Bergtour vom Gampenpass zum Laugensee

Der Laugensee unter der Laugenspitze

Auf den Großen Laugen hinauf zu steigen das ist für Dreijährige etwas zu viel verlangt, aber bis zum Laugensee, das könnte machbar sein. Für die Bergtour Gampen Pass – Laugensee – Laugen Alm – Pass sind nur knapp 8 Kilometer und 700 Höhenmeter zu bestreiten.

Kurz vor dem Gampenpass sieht Anna aus dem Autofenster hinaus Tiere. Was wird da unten wohl sein? Sie ist ganz begeistert, erinnert sich aber nicht mehr an die Tierwelt Rainguthof. Wir klären sie nicht auf, denn der Besuch der Tierwelt, soll eine Überraschung für den Rückweg werden.

Aldo Bonacossa Steig zum Laugensee

Am Gampenpass (1.500 m. ü. d. M.) ist genug Parkplatz vorhanden. Wir starten um circa 9.45 Uhr. Der Wegweiser Nr. 133 Laugensee zeigt 2 Stunden an. Nach nur wenigen 100 Meter werden wir daran erinnert, wie steil und wie viele hohe Treppen der Wandersteig (Aldo Bonacossa-Weg) aufweist. Ich war mit der besten Mami von allen, damals noch beste Freundin von allen, bereits im Jahre 2008 hier. Damals hatten wir nebeligen Tag getroffen und sind bei Null Sicht fast in den See hineingestiegen. Am Aufstieg auf den Großen Laugen hatte so gewaltig der Wind geweht, dass die Wanderstöcke, als wir sie baumeln gelassen haben, durch den Wind in die Horizontale gebracht wurden. Heute müssen wir solche Wetterkapriolen hoffentlich nicht überstehen.

Treppen steigen – wobei dies nur die mäßigen Treppen nach dem strengen Wanderstück sind.

Der Aufstieg ist für die nur Meter große Kinder nicht einfach. Für sie sind die Treppen wie aus einer Riesenwelt. Natürlich geht es nur mit Händchen halten und ein klein wenig ziehen müssen die Erwachsenen auch, aber die Kleinen halten sich tapfer. Anna will immer wieder was trinken, der Hannes gibt keinen Mucks von sich und wandert den gesamten Weg, ohne Murren, extrem brav, hoch. Wir sind überrascht, dass wir so gut vorankommen.

Ein wenig Lachen tut gut!

Nach einer Stunde Treppen steigen erreichen wir die Baumgrenze. Das Gelände wird flacher, Alm ähnlicher und somit viel einfacher zum Wandern. Eine Hütte, die Legerhütte, ein Hochmoor, zwei Holztreppen, ein Schild Laugenalm 30 min (kein Wegweiser, der Sinn des Schildes erschließt sich uns nicht), dann eine Aussicht von der wir auf Prissian hinuntersehen, die Dolomiten verstecken sich hinter Wolken, eine Hühnerleiter, einige kleine Serpentinen und schon stehen vor dem Ziel, dem Laugensee.

Am Laugensee

Der schöne runde Laugensee (2182 m) liegt in einer Mulde zwischen den zwei Gipfeln Großer Laugen (2434 m) im Westen und Kleinen Laugen (2297 m) im Nordosten. Den Kleinen Laugen könnten wir auch mit Kinder bezwingen, aber wir wollen die Kleinen nicht überstrapazieren. Wer so brav den Berg hochgewandert ist, der hat sich jetzt eine deftige Rucksackjause am See verdient!

Kaulquappen und Molche im Laugensee

Im flachen Bergsee, vor allem in Ufernähe, schwimmen tausende Kaulquappen. Und zwischendrin am Grund des Sees sehen wir Molche. Wir fragen uns ob die Kaulquappen von Fröschen oder von den Molchen stammen. Überhaupt wundern wir uns wie in dem klaren, fast 2.200 m hoch gelegenen Bergsee, dem es an organischem Material fehlt, tierisches Leben entstehen und wachsen kann.

Abstieg zur Laugen Alm

Wieder eine Treppe etwas oberhalb der Laugenalm

Ein zwei Erinnerungsfotos sind geschossen, nun wandern wir über den leichteren Steig Nr. 10 hinunter Richtung Laugen Alm. Der Abstieg erweist sich trotz des weniger steilen Wanderpfades als beschwerlicher als gedacht – zumindest für uns Erwachsene. Anna und Hannes würden um diese Uhrzeit nun ihr Mittagsschläfchen halten, was sich aber heute nicht ausgeht. Sie bestrafen uns damit, dass sie sich an unseren Händen ab und zu einfach hängen lassen. Außer der besten Mami von allen, einer 20 km pro Tag Frau, sind wir andere inzwischen völlig untrainiert. Ein an der Hand baumelndes Kind strapaziert den Arm und auch die Fuß- Bremsmuskulatur enorm. Nach unzähligen Ermahnungen und nach einem Sturz von Uwe und Hannes (glimpflich abgegangen und in Lachen geendet) sind die zwei Kleinen dann trotzdem bereit etwas ordentlicher zu gehen.

Fast 400 Höhenmeter geht es so abwärts bis zur Laugenalm. Jene Erwachsene die sich stark beansprucht fühlen dürfen sich stärken, die anderen „müssen“ die Kinder unterhalten. Arbeitsaufteilung gehört zum Familienleben eben dazu.

Nach der Laugen Alm marschieren wir über den Wandersteig Nr. 10, der immer wieder den Laugenalmweg quert, hinab. Bei weitem nicht so steil wie der Aufstieg über den Aldo Bonacossa Weg, aber leider auch weniger schön. Vor allem das Unterholz macht weniger her.

Durch eine gelb blühende Wiese

Das letzte Stück wandern wir über den Raunaweg (Forststraße) und dann über den Schöpfungsweg (Wiese) bis zurück zum Gampenpass.

Dort könnten wir theoretisch die viergeschossige, verwinkelte Gampenpass-Bunkeranlage besichtigen. Der modern gestaltete Besuchereingang der Stollen, Schächte und Geschützstände lädt dazu ein. Wir haben aber für unsere Kleinen eine andere Überraschung auf Lager.

Tierwelt Rainguthof

Hirsch auf dem Rainguthof

So fahren wir die kurze Strecke bis zum Rainguthof hinunter und besuchen nach zwei Jahren ein zweites Mal die tolle Tierwelt unter dem Laugen. Siehe auch: Tierwelt Rainguthof

GPS-Track Gampenpass – Laugensee – Laugen Alm

Fotos Laugensee und Tierwelt Rainguthof

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