Von der Maiskogelalm zum Alpincenter am Kitzsteinhorn

Im Westen und Osten des Zeller Sees waren wir schon. Heute kommt der Süden an die Reihe. Wir fahren nach Karpun, um uns dort mit der Maiskogelseilbahn (7 Euro einfache Fahrt) durch eine dichte Nebeldecke hinauf zum Maiskogel auf 1.675 m chauffieren zu lassen.

Auf den Weg zum Fuße des Kitzsteinhorns - Aufsteig zur Dreiwaller-Höhe
Auf den Weg zum Fuße des Kitzsteinhorns – Aufsteig zur Dreiwaller-Höhe

Zum Glück liegt der Nebelschleier jetzt unter uns, aber als herrlich kann man das Wetter trotzdem nicht bezeichnen.
Wir beginnen unsere heutige Wanderung über den Wandersteig Nr. 5 dem Alexander-Enzinger Weg in Richtung Jausenstation Großglocknerblick.

Das Gasthaus Großglocknerblick macht seinem Namen alle Ehre und bietet eine große Terrasse mit fix montierten Ferngläsern zum Großglockner. Leider kann man momentan, wegen der dichten Wolkendecke, überhaupt nichts sehen.

Blick zurück zum Zeller See und Schüttdorf
Blick zurück zum Zeller See und Schüttdorf

Nun beginnt der etwas beschwerliche Teil der Wanderung. Es geht über grüne Hügel immer wieder steil nach oben, dann kurz nach unten um dann den nächsten steilen Hügel vor uns anzutreffen. Das Märchen vom Dornröschen kommt mir in den Sinn, den genauso wie sich hier die Berglandschaft (Trögler Köpfl, Drei-Waller-Höhe (1859 m), Schoppbachhöhe (2069 m) und Stangenhöhe) präsentiert, habe ich mir als Kind immer die sieben Berge vorgestellt. „Hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen“, dieser Satz geht mir nun angesichts der grünen steilen Berge vor uns nicht mehr aus dem Sinn.

360° Rundumblick auf der Schoppenbacher Höhe
360° Rundumblick auf der Schoppenbacher Höhe

Nach 1,5 Stunden erreichen wir die Schoppbachhöhe auf 2069 m. Die beste Ehefrau von allen wir nervös. Vor uns präsentiert sich ein recht schmaler, extrem ausgesetzter, an den Flanken steil abfallender Wiesenweg. Da es die ganze Woche geregnet hat, zeigt sich der Steig von seiner rutschigen und matschigen Seite. Ab und zu sind sogar einige Wegteile abgerutscht. Ich stufe den Wandersteig bei diesen Wetterverhältnissen als extrem gefährlich ein (bei Trockenheit wäre der Weg sicherlich ungleich einfacher). Ich packe darum unsere Trekking-Stöcke ein, damit wir beide die Hände frei haben um uns im Gras der steilen Hänge festhalten zu können. Bücken müssen wir uns dafür eh nicht, denn die Hänge sind so steil, dass wir aufrecht stehend mit den Ellbogen den Hang berühren können!

Dieses sehr gefährliche Teilstück des Alexander-Enzinger-Weges entpuppt sich als ziemlich lange Passage. Auf unserer Panoramakarte war das, wegen der perspektivischen Verzerrung, überhaupt nicht zu sehen. Die beste Ehefrau von allen ist fix und fertig, steigt aber still und brav meinen Anweisungen („Do heben, nit uischugn“) folgend, hinter mit drein. Immer wieder müssen wir über den rutschigen, mit Erd- und Viehexkrement-Matsch bedeckten, Steig grüne saftige, aber heute sehr gefährliche Bergflanken umwandern oder am Kamm eines Grates entlang gehen. Drahtseilsicherung Fehlanzeige! Nur das letzte Stück, welches uns direkt auf einem Kamm, auf einen 30 bis 40 cm breiten Erdsteig, mit rechts und links 70 bis 80 Grad abfallenden Flanken führt, ist mit einem Drahtseil gesichert. Diese Stück markiert zum Glück das Ende der gefährlichen Wanderpassage (Stangenhöhe) . Die beste Ehefrau von allen ist trotzdem noch nicht ansprechbar…

die Stangenhöhe markiert das Ende des gefährlichen Teils des Alexander Enzinger Weges
die Stangenhöhe markiert das Ende des gefährlichen Teils des Alexander Enzinger Weges

Nun geht es weniger gefährlich (nur einmal müssen wir einen Gletscherbach überwinden) im Kessel KitzsteinhornMaurerkogelGroßer Schmiedinger in Richtung Alpincenter weiter.

Wir treffen auf eine Abzweigung. Der Grubalmkarweg (Steig Nr. 5a) würde uns direkt hinunter in den Kessel führen, ohne dass wir ihn am oberen Rand umrunden müssen. Wir beschließen diese Abkürzung zu nehmen und steigen über ein Hochmoor hinunter bis zur Salzburger Hütte.

Der Abstieg von der Salzburger Hütte zur Ederalm
Der Abstieg von der Salzburger Hütte zur Ederalm

Von hier aus führt uns der Wandersteig Nr. 711, ab und zu eine Schotterstraße querend, vorbei an der Bachfassung Grubbachkar, am Grubbachkar und vorbei an der Ederalm, hinunter ins Tal.

Der Abstieg ist sehr sehr lang. Ursprünglich wollten wir eigentlich mit der Panoramabahn nach unten fahren, aber da wir den Grubalmkarweg genommen haben, sind wir nicht bei der Bergstation der Seilbahn vorbei gekommen.

Es hat leicht zu nieseln begonnen, was uns aber nichts ausmacht. Wir sind heilfroh, dass wir während des gefährlichen Alexander-Enziger-Weges trocken geblieben sind. Jetzt kann es ruhig regnen.

Im Tal angekommen zweigen wir links ab und folgen dem Wandersteig Nr. 28, der uns vorbei an einem See bis nach Schneckenreith und weiter bis zu unserem Ausgangspunkt der Talstation der Maiskogelseilbahn bringt.

Nach einem kurzen Plausch mit einem deutschen Paar, welches mit uns in der Früh die Maiskogelbahn hochgefahren ist und nun zufällig zugleich hier angekommen ist, obwohl sie einen ganzen anderen Wanderweg genommen hatten, die auch eine Woche Regenurlaub hinter sich haben, fahren wir zurück ins Hotel Tirolerhof und lassen uns ein Bad ein.

Weil der heutige Tag unser letzter Urlaubstag ist, weil wir uns beim Abendessen die Mägen zu viel vollgestopft haben und weil wir heute „noch immer nicht genug haben“, gehen wir nochmals die 11 Kilometer rund um den Zeller See. Um 23.00 Uhr beenden wir unseren nächtlichen Schnellschritt-Spaziergang.

GPS-Datei Bergtour von der Maiskogelalm zum Alpincenter am Kitzsteinhorn

Fotoimpressionen Bergtour am Fuße des Kitzsteinhorns auf dem Alexander Enzinger Weg

Damit beenden wir leider unseren nassen aber dennoch schönen und vor allem erinnerungswerten Wanderurlaub im Pinzgau in Zell am See, im Hotel Tirolerhof. Noch ein Tipp: das Hotel Tirolerhof in Zell am See bietet einen extrem professionellen und freundlichen Service, wartet mit neuer sauberer Infrastruktur auf, bietet gutes abwechslungsreichen Essen und ist auf jeden Fall auf der Höhe seiner 4 Sterne S-Kategorie. Gäste findet man dort vor allem aus Großbritannien, was für uns als Nicht-Englisch-Sprechende recht interessant war.

Fotoimpressionen rund um den Zeller See bei Nacht

Zimmer Hotel Tirolerhof in Zell am See

Unser Zimmer im Hotel Tirolerhof
Unser Zimmer im Hotel Tirolerhof

Wanderurlaub im Salzburger Land in Zell am See am Zeller See

Sonntag: München und Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe

Montag: Wanderung zum Tschiernock und Großglockner Hochalpenstraße

Deinstag: Seerundwanderung rund um den Zeller See

Mittwoch: Salzburg

Donnerstag: wandern auf dem Penken im Zillertal

Freitag: Bergtour auf den Hundstein

Samstag: Alexander-Enzinger-Weg zum Kitzsteinhorn

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6 thoughts on “Von der Maiskogelalm zum Alpincenter am Kitzsteinhorn”

  1. stefanie says:

    deine fotos und eindrücke sind wirklich super! das spiel zwischen wolken, saftig grünen wiesen und der facettenreichen bergwelt ist sicherlich eine reise wert.

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