Durch die Rastenbach Klamm zur Kirchenruine Altenburg

Einstieg das Biotop Rastenbachklamm
Einstieg das Biotop Rastenbachklamm

Die Rastenbachklamm zwischen St. Josef am See und Altenburg ist ein eindrucksvolles, erwanderbares Naturdenkmal. Die Klamm bietet aufgrund ihrer Beschaffenheit spezielle klimatische Verhältnisse, sodass sich ihre Pflanzenwelt von der der Umgebung abhebt. Auf Porphyr Grund, über dem sich eine Schicht aus weißen Dolomit Gestein abgelagert hat, wachsen in der Klamm Flaumeichen, Manna-Eschen und Hopfenbuchen. Erst im oberen Teil machen sie einem Buchenmischwald, der an einige Stellen mir Föhren durchsetzt ist, Platz. Im Unterwuchs findet man vor allem Zyklamen und Farne wie z.B. das seltene Hirschzungenfarn.

Durch die Klamm

Für Otto-Normalverbraucher wie uns, ist die Klamm nicht unbedingt ihrer Pflanzen, sondern vor allem wegen ihrer geologischen Beschaffenheit interessant. Nein nicht aufgrund der Zusammensetzung der Gesteine, sondern vielmehr wegen des interessanten Wandersteiges, der durch die Klamm führt. Neben dem Rastenbacher Wasserfall führt uns nämlich eine steile, mittlerweile neue sehr breit und sicher erbaute mehrgeschossige Eisentreppe zügig bis zur luftigen Ausblicksplattform, von wo wir einen herrlichen Blick hinunter zum Kalterer See haben, empor.

Der Wasserfall in der Rastenbachklamm

Zuerst von unten direkt am weiß schäumenden Wasserfall zum Ursprung der stürzenden Wassermassen hochschauen, dann von oben runter zum blauen Kalterer See und hinüber zur rotweißen Fahne auf der Leuchtenburg blicken, das gefällt nicht nur unseren Kleinen!

Nach der Treppe führt uns ein Steg in die Klamm hinein. Der Altenburger Bach plätschert hier von einem Becken ins andere. Wir können bis zum Wasser hinein und ein zwei Schiffchen aus Blätter auf die Reise schicken.

Es dauert nicht lang da stehen wir an der Abzweigung an der es gerade aus zum Friedensweg hinauf geht. Da sind wir erst im Juni rauf marschiert. Wir biegen heute links ab und steigen zwei Serpentinen und dann steile Treppen bis hinauf unter die Hängebrücke, die hinüber zur Kirchenruine Altenburg führt.

Frühhistorische Kirchenruine Altenburg

Kalterer See

Selbstverständlich lassen wir den 100 m Abstecher hinaus zur Ruine nicht aus. Es gibt hier nicht nur die Teste der frühhistorischen Altenburger Kirche zu sehen, sondern auch einen wunderbaren blauen See. Hinter der Kirchenruine gibt es nämlich ein nettes Aussichtsplätzchen von wo der schwindelfreie Wanderer zum Kalterer See hinunter Blicken kann.

Ein wenig Quatschen – wir sind nicht alleine, zahlreiche Wanderer sind hier, auch bekannte Gesichter – zwei drei Schluck Wasser, die Kleinen bauen Steinmännchen und schon müssen wir weiter.

Über die abenteuerliche Hängebrücke – ist das ein Spaß – und dann über glatt geschliffenen Porphyr geht es hinauf zur Aussicht neben den Altenburger Kirchlein.

Wieder blitzt uns der blaue Kalterer See entgegen. Wieder weht die Tiroler Fahne drüben auf der Leuchtenburg. Wieder ein zwei Fotos und wieder zwei, drei Schluck Wasser und weiter geht es nur wenige Schritte bis zum Gasthaus Altenburger Hof.

Der Uwe und ich dürfen sich einen Kaffee und ein Zwetschgendatschi genehmigen, den am Altenburgerhof gibt es eine Rutsche und da kommen die Kleinen nicht vorbei.

So vergeht die Zeit mit den zahlreichen Pausen recht schnell und wir müssen uns sputen. Denn es gilt den Zeitplan der besten Mami von allen einzuhalten.

Rückweg über den Nusstalweg

Vorbei an der Feuerwehrhalle Altenburg wandern wir nun den Nusstalweg bis nach St. Josef am See hinunter.

Wir haben unsere Autos einige Meter oberhalb des Weinguts Dominikus (ja, der mit dem Kellerlabyrinth) am Kardatscher Weg geparkt. Das ist etwas ungünstig, denn wir schreiten gerade durchs parallel verlaufende Nusstal und müssten zuerst orographisch rechts des Altenburger Baches hinunter bis zur Brücke um dann wieder orographisch links herauf marschieren zu müssen.

Bei einem Wasserspeicherbecken entscheiden der Uwe und ich uns quer durch den Wald über den Altenburger Bach hinüber zum Kardatscher Weg oder zum Rastenbach Klamm Steig durchzuschlagen.

Natürlich ohne Frau und Kinder. Der Anhang darf inzwischen den Nusstalweg hinunter bis zum Seaberhof und Vogelmaierhof in St. Josef marschieren und dort warten.

Blick vom Nusstalweg hinüber zur den Treppen der Rastenbach Klammn

Ach, da liegen lauter Kastanienigel. Und wow, da sind sogar richtig große drin, nicht so mickrige kleine wie wir am Nusstalweg gesehen hatten. Wir stehen mitten im tiefen Wald, schaut nicht so aus als ob der Kastanienbaum jemand gehören würde. Wir erlauben uns drei Kastanien aufzuheben. Der Uwe will sie abends zusammen mit gekauften braten. Mal schauen wie solche wilde Wald Kastanien schmecken.

Das Gelände wird steil und unwegsam. Wir müssen teilweise auf allen Vieren weiter. Hmm – ob das eine gute Idee war zu versuchen den Berg zu queren. Ohne GPS Unterstützung wäre ich das Wagnis nicht eingegangen. So kann ich bestimmen, dass der Rastenbachklamm Steig nur wenige 200 m vor uns liegt und wir können trotz steilem Gelände die Richtung halten und schaffen es den Steig zu erreichen.

Noch schnell hinunter zum Auto und dann die Familie abholen.

Drei schnatternde Gänse stehen vor dem Vogelmaierhof. Die Drei benehmen sich wie echte Wachhunde. Schaut lustig aus.

Wir laden die Familie ein und freuen uns mal wieder durch die herrliche Rastenbach Klamm gewandert zu sein.

GPS Track durch die Rastenbachklamm und zurück durchs Nusstal

Fotos Rastenbachklamm, Kirchenruine Altenburg, Kalterer See

Video Rastenbach Klamm über dem Kalterer See

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