Furkelpass – Piz da Peres – Hochalmsee – Wandern in Südtirol im Naturpark Fanes-Senes-Prags

In der Sendereihe Bergseen in Südtirol des RAI Senders Bozen, wurde vor circa 2 Monaten (27. August) eine Rundwanderung vom Furkelsattel hinauf zum Piz da Peres, weiter zum Hochalmsee (Hochalpensee), über die Lapedurscharte (2.252 m) hinunter zur Jägerhütte und von dort zurück zum Furkelpass vorgeschlagen. Diese Bergtour im Naturpark Fanes-Senes-Prags wollen wir heute nachwandern.

Der Hochalmsee im Naturpark Fanes Senes Prags
Der Hochalmsee im Naturpark Fanes-Senes-Prags

Die Anfahrt über das Grödnertal, Grödner Joch und Gadertal bis nach St. Vigil in Enneberg und zum Furkel Pass erweist sich als recht zeitraubend.

Um 12.41 Uhr ereichen wir den Parkplatz am Furkelpass, wo im Winter das Skikarussell Kronplatz der Herr im Hause ist.

Die beste Ehefrau von allen hat zusätzlich zu Schwester und Schwager auch ihren Bruder überredet mit zu kommen. Wir wandern also zu fünft der Drei-Finger-Scharte und dem Piz da Peres, und damit dem Weg mit der Markierung Nr. 3 folgend, in den Naturpark Fanes-Sennes-Prags hinein.

Der Wanderweg soll laut Fernsehbericht Ausblick auf den Peitlerkofel, die Marmolata, den Kreuzkofel, den Zehner und Neuner bieten. Ok, das werden wir ja nun sehen. Schritt für Schritt wandern wir abwechselnd steil bergauf, dann wieder etwas flacher, durch den bereits herbstlichen Wald, bis wir ein Schuttkar, das zugleich die Baumgrenze markiert, erreichen. Am Fuße des Kars ist der Weg noch felsig, weicht aber bald einem schottrigen, steilen, körperlich recht angstengend zu begehendem Steig.

Die beste Ehefrau von allen und ich schwitzen recht ordentlich bis wir endlich auf der Drei-Finger-Scharte 180 m unter dem Gipfel des Piz da Peres ankommen. Unsere drei Begleiter sind etwas zurück geblieben, so dass wir beide genug Zeit haben, uns um zu schauen (westlich Piz da Peres, nördlich Pustertal mit Kronplatz, südlich Heiligkreuzkofel Gruppe) und ein Wind geschütztes Plätzchen für das Mittagessen suchen zu können.

Unter dem Piz da Peres

Nach Speis und Trank beschließen wir das Gipfelkreuz des Piz da Peres zu „verschmähen“ (das werde ich sicher noch bereuen) und direkt in Richtung Hochalmsee weiter zu wandern. Der Bergsteig Nr. 3 ist hier sehr leicht bewanderbar, sodass wir den Ausblick nach Süden auf den felsigen Naturpark der Fanes richtig genießen könnten, wenn es nicht so kalt wäre!

Ich meine den Seekofel erblicken zu können, den wir vor 2 Jahren ausgehend vom Pragser Wildsee hinauf gewandert sind. Die Karspitze, der Col de Ricigon und der Sella di Sennes müssten auch dort irgendwo liegen.

Der Hochalmsee

Der Hochalm See, den die Ladiner Le de Fojedöra nennen, liegt ziemlich einsam auf 2.252 m über dem Meeresspiegel am Ende des Grünwaldtales, über welches man zum Pragser Wildsee gelangen könnte.

360° Foto mit Ausblick auf dem Hochalmsee und dem Naturpark Fanes Senes Prags
360° Foto mit Ausblick auf den Hochalmsee und den Naturpark Fanes-Senes-Prags

Über Grashänge führt uns die heutige Wanderung weiter bis zum Lapedures Joch. Der Abstieg steht bevor. Wir verlassen die ruhige Graslandschaft und steigen über die Lapedur-Scharte ab.

Jetzt müssen wir noch zurück zum Furkelpass. Vorbei an der Jägerhütte, dem Steig Nr. 32 folgend, wandern wir am Nordhang der Dreifingerspitze und des Piz da Peres bis zum Furkelsattel zurück.

Die Wanderung vom Furkelsattel zum Piz da Peres, weiter zum Hochalpsee und zurück über die Lapduresscharte wäre zu einer etwas früheren Jahreszeit, vor allem wegen der Temperaturen, sicherlich noch angenehmer. Mit Zähne klappernden Bergkameraden im Rücken ist es schwierig, mit Ruhe die grandiose Aussicht auf die wunderbare Bergwelt der Fanes zu genießen 😉

GPS-Tour vom Furkepass zum Hochalmsee und Lapedurscharte

Fotos Dreifingerscharte, Hochalmsee, Naturpark Fanes

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16 thoughts on “Furkelpass – Piz da Peres – Hochalmsee – Wandern in Südtirol im Naturpark Fanes-Senes-Prags”

  1. Tobias says:

    hallo,

    darf man fragen welches gps gerät sie verwenden ?

  2. admin says:

    Natürlich, Garmin Colorado 300.

  3. Jürgen+Liane says:

    Hallo Dietmar, die Internetseite – Diewanderer – über die Wanderungen mit der besten Ehefrau in Südtirol finde ich Super. Wir, 1Flachländer mit seiner besten Ehefrau und das schon seit über 27 Jahre 54/56 aus dem Saarland, begeisterte Wanderer, haben uns vor 2 Jahren in die Dolomiten verliebt, seitdem verbringen wir jedes Jahr eine Woche hier,
    vom 18-28 Juni sind wir wieder im Berghotel „ Zirm „

    In dieser Zeit wollen wir auch die Tour
    Furkelpass – Piz da Peres – Hochalmsee laufen.

    Warum habt ihr auf dieser Tour keinen Abstecher zur Hochalm Hütte gemacht?
    Wie sieht es mit Schwindelfreiheit auf dieser Tour aus?
    Weißt du was das Lemmingsyndrom ist?
    Kann man dennoch die Tour machen?

    Mach weiter so mit dieser tollen Seite, ich freue mich jetzt schon auf neue Tourenbeschreibungen und Bilder von dir.
    Grüsse die beste Ehefrau.

    Mit freundlichen Grüßen juli

  4. Dietmar says:

    Hallo Jürgen und Liane,

    erstmal danke für eure nette Rückmeldung.

    Zu euren Fragen:
    – Hochalmhütte sagt mir mal nichts. Ist aber schon eine Weile her, vielleicht darum…
    – Wenn man nicht gerade sehr sennsibel ist, müsste das gehen. Ist keine Klettertour, ist aber sehr steil und Tiefblicke gibt es auch.
    – Lemmingssyndrom kenne ich nicht, darum kann ich dazu nichts sagen. Wenn ich das aber „google“ dann würde ich sagen. Geht nicht in die Berge! Damit breche ich dieses Thema am.

    Grüße

  5. Martin says:

    Hallo Dietmar,

    danke fürs Zeigen – es ist eine sehr schöne, aussichtsreiche Tour und ausgesprochen ruhig! Trotz schönstem Wetter waren nur wenige Menschen unterwegs – auf dem Rückweg über die Lapedurscharte habe ich niemanden mehr getroffen.
    Da ich das erste mal in den Dolomiten unterwegs war, hat mich der Trubel in einigen Gegenden ziemlich „erschlagen“. Am Lang- und Plattkofel habe ich auf der Rundtour (ca. 17 km) aus dem Abstand der Wanderer eine Zahl von über 1000 hochgerechnet – zugegeben, bei herrlichem Wetter, aber mitten in der Woche.
    Die Tour am Piz da Peres incl. Gipfelbesteigung (es lohnt sich wirklich – herrliche Ausblicke!) war da eine wahre Erholung.
    Gut hat mir auch das Villnösstal gefallen – ohne unansehnliche Wintersportanlagen hat man von den Herrensteigen am Aferer Geisler ständig die herrliche Kette der Geislerspitzen im Blick. Auch hier habe ich nur zwei weitere Wanderer getroffen. Meine Tour: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.89759.html
    Leider hatte ich nicht genug Zeit, noch mehr solche schönen Touren zu finden und durchzuführen.

    Gruß und eine wanderbare Zeit wünscht
    Martin

  6. Dietmar says:

    Hallo Martin,

    ja du hast recht, in den Dolomiten geht es bzgl. Menschenmengen so richtig rund. Für alle die es ruhiger wollen sind solche Tipps wie Villnössertal oder auch Pfunderer Tal (nicht Dolomiten aber auch schön) wahre Geheimtipps 😉

    Grüße
    Dietmar

  7. Günter Becker says:

    Hallo @ all,

    ich habe die Tour auf den Piz da Peres ausgehend vom Furkel Pass erst vor ca. 3 Wochen während meines Toblach-Urlaubs gemacht. Es war ein Sonntag und am Gipfel waren bestimmt 30 Leute. Die Aussicht vom Gipfel war einmalig. Ich bin dann auch weiter zum Hochalmsee gewandert, wo ich dann niemanden mehr getroffen habe. Erst an den Hochalmhütten waren wieder einige Wanderer anzutreffen. Die Gegend dort ist schon sehr abgelegen. Durch das Grünwaldtal bin ich dann bis zum Pragser Wildsee weitergewandert. Meinen PKW habe ich dann erst am nächsten Tag abgeholt, über Bruneck, mit der Seilbahn auf den Kronplatz und von dort Abstieg zum Furkelpass, da es keine Busverbindungen zum Furkelpass mehr gab. Vom Kronplatzgipfel (totaler Skizirkus, zum Wandern nicht schön, aber tolle Aussicht) hatte man auch noch mal einen tollen Blick auf den Piz da Peres.

  8. Dietmar says:

    Hallo Günther, ist sicher eine tolle Tour gewesen. Auto am nächsten Tag abholen, das sollten wir auch ab und zu machen, dann kommt man streckenmäßig viel weiter….

  9. Günter says:

    Hallo Dietmar,
    stimmt, das Auto stehen zu lassen und später abzuholen kann eine gute Idee sein. Aber auch die Busverbindungen, die in Südtirol im Allgemeinen gut sind, sollte man nicht außer Acht lassen, insbesondere wenn man mehrere Tage an einem Ort ist, wie Ihr in Sexten.
    Ich denke da an Eure Wandertour am Karnischen Kamm vom 16.Aug. 2011. Ihr seid an der Schönthalhöhe umgekehrt und über Roteck und Klammbachalm nach Sexten zurückgewandert. Ich denke, Ihr hätten durchaus weiter wandern können zu Euerem ursprünglichen Ziel Obstansersee. Für den Rückweg hätte sich dann die Überschreitung des Obstanser Sattels und der Abstieg über die Nemes Alm zum Kreuzbergsattel angeboten. Von dort kann man im Sommer noch abends um 19.00 Uhr mit dem Bus nach Sexten zurückfahren. Wäre auch nicht weiter gewesen als Eure Route.
    Gruß Günter

  10. Günter says:

    Sorry, meinte natürlich „Kreuzbergpass“

  11. Dietmar says:

    Ja das wäre sicherlich möglich gewesen, aber ohne vorherige Planung getrauen wir uns solche Sachen nicht. Bei uns muss immer im Vorfeld sicher sein, dass das auch geht 😉

    Grüße
    Dietmar

  12. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Dietmar

    Bin ein großer Südtirolfan und bewandere Eure wunderschöne schon seit 1990 kreuz und quer vom Vinschgau bis ins Hochpustertal sofern es mir meine beschränkte Urlaubszeit erlaubt.
    Bin erst vor einigen Tagen beim Stöpern im Internet über deine wunderschöne Touren auf deine Seite gelangt und kann dich nur für deine lebendigen, herrliche bebilderten Touren mit deiner besten Frau beglückwünschen.

    Mein nächster Urlaub ist im Kopf im Hochpustertal(Toblach) bereits schon wieder geplant und ich habe bereits einige Touren auch mit Deiner Hilfe bereits visuell durchwandert, u.a. sind Touren auf den Hochalpenkopf, die Drei Zinnen vom Höhlensteintal übers Rienztal, sowie rund um die Cadina Spitzen geplant.
    Deine Touren sind hierbei willkommene Anregungen zum Fieberne auf die nächste Wandersaison.

    Euch merkt man die Liebe zur Heimat und den wunderbaren Gegenden an, toll!

    Die Tour zum Piz da Peres die ich gerade „mitgewandert“ bin steht natürlich nächstes Jahr ebenfalls in Planung, desselben eine Tour zur Fanes-Alm.

    Mehr vielleicht bei glegentlichen Kommentaren wenn ich in der dunklen Jahreszeit virtuell im Internet in den Dolomiten und Südtiroler Bergen unterwegs bin.

    Weiter so und Euch beste Gesundheit und noch viele schöne Touren

    Euer Karl-Heinz Weller

  13. Dietmar says:

    Vielen Dank, freut mich und motiviert mich dass der Blog hier gut ankommt.

  14. Steffi says:

    Hallo,
    ist die Tour mit Kindern (10 und 13, sehr sportlich) und Hund (Labroador) zu machen?

    Danke im Voraus

    Viele Grüße
    Steffi

  15. Dietmar says:

    Hallo Steffi,

    mit sehr sportlichen Kindern kann man meiner Meinung eigentlich alles gehen. Der Aufstieg ist aber schon recht streng und wenn ich mich recht erinnere auch teilweise steinig (Schotter). Da könnte eventuell für den Hund nicht so toll sein (bin kein Hundebesitzer, keine Ahnung was die von Schotteruntergrund halten). Oben angekommen, ist kein Schotter mehr, da ist es richtig schön.

    Grüße

    Dietmar

  16. Stefanie Steeg says:

    Super, vielen Dank für die Rückmeldung. Wir werden die Tour Anfang Juli mal angehen.

    Grüße
    Steffi

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