Spaziergang Kaltern-Frühlingstal-Montiggler See-Kaltern

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, so nennt sich ein bekannter Film von Harold Ramis. Bei uns Südtiroler Wanderern müsste das aber „Und jährlich grüßt das Frühlingstal“ heißen. Einen Tag vor Frühlingsbeginn machen wir uns wieder mal auf, die Schneeglöckchen im Frühlingstal zwischen Kaltern und Eppan zu besuchen und so den Frühling zu begrüßen.

Die Märzenbecher (wir Südtiroler nennen sie fälschlicherweise Schneeglöckchen) im Frühlingstal
Die Märzenbecher (wir Südtiroler nennen sie fälschlicherweise Schneeglöckchen) im Frühlingstal

Heuer wollen wir dem großen Trubel etwas ausweichen und so machen wir uns bereits vormittags um 11 Uhr auf und biegen vor der Kellerei Manincor rechts ab in Richtung Frühlingstal. Wie vermutet finden wir um diese Uhrzeit noch viele Parkplätze entlang der nur wenig befahrenen Straße.

Keine Wolke am Himmel, grünes Gras zwischen den Weinbergen, ein blauer Himmel und weiße Berggipfel, ein Götterwetter bei circa 15° Celsius, die im Laufe des Tages sicherlich noch stark ansteigen werden.

Das Frühlingstal hat sich etwas vom vorletzten und vorvorletzten „starken“ Winter erholt. Leichtes Geäst hat man aber dennoch liegen gelassen, wahrscheinlich um der Natur willkommenen Humus, Unterschlupf und Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten.

Wir haben genau die richtige Woche getroffen. Neben den blauen Leberblümchen bevölkern unzählige Schneeglöckchen das beliebte Frühlingstal.

Bei Halbweg hat die Feuerwehr Eppan eine temporäre Jausenstation eingerichtet. Belegte Brote und Krapfen werden feil geboten, was zumindest ich nicht verschmähen kann 😉

Nach der Jause, die meinen Mittagsmahl Bedarf decken muss, geht es weiter durch das Frühlingstal, an dessen Ende uns die kleine Ortschaft Montiggl und anschließend der Große Montiggler See erwarten.

Am Südufer des Sees bemerke ich ein herrschaftliches Gebäude, welches mir bis jetzt noch nie so richtig aufgefallen ist. Aha, das Seeschlössl ist zwar etwas heruntergekommen, strahlt aber immer noch die Aura „Lustschlösschen in historisierenden mittelalterlichen Bauformen“ aus, wie auf einer Infotafel nachzulesen ist.

Eine Rundwanderung um den Großen Montiggler See darf an einem solchen Tag natürlich nicht fehlen und so spazieren wir gemütlich entlang des Seeufers, vorbei an Familien mit spielenden Kindern und Paaren, welche die Sonne genießen.

360° über dem Kalterer See
360° über dem Kalterer See

Den Rückweg wollen wir dieses Jahr etwas abwechslungsreicher gestalten und so wandern wir über den Wandersteig Mazzoner Weg in Richtung Kaltern, der uns zunächst abwärts in eine kleine Talzunge führt, und dann auf der anderen Seite des Tales hinauf zum Mazzoner Hügel führt (nicht zu verwechseln mit der Fraktion Mazzon in Neumarkt). Von hier haben wir einen tollen Ausblick auf den blau schimmernden Kalterer See und die noch nicht im Trieb stehende Kalterer See Reblandschaft.

Das letzte Stück unseres heutigen Spazierganges, den man gerne auch als Wanderung bezeichnen könnte, führt uns durch den Ortsteil Mazzon (zwei, drei neu erbaute Häuser) und dann durch die Güter in der Zone Mareit, vorbei an Ziggori stechenden Menschen (Löwenzahl sammelnden Menschen) bis zu unserem Ausgangspunkt, etwas nördlich des Kalterer Sees zurück.

GPS Daten des Frühlingstal Spazierganges

Fotos Kalterer See, Frühlingstal, Montiggler See

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5 thoughts on “Spaziergang Kaltern-Frühlingstal-Montiggler See-Kaltern”

  1. Hallo Dietmar
    ich war am Faschingsdienstag im Frühlingstal und habe es auch richtig genossen. Deinen Bildern nach zu urteilen, waren wir zeitlich besser dran, deine Märzenbecher sind teilweise schon fast am verblühen? oder täuscht mich das? Aber immer wieder zum staunen, die vielen Frühblüher – LG Siglinde
    http://vonollsabissl.blogspot.com/2011/03/fruhlingswanderung-im-fruhlingstal.html

  2. Wolfgang says:

    Hallo Dietmar,
    da dachte ich mir doch gerade, dass ich mal wieder dringend vorbei schauen muss und schon löst Du – ja – meine Sehnsucht (die sich zwischenzeitlich entwickelt hat) nach Südtirol aus… Wandern, Reden, Trinken, Essen, Erholen, Genießen und Wiedersehen sind die Schlagworte, die mir in Zusammenhang mit Südtirol und vor allen Dingen Deiner Heimat einfallen. Und so eine Frühlingseinstiegsniedrigwanderung hätte mir glatt auch gefallen. Nur bin ich zu weit weg…
    Dein nicht immer treuer Blogleser,
    Wolfgang

  3. Dietmar says:

    Zumindest bekommt ihr da draußen/oben/im Norden heute ja scheinbar auch mal ausnahmsweise über 25° C 😉 Nutze das Wochenende! Mir zerreißt es fast mein Wanderherz, da ich zeitlich dieses Wochenende nicht kann…

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