Waldspaziergang in Graun

Graun – circa 250 Einwohner, Fraktion von Kurtatsch, auf 800 m ü. d. M. gelegen. Genau die richtige Höhenlage für einen Sonntagsspaziergang am wärmsten Osterwochenende seit Jahren.

Unsere bessere Hälften zieht es zur Grauner St. Georg Kirche hinüber. Der Uwe und ich kehren derweil auf einen schnellen Kaffee beim Goldenen Adler ein. Jedem seine Kirche.

Buchenwald
Buchenwald

Ein kleiner Schwarzer, ein kurzer Plausch mit Kathrin, der Juniorchefin, nun müssen wir uns sputen um unsere Familien einzuholen. Es gelingt uns kurz vor dem neu restaurierten und 2015 von den Kurtatschern Handwerkern 2015 in Betrieb gesetzten Kalkofen „Gustlofen“.

Ich bin ein Fan von Waldspaziergängen im April. Die frischen Buchenblätter glänzen gelbgrün in der Sonne. Bei diesem Anblick wird jede Wanderung zur Entspannungskur.

Eschenäste, ideal für Maipfeifchen
Eschenäste, ideal für Maipfeifchen

Laub raschelt unter unseren Tritten, weiße Tüpfelchen – Windröschen – sprenkeln den ansonsten braunen Waldboden. Mir springen bekannte Triebe eines Laubbaumes ins Auge. Eschen – das ist der Stoff aus dem Kinderträume geschnitzt werden können. Leider haben wir heute kein Taschenmesser dabei. So müssen drei vier frische Äste durch Knicken und Drehen daran glauben. Zu Hause werden wir dann die Kinderträume erfüllen und Maipfeifchen schnitzen.
„Ja, ja i will a oans!“

umgebrochener Baum
umgebrochener Baum

Nach einer Lichtung mit Jägerstand und Kirschenanlage biegt der Waldweg 180 Grad nach links. Ich bin etwas hinten geblieben, die anderen stehen 50 m weiter bei einem umgestürzten Baum. Er ist auf der Hälfte abgebrochenen und steckt nun mit der Krone nach unten, neben seinem halben Stamm im Boden. Interessant.

Ich habe im Kopf, dass es irgendwie gerade aus bis zum Lenzenhof weitergehen müsste. Darum pfeife ich Kind und Kegel zurück und weiße sie an mir gerade aus zu folgen.

Die beste Mami von allen und Anna gehen voraus. Ich versuche, über die nur 20 m rechts von uns befindliche Abrisskante, hinaus zu spähen. Da unten muss Tramin sein.

Vogelperspektive auf Tramin
Vogelperspektive auf Tramin

„Do geats nit weiter!“ Entrüstet, fast schon verärgert, kommen die beste Mami von allen und Anna zurück. Die Frauen schicken sich an zurück zu marschieren. Der Uwe und ich wagen sich derweil bis ans Ende des Weges. Vor uns das -Nichts!

Boa, kerzengerade fällt die Grauner Wand ab. Wir stehen genau auf dem Felsvorsprung der Grauner Wände, die ich jeden Tag von meinem Büro aus sehe. Cool!

Grauner Wände und der Blick hinunter auf mich selbst

Ich könnte Luftsprünge machen. Habe ich die anderen bewusst in die Irre geführt, nur um endlich einmal in meinem Leben auf diesen einen markanten Punkt, der mir bei so manchen Denkprozess im Arbeitsalltag, als Fixierpunkt dient, stehen zu können? Nein, habe ich nicht. Das ist tatsächlich Zufall oder aber Vorsehung?

Blick auf das Traminer Viertel "Finnland" mit Söll mit dem Kalterer See im Hintergrund und dem Mandlhof, der mein Büro beherbergt, im Vordergrund.
Blick auf das Traminer Viertel „Finnland“ mit Söll mit dem Kalterer See im Hintergrund und dem Mandlhof, der mein Büro beherbergt, im Vordergrund.

Eine Vorsehung die mir aufzeigen will, dass ich ab und zu auch mal aus der entgegengesetzten Perspektive auf sich selbst schauen sollte.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich unten im Büro des Mandlhofs aus dem Fenster hier herauf starren. Zahnräder drehen sich im Kopf, Rauch steigt daraus auf, ab und zu springt ein kleines winziges Zahnrädchen heraus…

Blick auf Tramin mit dem Kalterer See im Hintergrund. Von der Grauner Wand aus gesehen,
Blick auf Tramin mit dem Kalterer See im Hintergrund. Von der Grauner Wand aus gesehen,

Hallo! Ich habe ein beeindruckendes Landschaftspanorama vor mir! Ich wische den Gedanken zur Seite. Wäre ich ein unter Höhenangst leidender Selfie-Junkie würde ich mich mit dem Rücken an die Abrisskante stellen und Leib und Leben riskieren müssen. Da ich aber kein solcher bin, kann ich entspannt mit einen Meter Abstand das wunderbare Panorama ablichten. Meine Bilder können gut und gerne auf mein Gesicht verzichten.

Es wird Zeit die Familie einzuholen. Zwei-, dreihundert Meter, nach der Stelle mit dem umgekehrten Baum, erreichen wir sie und finden nun auch den korrekten Waldweg hinüber zum Lenzenhof.

Viel Zeit bleibt nicht übrig. In Penon wartet nämlich noch ein Osterhase auf die Kleinen. Darum begnügen wir uns mit einem Mineralwasser, einem kurzen Blick hinunter auf die Talsohle und wandern, dieses Mal der Grauner Straße entlang, vorbei an noch blühenden Birnen und Apfelbäumen, zurück bis zum Berggasthof Goldenen Adler.

GPS-Track der Waldwanderung in Graun

GPX-Track , Position: -km, -m GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) Höhe (m)
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten

Fotos Graun und Unterland mit Tramin

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