Urlaub in Sexten auf dem Unterlanerhof

Kapelle am Passo Giau
Kapelle am Passo Giau

Vorbei ist damit unser erst Ferientag vom Dolomiten-Urlaub noch nicht. Es heißt noch bis nach Sexten zu fahren. Wir entscheiden uns für den Passo Giau. In etlichen Kurven fahren wir auf 2.236 m Meereshöhe hinauf. Das Gelände kommt mir irgendwie bekannt vor. Erst am Pass oben, bei einem Fotografie-Intermezzo, fällt mir ein, dass wir vor einigen Wochen ganz in der Nähe gewesen sind. Wir befinden uns östlich des Monte Nuvolau, den wir bei unserer Cinque Torri Rundwanderung bestiegen haben.

Normalerweise würde die beste Ehefrau von allen bei so einem kurzen Fotografie-Zwischenspiel im Auto warten, aber am Giau Pass steht eine kleine Kapelle. So dauert es nicht lang bis die beste Ehefrau von allen hinter mir steht und zielstrebig in die Kapelle geht 😉

Nach dem Passo Giau führt uns die Autofahrt nach Cortina d’Ampezzo, wo ich wiederum ein kurzes Fotografie-Intermezzo einlegen muss:

Weiter geht es durch das Höhlensteintal bis nach Toblach, kurz hinaus auf die Pustertaler Straße, um dann bei Innichen rechts ins Sextner Tal einzubiegen.

Wir haben bei Familie Watschinger auf dem Unterlanerhof, einem Urlaub auf dem Bauernhof Betrieb, gebucht.

Es ist das erste Mal, dass wir unseren Urlaub in der Heimat in Südtirol verbringen und auch das erste Mal dass wir nicht in einem Hotel, sondern Urlaub auf dem Bauernhof machen, darum wissen wir noch nicht so recht, was uns erwartet.

Wir werden freundlich von der Hausherrin empfangen und sind sehr positiv überrascht wie sauber, groß und Bauernhof-typisch unser Urlaubsdomizil ist. Unser Doppelzimmer ist wie eine alte Südtiroler Stube getäfelt. Fantastisch. Dusche/WC hat es zwar keine, aber die Etagendusche ist nur für unser Zimmer reserviert, so stellt das für uns kein Problem dar. Der Balkon ist für alle Zimmer der Etage zugänglich, aber auch das stört uns nicht im Geringsten. Außerdem werden wir durch das beeindruckende Bergpanorama mehr als entschädigt. Frau Watschinger klärt mich auf: vor uns sehen wir von links nach rechts die sogenannte Sextner Sonnenuhr mit dem Neunerkofel, dem Zehnerkofel – auch Sextner Rotwand genannt – und dem Elferkofel. Der Zehnerkofel und der Einserkofel, wo es am 12. Oktober 2007 einen massiven Felssturz von über 60000 Kubikmeter Gestein gab, werden vom Dreischuster-Massiv mit der Dreischusterspitze und dem vorgelagerten Gsell verdeckt. Rechts von der Schusterspitze erhebt sich der wild zerklüftete Haunold.

Ich frage mich sofort, warum sich denn das für Sexten so charakteristische Bergmassiv Sextner „Sonnenuhr“ nennt. Eine Recherche bringt folgendes zutage:

Wenn man von Bad Moos – dem Ort, der auf das Dorf Sexten folgt – auf das Bergmassiv schaut, dann steht die Sonne um Neun Uhr genau über dem Neuner, um zehn Uhr über dem Zehner, um 11 Uhr über dem Elfer, um 12 Uhr über dem Zwölfer (3.094 m) und um 13 Uhr bzw. ein Uhr über dem Einser. Die Sextner Dolomitengipfel bilden also eine natürliche Sonnenuhr. Will man das mit eigenen Augen erleben, muss man sich genau zur Wintersonnenwende nach Bad Moos nach Sexten begeben.

Ein kurzer Nacht-Spaziergang durch das Dorf Sexten, eine Pizza, dann zurück in unser Zimmer und schon schlafen wir zufrieden bei ab und zu beruhigendem „Muhen“ auf „unserem“ Bauernhof ein.

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Fotos Passo Giau, Cortina d’Ampezzo und Sextner Sonnenuhr

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