Spaziergang durch das Fischleintal

Vom Fischleintal zurück nach Sexten auf dem südlichen Teil des Sextner Rundweg.
Vom Fischleintal zurück nach Sexten auf dem südlichen Teil des Sextner Rundweg.

Zweiter Urlaubstag vom Wander-Urlaub, erster Urlaubstag in Sexten. Wie angekündigt hat uns der Schlechtwettertag erreicht. Die beste Ehefrau von allen hat sich in den Kopf gesetzt, den Regentag kurzerhand in einen Arbeitstag umzufunktionieren. Damit bin ich natürlich nicht einverstanden. Ein, zwei unüberlegte Einwände und schon habe ich das Biest, mit dem ich verheiratet bin, herauf beschworen.

Zensiert. Zeitsprung.

Mit voller Regenbekleidung und zusätzlichem Regenschirm ausgestattet, schlendern wir durch das 1950 Einwohner zählende Dorf Sexten, überqueren dann den Sextner Bach und spazieren den Panoramaweg in Richtung Ortsteil Moos hinauf.

Wir wissen nicht so recht, wohin wir gehen sollen. Lieber den südlichen Teil des Sextner Rundweges durch den Wald nehmen oder entlang des Sextner Baches bis zum Sportplatz Sexten und über die Straße weiter nach Moos am Eingang des Fischleintales wandern.
Der Regen lässt die Waagschale in Richtung Straße schwenken, so irren wir ein wenig durch die touristischen Außenbezirke von Sexten bis wir nach Moos und auf die Straße, welche uns nach Bad Moos am Eingang des Fischleintal führt, gelangen.

In Bad Moos vor dem Appartement und Kurhotel Bad Moos biegen wir leicht rechts in einen Wanderweg ein und spazieren gemütlich ohne nennenswerte Steigung durch die malerischen Lärchenwiesen, welche bei Regen zumindest für das Auge des Fotografen nicht ganz uninteressant sind, in Richtung Fischleinboden und Fischleinbodenhütte.

Das Biest, mit dem ich verheiratet bin, hat sich mittlerweile verdrückt, die beste Ehefrau von allen hat nichts dagegen, in der Fischleinbodenhütte einzukehren.

Bei einem späten Mittagessen warten wir, bis sich der Regen verzieht. Obwohl wir uns ziemlich Zeit lassen, haben wir leider kein Glück. Darum brechen wir trotz Nieselregen auf und wandern dieses Mal über den Sextner Rundweg, der durchwegs mit der Wegnummer 0 markiert ist, zurück nach Sexten.

Zuerst treffen wir auf Lärchenwiesen, welche in früheren Zeiten zwecks Lärchenharz- und Weidebewirtschaftung durch Rodung aller Nicht-Lärchen angelegt wurden, dann auf einen breiten Schotterweg, der als naturkundlicher Themenweg ausgewiesen ist, und durch dichteren Wald führt.

Ab und zu ziehen Informationsstände unsere Aufmerksamkeit auf sich. Ein aufklappbarer Baumstamm zeigt uns, wie ein Nest eines Baumspechtes ausschaut, eine entwurzelte Fichte mit Informationstafel weist auf den Unterschied zwischen Flachwurzler (Fichte) und Tiefwurzler (Lärche) hin, ein riesiger hölzerner Pilz klärt uns z.B. über die essbaren und giftigen Pilze der Gegend auf. Die Festung Heideck, welche uns von einem Hinweisschild am Fischleinboden angekündigt wurde, haben wir leider übersehen.

Mittlerweile können wir sogar ohne Regenschirm wandern. Der Blick fällt immer wieder auf die Nordseite des Sextner Tales mit den vereinzelten Bauernhöfen. Die Helmbahn, welche Wanderer von Sexten hinauf auf den Helm und den Karnischen Höhenweg befördert, ist zwar in Betrieb wird aber wegen des Wetters heute nicht allzu viel Last tragen müssen.

Kaum in Sexten angekommen, beginnt die Wolkendecke aufzureißen und kaum in unser Zimmer eingetreten, scheint auf dem Balkon des Unterlanerhofes recht ordentlich die Sonne.

Ich nutzte die Gelegenheit, das Wolkenspiel rund um die drei markanten Gebirgsgruppen Sextner Sonnenuhr, Dreischusterspitze und Haunold zu bewundern, die direkt vor unseren Augen liegen.

Sexten und die Sextner Rotwand

Fantastisch. Dazu ein leichtes Glockenspiel der Kühe aus dem Stall des Unterlanerhofes, das Krächzen der Krähen von den Wiesen rund um das Haus, ich fühle mich nun endlich im Urlaub angekommen.

Sextner Rotwand und Elferkofel

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GPS Daten Spaziergang Sextner Rundweg

Fotos Fischleintal und Sexten

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