Wandern auf dem Penken in Tirol im Zillertal (Mayrhofen)

Heute, Donnerstag, sollen sich am ehesten in Nordtirol ein, zwei Stunden Sonnenschein ausgehen. Die Nase voll vom Schlechtwetter, steigen wir ins Auto und fahren durch das salzburgische Oberpinzgau, über Mittersill, vorbei an den Krimmler Wasserfällen (fünfthöchste Wasserfälle der Welt, Fallhöhe 380 m), über den kostenpflichtigen Gerlospass ins Tiroler Zillertal nach Mayrhofen.

Krimmler Wasserfälle auf den Weg vom Pinzgau über den Gerlospass ins Zillertal
Krimmler Wasserfälle auf den Weg vom Pinzgau über den Gerlospass ins Zillertal

Tatsächlich, nach dem Gerlospass brechen einige ganz wagemutige Sonnenstrahlen durch die dunkle Wolkendecke durch. Uns beiden steigen fast die Tränen in die Augen, so überwältigend ist der Anblick der so schmerzlich vermissten Sonne. Nach 5 Tagen Regenwetter steigt nun die Stimmung merklich!

Kurz vor Mayrhofen, bei Ramsau im Zillertal biegen wir rechts ab und fahren nach Schwendau und über die schmale Bergstraße Hochschwendberg bis nach Kleinschwendberg zur Jausenstation Brunnenstube (920 m).

Ich habe uns eine Wandertour rund um den Aussichtsberg Penken (2.095 m) auf das GPS-Gerät geladen. Der Penken ist im Sommer ein toller Wanderberg, der zahlreiche Wanderwege bereit hält. Im Winter bildet der Penken das Kerngebiet des Skigebietes Zillertal 3000, welches vom Talgrund des Tuxer Tales bis zum Gipfelbereich des Penken reicht.

Blick auf dem Zillertal
Blick auf das Zillertal

Die beste Ehefrau von allen und ich starten die Wanderung wenige Meter oberhalb des Gasthauses Brunnenstube. Wir gehen kurz abwärts die Straße entlang, dann biegen wir rechts ab in den Wandersteig Nr. 27 hinein. Der Steig führt über eine steile Wiese empor zum Wald. Ohne GPS-Gerät könnten wir den Steig nicht leicht ausmachen, er ist wenig ausgetreten, wird scheinbar nicht stark begangen. Oberhalb der Wiese wandern wir durch den Wald am Osthang des Penken, dem kleinen Schwendauer Ortsteil Astegg, entgegen.

Es ist extrem schwül und heiß. So geschwitzt haben wir schon lange nicht mehr. 24 °C strecken uns nach 5 Tagen Regenwetter fast nieder!

Nach Astegg führt uns zuerst ein breiter Forstweg, dann eine asphaltierte Straße. Kurz vor Astegg geht es rechts den Berg hoch, zuerst über einen Schotterweg, dann über den Steig Nr. 2.

Der relative steile Anstieg zum Penken, der uns immer wieder die Schotterstraße überqueren lässt, beginnt. Über uns transportiert die Penken-Seilbahn „Wanderfaule“ zum Gipfel hinauf. Wolkenberge türmen sich über unseren Köpfen auf. Mitten im Anstieg beginnt es leicht zu tröpfeln. Wieder nichts mit trocken bleiben! Zum Glück schüttet es nicht wie aus Eimern, der Wettergott ist gnädig und beschert uns nur leichten Nieselregen.

Der Penken im Zillertal oberhalb von Mayrhofen

Nach 7,5 km und 2 Stunden sehen wir eine Skiliftanlage und sind somit am Penken auf circa 1.700 m angekommen. Eine große Terrasse vor dem Gasthof Gschößwand gibt den Blick auf die Hohen Tauern frei. Eine ausführliche Panoramatafel benennt die Bergspitzen vor uns: Grünbergspitze, Tristner, Ahornspitze usw.

Die eine und andere Bergspitze (Großer Löffler, Großer Möseler, Hochfernspitze) kommt uns bekannt vor. Aha, wir schauen direkt in unser Heimatland nach Südtirol hinüber.

Auf Nachfrage beim Wirt, wie lange man für eine Grenzüberschreitung von Mayrhofen nach Südtirol auf Schusters Rappen benötigen würden, erhalten wir folgende Auskunft: wenn man ganz ins hinterste Tal hineinfährt, dann wird man anschließend noch circa 8 Stunden für eine Grenzüberschreitung nach Südtirol benötigen. Ok, das wäre ja mal was. Vielleicht in umgekehrter Richtung von Südtirol ins Zillertal.

Nach einem Pfefferminztee, einem Zweigelt (in Österreich ein ziemlich verbreiteter Wein), einer wirklich sehr guten Sachertorte und einem kurzen Plausch über das Wetter, über die Nordtiroler und die Südtiroler, verlassen wir das Gasthaus Gschößwand der Familie Mitterer. Wir gehen weiter bis zur Bergstation der Penken Seilbahn. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, wir können darum in aller Ruhe die große Panoramakarte, hinter der Bergstation studieren.

Alles klar, über den Wandersteig Nr. 24 und später Nr. 24b hinunter nach Kleinschwendau bis zur Jausenstation Brunnenstube. Ein kleines Rinnsal hat vom Steig Besitz genommen. Immer wieder müssen wir, mal rechts mal links, der Wasserspur ausweichen, drüber springen oder sogar mitten durch stapfen.

Nach circa einer halben Stunde bringt uns der Abstieg auf einen Forstweg. Dieser führt uns nun in etlichen Serpentinen bis zu unserem Ausgangspunkt nach Kleinschwendberg. Dieses Teilstück der Rundwanderung um den Penken ist für uns beide etwas langweilig, weil wir nicht gerne Forstwege entlang wandern.

Insgesamt liegt eine tolle, eher lange, Wanderung mit dem Ziel Aussichtsberg Penken, auf dem es sich gelohnt hätte, länger zu verweilen, hinter uns. Mit halbwegs ordentlichem Wetter, wäre die Wanderung sicherlich eine aussichtsmäßig unvergessliche Tour geworden.

GPS-Wandertour – Rund um den Penken im Zillertal

Fotoimpressionen Penken über Mayrhofen

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Sonntag: München und Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe

Montag: Wanderung zum Tschiernock und Großglockner Hochalpenstraße

Dienstag: Seerundwanderung rund um den Zeller See

Mittwoch: Salzburg

Donnerstag: wandern auf dem Penken im Zillertal

Freitag: Bergtour auf den Hundstein

Samstag: Alexander-Enzinger-Weg zum Kitzsteinhorn

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