmännchen, die Grünen Meerkatzen, eine Primatenart und ihr Verwandten die Berberaffen mit ihren blanken Hintern. Durch eine Glasscheibe hindurch erzählt Anna einem besonders großen Berberaffen, dass sie heute Geburtstag hat. Zwar nicht sonderlich interessiert, aber trotzdem geduldig hört das Affenmännchen unserer Kleinen zu.

Lemuren, Kängurus

In Madagaskar sind die Lemuren beheimatet. Die lustigen Affentiere sind in einem besonders großen Areal, mit der Möglichkeit in eine Art Gewächshaus hin gehen zu können, untergebracht.

Albino Känguru
Albino Känguru

Ein zwei Schritte und schon haben wir Ozeanien, sprich Australien erreicht. Zuerst Bergpapageien, dann Emus und schon stehen wir vor den Kängurus. Die beste Mami von allen ist enttäuscht. Das sind ja nur etwas größere Ratten! Ganz so ist das natürlich nicht, aber die Rotnackenwallabys sind tatsächlich eine eher etwas kleinere Känguruart. Außerdem hat man hier im „Parco Natura Viva“ neben einem Albino vor allem schwarze Exemplare, welche durchaus Ratten etwas ähnlich sehen.

16.00 Uhr, der Tiergarten schließt

„Dingdong, dingdong. Il parco chiude, si prega di recarsi all’uscita!“. Ups, wir befinden uns im hintersten Australien und der Tiergarten schließt. Das heißt Füße in die Hand nehmen und den Ausgang suchen.

Zwei Schwarze Schwäne
Zwei Schwarze Schwäne

Die beiden schönen schwarzen Schwäne werden selbstverständlich noch eines Blickes gewürdigt.

Auf einem Quad holt uns ein Wärter ein. Wir sollen zum Ausgang gehen! Wir nicken beflissen, er ist damit zufrieden und fährt weiter.

Die beiden Flusspferde sind inzwischen aus dem Wasser gestiegen und stellen ihre gesamte fette Pracht zur Schau. Boa!

Kleines Nilpferdjunges
Kleines Nilpferdjunges

Was rupft da gemütliche am Streu? Ein kleines rosafarbenes „Hippo“ knappert am Heu. Wow, wow das müssen wir aber schon noch ganz genau begutachten!

Ups, es ist schon 5 min nach 16.00 Uhr und wir stehen noch bei den Hippopotamus. Jetzt aber schnell!

„Knirsch, knacks“, vor uns schließt sich das Gatter. Der Zoowärter von vorhin ist gerade dabei den Zugang zum Afrika Park zu schießen. Mit Glück schlüpfen wir gerade noch durch. Eine Minute später und wir hätten in Afrika bei den Nilpferden übernachten müssen!

Die rosafarbenen Flamingos sind die letzten Tiere die wir noch sehen, bevor wir den schönen Tiergarten in Affi, eigentlich in Pastrengo, verlassen. Etwas mehr Zeit hätten wir gebraucht schade. Andererseits hatten wir Glück, dass wir außer der Saison hier waren, denn so konnten wir in aller Seelen Ruhe fast ganz alleine alle Tiere ungestört anschauen. Und einige Tiere – vor allem die Giraffen – waren wahrscheinlich so gelangweilt obgleich der seltenen Ruhe, sodass sie uns ganz neugierig begutachten haben.

So, das war nun ein Gardasee-Spaziergang der ganz anderen Art. Nicht Landschaft, Berge und See waren die Hauptdarsteller, sondern Tiere aus aller Welt.

„Pfiat enk, pfiat enk Giraffe, Tiger und Nilpferd!“

GPS Track Tiergarten Parco Natura Viva

PDF Karte Tiergarten

Fotos Tiergarten

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