Wanderung zur Ritterburg Haderburg

Sonnig, aber Gewitter anfällig. Die heutige Wetterprognose ist durchwachsen. Hm, wohin soll uns die heutige Sonntagswanderung führen? Wie wärs mit einer Ritterburg? „Zem, wo sie es Schweinl oi gworfn hobn?“ Beim Wort Burg schießt Anna sofort das Sauschloss in den Kopf. Kein Wunder, die Legende zur Namensgebung der Burg Greifenstein, musste die beste Mami von allen ihr jedes Mal erzählen, wenn sie bei einer Autofahrt eine Burg erblickte.

Nein, nicht zur Sauburg, wir werden zur Haderburg hinauf wandern; das ist ganz im Süden Südtirols bei der Salurner Klause.

Über die Weinstraße nach Kurtatsch, weiter nach Margreid und bis fast nach Eichholz, dann links über die Etsch hinüber nach Salurn. Die Anfahrt ist schnell erledigt.

Ein zwei Regentropfen erinnern uns Schirme einzupacken, doch richtig brauchen tun wir sie noch nicht.

vor dem Eingang der Haderburg

Der Einstieg zum Burgenweg befindet sich südlich von Salurn und ist mit entsprechenden Hinweisen gut markiert.  Wir wandern den Forststraßen breiten, nachts beleuchten, Burgenweg – auch Weg der Visionen genannt – im Schneckentempo empor. Mit einer Horde Kinder geht das nicht schneller. Der eine hat Durst, der andere will einen Stecken aufheben, dem nächsten drückt der Schuh – so ist das wenn zwei Familien mit Kinder wandern.

Zwischen grünen Buchenblättern schimmert, mit wehenden Fahnen, uns alsbald die Ritterburg entgegen. Die Kleinen sind begeistert, der Endspurt bedarf keiner Motivation mehr.

Im Eingangsbereich, der auf einem freistehenden Felsen, in den Geierwänden, erbauten Burg, steht ein nachträglich eingebauter Holzturm. Eine Treppe führt durch den Turm in den Burghof hinab.

im Inneren der Burgruine Haderburg

Neben einem Brunnen, einem Saal der einfachen Ritter beherbergt der Innenhof der Haderburg auch eine bewirtschaftete Burgschenke, wo von Mitte April bis Ende Oktober, von Mittwoch bis Sonntag zeittypischen und jahreszeitlich angepassten Getränke und Speisen kredenzt werden.

Blick über Salurn hinauf in das Südtiroler Unterland

Vom Burghof steigen wir zahlreiche Treppen hinauf bis zum Bergfried. Unter uns die Salurner Klause, Richtung Norden wandert der Blick über das Südtiroler Unterland von Kurtinig über Margreid und Kurtatsch bis nach Tramin hinauf.

Das Wetter hat bis jetzt gehalten, doch über Gfrill braut sich etwas zusammen. Wir wandern lieber hinunter nach Salurn, sicher ist sicher.

Da der Weg der Visionen auf die Haderburg recht kurz war, spazieren wir noch hinein ins Dorf von Salurn.

Citta Slow Tage

Vom Dorfplatz dringt uns Musik entgegen. Wir sind überrascht. Findet heute ein Fest statt? Tatsächlich, „Citta Slow Tage“ nennt sich die ruhige Veranstaltung. Ausstellungen, Showcooking, ein umfangreiches Gastronomieangebot, Kinderflohmarkt und Kreativmarkt, Vorträge, Lesungen usw.

Die Kleinen wollen die Modelleisenbahnausstellung anschauen. In zwei verschiedenen Räumen werden sowohl realitätsgetreue Modelle der Mendelbahn, Kalterer Bahn und Rittner Bahn als auch Fantasiewelten dargestellt. Bei einem Modell dürfen die Kleinen sogar per Drehknopf einen Zug steuern, was einen regelrechten Andrang vor dieser einen recht kleinen Modeleisenbahnwelt auslöst.

Nach der Miniaturzugausstellung schauen wir bei Stand mit Südtiroler Produkte vorbei. Am Stand des Apfel hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Die Kleinen dürfen an vier mannsgroßen Apfelbaumschautafeln, für jede Jahreszeit eine, Türchen öffnen und schauen was drin ist.

Weiter geht es zur wunderbaren Natur- und Kulturfotoausstellung von Albert Ceolan, zur Skulpturenausstellung von Luca Pojer, zur Salurner Lederhosenschneiderei und zur Perkeo Maschgra Ausstellungen.

So kommen wir unverhofft in den Genuss mehrerer Ausstellungen und eines ruhigen, entschleunigenden Festes und sind froh heute als Ziel unserer Sonntagswanderung die Haderburg in Salurn auserkoren zu haben.

GPS-Track von Salurn zur Haderburg

Fotos Haderburg

 

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