Wanderung vom Bewaller zum Karersee

Von Obereggen soll ein Kinderwagen tauglicher Wanderweg bis zum Karersee führen. Diesen gemütlichen Wald- und Wiesenweg wollen wir heute erwandern. Startpunkt ist der Bauernhof Bewaller bzw. der Parkplatz am Straßenrand kurz vor dem Bewaller.

Alpine Perls Wanderweg zum Karerersee
Alpine Perls Wanderweg zum Karerersee

Der Alpine Perls Wanderweg (Nr. 8) entpuppt sich – wie recherchiert – als Forststraßen breiter gemütlicher Spazierweg, der keine nennenswerte Hürden für den Kinderwagen aufweist. Super, denn wir sind heute zusammen mit Uwe, Irene, Lisa und Hannes unterwegs. Das heißt insgesamt zwei Kinderwägen und ein Vorschulkind.

Am Bauernhof Bewaller vorbei, dann eine kurze Steigung und schon können wir gemütlich, teilweise durch Wald, teilweise entlang von Wiesen, in Richtung Nordosten schlendern.

Der Wanderweg vom Bewaller zum Karersee verläuft teilweise entlang von Wiesen
Der Wanderweg vom Bewaller zum Karersee verläuft teilweise entlang von Wiesen

Natürlich hat sich die beste Mami von allen mit 12.30 Uhr den Startzeitpunkt ideal ausgesucht, sodass Anna und Hannes, gewohnt nach dem Mittagessen ein Schläfchen zu halten, recht schnell im Kinderwagen einschlafen.

Der Südtiroler Wetterbericht hat unvorhergesehene Sommergewitter voraus gesagt. Zurzeit schaut es nicht nach Regen aus. Die Sonne lacht übern Latemar herüber, es ist sogar zu warm. Darum sind wir froh, dass der Karerseewanderweg gut beschattet ist.

Karersee – Kulisse für Selfiesüchtige

Nach 5 km und circa 1,5 Stunden gemütlichen Spazierens hören wir die Karerpass Straße und 5 min später sehen wir den türkisfarbenen Bergsee.

Karersee
Karersee

Die zwei Kleinen, Anna und Hannes, sind mittlerweile wach. Der klare Karersee übt vor allem auf Hannes, der erst vor einer Woche am Meer war, eine magnetische Anziehungskraft aus. Er will unbedingt runter zum Wasser. Geht natürlich nicht, der Karersee ist mit einem Geländer gesichert, für welches gilt: übertreten verboten.

Karersee mit Rosengarten
Karersee mit Rosengarten

Circa 1 km ist der Seerundweg lang. Am Nordufer, am schönsten Punkt, wo man die allseits bekannte Spiegelung des zerklüfteten Latemars im kristallklaren Wasser des Sees am besten sieht, hat man eine Aussichtsplattform errichtet. Die ist heute mit Schnappschussjäger und Selfie Junkies so richtig überfüllt.  Wir halten uns nur kurz auf und machen erst nach Fertigstellung der Seerunde am Südwestufer eine kurze Pause. Die Kleinen haben Hunger.

Meine Schwester, die heute auch in der Gegend (Obereggen – Latemarium) wandern war, ist mit Ihrer Familie zu uns gestoßen. So wird aus der kurzen Marende eine etwas längere Pause.

Überraschender Rückweg

Der Rückweg erweist sich als beschwerlicher als geplant. Wir wandern zwar den gleichen Wanderweg zurück aber der Uwe merkt bald, dass er ein Teil seiner Sonnenbrille verloren hat und beschließt zurück zu gehen um es zu suchen. So müssen wir ohne seine Hilfe Anna und Hannes tragen, die beiden Kinderwägen schieben und Lisa wandertechnisch bei Laune halten. Leichter wäre es die beiden Kleinen in ihre Kinderwägen zu packen. Aber bekanntlich funktioniert es nicht die Rechnung ohne den Wirt zu macht. So bleibt uns nichts anderes übrig als die beiden Kleinen auf Arm und Schulter zu tragen und die leeren Kinderwägen vor uns her zu schieben.

Zu allem Überfluss beginnt es ab Halbweg leicht zu nieseln. Nun heißt es Durchsetzungskraft beweisen. Anna und Hannes werden in Ihre Kinderwägen reingezwungen und der Kinderwagenregenschutz aufgezogen. Die beste Mami von allen schiebt den Hannes, ich die Anna, Irene muss die Fünfjährige Lisa motivieren schneller zu gehen.

Der Regen wird stärker. Die beste Mami von allen hat zuerst einen Gang und dann noch einen zweiten hochgeschaltet. Ich habe Mühe Schritt zu halten. Irene und Lisa und der mittlerweile eingetroffene Uwe sind bereits ziemlich abgehängt.

Die Regentropfen werden größer und schwerer. Und plötzlich auch härter! Oha! Hagel prasselt auf uns nieder. Die beste Mami von allen verfällt in Panik und rennt.

Mit einer jeden-Tag-10-km-laufen Frau kann ich natürlich nicht mithalten. Ich kann ihr nur noch hinterherrufen: „In Panik Laufen ist in solchen Situationen genau die falsche Reaktion.“ Aber eine in Panik verfallene beste Mami von allen kann man damit nicht aufhalten.

Blöderweise lässt sich Anna von der Panik ihrer 20 m voraus rennenden Mami anstecken und beginnt Mama, Mama zu schreien. Gleichzeitig will sie andauernd den Regenschutz beiseiteschieben, sodass mein Laufschritt immer wieder ins Stocken gerät, weil ich den Regenschutz – der als Hagelschutz sehr gute Dienste verrichtet- immer wieder nachjustieren muss. So ein Chaos!

Irgendwie schaffe ich es durchzuhalten und so komme ich nur wenige Sekunden nach der besten Mami von allen bei Bewaller an.

So schnell wie gekommen, so schnell verflüchtigt sich der Hagelschauer auch wieder. Trotzdem lasse ich die beste Mami von allen mit den beiden Kindern zurück und hole alleine das Auto. Sicher ist sicher.

Ja so kann es gehen in den Bergen. Zuerst noch Sonnenschein, im nächsten Moment Hagelschauer. Naja, solange man nicht gerade in einer Klettersteigpassage steckt – wie wir damals, als wir von den Spronser Seen zum Hochganghaus abgestiegen sind –  und man nicht gerade das Pech hat von einem Blitz getroffen zu werden, kann man so eine kurze Hagelschlag Einlage schon verkraften 🙂

Und so können wir die heutige Spazierwanderung nicht nur in die Kategorien einfach und genussvoll, sondern auch in die Kategorien erlebnisreich und überraschend einordnen 😉

GPS Track der Spazierwanderung vom Bewaller zum Karersee

Fotos Karersee und Latemar

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