Wandertour von Laag nach Gfrill und weiter zum Trudner Horn

Als die beste Ehefrau von allen (damals noch beste Freundin von allen) und ich im Frühling zusammen mit meiner Schwester und ihrem Sohn Laurin von Laag nach Buchholz gewandert sind, hatten wir ein Schild mit dem Hinweis Gfrill gesehen. Damals hatten wir beschlossen, dass wir diesen Wanderweg unbedingt mal gehen werden.

Blick nach Salurn und Salurner Klause
Blick nach Salurn und Salurner Klause

Da heute noch sechs Freunde mit sollen, wir ihnen aber nicht 2.000 Höhenmeter und 22,2 Kilometer Marsch zumuten können, starten die beste Ehefrau von allen und ich zu zweit in Laag vor der Diskothek Melodie. Die anderen Sechse fahren direkt nach Gfrill, dort werden wir sie treffen, um gemeinsam zur Trudner Horn Alm zu wandern.

Gesagt getan, von Laag wandern wir flott den Albrecht Dürer Weg entlang. Wie schon im Frühjahr, führt uns der Wanderweg, Steigung gewinnend, leicht östlich in ein kleines Seitental des Südtiroler Unterlandes, in das Bärental hinein. Wir überqueren wiederum die Laukusbachbrücke, biegen aber heute links in Richtung Gfrill ab. Der Wanderweg wird nun steiler, wir wandern zügig, zuerst dem Laukusbach folgend, dann vorbei am Bergerhof, auf der linken Flanke des Tales nach Gfill empor.

Wir fühlen uns heute fit und können trotz stattlicher Steigung (Laag liegt auf 250 m, Gfrill auf 1.333 m) eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 km pro Stunde bis fast ganz hinauf nach Gfrill halten. Somit erreichen wir, trotz einem 10-min-Gespräch mit einem Bauer und einer 10-min-Fotopause, nach nicht mal ganz 2 Stunden die Kirche in Gfrill. Laut trekking.suedtirol.info hätten wir 3 Stunden und 10 min benötigen sollen.

In Gfrill

Nachteil der Geschichte, wir sind viel zu früh beim Treffpunkt Gasthaus Fichtenhof. Es beginnt das lange Warten. Nach einem Kaffee, einem Mineralwasser und 45 Minuten Wartezeit treffen Nadia und Andreas ein. Nun heißt es noch auf die anderen Viere warten. Nach weiteren drei Kaffee, einem weitern Mineralwasser und nochmal 30 Minuten Wartezeit sind die aber immer noch nicht eingetroffen, darum beschließen wir, zu Viert vom Gasthof Fichtenhof bis zum Trudner Horn zu gehen.

Zum Trudner Horn

Zu Viert wandern wir nun um einiges langsamer als zuvor über den Gfriller Sattel, vorbei am Weißensee bis zur Trudner Hornalm. Der Wanderweg ist sehr leicht und sollte für Jedermann mühelos zu bewältigen sein.

Die Trudner Horn Alm

Bei der Trudner Horn Alm angekommen speisen wir recht gut. Gerade die Gabel abgelegt, da stehen die anderen Viere vor uns. Nun sind wir vollzählig.

Die Trudner Hornalm
Die Trudner Hornalm

Nach einem „Watter“ (beliebstes Südtiroler Kartenspiel) brechen wir zu Acht auf. Ich will – wie immer – eine Rundwanderung machen und darum gehen wir in Richtung Trudner Horn weiter. Dummerweise schaue ich einmal zu wenig auf das GPS-Gerät und so landen wir am „Gipfel“ des Trudner Horns und haben somit die Abzweigung zum Wanderweg Nr. 8 verpasst.

Es hilft nichts, wir müssen wieder zurück. Die Gruppe beginnt leicht zu maulen, aber da ich behaupte, dass der Rückweg in der Projektion betrachtet, fast gleich lang wäre wie der Hinweg, gehen mir alle nach; dieses Mal dem Wanderweg Nr. 9 folgend.

Wir steigen circa 300 Höhenmeter ab und kommen zu einer Hütte mit See, der Hackelboden Hütte am Hackelboden See.

Wir steigen nochmals 300 Höhenmeter, der Wandertour auf meinem GPS-Gerät folgend, ab, obwohl die Gruppe stark zu maulen beginnt und am liebsten immer den erstbesten Forstweg – auf gut Glück – entlang wandern möchte, um nicht Höhenmeter zu verlieren.

Ich setzte mich aber durch, weil ich keine Lust habe, auf gut Glück über Forstwege zu latschen, von denen niemand einen Ahnung hat, wo sie hinführen und ob sie nicht nach der nächsten Kurve in einer Sackgassen enden. Später sollte sich dann heraus stellen, dass fast alle Forstwege genau zu unserem Ausgangspunkt geführt hätten und den Weg zudem ziemlich abgekürzt hätten. Davon haben wir aber jetzt keine Ahnung.

Blick zum Kalterer See
Blick zum Kalterer See

Einige Regentropfen schlagen auf unseren Köpfen auf. Der angekündigte Regen zieht sich aber sofort wieder zurück. Fehlalarm also. Wir befinden uns nun auf einem Forstweg und müssen jetzt 180 Grad links abbiegen und einen Steig circa 300 Höhenmeter hochwandern.

Aufruhr, Aufstand, Revolution! Die Gruppe schimpft und rebelliert! Mir wird das langsam zu bunt! Wegen 300 Höhenmetern so ein Theater! Am besten nicht viel sagen, weitergehen und daraus seine Lehren ziehen. Welche? Sage ich nicht 😉

Nach 2 Stunden und 20 Minuten ist es überstanden, wir kommen kurz vor Gfrill, wo die Meuterer Ihr Auto stehen haben, an. Zum Glück erbarmt man sich unser und nimmt uns trotz Sklaventreiberei mit bis nach Laag hinunter…

GPS-Tour Laag – Gfrill – Trudner Horn

Fotoimpressionen Laag – Gfrill – Trudner Horn

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