Wanderung durch die Novella-Schlucht

Eingang Flusspark Novella
Eingang Flusspark Novella

Eine ganze Seite widmete die Dolomiten dem Nonstal am Donnerstag, dem 24.05.2012. Thema: Saisoneröffnung im Parco Fluviale Novella am kommenden Wochenende. Das trifft sich hervorragend, da wollte ich immer schon mal hinein.

Jahrtausende grub sich der Wildbach Novella seit der letzten Eiszeit durch Sedimente, Phyllit- und Porphyr-Schichten und hartes Dolomitgestein rund um den Lago di Santa Giustina. Entstanden ist eine abenteuerlich tiefe Schlucht, die – bis vor wenigen Jahren unbegehbar – im Verborgenen lag. Seit der Gründung des Parco Fluviale Novella ist die mehrere 100 Meter tiefe Schlucht durch einen 3,5 Kilometer langen Weg erschlossen, der sich – zunächst am oberen Rand des Canyons verlaufend – über einen befestigten Steig immer weiter in die Tiefe schraubt. Mitten in einem kleinen Waldstück beginnt der schmale Teil der Schlucht, in dem metallene Stege abenteuerliche Tiefblicke erlauben.

Sonst nur mit Führung zugänglich, soll an den beiden Eröffnungstagen der Zutritt zu einer der imposantesten Schluchten im wasserreichen Val di Non auch ohne professionelle Begleitung möglich sein. Das ist die Gelegenheit für mich.

Wie gut, dass die 11-jährige Isabel derzeit ihren Pfingsturlaub bei uns verbringt, so habe ich für meinen Besuch in der Wildbach-Schlucht eine charmante Begleiterin. Zwischen 9 und 16 Uhr ist der Flusspark geöffnet.

Um dem erwarteten Besucherstrom zuvor zu kommen starten wir zwei Mädels also am Sonntagmorgen schon um kurz nach neun in Ronzone. Die paar Minuten Fahrt nach Dambel sind schnell vorbei und wir ergattern, aufgrund der frühen Tagesstunde, sogar noch einen Parkplatz direkt vor dem Ticketverkauf. Für insgesamt 14 Euro (inklusive einer kleinen Marende nach dem Besuch des Canyons) stürzen wir uns in unser Abenteuer. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach wenigen Metern durch den Ortskern von Dambel führt uns eine kleine Straße durch die Apfelhaine erst einmal stark abfallend in die Tiefe hinab bis zu einer alten Mühle. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.

Gesteinsformation
Gesteinsformation

Hier bei der Mühle bekommen wir vom Service-Team des Flussparks unsere Helme ausgehändigt. Ohne die ist das Betreten des Canyons nicht gestattet. Also ziehen wir unsere Häubchen auf, stülpen die roten Helme über, lauschen der Einführung und starten schließlich beschwingt Schlucht einwärts. Die ersten Meter sind unscheinbar: eine Brücke über den sanft dahin fließenden Novella-Bach, eine erste Treppe aus rohen Holzstämmen. Doch schon am Ende der Treppe weicht die Unscheinbarkeit einem faszinierenden Farbspiel.

Rote, gelbliche, weiße und graue Gesteinsschichten wechseln sich ab, wirken wie ineinander geschoben. Über alle Schichten hinweg klammern sich Bäume und Sträucher in poröses Gestein und in der Tiefe treffen die Strahlen der Sonne auf den nun schmaler und schneller werdenden Bach. Zurückzuführen sind die unterschiedlichen Färbungen – so ist später auf Informationstafeln zu lesen – unter anderem auf den unterschiedlichen Sauerstoffgehalt des Gesteins.

Eingang Engstelle
Eingang Engstelle

Kleine Wasserfälle und eine artenreiche Flora sorgen immer wieder für Ahs und Ohs. Hinter jeder Biegung öffnet sich der Blick auf eine neue Felsformation, eine neue Facette der Schlucht. Sogar einen schlafenden Drachen entdeckt Isabel. Auf einer kleinen Plattform ein letzter Blick zurück auf den freiliegenden Teil des Canyons, den wir gerade auf etwa halber Höhe durchquert haben, dann geht es in ein schattiges Waldstück hinein. Links ein Wasserfall, eine Brücke aus massiven Baumstämmen, ein kleines Metalltor und plötzlich … nichts. Unter dem Metallgitter zu unseren Füßen hören wir den Wildbach rauschen, sehen können wir ihn nicht.

Mit jeder Treppe wird der Canyon schmaler, geht es dem Ruf des Novella folgend weiter hinab in die Tiefe. Lehmig erscheinen die Wände, die – von allerlei Farben durchzogen – links und rechts von uns hinaufwachsen, der Himmel rückt in weite Ferne. Angenehm kühl und gut zu gehen, ist der Gitterweg, Überhänge und Felsbuckel öffnen und verdecken den Blick auf das kristallklare Wasser des Baches, einzelne Sonnstrahlen dringen durch schmale Öffnungen zu uns herab.

Ausstellung Novella Schlucht
Ausstellung Novella Schlucht

In einer breiteren Höhle recken sich hohe Figuren dem Licht entgegen. Sie sind Teil der Ausstellung „Stille Dialoge“, die die Werke der beiden Künstler Pietro Weber und David Aaron Angeli gekonnt in den Verlauf des Canyons einbindet. Immer näher kommen wir über all die Treppen dem natürlichen Verlauf des Wildbaches bis sich schließlich der Canyon öffnet und den Blick freigibt auf ein intensiv grünes, stilles Tal.

Selbst das kleine Wasserkraftwerk am Ausgang der Schlucht, kann dem Eindruck von Stille und Natürlichkeit nicht wirklich etwas anhaben.

An den Felsen geklammert führen die Stege nun rechts des Flusses, vorbei an einer weiteren kleinen Schlucht, durch die der Novella das Tal verlässt, in den Talschluss, wo wiederum ein kleines Metalltor das Ende des Felsenweges markiert. Stetig steigend geht es jetzt durch den Wald, meist über Treppen mit wenigen ebenen Wegabschnitten dazwischen, hinauf zur Einsiedelei San Biagio an der Straße von Romallo nach Sanzeno.

Von hier aus könnten wir nun etwa 2 Kilometer lang stetig steigend den kleinen Stichstraßen zwischen den Apfelhainen folgen, um wieder zu unserem Ausgangspunkt in Dambel zu gelangen, da aber gerade der eigens für diese beiden Eröffnungstage eingesetzte Pendelbus direkt vor uns hält, können wir zwei der Versuchung nicht widerstehen, uns gemütlich nach Dambel hinauf schippern zu lassen.

Rund 2 Stunden lang sind wir voller ehrfürchtigem Staunen für das, was die Natur zu leisten vermag, durch eine sehr abwechslungsreiche, farbintensive Naturlandschaft gewandert, die wir der Kraft des Wassers zu verdanken haben. Ausklingen lassen wir dieses Erlebnis bei Speck, Mortandella, Käse und Apfelsaft – Nonstaler Spezialitäten, die die Vereinigung des Novella-Parks zur Eröffnung serviert.

Ein Ausflug, der stille macht und Lust auf mehr!

Achtung: Festes Schuhwerk und – je nach aktueller Wetterlage – eine Regenjacke sind ein Muss. Zwischen Juni und Oktober ist die Novella-Schlucht nach Voranmeldung mit einem Führer der Associazione Parco Fluviale Novella begehbar.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.parcofluvialenovella.it oder beim Tourismusverband Val di Non.

Foto-Impressionen aus dem Parco Fluviale Novella

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7 thoughts on “Wanderung durch die Novella-Schlucht”

  1. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Ihr beiden

    Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder auf Eurer Seite, da ich diese beschriebene Tour vor vielen Jahren auch mal, allerdings in etwas anderer Form durchgeführt habe und ich hierbei wahnsinnig Glück bei einem sehr schweren Gewitter hatte. Schön dass ich nun von Euch die herrlichen Bilder der Schluchtdurchquerung auf den befestigten Stiegen auch mal sehen konnte, nachdem ich die von mir begangene Tour, es düfte 2005 oder 2006 gewesen sein, vom „Smeraldo See“ aus nach einer Wanderbeschreibung des „Bergsteiger-Autors“ E.E. Hüsler aus einem „Bergsteiger-Heft“ unternommen hatte.
    Ich startete die Tour damals am Smeraldo-See stieg nach der Beschreibung durch einen Wald an der Gampenjochstraße ab und fand mich an einem Kraftwerk am Schluchtende wieder, wo die Wegbezeichnung nicht mehr zu sehen war. Dort halfen mir jedoch Arbeiter weiter den Weg auf die andere Seite der Schlucht in Richtung Dovena über einen zwar bezeichneten und zum Teil mit Leitern gesicherten, jedoch sehr ausgesetzten unter überhängenden Felsen verlaufenden Weg zum Ortsbeginn Dovena zu finden. Als ich die ausgesetzte Passage über der ca. 50 m tiefen Schlucht mit etwas wackligen Knien (war ganz allein auf dieser wenig bekannten Tour) überwunden hatte, wollte ich oberhalb der Schlucht gemütlich zur Rucksackjause hinsitzen, als es einen so heftigen Schlag gab, der mir durch Mark und Bein ging.
    Das Gewitter hatte ich in der Schlucht nicht kommen sehen und so schaffte ich es gerade noch bis Dovena.
    Dort erlebte ich Trentiner Gastfreundschaft pur. Da es dort keinerlei Gasthaus oder Unterstellmöglichkeiten bei einem furchtbarsten Gewitter, das ich je in den Bergen erlebt habe gab, nahmen mich Leute eines Bauernhofes gastfreundlich auf, boten mir Regenschutz und baten mich an ihren Vespertisch zu sitzen und mit ihnen ein schmackhaftes Mal inklusive Cappucion ohne Annahme von Geld einzunehmen. Zwei Stunden lang gab es ein fröhliches Kauderwelsch zwischen italienisch, deutsch und einem Dialekt der auch einige Brocken deutsch enthielt, es war köstlich und lustig.
    Das erlebt man halt bei Euch immer wieder vor allem in stillen Bergdörfern und ich denke mit viel Dank und Demut an diesen Tag und die netten kaum deutsch sprechenden lieben Menschen und das schwere Gewitter zurück.
    Daran dachte ich sofort als ich Eure Tour in Eurer Wanderseite vor ein paar Tagen sah.
    Den unteren von Euch im Bereich von Fondo begangen Teil der Schlucht, die bekannter ist, habe ich leider noch nicht bewandert.

    In großer Vorfreude auf das Hochpustertal bei meinem Wanderurlaub Ende Juni und an Südtirol, sowie die Menschen dort grüße ich diesmal nach langer Abstinzenz mit diesem ausführlichen Wanderbericht

    Euer Charly

  2. Dietmar says:

    Hallo Charly,

    ich bin jedes Mal wieder erstaunt wie viel Ort du in unserer Gegend kennst. Ist ja gewaltig. Zur Novella Schlucht Tour kann ich persönlich nicht viel sagen, da meine Kollegin die Schlucht Durchquerung gemacht hat. Ab und zu fügt auch sie hier eine Tour ein. Auf jeden Fall freut es mich, dass dieser Bericht solch interessante Erinnerungen wach rüttelt, was wieder einmal beweist, dass ein Wanderulaub im Unterschied zum Meerurlaub viel mehr Erlebnisse bietet, von denen man auch noch nach Jahren zehren kann 🙂

    Grüße
    Dietmar

  3. Sandra says:

    Hallo Charly,
    auch von mir ganz herzlichen Dank für Deinen persönlichen Wanderbericht zur Novella-Schlucht. Heute ist diese Tour wirklich in keinster Weise mehr mit dem vergleichbar, was Du damals erwandert (oder besser, bezwungen) hast. Inzwischen ist alles optimal ausgebaut (allerdings zum Glück ohne verbaut zu sein) und auch bestens ausgeschildert. Deine Erfahrungen mit der Gastfreundschaft der Einheimischen allerdings kann ich nur bestätigen. Die könntest Du heute noch immer genauso machen. In all den Jahren, die ich nun (meist in den Trentiner Bergen) unterwegs bin, habe ich allerorts freundliche und uneigennützige Menschen kennen lernen dürfen. Die Erinnerungen an jene Begegnungen lassen auch mich immer wieder voller Dankbarkeit und Demut innehalten. Schön, dass es Dir ebenso geht. Ich wünsche Dir noch ganz viele solcher Begegnungen – allerdings gern Gewitter frei – und für Deinen Wanderurlaub Ende des Monats wunderbares Wanderwetter und ganz viel Freude!
    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Karl-Heinz Weller says:

    Vielen Dank für Eure netten Kommentar zu meinem Kommentar Eurer (deiner Sandra) Wanderung.
    Ich freue mich sehr auf Südtirol und habe in den letzen Wochen wieder einige Eurer Touren auch denen, die schon länger zurückliegen gestöpert und freue mich schon jetzt auf Eure hoffentlich wieder schönen Touren in Eurer Heimat und Umgebung. Habe dadurch einige Anregungen für meine Touren bekommen, Stichwort Nuvelau usw. habe ich bereits auch in meine Planungen aufgenommen.
    Dabei habe ich natürlich auch die Bilder vom „Burrone-Klettersteig“ gesehen und muss sagen Hut ab, vor allem vor Dir Sandra, großes Kompliment und meine Hochachtung vor Eurer Leistung. Mit „Leitern“ das ist nichts für mich, vor allem da ich mich gut einschätzen kann und vor solchen Sachen einfach Angst habe. Und wenn die Angst (nicht der Respekt) mitläuft und man es nur macht, dass man so eine Tour als „gemacht verbuchen“ kann und den ganzen Tag mit Angst auch wieder heil runterzukommen läuft, macht es keinen Sinn. Da mache ich lieber auch spannende Hochtouren mit Übergängen oder wie letztes Jahr am „Monte Piano“, wo ich mich mit dem „Pioniersteig“ fast überfordert habe, denn ich war völlig allein und musste den zwar technisch einfachen aber sehr ausgesetzten und nur zum Teil gesicherten Geröllweg unter der Wand des Monte Piona durch, ein Abrutschen wäre tödlich gewesen.
    Daher versuche ich an Grenzen meines Bergwanders aber nicht darüber zu gehen und lebe bis jetzt gut damit.
    Wenn ein Gipfel wie z.b. vor einigen Jahren der „Sassongher“ bei Corvara oder der Aufstieg über den „Normalweg“ durchs Val Setus zur „Piscadu-Hütte“ gesichert im Fels und nicht am Rande, also ausgesetzt verläuft habe ich keine Probleme, aber steile Leitern nein danke. Ich orientiere mich dann oft an den Schwierigkeitsgraden in den diversen „Bergsteiger-Wanderbüchern“ , Schwierigkeitsgrad rot wie mittel ist für absolut o.k, da habe ich auch Freude dabei und es darf ruhig etwas spannend sein.
    In diesem Jahr will ich so einen etwas ausgesetzten Höhenweg wie z.b. den „Gaisl-Höhenweg“ in Prags machen, bin mal gespannt, wie spannend er für mich ist.

    Aber nochmals großes Kompliment an Eure Seiten, die Bilder und den erwähnten Klettersteig, auch wenn du Dietmar ja kein ausgesprochener Fan davon bist.

    In diesem Sinne alles Liebe, tolle Touren, ich melde mich bei einer Eurer Touren nochmals vor der Fahrt nach Südtirol und grüße mit einem

    Berg Heil, Euer Charly

  5. Dietmar says:

    Hallo Charly,

    da werde ich jetzt mal was klären müssen, damit nicht alles durcheinander kommt. Die beste Ehefrau von allen, mit der ich immer unterwegs bin, ist natürlich meine Frau. Sie hat zwar wie alle Menschen in unseren Breiten einen Namen aber hier im Blog heißt sie ausschließlich „die beste Freundin von allen“ oder „die beste Ehefrau von allen“ oder „das Biest mit dem ich verheiratet bin“ *g*
    Sie hat eine große Abneigung gegen Klettersteige, vor allem wenn sie ausgesetzt sind. Leider sagen die Schwierigkeitsgrade nichts über die Ausgesetztheit aus, sondern nur über den technischen Schwierigkeitsgrad. Es gib Klettersteige im 3ten Grad welche die beste Ehefrau von allen ohne Probleme machen kann und welche im 1ten Schwierigkeitsgrad oder sogar 0ten Schwierigkeitsgrad wo gar nix geht. Beim Burrone habe ich schlicht und einfach eine gute Überredungskunst bewiesen.

    Sandra ist meine Arbeitskollegin, die ihrerseits oft in den Trentiner Bergen vor allem im Nonstal unterwegs ist und auch ab und zu hier postet.

    Grüße und Danke für den Tipp mit den Sassongher. Gut zu wissen, dass der Aufstieg nicht am Rand verläuft, das Biest mit dem ich verheirate bin kann ich sicherlich nicht überreden aber vielleicht die beste Ehefrau von allen….

    Grüße

    Dietmar

  6. Karl-Heinz Weller says:

    Hallo Sandra

    Dir hiermit auch vielen Dank für deine netten Zeilen. Hab das beim „Schnellesen“ etwas mit dir und Dietmars „liebster Ehefrau“ verwechselt, trotzdem habe ich mich natürlich gefreut. Und die Zeilen bezüglich „meiner Hochachtung“ für Eurer Tour bleiben trotzdem bestehen. Wie gesagt, fast senkrechte Leitern sind nichts für mich und das Wissen über diese Angst oder Mißtrauen werden auch nicht mehr weggehen, wenn man es weiß und danach handelt ist es glaube ich o.k. Aufgrund des Umstands dass ich bei meinen Touren oft allein und ungesichert laufe muss ich es auch nicht haben.
    Ich erfreue mich auch so an meinen Hochtouren, lese mich vorher in Karten und Wanderbüchern gut ein, sodass ich da kein unnötiges Risiko eingehe.
    Allerdings kann es passieren, dass dann eine Route die beispielsweise mit Rot – wie z.b. die zum Monte-Piano auf dem Pioniersteig – doch technisch etwas schwieriger ist, als z.b. im „Brückmann Führer Dolomiten E.E. Hüsler“ beschrieben. Doch angegebene „Wandertouren“ sind in der Regel für trittsichere Berggeher zu bewältigen, auch wenn man nicht gänzlich schwindelfrei ist.
    Ich kritisiere hierbei jedoch leicht Euren Südtiroler Autor „Hans-Paul Menara“ welche manche Höhentour mit “ leicht“ verharmlost und offensichtlich von seinem Können ausgeht. Die Bruckmann Bücher oder beschriebene Wandertouren im „Bergsteiger“ sind dagegen meistens dem Können gut angepaßt. Sie sind eher vorsichtig beschrieben, als die bei Menara, dies durfte ich bei einer Tour auf den Tullen im Vilnößtal eindrücklich selbst erfahren.
    Bei Menra war die Tour als relativ einfach beschrieben, im „Bruckmann-Führer“ mit Schwarz und das ist absolut die richtige Klassifizierung. Bis zum Einstieg in den Gipfelgrat ist die Tour wirklich leicht, aber der total schmale, bröselige und ungesicherte Gipfelgrat ist eigentlich nichts für „Nicht-Schwindelfreie“.

    Dies zu meinen Empfindungen auf meinen vielen langen und zumeist wunderschönen Südtiroltouren. Im übrigen ist das Wandern allein in stillen Tälern oft auch ein Erlebnis der Sinne, man erlebt die wunderschöne Natür der Südtiroler Landschaft oft viel intensiver als wenn mit mehreren unterwegs ist und kommt mit den Einheimischen wunderbar ins Gespräch und hat Zeit die Seele in herrlicher Natur baumeln zu lassen. Man erfährt auch mehr über Land und Leute, als wenn man in der Gruppe untereinander im Gespräch vertieft ist.
    Die Glücksgefühle in der Natur erlebt man noch intensiver wie ich finde, auch wenn es schön ist, sie mit anderen aus der Gruppe zu teilen.

    Dies war vorerst ein letzter Kommentar, der nochmals sehr ausführlich wurde vor meinem eigenen kommenden kommenden 10 tätigen Urlaub im Pustertal.

    Beste Gesundheit und schöne Naturerlebnisse beim Wandern sendet Euch
    Charly

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