Bergtour von Thumersbach zum Hundstein

Hundstein, das klingt so lustig, da müssen wir unbedingt rauf“, so die beste Ehefrau von allen vor zwei Tagen vor einem Wanderschild, während der Seerundwanderung um den Zeller See. Kein Problem, können wir machen. Die Planung verspricht eine deftige Bergtour. Mir soll es recht sein.

Auf den Weg zum Hundstein - Blick auf den Zeller See
Auf den Weg zum Hundstein – Blick auf den Zeller See

Heute soll die Wolkendecke auch hier, mitten im Pinzgau, zumindest teilweise aufreißen. Wahrhaftig, präsentieren sich nach dem Frühstück die ersten Sonnenstrahlen. Der Zeller See liegt unter einem Wolkenloch.

Wir fahren mit dem Auto bis nach Thumersbach und dann bis ans Ende der Talstraße des Thumersbacher Tales.

Bei Sonnenschein – wir können es fast nicht glauben – steigen wir über den Hundsteinweg (Wandersteig Nr. 80, Teil des Arnoweg) relativ steil in Richtung Osten auf. Schritt für Schritt geht es über Stock und Stein durch den dichten Wald.

Der Zeller See liegt in unserem Rücken. Mittlerweile haben wir leider die Schattengrenze überschritten. Der blaue See im Tal unten erstrahlt noch immer im schönsten Sonnenschein, so dass wir uns immer wieder umdrehen müssen, um die freie Sicht auf das wunderschöne Fleckchen Erde genießen zu können.

Nach einer zügigen Wanderung von circa einer Stunde kommen wir beim Rupertihaus (1.663 m) bei der Stoffenalm an. Eine baumfreie Wiese verschafft uns einen tollen Blick ins Tal.

360° Rundumblick bei der Rupertihütte
360° Rundumblick bei der Rupertihütte

Nun wandern wir ziemlich langsam weiter. Das hat so seine Gründe…

Bereits verblühte oder noch nicht in Blüte stehende Almrosen (ich weiß es leider nicht genau), links und rechts des Weges, zeigen uns an, dass wir uns in luftigen Höhen befinden. Bäume gibt es hier keine mehr.

Der vermeintliche Gipfel vor uns stellt sich als der Grat zwischen Schönwieskogel (1.994 m) und Ochsenkopf (1.995) heraus. Der Hundstein (2.117 m) liegt also noch vor uns. Links könnten wir jetzt zum Schönwieskogel abzweigen. Wir gehen aber gerade aus weiter, dem Schwalbenwand-Kammweg (Wanderweg Nr. 87) folgend, über einen etwas ausgesetzten Steig am Hang des Ochsenkopf, über die Grünkaralm, bis zur Wegkreuzung Schwalbenwand-Kammweg (Nr. 87) und Thumersbacher-Kammweg (Nr. 84), den wir als Rückweg benutzen wollen.

Schwalbenwand-Kammweg - etwas ausgesetzter Steig hinter dem Kamm
Schwalbenwand-Kammweg – etwas ausgesetzter Steig hinter dem Kamm

Noch steht der Rückweg nicht an. Wir wollen zuerst noch den Gipfel des Hundstein bezwingen. Circa 20 Minuten lang führt uns ein steiler Steig zum Gipfel empor.

Hundstein und Statzerhaus

Der Hundstein ist erreicht. Vor uns liegt das Statzerhaus, links davon das Gipfelkreuz und eine tolle Aussicht auf den Zeller See.

360° Foto am Gipfel des Hundstein
360° Foto am Gipfel des Hundstein

Wir betreten die Gaststube des Statzerhauses. Ein extrem schwüler und feuchter Luftschwall schlägt uns entgegen. Die Fenster sind komplett beschlagen. Hier heizt scheinbar jemand richtig ein 😉 Der besten Ehefrau von allen, die fast immer notorisch zu kalt hat, ist das sehr recht.

Wir bestellen Tee, Mineralwasser und ein Glas Wein. Es hat zu regnen begonnen. Was soll’s, wir bestellen noch einen Strudel und warten einfach ab. 10 Minuten sind vorbei, der Regen hat sich verzogen, wir entschließen uns, den Rückweg anzutreten.

Über den steilen Steig geht es zurück zur Abzweigung Thumersbacher-Kammweg (Wanderweg Nr. 84). Nach 5 Minuten beginnt es wieder zu regnen. Egal, wir kehren nicht um und gehen einfach weiter. Die Regenjacken halten ihr Versprechen, aber die nicht Wasser abweisenden Hosen und Socken saugen sich voll. Wir sind klitschnass, stapfen aber trotzdem tapfer dem Zeller See entgegen.

Mittlerweile befinden wir uns auf einem breiten Schotterweg. Der Regen wird weniger und weniger. Vor uns scheinen sogar einige Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke hindurch. Nach einer halben Stunde Marsch sind unsere Hosen wiederum trocken und die Wolken fast komplett verschwunden.

Die Stadt Zell am See am Zeller See
Die Stadt Zell am See am Zeller See

Vorbei am Hochmoor, am Schafskopf, am Breiten Kopf und am Hahneckkogel, wandern wir in Richtung Enzianhütte.
In einer Rechtskurve erreichen wir eine baumfreie Zone, welche uns einen entzückenden Ausblick auf den Pinzgau rund um den Zeller See beschert. Endlich können wir unseren Urlaubsort auch bei Sonnenschein erleben! Nach der nächsten Rechtskurve zwingt uns eine Bank zum Rasten. 15 Minuten verbringen wir so überglücklich die Regenbekleidung ablegen zu können. Die Blumenwiese vor uns und der blaue Zeller See unter uns. Wunderbar wanderbar, der Slogan, des ins Wasser gefallenen Wanderopenings, fällt uns ein.

Endlich mal ein wenig Sonnenschein ;-)
Endlich mal ein wenig Sonnenschein 😉

Lange währt unser Glück nicht. Regentropfen nötigen uns den Regenschutz wieder über zu streifen und weiter zu wandern. Etwas unterhalb der Enzianhütte biegen wir rechts in den Waldheimweg (Nr. 85) ein, der uns in circa einer Stunde bis ans Ende der Talstraße vom Thumersbachertal, bringt.

Die heutige Wanderung zum Hundstein bot einen interessanten anspruchsvollen Aufstieg, einen tollen Ausblick am Gipfel und einen relativ einfachen Rückweg über breitere Schotterwege mit wenig Gefälle, die sich aber dafür ziemlich in die Länge ziehen. Bezüglich Wetter haben wir heute auch alles gehabt: Sonnenschein, Schatten, Nieselregen, Regenschauer, Wärme, Kälte, also alles, was man sich so wünscht 😉

GPS-Bergtour Thumersbach – Hundstein

Fotos Wanderung zum Hundstein

Wanderurlaub im Salzburger Land in Zell am See am Zeller See

Sonntag: München und Wanderung Zell am See – Schmittenhöhe

Montag: Wanderung zum Tschiernock und Großglockner Hochalpenstraße

Dienstag: Seerundwanderung rund um den Zeller See

Mittwoch: Salzburg

Donnerstag: wandern auf dem Penken im Zillertal

Freitag: Bergtour auf den Hundstein

Samstag: Alexander-Enzinger-Weg zum Kitzsteinhorn

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