Wandern im Naturpark Trudner Horn (Südtirol): Mühlen – Cisloner Alm – Truden

Eine Alm-Wanderung ohne lange Anfahrt, das ist unser heutiges Ziel. Die Qual der Wahl hat man da als im Süden Südtirols, genauer im Weindorf Tramin Wohnender nicht. Die Cisloner Alm ist neben der Trudner Alm und der Roen Alm eine der wenigen Almen im Süden Südtirols.

Neugieriger Vierbeiner auf der Cisloner Alm
Neugieriger Vierbeiner auf der Cisloner Alm

Bei Montan biegen wir in Richtung Glen (Mühlen/Truden) rechts ab und fahren zuerst über die Glener Straße und dann die Mühlner Straße bis zu den Mühlen zum Gasthof „Zur Mühle“ hinauf, wo wir unseren Wagen abstellen.

Start bei den Mühlen

Direkt beim Hotel Restaurant „Zur Mühle“ starten wir auf Schusters Rappen. Bei der leichten Weggabelung halten wir uns links und folgen dem Straßenverlauf bis zur zweiten 180° Kurve. Jetzt verlassen wir die Straße und gehen gerade aus, nicht der Kurve folgend, in den Wandersteig Nr. 12 hinein. Ohne nennenswerte Steigung, durch den bereits herbstlich gefärbten Föhren-, Buchen- und Busch-Mischwald wandern wir nach Westen.

Nach circa einer halben Stunde sehen wir links einen Jägerstand. Unser Steig führt uns rechts abbiegend weiter. Auf circa 990 Höhenmetern kommen wir am Sport-Klettergarten „Untere Mühle“ vorbei. Der Mischwald macht einem dichteren Nadelwald Platz. In Serpentinen führt uns der Steig der Cisloner Alm entgegen.

Vor uns kündigt ein Holzzaun den beginn der Almwiesen . Die Almhütte bzw. das Gasthaus Cisloner Alm, können wir noch nicht sehen, da uns die buckeligen Weiden die Sicht versperren. Fünf Minuten über die Wiesen gewandert, stehen wir jetzt vor dem im Sommer bewirtschafteten Gasthaus „Cisloner Alm“ und haben ein „mords Glick“, dass wir noch ein Plätzchen für vier Personen ergattern können.

Cisloner Alm

Während ich mich fotografisch mit der Landschaft beschäftige und die Almwiese, das Mendelgebirge mit Gantkofel, Penegal, Roen und dem Schwarzen Kopf, dahinter die Felskuppen der Brentagruppe auf dem digitalen Speicher festhalte, übernimmt die beste Ehefrau von allen die Beschaffung des Mittagessens, so dass ich mich nach Abschluss der „Arbeit“ direkt vor die Knödel setzen kann.

Cisloner Alm - 360° Ausblick
Cisloner Alm - 360° Ausblick

Ich staune nicht schlecht als ich mich kurz umdrehe. Ziemlich viele bekannte Leute hier. Scheinbar hat sich das halbe Südtiroler Unterland heute hier versammelt. Noch mehr staune ich als ich zwei Tische hinter mir unsere beiden Gastgeber von vor 4 Wochen erblicke. Damals durften die beste Ehefrau von allen und ich in Olang bei Nadia und Andreas übernachten und am darauffolgenden Tag über das Innerfeldtal die Drei Zinnen erwandern.

Nach einem kurzen Plausch, legen wir uns einige Minuten auf der Almwiese in die Sonne. Alsbald werden wir von neugierigen Milchlieferanten bestaunt. Zwei, drei dieser öfters auf Almen anzutreffenden, wiederkäuenden Geschöpfen rücken uns ziemlich auf die Pelle.

Wir müssen weiter, sonst schaffen wir die Umrundung Mühlen-Cisloner Alm-Hohe Wand-Truden nicht. Ok, Rucksäcke eingepackt und los geht es in nordwestlicher Richtung, auf einer ebenen Forststraße. Wir wandern, ab und zu einen Blick ins Südtiroler Unterland hinunter werfend, den Weg entlang bis wir in einer 180° Kurve auf den Einstieg in den Steig Nr. 2 treffen. Dieser soll uns nun bis zur Hohen Wand am nördlichen Ende des Naturparks Trudner Horn bringen und dann weiter nach Truden führen.

Nahe der Hohen Wand müssen wir ein, zwei kurze (circa 10 m lange) gefährlichere, ausgesetzte Passagen überwinden. Diese sind zwar gesichert, aber die Sicherung schaut etwas „schwindlig“ aus.

Hohe Wand im Naturpark Trudner Horn

Die beiden „Mädels“ schlagen sich wacker. Belohnt werden wir mit einer großen, genau über der Hohen Wand liegenden, Lichtung und einem tollen Ausblick. Das eindrucksvolle Panorama umspannt das weite Etschtal, im Hintergrund die Texelgruppe und die Zillertaler Alpen, im Vordergrund das Bergdorf Aldein, dann die Gipfel des Weißhorn und des Schwarzhorn und zum Schluss die Lagoraikette im Fleimstal.

Wir folgen nun nicht dem gerade aus verlaufenden Jägersteig, sondern halten uns leicht links und steigen in einigen langen Serpentinen circa 120 Höhenmeter ab bis wir in östlicher Richtung durch Lärchenmischwald in Richtung Truden weiter wandern können. Der Steig Nr. 2A ist nun, trotz Schattenseite, recht fein zu gehen.

Das letzte Stück vor Truden wandern wir auf einem gepflasterten Weg, an einen Bergbirnenbaum mit herrlich schmackhaften süßen Birnen vorbei, bis zum Dorfzentrum von Truden hinunter.

Truden (1.127 m)

Hier begegnen wir anderen Wanderern, die scheinbar alle von der Cisloner Alm zurück kommen aber den direkten Spazierweg Cisloner Alm – Truden genommen haben.

Jetzt müssen wir noch bis zu den Mühlen hinunter. Vorbei am Sportplatz Truden, über eine Wiese, kommen wir wieder in den Mischwald und wandern auf einem breiten Waldweg, links von der Trudner Straße bis zu unserem Ausgangspunkt bei den Mühlen hinunter.

Eine leichte Wanderung im Süden Südtirol, mit wenigen Höhenmetern, ideal fürs Frühjahr oder den Herbst, liegt hinter uns.

GPS-Tour Mühlen – Cisloner Alm Truden

Fotoimpressionen wandern zur Cisloner Alm

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4 Gedanken zu „Wandern im Naturpark Trudner Horn (Südtirol): Mühlen – Cisloner Alm – Truden“

  1. Alexander Ott says:

    Schrecklich!! Seit Jahren gehörte ein Besuch auf der Cisloner Alm beim Lluis beinahe zu unserem Pflichtprogramm während unserer Urlaubstage in Südtirol. In diesem Jahr hätte mich beinahe der Schlag getroffen. Die urige Almhütte ist weg samt Luis, stattdessen ein ungemütlicher Neubau, über den sogar unsere beiden Enkel (11 und 12 Jahre) entsetzt waren. Einstimmiger Beschluss: Wir werden nie mehr hinauf zur Cisloner Alm wandern, Gottseidank gibt es noch ursprüngliche urige Almhütten, wo ein Besuch immer wieder ein Erlebnis ist.

  2. Dietmar says:

    Hallo Alexander,

    ach was, wirklich weg? Wir wollten eigentlich vorige Woche auch zur Cisloner Alm, aber dann haben sich die Kleinen bei der Trudner Kneipp-Anlage toll unterhalten (ich werde demnächst einen Bericht veröffentlichen), darum sind wir dortgeblieben. War dann wohl die richtige Entscheidung.

    Grüße
    Dietmar

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