Wanderung von Zell am See zur Schmittenhöhe – Wandern im Salzburger Land in Österreich

Neun Tage Urlaub, Freude pur! Anreise bei Nieselregen, kein Problem ist ja nur der Anreisetag. Am Empfang des Hotels Tirolerhof in Zell am See (zu Hause in Tramin haben wir auch einen Tirolerhof, darum war uns das Hotel schon vom Namen her sympathisch) werden wir benachrichtigt, dass das Wanderopening abgesagt worden ist. Grund unbekannt. Wir wundern uns etwas, vor allem, weil man den Grund scheinbar nicht kennt. Recht betrübt sind wir deswegen aber nicht.

Blick auf den Zeller See
Blick auf den Zeller See

Das Hotel Tiroler Hof am Zeller See stellt seinen Gästen einen Internetzugang zu Verfügung. Tolle Sache! Gleich hinauf aufs Zimmer, Laptop einschalten und nach Wetter Österreich googlen.

Was sagt uns der aktuelle Primus unter den Keywords Wetter Österreich? Morgen, Samstag: bewölkt, Regen. Kein Problem, wir schauen in den Sonntag rein: auch Regen. Immer noch kein Problem, also Montag: wieder Regen. So langsam breitet sich ein flaues Gefühl in der Magengegend aus. Dienstag: Regen, Mittwoch: Regen. Die Gesichter werden länger und länger. Donnerstag, Freitag und Samstag: Schlechtwetter, Regen. Kompletter Schock! Uns wird fast übel. Jetzt wissen wir, warum das Wander-Opening abgesagt wurde.

Sekunden, nein Minuten vergehen, es fällt kein Wort. Die beste Ehefrau von allen fängt sich als erste. „Koan Problem, Regenjaggn und Regenkoppm kafn und nor startn mir oanfoch decht.“ Übersetzung: Kein Problem, Regenjacken und Regenkappen kaufen und trotzdem jeden Tag wandern gehen.

Gesagt, getan. Der Samstag wird mit einer Einkaufstour in die 200 km entfernte bayrische Hauptstadt München verplant.

Samstag: Einkaufstour in München.

Sonntag früh. Es regnet nicht, aber der Himmel ist komplett mit Wolken verhangen. Wie beschlossen, starten die beste Ehefrau von allen und ich in Richtung Schmittenhöhe, dem Aussichtsberg Nummer eins der Ferienregion Zell am See.

Selbstverständlich verschmähen wir die Schmittenhöhebahn und wandern ausgehend von der Talstation des Sesselliftes CityXpress mit unserer neu erworbenen Regenausrüstung (in Südtirol braucht man so was ja fast nie 😉 ) den neuen Wandersteig Nr. 50 entlang. Der Waldboden präsentiert sich im Salzburger Land ganz anders als bei uns in Südtirol. Wir sind braune trockene Böden gewohnt. Hier hingegen ist das Unterholz schön grün und strahlt Frische und Leben aus. Farne und Moose lassen den Waldboden Smaragdfarben glänzen. Wir malen uns aus, dass es hier im Salzburger Land in Zell am See öfter mal regnet.

Die Stadt Zell am See
Die Stadt Zell am See

Die Wandertour führt uns von 750 m ü. d. M. unweit des CityXpress-Sesselliftes, zuerst über einen Waldsteig und dann über einen breiten Forstweg bis hinauf zur Mittelstation auf 1.411 m. Weiter geht es einen breiten Schotterweg entlang. Nach circa einer halben Stunde merken wir, dass wir den geplanten Weg verfehlt haben und den Jägersteig (Nr. 56) entlang gegangen sind. Egal, der Jägersteig führt uns zuerst zur Areitalm und dann über den Wandersteig Nr. 56A zum Großglocknerhaus, wo wir wieder auf Kurs sind.

Die Schmittenhöhe ist bereits in Sicht. Links des Weges blühen noch vereinzelte Alpenrosen. Der Himmel ist ziemlich Wolken verhangen und schaut etwas bedrohlich aus. Es dauert nicht lange und die ersten Regentropfen testen unseren neuen Regenschutz. Nach zwei, drei Minuten springen plötzlich kleine, weiße, lustige Kügelchen über den Boden. Hagel? Nein, gefrorene Schneekügelchen prallen auf unseren Kapuzen ab. Wir werden nicht nass, denn die weißen Kügelchen springen einfach auf und davon. Schaut ziemlich lustig aus. Die beste Ehefrau von allen findet das wenig belustigend. Sie hat wie immer Angst vor Donner und Blitz.

Nach circa 20 Minuten ist der Spuck vorbei und wir beide fast am Gipfel angekommen.

Schmittenhöhe

Auf der Schmittenhöhe befindet sich neben der Bergstation der Seilbahn Schmittenhöhenbahn und einem großen Restaurantbetrieb auch ein kleines malerisches Kirchlein.

Kirchlein auf der Schmittenhöhe über dem Zeller See
Kirchlein auf der Schmittenhöhe über dem Zeller See

Das Restaurant ist zwar geschlossen aber direkt beim Ausgang der Seilbahn finden wir eine kleine Bar. Wir machen es uns dort für eine halbe Stunde gemütlich und schauen über Nebel und Wolkendecken hinunter ins Tal zum Zeller See.

Sissi Panoramarundweg

Wie immer möchten wir nicht einfach den gleichen Weg zurück wandern. Darum steigen wir über zuerst über den Sissi Panoramarundweg, dann über den Wandersteig Nr. 68 in Richtung Sonnkogel (1.850 m) ab. Umsäumt von Alpenrosen und saftigen Bergwiesen führt uns ein zuerst relativ flacher, dann ein klein wenig steiler und vor allem nasser Steig an der Nordflanke des Schmittenhöhe-Kessels in Richtung Zell am See hinunter.

Alpenrosen umsäumen den Sissi-Panoramarundweg
Alpenrosen umsäumen den Sissi-Panoramarundweg

Wir haben unverschämtes Glück und erhaschen etwas unterhalb des Sonnkogels ein – nein zwei – Sonnenstrahlen. An der Bergstation des Sesseliftes Sonnenalmbahn angekommen führt uns ein Forstweg bis ins Schmittental hinunter. Es hat wieder leicht zu nieseln begonnen. Dieses Mal keine trockenen weißen Kügelchen sondern echter nasser Regen!

Der Weg durch das Schmittental bis ins Zentrum der Stadt Zell am See zieht sich unerwartet in die Länge. Nach circa 5,5 Stunden reiner Gehzeit und 20 Kilometern erreichen wir unseren Ausgangspunkt beim Hotel Tirolerhof und sind froh, uns den heutigen Urlaubstag nicht durch Schlechtwetter vermiesen lassen zu haben.

Eine – bei schönem Wetter – sicherlich wunderbare Wanderung mit einem unvergleichlich tollen Ausblick auf das Land und die Bergspitzen rund um den Zeller See.

GPS-Daten Zell am See – Schmittenhöhe

Fotoimpressionen Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe

Wanderurlaub im Salzburger Land in Zell am See am Zeller See

Sonntag: München und Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe

Montag: Wanderung zum Tschiernock und Großglockner Hochalpenstraße

Diinstag: Seerundwanderung rund um den Zeller See

Mittwoch: Salzburg

Donnerstag: wandern auf dem Penken im Zillertal

Freitag: Bergtour auf den Hundstein

Samstag: Alexander-Enzinger-Weg zum Kitzsteinhorn

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