Wanderung zur Rodenecker Alm – größtes Hochplateau Europas im Nordosten Südtirols

Eine Almwanderung, die nicht zu hoch hinauf geht, der Temperaturen wegen, das möchte die beste Freundin von allen. Ich bin meist darauf bedacht, irgendwo hinzu „gehen“ wo wir noch nicht waren, so dass wir früher oder später die schönsten Flecken Südtirols zumindest einmal gesehen haben. Das wird sich wahrscheinlich in einem einzigen Leben nicht ausgehen, aber trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Lüsner-Rodenecker Almweg
Lüsner-Rodenecker Almweg

Kurz nachgedacht und auf nach Lüsen die Rodenecker Alm erkunden, laut Wikipedia das größte Hochplateau Europas (20 km², Meereshöhe von etwa 1.500 m bis hinauf zu fast 2.200 m). Die Rodenecker Alm grenzt an die Gemeinden Rodeneck, Lüsen und Ehrenburg und geht gegen Osten direkt in die Lüsner Alm über. Wahrscheinlich ist bei „größtes Hochplateau Europas“ auch die Lüsner Alm mit eingerechnet. Ich war immer der Meinung, dass die Seiser Alm das größte Hochplateau Europas bildet aber Wikipedia, mit seinen unzähligen Korrektoren, wird schon recht haben…

Wir kombinieren die Autofahrt mit einem Besuch beim Schnitzer Ploner Gerhard (Haus Sonnegg 32/A, I – 39043 Gufidaun). Ein geschnitzter Herrgott fehlt nämlich noch in unserem trauten Heim!

Der Besucher beim Schnitzer wird für mich zur Geduldsprobe, die ich nicht sehr meisterlich bestehe. Lassen wir das einfach und machen einen Zeitsprung bis zum Beginn der Alm-Wanderung bei der Jausenstation Tulpe (Tulperhof 1.628 m) ziemlich oberhalb von Lüsen.

Wir wandern relativ gemütlich zuerst über einen Schotterweg, dann durch den Wald, über eine Wiese bis hinauf zu einem fantastischen Hochmoor. Nach einem kurzen Halt, marschieren wir vorbei an einigen Almhütten bis hinauf zur Ronerhütte (1.829 m).

Roner Hütte auf der Rodenecker Alm

Essenszeit, also einkehren. Die freundliche Bedienung der Roner Hütte fragt uns, nachdem wir bereits vor der Hütte Platz genommen haben, ob wir nicht lieber hinein wollen, denn es ist gerade was frei geworden. Die beste Freundin von allen ist sehr dafür. Wir haben nämlich nicht das optimalste Wetter getroffen. Bei uns im Süden Südtirols war es herrlich klar, kein Wölkchen am Himmel. Jetzt hier im Norden verdecken von Zeit zu Zeit ausgewachsene Wolken den Himmel. Es ist also ziemlich kühl.

Roner Hütte auf der Rodenecker Alm
Roner Hütte auf der Rodenecker Alm

Wir speisen vorzüglich. Ganz exzellent ist das Brot. Eine kurze Nachfrage bei der Wirtin bestätigt unsere Vermutung: selbst gebacken! Super, ich könnte säckeweise dieses Brot essen!

Nach dem wunderbaren Genuss spazieren wir, in östlicher Richtung, den Lüsner-Rodeneckeralmweg entlang. Das Astjoch (2.194 m) ist unser Ziel, des herrlichen Panoramas wegen.

Kurz nach dem Pianer Kreuz, einer kleinen Kapelle rechts des Weges, passiert es! Streit! Grund: der hölzerne Herrgott der immer noch in Gufindaun beim Schnitzer Ploner an seiner Wand hängt und noch nicht in unserem Auto liegt. Ergebnis: bei der Wegkreuzung mit dem Wanderweg Nr. 3 brechen wir unser Vorhaben, das Astjoch zu erreichen, ab und gehen in Richtung Ausgangspunkt zum Tulperhof hinunter.

Das war es dann mit unserer heutigen Wanderung.

Und das Ende der Geschichte? Sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. Warum? Kurz vor dem Auto, haben sie sich versöhnt. Er hat beschlossen, dass sie ganz allein das mit dem „gschnitztn“ Herrgott bestimmen darf…

GPS-Tour Wanderung, nein Spaziergang, zur Rodenecker Alm

Fotoimpressionen Roner Hütte und Rodenecker Alm

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3 Gedanken zu „Wanderung zur Rodenecker Alm – größtes Hochplateau Europas im Nordosten Südtirols“

  1. andrea eberharter says:

    wir waren auf dem hochplateau und es war wunderschön. haben es sehr genossen. essen gut freundliche bedienung.alles bestens.liebe grüße aus dem schönen zillertal!!!

  2. Dietmar says:

    Hallo Andrea, danke für die nette Rückmeldung.
    Grüße aus dem Süden Tirols.

    P.S. Zillertal waren wir auch mal: Zillertal Mayrhofen. Hat uns auch gut gefallen. Werden wir sicher nochmals vorbeischauen bzw.

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