Wandern im Gsiesertal: Auf den Rosskogel

Lärchenwiese bei Frondeign mit Gasthof Kurterhof
Frondeign über dem Gasthof Kurterhof

Wanderurlaub, sechster Ferientag. Heute ist eher unbeständiges Wetter angesagt. Darum bleiben wir lieber in der Nähe. Wandern im Gsiesertal ist angesagt. Wir fahren nach Toblach und von dort weiter nach Frondeign bis zum Gasthaus Kurterhof.

Die Wanderung beginnt auf 1.650 m bei besserem Wetter als angekündigt, sodass der Blick auf die Sextner Dolomiten und ins Golfental hinein möglich ist.

Wir wandern auf dem breiten Toblacher Höhenweg dem Rosskogel entgegen. Himbeerstauden säumen den Wegesrand. Hätten wir einen Eimer, Lust und Geduld mit, dann könnten wir ohne Weiteres den Marmeladenvorrat für ein ganzes Jahr pflücken. Nach der Schuheralm treten wir in freies, mit recht hohem Gras bewachsenes Gelände hinaus und wandern etwas steiler zum Rosskogel hinauf.

Auf dem Rosskogel im Gsiesertal
Auf dem Rosskogel im Gsiesertal

Das Wetter hält, es ist zwar nicht so klar wie in den letzten Tagen, aber der angekündigte Regen bleibt aus. Trotzdem riskieren wir es nicht, die geplante kurze Tour bis zum Golfen (2.493 m) und weiter zum Hochhorn (Corno Alto, 2.623 m) zu verlängern, sondern begnügen uns lieber mit dem Hügel Rosskogel (2.163 m), der bei besserer Weitsicht kein schlechter Aussichtspunkt wäre: Gsiesertal mit St. Martin im Gsiesertal im Norden, die Sextner Dolomiten im Süden, den Eingang des Gsiesertales und dahinter das Pustertal im Westen und das Toblacher Pfannhorn im Osten. Trotz Dunst sehen wir dabei bis nach Taisten.

Am Riedlkreuz
Am Riedlkreuz

Nach einer mittelkurzen Pause wandern wir auf dem Wandersteig Nr. 43 den Hundsbach überquerend in Richtung Luchsfallwiesen und Marabergalm. Weiter geht es zuerst hinunter und dann rechts abbiegend bis zur Stacherbergalm.

Hier geht es nicht weiter, was uns ein Gsiesertaler, der mit seiner Familie hier den Sonntag verbringt, bestätigt. Er rät uns, die wenigen 100 m wieder zurück zu gehen, bis zu der Kreuzung, bei der wir rechts abgebogen sind und dort gerade aus dem Forstweg bis nach Frondeign zu folgen. Etwas vor Frondeigen sollten wir dann auf eine schöne Lärchenwiese treffen.

Der Rat wird befolgt. Der Forstweg gibt leider nur ab und zu die Sicht auf das Gsiesertal frei. Schade.

Dann aber trotzdem: unter uns liegen Innerpichl, Oberpichl, Ausserpichl und Unterplanken im Gsiesertal.

Bei Frondeign oberhalb des Kurterhofes
Bei Frondeign oberhalb des Kurterhofes

Wir kommen an eine Kreuzung, halten uns links und folgen jetzt der Beschilderung Frondeign auf dem Weg Nr. 91. Eine Abkürzung über die Wiese bringt uns zum Gasthaus Kurterhof, auf dessen Parkplatz wir unser Auto abgestellt haben. Darum versteht sich von selbst, dass Einkehren Pflicht ist.

Eine nette Wanderung über den Toblacher Höhenweg an der Ostflanke des Gsiesertales liegt hinter uns und vor uns ein wider Erwarten noch ziemlich sonniger, halber Nachmittag auf dem Balkon unseres Urlaubdomizils am Rande der Dolomiten in Sexten.

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GPS Daten Wanderung im Gsiesertal

Fotos der Wanderung zum Rosskofel

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14 thoughts on “Wandern im Gsiesertal: Auf den Rosskogel”

  1. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Ihr Lieben

    Geplantes Skifahren wurde für dieses Wochenende angesichts der chaotischen und schlimmen Wetterverhältnisse gestrichen und abgesagt, habe mich dafür bei schrecklichem Wetter ein wenig durch Eure Touren geklickt und bin auch hierbei am Gsiesertal und der von Euch begangenen Tour hängengeblieben.
    Will unter den vielen geplanten anderen Touren auch im Juni einen Abstecher ins Gsiesertal für eine ausgedehnte Almwanderung allerdings von St. Magdalena aus unternehmen, die Almen sollen dort ja wunderschön sein und es ist angesichts Südtirols Küche auch mal schön, eine leichtere Tour mit einigen Almbesuchen zwischen mehreren Hochtouren einzulegen, oder?
    Habe in meinen Wanderurlauben mit 8-10 Tagen immer mal meistens in der Wochenmitte einen „Hänger“ wo so eine etwas leichtere und kulinarische Tour von Alm auch mal gut tut, die Kalorien läuft man ja dann wieder an den anderen Tagen herunter, so geht es mir jedenfalls.

    Du siehst ich habe bereits jetzt mehr ( bis jetzt ca. 20 in der engeren Wahl) Touren in Planung als Urlaubstage, aber das ist total o.k., so kann ich während des Urlaubs mit ausreichend und gutem Kartenmaterial immer am Tag davor entscheiden wo es am nächsten Tag hingeht, dadurch ist das Ganze auch spannend und interessant.

    Im übrigen war die benachbarte Tour zum Pfannhorn von Kandellen aus mit einem Meer von Alpenrosen Ende Juni 2011 auch eine herrliche Tour, an der ich bis Großglockner, Großveniger etc, bei herrlichstem Wanderwetter sah. Die Berge am karnischen Hauptkamm abgesehen vom Gipfel des Helm sind so einsam, dass ich an diesem Tag am Gipfel des Toblacher Pfannhorns ca. 1,5 Stunden nur kurzzeitig mit zwei anderen Wandern verbrachte und die Stille und den Ausblick auf die Bergwelt und die Sextener Sonnenuhr genoß.

    Das solls für heute (wieder sehr ausführlich, hoffentlich nicht zu ausgiebig ?) gewesen sein.

    Hoffe ich habe nächste Woche mit dem Skifahren mehr Glück

    Bis dahin
    Ski-Heil und herrliche Schneetage im Süden Südtirols von
    Charly

  2. Dietmar says:

    Hallo Charly,

    ich glaueb ich muss da mals was klar stellen. Kommentare, vor allem lange, sind immer sehr gerne willkommen. Das stärkt die Website, damit tust du ihr was Gutes, darum sind sie nie zu ausgiebig 😉 Ich muss mich dafür vielmals bedanken!

    LG
    Dietmar

    P.S. Das Gsiesertal liegt von uns aus recht weit weg, darum waren wir da noch recht selten. Diese eine Wanderung hat das Gsiesertal nur gestreift…

  3. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Dietmar

    Vielen Dank für deine nette Antwort. Ich finde Deine Website absolut toll und deine Wanderbeschreibungen, welche so toll bebildert und vor allem so authentisch und persönlich beschrieben sind, heben sie sich von den vielen die es im Internet gibt in besonderem Maße ab und haben dazu geführt, dass ich bei Erkundung von Touren fast nur noch Deine Beschreibungen anschaue, mach bitte weiter, so wenn es die Zeit zuläßt.

    Werde bevor ich morgen früh mit einer Gruppe nach Tirol für 4 Tage ins Skifahren gehe, nochmals später eine Tour von Euch anklicken, um mit einem „Südtiroler Gefühl“ in die Berge zu fahren, kann es gar nicht erwarten, bis es wieder milder wird und ich die Webcams von den Gebirgsregionen in den Dolomiten und übrigem Südtirol anschauen kann, damit die Zeit bis zum nächsten Südtirolurlaub nicht so lang ist.

    Habe sowieso noch die eine oder andere Frage zu Hoch- und Gipfeltouren wie beispielsweise zum Peitlerkofel.
    Einstweilen eine gute Zeit und viel Spaß bei der Arbeit und an Deinem Hobby, gehts für Schnee- und Skitouren demnächst auch in die Berge? ……

    Es grüßt mit einem Skiheil
    Charly

  4. Dietmar says:

    Heuer haben wir Probleme uns für Schneeschutouren aufzuraffen….

  5. Bennet says:

    Wie lange dauert die Tour insgesamt? und kann man diese auch im Oktober bewandern?

  6. Dietmar says:

    Hallo Bennet,

    die Dauer der Tour hängt stark von der eigenen Kondition ab. Wanderer gehen zwischen 3-5 km pro Stunde. Das ist ein großer Unterschied zwischen langsamen Wanderern und schnellen Wanderern. Du siehst unter dem Wanderbericht eine Karte und darunter das Höhenprofil. Die Strecke ist circa 13 km lang bei 650 m Höhenunterschied. Das heißt dann das du zwischen circa 4 und 2 Stunden Gehzeit rechnen musst.

    Zu deiner zweiten Frage: kann man die Wandertour auch im Oktober bewandern.
    Diese Frage würde ich auf jeden Fall mit ja beantworten 🙂

    Grüße
    Dietmar

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