Von der Mendel über die Alm Roen zur Überetscher Hütte

Die Schwester und der Bruder der besten Freundin von allen haben beschlossen eine Spaziergang samt „Anhang“ von der Mendel zur Überetscher Hütte zu unternehmen. Wir schließen uns an und fahren mit dem Auto über Kaltern, der Mendelstraße folgend zum Mendelpass empor. Die Mendel befindet sich außerhalb der Grenzen Südtirols im Trientner Gebiet.

Fuss mit Bergschuh
Fuss mit Bergschuh

Früher und auch heute noch ist die Mendel ein beliebter Ferienort, wo vor allem Kalterer und Traminer ihre Sommerfrische verbringen. Die Kalterer haben sogar eine Standseilbahn, die Mendelbahn, gebaut um die Mendel auf dem direktesten Weg, in wenigen Minuten zu erreichen. Wir parken unser Auto im Golf, so nennt sich der Parkplatz an der Talstation des Sesselliftes, der im Winter die Skifahrer zum Startpunkt der einzigen Skipiste führt.

Wir beginnen unsere Wanderungen (im Vergleich zu den anderen Wanderungen kann man diese ruhig als Spaziergang bezeichnen) indem wir zur Cencinella-Hütte gehen, die der Paul (mein Nachbar in Tramin) führt. Von dort aus starten wir nun zu Sechst (die anderen Viere sind mit dem Auto bis vor Pauls Hütte gefahren) den Weg Nr. 500 entlang, an den Mendelhütten (hölzerne Ferienhütten der Kalterer und Traminer) vorbei, in Richtung Halbweghütte, Alm Roen (Malga di Romeno) und Überetscherhütte („Dscherba“ in Dialekt oder „Rifugio Oltradige“ in Italienisch).

Der Weg ist problemlos auch für Ungeübte zu bewältigen und nicht sonderlich lang. Nach circa einer halben Stunde erreichen wir Halbweg, das Berggasthaus an der Bergstation des Sesselliftes und nach circa eineinhalb Stunden kommen wir auf der Alm Roen an.

Die Malga di Romeno, wie sie von den Italienern genannt wird, ist von Westen her auch mit dem Auto erreichbar und somit tummeln sich hier recht viele Trientiner. Wir Sechse sind heute wieder Selbstversorger und packen darum auf der Wiese vor der Alm unser Proviant aus. Jemand muss die Rucksäcke ja erleichtern. Es wird gegessen und getrunken (selbstgemachter Holundersaft natürlich!) und ein kurzes Schläfchen in der unverhofft durch die Wolken hervorblickenden warmen Sonne gehalten, bevor es circa 20 min weiter geht bis zur Überetscher Hütte.

Die Überetscher Hütte und die Königsdisziplin (Rundwanderung Roen) der Traminer

Die „Tscherba“, so nennen wir Traminer die Überetscher Hütte, ist die vorletzte Station auf der Königswanderdisziplin eines jeden Traminers: eine Wandertour von Tramin zum Gummerer Hof, weiter über die weißen Rissen um den Göllerspitz bis zur Überetscherhütte, dann über den Klettersteig bis zum höchsten Punkt des Mendelgebirges dem Roen empor, über dem Mendelkamm zum Schwarzen Kopf, dann hinunter über den Grenzleger, vorbei an der Schweigelhütte, der Edelrauthütte, Kaltbrunn, Schmiedebene, Zoggelerwiese bis zurück nach Tramin.

Die beste Freundin von allen hat den Aufstieg zum Roen über den Klettersteig schon einmal mit mir mitgemacht. „Wollen wir nochmals hoch?“ „Nein, nein, nie, nie wieder!“

Wir kehren also in die Überetscher Hütte ein, wo uns der Karl der Bruder vom Heiss Sepp (mein Hydrauliker) bewirtet.

Da wir nicht den exakt gleichen Rückweg antreten wollen, sind wir so verwegen dem Uwe zu glauben, dass er sich noch an alle Schleichpfade und Rehsteige von der Sommerfrische aus seinen Kindertagen erinnern kann. Wir beschließen zum Lawinenspitz hinaus zu gehen und dann über einen mehr oder weniger als Rehsteig zu bezeichnenden Steig auf und ab am Kamm entlang bis zur Mendel zurück zu wandern.

Der Ausblick am Lawinen-Spitz ist phänomenal! Ich fange am südlichsten Punkt, den man noch sehen kann, an und schweife dann in Richtung Norden, wobei ich auf die Höhemeter keine Rücksicht nehme: Tramin, Neumarkt, Montan, Auer , Aldein, Kalterer See, Kaltern, Eppan, Bozen, Ritten alles von hier aus sichtbar. Die Berge nicht vergessen: Schwarzhorn, Weißhorn, Latemar, Rosengarten, Schlern, Rittner Horn, natürlich das Mendelgebirge; wunderbar die Aussicht auf das Südtiroler Unterland.

360° über dem Kalterer See am Lawinenspitz

360 Lawinenspitz
360 Lawinenspitz

Der Rehsteig erweißt sich als schwierig, es geht richtig ordentlich auf und ab wie in einer Achterbahn, aber mir gefällt’s. Da es heuer oft geregnet hat ist alles frisch grün, wir passieren Lichtungen die in hohem Gras stehen, frische Wälder, Schluchten und können immer wieder einen Blick ins Unterland hinunter werfen. Schöner Steig aber dem Unkundigen nicht anzuraten. Ich habe darum diesen Weg nicht in die dynamische Karte mit eingezeichnet!

Verlauf der Wanderung:

Bilder Lawinenspitz:

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