Vom Gummererhof zum Bad Klapf

Kurz, nicht weit zum Fahren und am besten ein breiter Forstweg zum gemütlichen Spazieren, das sind die Vorgaben von der besten Mami von allen. Ok, wie wäre es mit einem Spaziergang vom Gummererhof zum „Bad Klapf„? Ok.

Eine Bank unter einem Felsüberhang lädt zum Rasten ein.

Vom Berggasthaus Gummererhof wandern wir entlang einer Forststraße zum Höhenweg Kaltern – Tramin – Kurtatsch empor. Wir könnten zwei Mal links in den Steig, der zur Überetscher Hütte hinaufführt, einbiegen, bleiben aber auf dem Forstweg. Nach der gestrigen Bergtour zum Laugensee wollen wir heute, auf den Spuren meiner Kindertage, einen gemütlichen Familienspaziergang halten. Als Bub bin unzählige Male vom Gummererhof zum „Klopf„, so nennen wir Traminer das ehemalige „Bad Klapf“, gewandert. Damals war das ein schöner Steig, der den rechten Hang des Höllentalbaches, unterhalb der „Weißen Riesen“, gequert hat. Seit dem Ausbau der Traminer Hauptwasserquelle Bad Klapf hat man den Steig zu einer befahrbaren Forststraße ausgebaut. Das ist für den schönen Wandersteig, der aufgrund der klimatischen und geologischen Bedingungen ganz besonders war und auch meiner Kindheitserinnerungen sehr schade. Naja… Zumindest wachsen nun scheinbar entlang des Weges zahlreiche selten Blumen und Kräuterpflanzen wie z.B. diverse Orchideen. Das habe ich damals vor 4 Jahren bei dem Fußmarsche mit Tante Erika zum Bad Klapf   erfahren.

Traminer Höhenweg

Die Forststraße mündet im Traminer Höhenweg. Wir wandern nun in zwei Serpentinen bis unter die Weißen Riesen, bis zum Brandschutz Weiher empor. Hier hat früher der Forstweg geendet und man musste über einen Steig weiter zum Bad Klapf. Heute können wir einfach den Forstweg folgen.

Blick zum Schwarzen Kopf

Für uns Traminer ist vor allem der Blick auf den Schwarzen Kopf und den Roen recht interessant. Die Silhouette des Schwarzen Kopfe ändert sich stetig und die abfallende Flanke des Mendelgebirges offenbart, je näher wir ihr kommen, immer mehr Täler, Kuppen, Risse, Nebenarme des Höllentalbaches….

Wir finden es interessant wie markant und mächtig der Roen und der Schwarze Kopf von hier ausschauen, wo sie sich doch gestern, vom Laugen ausgesehen, wie Mittelgebirgshügel präsentiert haben. Das ist das Schöne beim Wandern: die sich ständig ändernde Berglandschaft aufgrund der sich ändernden Perspektive.

Bad Klapf „Bod Klopf“

Wir hören den Bach rauschen. Ein Nebenarm des Höllentalbaches. Boa – tief ausgehöhlt ist das Bachbett, ganz anders als ich es in Erringung habe. Zum Glück steht die Hütte auf einem Felsen und hat die Aushöhlung gut überstanden. Eine kleine Holzbrücke liegt am Wegesrand. Augenscheinlich ist sie dem Wetter zum Opfer gefallen. Ein Eisenrost der auf in den Fels getriebene Eisenstangen festgemacht ist ermöglicht uns der Überstieg hinüber zur Hütte.

Klapf, die Traminer sagen „Klopf“ dazu, ist ein Ausdruck aus der Bergsteigersprache und bedeutet kleiner Fels in einer Bergschlucht, jäher Absatz auf Felsen. In Südtirol gibt es in zahlreichen Gemeinden einen Ort der Klapf oder in Dialekt „Klopf“ genannt wird. Bei uns Traminern steht der „Klopf“ für die Holzhütte Bad Klapf die auf einem Felsen an einem namenlosen Seitenarm des Höllentalbaches etwas oberhalb eines Klapf steht. Die Hütte würde 1974 von den „Klopfheiligen vom Höllental“ – so werden 7 Traminer im Faschingsblatt des Egetmann Vereins genannt – neu erbaut, nachdem die nur wenige Meter entfernte vorkriegszeitliche Hütte Bad Klapf verfallen war.

  • Mandl Vorsteher (Theo Oberhofer)
  • Kronknkasermandl (Toni Gamper)
  • Kortnzwicker (Oswald Micheli)
  • Piekeschrepfer (Dieter Weis)
  • Kurzschlusstechniker (Heinz Zwerger)
  • Hirsch Wilderer (Toni Nössing „Schmied“)
  • Holzwurm (Emil Pfanzeltner)
Toni Gamper mit Frau vor dem Bad Klopf Hütte

Zufällig ist der Toni Gamper gerade zugegen. Er lädt uns auf ein Glas Wein und Saft ein. Welche ein Glück!

Geschichte des Bad Klapf

Der Toni Gamper weiß viel von alten Zeiten erzählen. Z.B. vom Nenn (=mein Opa) der in alten Zeiten für Steuerangelegenheiten vom Gummererhof immer zu Fuß bis zu ihm nach Neumarkt gegangen ist, den er immer bewundert hatte, als er ihm angetragen hatte ihn nach der Arbeit zurück zu fahren, der Nenn aber mit der Begründung ablehnte dass er da ja schneller zu Fuß sei. Damals war das ein ordentlicher Fußmarsch, der durch die Möser, entlang von Maulbeerbäumen, geführt hatte. Damals gab es in der teilweise noch versumpften Talsohle viele Maulbeerbäume. Der einzige Wirtschaftszweig in Südtirol, bei dem Gütererzeugung im großen gewerblichen Stil stattfand war nämlich die Seidenraupenzucht und das Südtiroler Unterland war ein wichtiges Zuchtgebiet. Das ging so weit, dass in der Manufaktur beim „Zeno“ nicht nur Traminerinnen, sondern auch viele Fleimstalerinnen gearbeitet haben. Natürlich ist dabei auch die eine oder andere Liebschaft entstanden und die so vom Fleimstal importierten Mädels wurden kurzerhand behalten. Der Toni hat auch eine lustige Kuriosität im Gedächtnis. Um die Seidenraupen aus den Kokons auszubrüten hat man sie ins Bett der „Weiber“ gesteckt. Weil es da so schön warm war. Wir müssen alle lachen.

Vom Bod Klopf hat der Toni natürlich auch viel zu berichten. In der Vorkriegszeit da war das alte Bad Kopf ein richtiger Ausflugstreffpunkt für die Traminer. Man hat hier oben nebst der Hütte, wo man einfache Speisen, vor allem Schmarrn zubereitete, auch einen Tanzboden gehabt.

Vom Schwarzen Kopf hat man ein Drahtseil runter gespannt und Latschen herunter sausen lassen. Die wurden dann zu Schnaps gebrannt und man hat sie auch für die Bäder benutzt. „Bad Klapf“ der eingetragen Name kommt nämlich nicht von ungefähr. Weil es der Pfarrer so wollte, durften nur die Frauen Bäder machen, die Männer durften nicht rein ins Bad Klapf. Das Gebot des Pfarrers hat aber nicht allzu lange gehalten.

Vor Kriegsbeginn wollten die Traminer das Bad Klapf dem Feuer übergeben, denn den „Walschn“ wollte man das geliebte Freizeitziel nicht überlassen. Aber dann ist der Krieg ausgebrochen und die Leute hatten andere Sorgen. Das Bad Klopf wart vom Feuer verschont. Nach dem Krieg ist das Bad Klopf nicht mehr so richtig in Gang gekommen und so langsam immer mehr verfallen. Irgendwann gab es in Tramin einen „Feuerteufel“ der immer wieder mal im Wald gezündelt hat. Dann fehlten die Bäume, das Gelände rund um den Höllentalbach kam ins Rutschen, die alte Klopf Hütte in der noch Holzfäller übernachteten, war dem kompletten Verfall geweiht.

Dann haben sich einige Traminer zusammengetan und vom damaligen Bürgermeister die Erlaubnis bekommen einige Meter weiter auf einem Felsuntergrund eine neue Bad Klopf Hütte zu erbauen. Natürlich unter der sinnvollen Auflage ein Vordach als Regenschutz für Wanderer und eine Wasserstelle für Durstige einzurichten. 1974 wurde die neue „Bad Klopf“ Hütte erbaut und steht heute immer noch.

Es ist eine private Hütte. Wenn er, der Toni Gamper, da ist und ein Traminer vorbei kommt, dann hält er gerne bei einem Glas Wein mit ihm ein Ratscherle, aber eine Touristeneinkehrmöglichkeit ist die Bad Klapf Hütte leider nicht.

Der Toni gibt mir eine Schreibmaschinen geschriebene Broschüre, dessen Inhalt ich hier vollinhaltlich wiedergebe:

Bad Klapf – einst und jetzt

Klapf, im Sommer 1984

Der ewige Kreislauf des Wassers, das aus der Erde kommt und verdunstet, um dann als Tau und Regen, Hagel oder Schnee wiederzukehren, hat der Menschheit zu allen Zeiten zu denken gegeben und auch zu seiner Verehrung geführt. Als unentbehrliches Lebenselement war das Wasser den Naturvölkern heilig. Ihm hat man nicht nur wachstumsfördernde und durststillende Kraft zugeschrieben, sondern auch reinigende und übernatürliche Eigenschaften, mit denen es imstande war, Krankheiten zu lindern oder gar zu heilen. Auch bei uns in Südtirol dürften die meisten Bäder aus dieser Einstellung zum Wasser entstanden sein.

Bad Klapf um 1900

Vom Wasserfall unterhalb der Überetscher Hütte rauscht ein Wildbach zu Tal, der streckenweise versiegt und erst weiter unten wieder zum Vorschein tritt. Dort wo dieser Bergbach mit dem Höllentalbach zusammenfließt, entstand vor längerer Zeit das Bad Klapf. Seine Entstehung ist urkundlich nicht festgehalten. Deshalb muß man sich auf mündliche Überlieferungen stützen.

Vor ungefähr 200 bis 250 Jahren, zur Zeit der Regentschaft der Kaiserin Maria Theresia, war in Tramin eine starke Seidenraupenzucht. Viele Familien betrieben diesen zwar einträglichen, jedoch nicht besonders hygienischen Nebenerwerb, der zudem viel Kleinarbeit erforderte. Gefüttert wurden die gefräßigen Raupen mit frischem Laub der Maulbeerbäume (Murbam), die damals an manchen Stellen fast so dicht wie jetzt die Obstbäume standen und längs den Straßen ganze Alleen bildeten.

Wenn bei kühler Witterung die Jungraupen nicht schlüpfen wollten, hat man die Eier -in weiche Tücher gehüllt -einfach ins Bett gelegt und mit der eigenen Körperwärme ausgebrütet. Dabei mußte man achten, den Schlüpftermin nicht zu verpassen, um nicht die Jungraupen im ganzen Bettzeug und Zimmer einfangen zu müssen. Mit der beginnenden Verpuppung spannen sich die Seidenraupen (Gavaleri) in Kokons ein, die dann an die Seidenspinnerei (Filande) verkauft wurden. Die Arbeit in der Seidenspinnerei war den Frauen vorbehalten und brachte ein zusätzliches Einkommen.

Bad Klapf um 1900

Bei der Arbeit in der Seidenspinnerei wurden die Frauen von einer unbekannten Krankheit befallen (wahrscheinlich einer Hautkrankheit). Für sie wurde im Höllental, auf ungefähr 865 Meter ü. d. M., dieses Bad errichtet. Anfangs durften auch nur die Frauen dieses Bad aufsuchen. Das war aber nicht so einfach. Auf einem Hügel oberhalb des Bades stand eine kleine Hütte. Dort wurden sie, vor Betreten des Bades, entlaust. Diese Hütte stand auf dem sogenannten „Floachbüchl“.

Man kann sich vorstellen, wie das zugegangen sein wird. Die Frauen in Kur und die Männer durften nur von weitem zuschauen. Lange ließ sich diese Regelung nicht halten und das Bad wurde auch für die Männer geöffnet.

Mit sieben Kräutern wurde das Bad zubereitet und zwar: Lavendel, Nußbaumblätter, Tannen- und Fichtenzapfen sowie Tannen- und Fichtengipfel. Diese wurden mit einem Beil zerhackt und vor der Hütte in einem großen Kessel aufgekocht. Die sich so ergebende rote Flüssigkeit wurde durch ein Tuch, das man auf einem großen Trichter legte, durchgelassen. Dann wurde Latschenöl beigemischt und in die Badewanne geschüttet, die mit Wasser aufgefüllt wurde. Man setzte sich in die Wanne, drauf kam ein Deckel und nur der Kopf durfte herausragen. Nach dem warmen Bad wurde man in rote Leintücher gehüllt und nun ging’s husch, husch in den danebenliegenden Raum wo die Pritschen waren, die über zehn Personen Schlafgelegenheit boten. Zur Stärkung wurde nach dem Bad eine Tasse „richtiger Bohnenkaffee“ kredenzt.

Das Bad stand dort, wo heute die Hütte ist.

Bad Klapf um 1900

Allmählich wurde aus dem Bad Klapf ein beliebtes Ausflugsziel, zu dem in den heißen Sommertagen ganze Scharen junger und weniger junger Traminer pilgerten. Unter dem überhängenden Felsen wurde eine weitere Hütte gebaut. Dort gab’s Strauben und Kracherl oder Himbeersaft für die Frauen und Kinder, die Männer bevorzugten ein Glasl oder ein „schwarzes“ Schnapsl. Eine Kegelbahn war auch in Betrieb und zu den damaligen Zeiten gab es Kinder genug, die die Kugel vom Bach heraufholten.

Getanzt und gesungen wurde, ja zeitweise waren sogar zwei Tanzböden in Betrieb. Da ging’s lustig her und viel, viel Gemütlichkeit war dabei, wie sie eigentlich nur die gute alte Zeit kannte. Wenn dann am Sonntag Abend gruppenweise der Heimweg angetreten wurde, durfte das Blümel auf dem Hut der Männer natürlich nicht fehlen.

Schwierigkeiten bereitete eigentlich nur die Zulieferung von Speise und Trank. Es mußte entweder mit dem Ruckkorb oder mit der Krax alles hinaufgetragen werden. Die schweren Lasten, wie z.B. Weinpanzelen, wurden mit Mulli‘ s hinauftransportiert. Ende der 20iger Jahre sind einmal die Mulli ausgerutscht und samt dem Weinfaß die weißen Riesen hinuntergekollert. Damals entstand das satirische „Telegramm vom Klapf: Mulli tot, Jakob bei Leben, Strodl in Verwirrung.“ Pächter waren damals Mori tz Roner mit seiner Frau Paula, einer Wienerin, die daraufhin die ganze Woche „Schmarra mit Mulligoulasch“ anbot.

Nicht unerwähnt darf die Latschenbrennerei im Klapf bleiben, die sich knapp unterhalb des Bades befand. Mit einem Drahtseil wurden die Latschen (Zwergkiefern) von der Tscherba und vom Schwarzen Kopf heruntergeseil t. Das Drahtseil wurde von einem Herrn Egger aus Tramin verlegt. Wer das Höllental kennt muß zugeben, daß dies eine großartige Leistung war. Die Latschen wurden mit einer Futterschneidemaschine, die mit Wasserkraft angetrieben wurde, zerkleinert. Im Kessel wurden sie dann destilliert und nachdem der Dampf in der Schlange abgekühlt war, rann er in eine sogenannte Florentiner Flasche. Dies ist eine Flasche, die oben und auch weiter unten einen „Schnabel“ hatte. Oben rann das Latschenöl und unten das Wasser weg.

Bad Klapf um 1900

Nur wenige Traminer können sich noch an den Winter 1916/1917 erinnern. Damals hatte es, für unsere Verhältnisse, überaus stark geschneit. An einem Tag fiel im Dorf ein Meter Schnee. Dieser Winter sollte auch dem Klapf ein vorübergehendes Ende bringen. Eine große Lawine ging vom Tennenkessel ab. Es blieb bis heute unerklärlich, wie sich diese Lawine durch die Schluchten winden konnte und am Klapf vorbeisauste. Jedenfalls hat sie total abgeholzt und auch das Bad mitgerissen. Kriegszeiten waren es und die Leute hatten andere Sorgen um an den Klapf zu denken. Jedoch schon im Jahre 1919 hat der Sinner-Hansl begonnen, mit dem von der Lawine her gebrachten Holz Holzkohlen zu brennen.

Anfang der 20iger Jahre hat dann der Brunner Franz wieder eine schöne Holzhütte mit Schindeln errichtet. Neues Leben kehrte ein. Bad Klapf blühte wieder wie in alter Zeit, bis dann die unglückselige Optionszeit und der zweite Weltkrieg kamen. Die Männer mußten an die Front und dies war gleichzeitig auch das Ende vom Bad Klapf!

Nach dem Kriege gab es noch Sommerfrischler (Farn. Sparer) im Klapf, aber das Heilbad wurde nicht wieder errichtet.

Im Klapf wurde es still. Nur Waldarbeiter benützten noch die Hütte unter dem Felsüberhang. Am 6. Mai 1960 um 2 Uhr in der Früh wurde Alarm gegeben. Der Brandherd im Klapf war laut Niederschrift der Freiwilligen Feuerwehr von Tramin 3 ha groß. Die Brandursache soll auf Fahrläßigkeit einiger Holzarbeiter zurückzuführen sein. Die Bäume verbrannten und der Klapf bot einen traurigen Anblick.

Lange Zeit hörte man nichts mehr vom Klapf. Neues Leben sollte jedoch wieder einziehen. Es war im Frühjahr 1974 als sich eine Gruppe junger Leute wieder für den Klapf interessierte. Unter dem Felsüberhang stand noch diese wackelige Hütte mit einer Strohpritsche. Mehr war nicht da. Durch die Feuersbrunst von 1960 wurde, wie bereits erwähnt, der Waldbestand vernichtet. Die Folge waren Erdrutsche. Ein trostloses Bild. Der damalige und derzeitige Bürgermeister, Herr Oswald Oberhofer, hatte Verständnis für unser Anliegen, die Hütte zu erneuern. Die neue Hütte mußte, so wollte es der Herr Bürgermeister, ein Vordach haben damit sie Wanderern einen Schutz bietet.

Hatte man früher mit sieben Kräutern das Bad bereitet, so waren es diesmal sieben junge Männer, die den Wiederaufbau der Hütte in Angriff nahmen. Leider hat uns unser Freund Theo Oberhofer am 1.7.82 allzufrüh verlassen. Monatelang mußte geschaufelt werden, um die angerutschte Erde wieder zu entfernen. Ein Fundament wurde errichtet und dann gings los. Die Hüttenteile wurden mit dem Traktor über Graun bis nach dem Schmiedbach gefahren. Von dort ab mußte alles getragen werden. Über den Höllentalbach hatten wir ein Drahtseil gespannt und konnten so die einzelnen Bäume, Bretter und Teile herüberseilen. Auch ein großer Tisch wurde herübergeseilt. Er war aber zu leicht und blieb in der Mitte hängen. Wir hängten ein schweres Bündel Holz ans Seil, damit dieses den Tisch hinüberschieben sollte. Durch den Schwung wurde aber der Hacken aus dem Seil geworfen und der Tisch landete im Bach. Was davon übrig blieb, wurde in einer Schürze heraufgetragen. Die Arbeit war schwer, aber der Bau der Hütte hat uns sehr viele schöne Stunden bereitet. Um Allerheiligen des gleichen Jahres stand die Hütte. Im darauffolgenden Frühjahr kamen auch schon die ersten Traminer, die den Klapf von früher her kannten, um nachzusehen was daraus geworden ist. Einige Jahre ging es auch gut. Durch die starken Regenfälle im Februar 1977 ist der Berg wieder in Bewegung geraten und abgerutscht. Nur durch Zufall blieb die Hütte stehen, eine Ecke war bereits in der Luft. Die Hütte mußte abgetragen werden, man konnte sie nicht mehr gefahrlos betreten. Wiederum zeigte der Herr Bürgermeister Verständnis und erlaubte die Versetzung der Hütte an jenem Platz, wo früher die Bäder gemacht wurden. Um Pfingsten des gleichen Jahres wurde die Hütte abgetragen und wieder neu aufgebaut. Mit Hilfe gar einiger Traminer war es möglich, daß die Hütte in zwei Tagen wieder stand. Dort steht sie noch und wenn keine Lawine kommt, hoffentlich noch lange.

Wenn wir heuer zehn Jahre neue Klapfhütte gemeinsam feiern, so möchten wir auch gleichzeitig der Gemein de Tramin mit Bürgermeister Oswald Oberhafer sowie der Forstbehörde mit Stationsleiter Peter Lezzuo für ihr Entgegenkommen herzlich danken.

Auf dem Traminer Höhenweg

Um circa 15:50 Uhr bedanken wir uns beim Toni und seiner Frau und wandern über den Forstweg zurück bis zum Weiher. Da das Fußball Endspiel der Weltmeisterschaft wartet, nehmen wir dieses Mal den Steig und sind somit in Nullkommanichts unten beim Gummererhof.

Ich mache noch ein zwei Fotos von den zahlreichen Bienen die den Brunnen vor den Gummerer zum Trinken nutzen und auch vom „Fliegerle Bam“, dem großen Feldahorn vor dem Haus mit seinem gekrümmten Stamm, bevor wir nach Hause zum Mandlhof fahren.

GPS-Track Spaziergang Gummererhof – Bad Klopf

Fotos Traminer Höhenweg, Bad Klapf und Gummererhof

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