Schneeschuhwanderung vom Mendelpass zum Penegal an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino

Die weiße Pracht meint es heuer gut mit Südtirol. Das bedeutet für unsere heutige Schneeschuhwanderung die Qual der Wahl. Hmm… wohin also. Wir wollen unsere Qual noch verstärken und beziehen das Schneeschuhwandergebiet Nonstal-Trentino in die Auswahl mit ein. Die Italiener im Nonstal (Val di Non) sind ziemlich begeisterte Schneeschuhwanderer. Sie haben für Schneeschuhe sogar ein eigenes Wort: „ciaspole“ und für Schneeschuhwanderung „ciaspolata“.

Wandern Südtirol: Schneeschuhwanderung vom Mendel Pass zum Penegal: Ausblick auf das Südtiroler Unterland mit dem Kalterer See und der Leuchtenburg.
Wandern Südtirol: Schneeschuhwanderung vom Mendel Pass zum Penegal: Ausblick auf das Südtiroler Unterland mit dem Kalterer See und der Leuchtenburg.

Südtirol komplett verschmähen geht natürlich nicht, also was liegt näher als uns für die Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino zu entscheiden. Damit steht fest: es geht vom Mendelpass hinauf zum Penegal.

Nach 40 Minuten haben wir die Anfahrt zum Mendel Pass hinter uns. Trotz Skigebiet (nur eine einzige Piste vorhanden) herrscht direkt am Pass gähnende Leere. Die Wintersportler sind scheinbar alle bei den Golfwiesen (so nennen wir Traminer das Gebiet rund um den Sessellift) drin.

Start am Mendelpass

Die Schneegehhilfen umgeschnallt und ab geht es auf nicht ganz so leisen Sohlen in nördlicher Richtung, dem Steig Nr. 500 folgend. Der Schnee ist angetreten und recht hart. Wahrscheinlich hat es auch hier häufiger drauf geregnet. Besser so, ich hatte schon die Befürchtung, dass unsere erste Schneeschuhtour in diesem Winter ein Kampf durch Knie tiefen Pulverschnee werden würde.

Der Wanderpfad, führt nahe an der recht steil abfallenden Penegalwand entlang. Er bietet sich uns immer wieder die Gelegenheit, an Aussichtpunkten mit Sitzgelegenheit, das Südtiroler Unterland mit dem südlichen UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten (Weißhorn, Latemar, Rosengarten, Schlern und Langkofel) zu bewundern.

Im Tal unten ist der Schnee schon weggeschmolzen. Um so kontrastreicher heben sich die weißen Gipfel der südlichen Dolomiten vom grauen Tal und blauen Himmel ab.

Das Weindorf Kaltern an der Weinstraße liegt unter uns. Über uns sehen wir das Kreuz am Kleinen Penegal. Nun müssen wir um die steil zur Mendelstraße abfallenden Schneißen herum wandern.

Nach circa 45 Minuten treffen wir auf die vereiste Penegalstraße. Wäre eine echtes Abenteuer, hier mit dem Auto herauf zu fahren. Zum Glück müssen wir nicht allzu lang die Straße entlang stapfen. Nach 5 min biegen wir rechts ab und steigen steil durch den weicher und tiefer werdenden Schnee einen Wanderpfad empor.

Schneeschuhspuren sind jetzt keine mehr zu sehen. Nun heißt es durch den 30 bis 40 cm tiefen Schnee spuren! Sehr anstrengend und noch dazu ist der Steig nicht sichtbar. Wir stapfen circa 20 m, von der steil abfallenden Kante entfernt, in Richtung Norden. Zum Glück hat der Uwe mit seinen ellenlangen Füßen eine riesen Freude durch den jungfräulichen Schnee zu spuren. Diese Freude will ich ihm natürlich nicht nehmen!

Der Kleine Penegal

Ein interessantes Kreuz, ein mit Steinen gefülltes Eisengestell, erwartet uns am kleinen Penegal. Schön ist es hier, bedeutend schöner als am „großen“ Penegal, wo das Hotel Penegal und ein halbes Dutzend Fernsehmasten die Aussicht vermiesen.

Kleiner Penegal über Kaltern
Kleiner Penegal über Kaltern

Der Panoramablick nach Norden, Osten und Süden ist vorzüglich. Leider ist es jetzt nicht mehr so klar wie beim Start. Trotzdem hat es sich offensichtlich ausgezahlt hier herauf zu spuren.

Nach einer kurzen Pause sehe ich mich schon wieder hinter dem Uwe, vor den beiden Frauen, durch den noch tiefer werdenden Schnee weiter bis zum Penegal hinüber zu „schinden“ (=abmühen). Ich bin heilfroh, dass der Uwe als Leitwolf durchhält!

Am Penegal

Das Hotel Penegal ist geschlossen; es ist dem Konkurs von Lanabau zum Opfer gefallen. Egal, wir wollten eh nicht hinein.

Großer Penegal mit Blick auf das Hotel Penegal, das Südtiroler Unterland mit demn Dolomiten dahinter und dem Nonstal mit der Brentagruppe im Hintergrund.
Großer Penegal mit Blick auf das Hotel Penegal, das Südtiroler Unterland mit demn Dolomiten dahinter und dem Nonstal mit der Brentagruppe im Hintergrund.

Meine Fotografiererei bestimmt die Länge des Aufenthaltes. Im Unterschied zum kleinen Penegal, ist uns die Aussicht besten bekannt, darum beklagt sich auch keiner, dass ich nach abgeschlossener Fotosession sofort den Rückweg antreten möchte. Über denselben gibt es nicht viel zu sagen. Genau gleich zurück wie herauf.

Zu den Golf Wiesen am Mendelpass

Am Mendelpass angekommen, knurrt der Magen. Ich erinnere mich, dass es bei der Talstation der Skipiste bei den „Prati di Golf“ auch Nachmittags Pizza gibt. Zum Glück, denn ohne dieses Lockmittel wäre der Uwe nicht weiter zu bewegen gewesen.

Vom Mendelpass, an den vielen Mendelhütten vorbei, ist unsere Schneeschuhwanderung noch recht ruhig und beschaulich. Kaum im Golf angekommen, ist es vorbei mit der Winteridylle. Hier tobt der Skitrouble.

Wir: „Pizza“. Bedienung: „Purtroppo la Pizza è finita!“ Wir: lange Gesichter! Was bleibt uns anderes übrig, als ein belegtes Brot zu bestellen und dann recht unzufrieden zurück zum Mendelpass hinaus zu stapfen. Ausgezahlt hat sich der Strecken mäßig nicht gerade irrelevante Abstecher nicht. Wir hätten auf den Uwe hören sollen!

Die Schneeschuhtour vom Mendelpass zum kleinen Penegal und weiter zum großen Penegal ist recht kurz, dafür umso aussichtsreicher.

GPS-Daten der Schneeschuhwanderung von der Mendel zum Penegal

Fotoimpressionen Schneewanderung zum Penegal im Süden Südtirols

Weitinkelfotos

Standardfotos

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