Die Bahntrasser der ehemaligen Fleimstalbahn ist ein idealer Spazierweg und Mountainbikeweg
Die Entscheidung, ob wir links oder rechts der Etsch bleiben, fällt uns nicht leicht. Tramin-Kurtatsch oder doch lieber Montan-Glen. Da es schon spät geworden ist, entscheiden wir uns für die alte Bahntrasse, die von Auer ins Fleimstal nach Predazzo führt. Rund um Montan und die Fraktion Glen bleibt die Herbstsonne deutlich länger, als wir sie rund um Tramin und Kurtatsch genießen könnten.
Vom Sportplatz in Montan starten wir gemütlich in Richtung Glen. Auf dem Festplatz in Montan findet gerade ein Törggelefest statt. Wir spazieren am Fest vorbei bis zum Beginn der Bahnlinie. Die Trasse der Fleimstalbahn führt uns fast eben über Pinzon nach Glen. Dabei bietet die ehemalige Trasse der Fleimstalbahn einen weiten Panoramablick auf das Südtiroler Unterland von Kaltern mit dem Kalterer See über Tramin und Kurtatsch bis hinunter zur Salurner Klause.
Glockengeläut aus dem Pinzoner Kirchturm begleitet uns, während wir in einer langgezogenen 180 Grad Kurve über das Glener Viadukt spazieren.
Nach der Kurve verlassen wir die Bahntrasse und wandern weiter in Richtung Glen. Unser Ziel ist der Buschenschank bzw. Agritur Lexenhof in Glen.
„Kommen Sie nach Bayern und atmen Sie durch“, so steht es im Werbeprospekt der AOK. Was dieWanderer in einer AOK Filiale in Bayern machen? Sich im Voralpenland von den hohen Bergen Südtirols erholen? Nein, ganz so ist das nicht, aber wir haben hier zu tun (was, das bleibt ein Geheimnis) und während ich auf die beste Ehefrau von allen warte, blättere ich in der Broschüre „Bayerns Heilbäder und Kurorte“ und bin fast platt wie viele Bäder unsere nördlichen bajuwarischen Verwandten bieten können. Ich persönlich kenne nur Bad Tölz, wo der Bulle von Tölz sein Unwesen treibt, hier sind aber eine ganze Menge mehr Bäder aufgelistet.
60 Heilbäder und Kurorte, das ist gewaltig, da könnte man sich als müder Wanderer oder als Rücken geschädigter Wanderer mal so richtig auskurieren.