Lago Santo – Wandern im Cembratal

Auf dem Europäischen Fernwanderweg E5 durch das Cembra Tal zum Lago Santo.
Auf dem Europäischen Fernwanderweg E5 durch das Cembra Tal zum Lago Santo.

Schlechtwetter ist angesagt. Besser ziemlich im Süden bleiben und lieber nicht zu hoch hinauf. Wohin wandern? Von Buchholz hinüber ins Cembratal, entlang des europäischen Fernwanderwegs E5 bis zum Lago Santo und über den Albrecht Dürer Weg zurück nach Buchholz.

8.00 Uhr, nur wenige Meter geht es vom Zentrum von Buchholz der Straße entlang Richtung Gfrill bis wir zu unserer Rechten den Steig Nr.  3, der mit Passo Pozmar markiert ist, erreichen. Nun müssen wir durch dichten Wald steil empor wandern. Kein gefährlicher Wanderweg, aber nachts hat es geregnet, die Porphyrsteine und Wurzeln sind glitschig und somit extrem rutschig. Wir sind heilfroh die Wanderstöcke als zusätzliche Gleichgewichtshilfen mit zu haben. Trotz Wolken verhangenem Himmel bzw. genau wegen der dichten Wolkendecke, ist es extrem schwül. In Nullkommanichts ist unsere Wanderbekleidung durchgeschwitzt.

Leichter Wind und Lücken im Baumbestand kündigen den nicht mehr weit entfernten Grat an, wenn man denn eine breite Waldlandschaft als Bergkamm bezeichnen kann.

Zuerst geht es noch durch ein Himbeerfeld hindurch, dann kommen wir auf eine Forststraße. Hier belehren uns die Wanderschilder, dass wir nicht zum Passo Pozmar hinauf müssen, sondern uns jetzt bereits auf dem Europäischen Fernwanderweg E5 befinden.

 

50 Meter und wir stehen vor der Schutzhütte Rifugio Alpino Potzmauer, welche zur Gemeinde Grumes gehört und auf Trentiner Seite im Cembratal liegt. Die Schutzhütte ist ideal für die Fernwanderer, welche den Fernwanderweg E5 begehen. Wir kehren kurz auf einen Kaffee und einen herrlichen Schwarzplentkuchen ein.

Von nun an geht es „poco impegnativo“ (wenig anstrengend) – wie die Juniorchefin des Rifugio Potzmauer gesagt hat – in südlicher Richtung der Beschilderung Lago Santo folgend den E5 entlang, einen breiten, theoretisch sogar befahrbaren Waldweg. Vorbei am Lago di Valda wandern wir durch das Cembratal, leider wenig aussichtsreich, bis wir auf eine schön gepflasterte Straße treffen.

Hier biegen wir rechts ab und absolvieren einige wenige Höhenmeter, welche aufgrund der gepflasterten Straße unproblematisch sind.

Es sind viele Pilzsammler unterwegs, die aber keinen Wert auf Wanderung legen und scheinbar mit ihrem Auto bis in den Wald hinein fahren.

Am Ende der gepflasterten Waldstraße treffen wir auf eine Kreuzung, bei der wir links – wiederum der Beschilderung Lago Santo und Fernwanderweg E5 folgend – weiter wandern. Obwohl wir uns auf einem nicht asphaltierten und nicht geschotterten Waldpfad befinden, werden wir schon wieder von einem PKW
überholt. Komisch. Mehr Autofahrer mitten im Wald unterwegs als Wanderer.

Es dauert etwas, bis wir merken warum. Hier in der Nähe des Lago Santo gibt es eine Vielzahl von Ferienhütten zu denen die Autofahrer hinwollen. Ähnlich der Ferienhütten auf der Mendel sind das allesamt idyllische Ferienhäuser. Mit Strom und Abwasser versehen – und im Unterschied zu den Mendelhütten – meist gemauert, stehen sie vereinzelt im Wald auf einer kleinen Lichtung.

Der Bergsee Lago Santo im Cembratal liegt direkt am Europäischen Fernwanderweg Nr. E5
Der Bergsee Lago Santo im Cembratal liegt direkt am Europäischen Fernwanderweg Nr. E5

Um 12 Uhr erreichen wir den Weiler und den Badesee Lago Santo (1.194 m). Leider will die Sonne immer noch nicht so recht hervor scheinen, sodass wir uns mit einer weißgrauen Himmelsdecke als Kulisse begnügen müssen.

Nach einer deftigen Brotzeit, verlassen wir den Lago Santo und auch den Europäischen Fernwanderweg E5 und wechseln auf den Albrecht Dürer Weg (Nr. 414). Wir folgen der Beschilderung Rifugio Sauch.

Vorbei am Biotop Lagabrun wandern wir zuerst nahe der Lago Santo Straße, dann über den Steig Nr. 1 ins Steinhauser Tal hinunter, wo wir bei der Schutzhütte Rifugio Sauch (946 m) wiederum kurz auf einen Kaffee einkehren.

Das Rifugio Sauch befindet sich noch auf Trentiner Seite, circa einen Kilometer von der Südtiroler Grenze entfernt.

Der Albrecht Dürer Weg führt uns nun über die Provinzgrenze zum Maierhoferhof und dann kurz steil zum Tiefentalerhof hinunter. Um nun dem Albrecht Dürer Weg zu folgen, müssten wir in Richtung Salurn absteigen, um dann wiederum nach Buchholz hinauf zu wandern. Dazu haben wir nicht viel Lust, darum entscheiden wir uns, über die fast überhaupt nicht befahrene, sehr aussichtsreiche Straße mit Blick auf das Südtiroler Unterland mit Kurtatsch und Tramin, hinaus zur Buchholzer Straße zu wandern und dann der mehr befahrenen Straße nach Buchholz zu folgen und so unsere heutige 23 km lange Wanderung abzuschließen.

GPS Daten Wanderung Buchholz – Lago di Santo

Fotos aus dem Cembratal

Die Schönwetterfotos sind genau von dieser Wanderung wurden aber 2 Tage später fotografiert.

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2 thoughts on “Lago Santo – Wandern im Cembratal”

  1. Marion says:

    Hallo Dietmar, ich bin völlig begeistert von der Beschreibung meines Lieblingsberges!!! Ich stand schon so oft am Sellajoch und habe es leider aus familiären Gründen nie geschafft die Rundwanderung anzugehen. Jetzt kann ich die Kinder immerhin in der Betreuung in einem Kinderhotel lassen – leider bin ich jetzt aber an Schulferien gebunden. Meinen Sie die Wanderung ist auch noch in der 1. Novemberwoche möglich? Bitte um Antwort. Ich brenne darauf mit einem befreundeten Paar diesen Weg zu gehen!!! Herzlichen Dank im Voraus. Marion

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